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Saisho Kurai Männlich

demon inside

Beiträge: 129

Geburtstag: 16. August 1987 (31)

Geschlecht: Männlich

3 Auszeichungen

Themenstarter Themenstarter

1

Montag, 8. März 2010, 21:44

Saisho Kurai (inaktiv)



Link: http://www.yale.edu/anime/imgarchive/x/kamui-6.jpg


Name:
Saisho Kurai
Kurai = jap. Dunkelheit / Finsternis
Saisho = jap. der/die/das Erste seiner Art

Spitzname: Ryoushi (jap. = Jäger)

Geburtsdatum/Alter:
16.08.17 v. Zen Saiki (24 Jahre)

Größe:
1,98m

Gewicht:
90kg

Geschlecht:
männlich

Aussehen:
Kurai ist hochgewachsen und von schlanker, aber trainierter Gestalt. Seit seiner Begegnung mit Jishin hat sich sein eigentliches Aussehen jedoch stark verändert. Er hat volle mittellange dunkelblaue Haare, die mit dunkelroten Strähnen durchzogen sind und ihm zum Teil über seine Augen hängen. Seine Augen selbst sind das auffälligste an ihm: seine dunkelroten Augen mit der tiefschwarzen Iris wirken auf seine Umgebung nicht nur mysteriös und anziehen, sondern auch Furcht erregend und Angst einflößend. In seiner Freizeit trägt er ein schwarzes Shirt, einen schwarzen Kutschermantel und eine schwarze Jeans.
Wenn er auf Mission unterwegs ist, einen anderweitigen Auftrag übernimmt oder ein Training absolviert trägt er einen schwarzen Rollkragenpulli, eine Flagweste und seine eigens angefertigte Rüstung. An seinem Gürtel hängen verschiedene kleinere Taschen sowie eine Schwertscheide. Auf Missionen trägt er zusätzlich einen schwarzen ANBU-Mantel. Seine Oi-Nin Maske trägt er nur, wenn er auf solchen Missionen unterwegs ist.
Wenn er einen Auftrag erledigt ist er immer mittels Henge no Jutsu unterwegs. Sein Aussehen variiert deswegen von Auftrag zu Auftrag, teilweise auch im Rahmen einer Situation, sollte es erforderlich sein. Dies ist der Hauptgrund, weswegen man ihn keinem Verbrechen zuordnen kann.

Rang:
Akademist: 6 Jahre
Genin: 12 Jahre
Chuunin: 18 Jahre
Tokubetsu Jounin: 20 Jahre (Assassine)
ANBU: 23 Jahre
Oi-Nin: 23 Jahre

Clan/Familie:
Saisho Clan

Kurai´s Familie ist eine kleine Familie und besteht aus seiner Ehefrau Akarui und den Zwillingen Kimyou und Saiki. Kurais Frau Akarui ist aktuell im 5 Monat schwanger. Sie erwartet erneut Zwillinge.

Akarui (jap. = heiter), Tokubetsu Jounin (Sabotage) / Hausfrau, 16.8.17 v. Z.S (24 Jahre):
Akarui ist eine liebevolle Mutter und Hausfrau, der man ihre Ausbildung kaum anmerkt. Aktuell nimmt sie keine Aufgaben als Tokubetsu-Jounin an, obwohl sie eine der Besten auf ihrem Gebiet ist, sondern kümmert sich um ihre häuslichen Angelegenheiten und die Erziehung der beiden Kinder. Häufig trifft man sie auf den Straßen Takis, wenn sie mit den Kindern zum Spielplatz oder zum Einkaufen unterwegs ist. Sie hat ein freundliches und helles Gemüt und ist kaum durch ein Ereignis aus der Ruhe zu bringen.

Kimyou (jap. = neugierig), 14.5.3 n. Z.S (4 Jahre):
Kimyou ist der Ältere der beiden Zwillinge und eindeutig der Lebhaftere. Neugierig erkundet er die Welt und keine Sache ist ihm zu gefährlich oder zu riskant. Immer wieder bringt er sich in kleinere Schwierigkeiten, meistens jedoch kommt er mit einem blauen Auge davon.

Saiki (jap = Weisheit), 14.5.3 n. Z.S (4 Jahre):
Saiki besitzt ein ruhiges und zurückhaltendes Gemüt. Er beobachtet die Dinge gerne aus der Distanz und scheint eher nachdenklich zu sein als sein Bruder. Er vertieft sich gerne in seine Bilderbücher und kann sich erstaunlich viele Dinge merken.
Obwohl beide Zwillinge von ihrem Charakter her unterschiedlich sind, bilden sie doch ein gutes Team und meistern den Alltag oft gemeinsam. Zudem sind sie unzertrennlich.

Saisho Mikomi (jap = Hoffnung), Jounin, 05.09.45 v. Z.S, Kurai´s Vater (verstorben,5. n. ZS):
Mikomi ist einer der letzten großen Krieger des Clans. Er kam erst vor wenigen Monaten wieder, nachdem er nach der Schlacht der 100 Dämonen als vermisst galt und für tot erklärt wurde. Seitdem er wieder zurückkehrte, hat er die Führung des Clans inne, was nicht einmal Akira ihm aberkennen würde. Er ist ein weiser, alter Mann, der viel gesehen hat und stets die Wahl trifft, die ihm für den Clan und Taki am besten erscheinen. Jedes Mitglied des Clans vertraut ihm blind. Sein Charisma und seine Ausstrahlung sind unvergleichbar. Eine Persönlichkeit, der sich selbst ein Feind kaum entziehen kann. In dem großen Angriff auf Taki verlor er sein Leben, jedoch nicht durch die eigentlichen Angreifer sondern durch ein hinterhältiges Attentat einer anderen Organisation.

Saisho Kirei (jap = ordentlich), 12.11.40 v. Z.S, Hausfrau, Kurai´s Mutter:
Das Genie überblickt das Chaos: mit stoischer Ruhe wacht Kirei über ihre rege Kinderschar, die in großen Teilen noch auf dem großen Saisho-Clansanwesen wohnt. Da es auf Grund der zahlreichen Kinder, die sich auch alle grundlegend unterschiedlich entwickelten, ihr Haushalt immer nahe dem Zusammenbruch steht braucht es jemanden, der das Chaos überblickt und zumindest zeitweilig für Ordnung sorgen kann. Sie versucht immer ein offenes Ohr für ihre Kinder und deren Probleme zu haben, doch angesichts der Tatsache, dass es so viele Kinder sind und die größten Probleme immer geballt auftauchen passiert es fast regelmäßig, dass sie den Überblick verliert und dadurch einiges auf der Strecke bleibt.

Die ersten Vierlinge:
Saisho Ashi (jap = böse), Jounin / ANBU, 03.12.23 v. Z.S (30 Jahre):
Unter dem Leitspruch “sex sells” brachte Ashies bisher schon recht weit. Verschlagen und hinterlistig benutz sie ihre körperlichen Vorzüge um nicht nur schonungslos alle, die sich auf ihre Spielchen einlassen, über den Tisch zu ziehen, sondern auch um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Innerhalb der ANBU wird sie nicht nur wegen ihrer Rücksichtslosigkeit gegenüber Teammitgliedern und anderen Shinobi sowie ihrer gnadenlosen Vorgehensweise gefürchtet sondern auch wegen ihrer Schönheit und ihrer Reize verehrt.

Saisho, Yume (jap = Traum), Jounin / ANBU, 03.12.23 v. Z.S (30 Jahre):
Yume wirkt, als ob er in einer eigenen Traumwelt lebt. Meistens wirkt er geistig abwesend und unkonzentriert, doch sollte man seine Kenntnisse in den Bereichen Nin-Jutsu sowie der Geschichte Takis nicht unterschätzen. Oft verstrickt er sich in eben solche Geschichten und erzählt über Stunden bis in das kleinste Detail.

Saisho Kakan (jap = entschlossen), Jounin / Oi-Nin, 03.12.23 v. Z.S (30 Jahre):
Mit Stärke und Entschlossenheit verfolgt Kakan im Auftrag Taki´s Nuke-Nin. Seine Ziele verliert er nie aus den Augen und bevor er seinen Auftrag nicht ausgeführt hat kehrt er nicht in seine Heimat zurück. Oftmals ist er wochenlang oder sogar monatelang verschollen, wenn ihn die Jagd durch alle Reiche dieser Welt treibt.

Saisho Taigyou (jap = Sabotage), Jounin / ANBU (Sabotage), 03.12.23 v. Z.S (30 Jahre):
Schnell, ausdauernd, zielstrebig sind die Begriffe, die Taigyou am besten beschreiben. Immer unterwegs und immer für (fast) alle Eventualitäten vorbereitet gleicht Taigyou einem wandelnden Waffenladen. Was er nicht direkt am Körper trägt hat er mit recht hoher Wahrscheinlichkeit versiegelt bei sich. Seine Vorliebe für Waffen komplettiert er mit einer unglaublichen Kenntnis über eben diese sowie seltsame Gemische und Sprengsätze aller Art, je sonderbarer desto besser.

Die zweiten Vierlinge:
Saisho, Takedakeshii (jap = wild), Chuunin, 16.08.17 v. Z.S (24 Jahre):
Takedakeshii galt schon immer als das absolute Gegenteil von Kurai. Unüberlegt und wild handelt er immer bevor er denkt und stürzt dadurch recht häufig sich und sein Team in absolutes Chaos. Zusätzlich besitzt er ein übergroßes Mundwerk, welches unentwegt große Töne über seine nächsten Taten spuckt. Für große Taten ist Takedakeshii jedoch nicht bekannt, eher für sein Talent selbst scheinbar sichere Missionen noch an den Rand eines Fehlschlags zu bringen.

Saisho Soen (jap = Ruhe), Tokubetsu Jounin (Folter), 16.08.17 v. Z.S (24 Jahre):
Soen agiert ruhig und zurückhalten… zumindest solange man ihn nicht ärgert oder ihn aus seinem inneren Gleichgewicht bringt. Was genau sein inneres Gleichgewicht ausmacht scheint bisher noch nicht genau festgelegt zu sein, dafür sind die Möglichkeiten seinen Zorn herauf zu beschwören umso zahlreicher: ein falsches Wort, eine falsche Bewegung, eine falsche Geste selbst ein falscher Blick reichen aus um eine feindlich gesinnte Reaktion seinerseits hervorzurufen. Seine innere Ruhe bezieht sich jedoch auch auf die Ausübung seiner Folter: einzig hier scheint er Entspannung zu finden.

Saisho Yane (jap = Dach), Handwerker, 16.08.17. Z.S (24 Jahre):
Der erste Saisho der Familie, der sich nicht zu einem Shinobi ausbilden ließ: zuviel schlechtes hatte er über das Shinobi-Dasein gehört, zuviel Tragödien gesehen, die dieses Leben über die Familien brachte. Somit beschloss der Yane, der schon immer der eigensinnigste der Vierlinge war, seinen Sturkopf durchzusetzen und in das örtliche Handwerk zu gehen. Er begann eine Ausbildung als Tischler, welche er jedoch abbrach und auf Dachdecker umschulte. Yane besitzt eine kleine eigene Dachdeckerei in der Nähe des Zentrums von Taki-Gakure.

Saisho Kurai, Tokubetsu-Jounin (Assassine), 16.08.17 v. Z.S (22 Jahre)

Geburtsort:
Taki

Aufenthaltsort:
Taki

Team:
-

Sensei:
-

Elementzuneigung:[/b]
Fuuton, Katon

Beherrschte Elemente:
Fuuton
Katon

Inventar:
Rüstung:
1 Flagweste
2 Armschienen mit eingebauten Kurzschwertern: diese Art Armschienen wurde für Kurai maßangefertigt. Die äußeren Enden der beiden Armschienen wurden so verlängert, dass man in ihnen spezielle Kurzschwerter verstecken kann. Diese Schwerter sind kürzer als die Standartkurzschwerter aber länger als ein Dolch. Sie bestehen aus gehärtetem Damaszenerstahl und sind beidseitig geschliffen.
2 Beinschienen
2 schwarze Handschuhe
1 Stirnprotektor
1 Klinge aus gehärtetem Damaszenerstahl in jedem Schuh verborgen (die Klinge läuft über eine Schiene, die in das Fußbett seiner Schuhe eingelassen ist und mechanisch nach vorne gefahren wird; sie fungiert als gefährliche Verlängerung der Schuhspitzen)
1 Oi-Nin Maske (verziert mit dunkelblauen Tribals)
1 ANBU Mantel

Gürtel (an diesem befestigt: 5 Gürteltaschen und das Medic-Kit):
2-seitig geschliffenes Damaszenerschwert (Scheide am Gürtel)
1 Medic-Kit (Gürtel)
10 Blutstopppillen (Medic-Kit)
10 Soldatenpillen (Medic-Kit)
10 Nahrungspillen (Medic-Kit)
10 Schmerzblockpillen (Medi-Kit)
Verbandszeug (versiegelt / Medi-Kit)
50 Blendgranaten (versiegelt in Schriftrolle) (Gürteltasche)
50 Kemuri Dama (Rauchgranaten) (versiegelt in Schriftrolle) (Gürteltasche)
200m Draht (in einer der Gürteltaschen)
10m Seil (versiegelt in Schriftrolle) (Gürteltasche)
1 Fernglas (Gürteltasche)
1 Bingo-Buch (Gürteltasche)
1 Geldbeutel

aufgeteilt auf Flagweste und Gürteltaschen:
400 Kunai (versieget zu je 50 / Schriftrolle) (4 in einer Gürteltasche / 4 in der Flagweste)
400 Shuriken (versiegelt zu je 50 / Schriftrolle) (4 in einer Gürteltasche / 4 in der Flagweste)
400 Jibaku Fuda (versiegelt zu je 50 / Schriftrolle) (Gürteltasche / Flagweste)

Flagweste:
20 Kunai (Flagweste)
20 Shuriken (Flagweste)
50 Bömbchen (versiegelt zu je 25 / Schriftrolle)(Flagweste)
1 leeres Notizbuch / 1 Stift (Flagweste)
1 Dietrichsortiment (Flagweste)
1 Feile (Flagweste)
1 Notfallschriftrolle: 200 Jibaku Fuda (versiegelt zu je 100 Stück), 200 Kunai (versiegelt zu je 50 Stück), Ersatzausrüstung; 3 Oi-Nin Masken; 2 ANBU-Mäntel

2 Dolche (ein Dolch / Beinschiene)
2 Handklauen (Hände / spezielle Halterung auf dem Rücken)

Nur auf längeren Missionen: 1 Rucksack: Proviant, Zelt, Schlafsack (ansonsten: je nach Bedarf, was man halt so auf Missionen mitnimmt)
Nur bei einem Attentats-Auftrag: Stadtpläne von der jeweiligen Stadt, Pläne von dem Land sowie Beschreibungen davon, die sonstigen Unterlagen, die der Charakter so benötigt (Bilder und Beschreibungen der Opfer...) [Anmerkung: sämtliche Unterlagen sind codiert]

Kampfstil:
Kurai hat ein Repertoire aus verschiedenen Vorgehensweisen im Kampf, welches aus seiner vielfältigen Ausbildung resultiert:
Kurai ist einer der besten Assassinen, die es in Taki gibt. Er legt während dieser Missionen äußersten Wert auf Diskretion und Tarnung: er verwendet immer wechselnde Kombinationen aus seinem Henge damit man ihm kein Gesicht zuordnen kann und so bleib nur der Name eines Phantoms (Toorima: nur unter diesem Namen wird er gesucht), dessen Aussehen und Herkunft niemand kennt. Unauffällig schleust er sich in die Umgebung seines Opfers ein und sammelt zunächst Informationen vor Ort, bevor er sich etwas zurückzieht. In dieser Zeit beobachtet er sein Opfer aus der Ferne um seine Gewohnheiten auszukundschaften – meistens legt er sich während dieser Zeit eine Strategie fest, wie er sein Opfer ausschalten will. Das Attentat selbst hängt ab von Zeit, Ort und Opfer und lässt sich dementsprechend kaum genauer festlegen, Kurai bevorzugt jedoch einen einfachen Kehlenschnitt –sauber, präzise und schnell- und platziert sein graviertes Kunai wenn möglich im Herzen seines Opfers. Allerdings verwendet Kurai hier nie eines seine Elementjutsu, sondern –wenn überhaupt- Tarnjutsu, und der Mord geschieht in den meisten Fällen durch eine seiner kleinen Waffen (Kunai, Dolch, Shuriken, Draht).
Kurais eigentlicher Kampfstil basiert überwiegend auf Taktik und Berechnung. Er begutachtet zunächst die Situation bevor er sich in den Kampf stürzt. Im Kampf selbst setzt er auf eine Kombination aus Ninjutsu und Taijutsu, wobei er sich auf Ninjutsu spezialisiert hat. Überwiegend verwendet er Katon-Ninjutsu um seine Gegner aus der Ferne anzugreifen und im Bestfall auch gleich auszuschalten. Eine seiner beliebtesten Taktiken ist das absaugen von Chakra mittels „Chakra Kyuuin“ um seinen Gegner zu schwächen und seine eigenen Chakrareserven aufzufüllen. Kurais Hauptaugenmerk liegt auf einer Verbesserung dieser Taktik, damit sie im Kampf zeit- sowie kampfeffizienter zu machen.
Sollte Kurai in den Nahkampf gehen dann verwendet er seine Nahkampfausbildung Capoeira. Dieser Kampf-Tanz basiert auf einer fließenden und schnellen Abfolge von Tritten und Schlägen, die sehr anmutig und elegant wirken. Kombiniert wird der Schlagabtausch mit verschiedenen Sprüngen wodurch Kurai sehr agil und dadurch nur schwer zu treffen ist. Da er sich nicht auf seine eher schwächliche Körperkraft verlassen kann verwendet er auch gerne seine Dolche oder seine Handklauen um mit diesen zusätzlich Schaden zu machen.
Ansonsten ist Kurai durch fast nichts aus der Ruhe zu bringen. Er agiert immer gradlinig, taktil und versucht nichts dem Zufall zu überlassen.
Es kann allerdings vorkommen, dass –sollte sein Dämon im Kampf die Persönlichkeit übernehmen- das Kurai aggressiver als notwendig vorgeht.

Beschreibung Dämon:
Kurais innerer Dämon hört auf den wohlklingenden Namen Yasha. Yasha ist in vielen Dingen das absolute Gegenteil zu Kurai: aufbrausend, unruhig, jähzornig, aggressiv. In vielen Fällen kommt es zu einer Eskalation der Umstände, wenn die betreffenden Personen nicht wissen, wie man mit Yasha am Besten klarkommt. Seit dem Zwischenfall während des Kampfes in Taki und der Zerstörung des Chakranetzwerkes ist der Dämon wesentlich präsenter als er es vorher schon war. Oftmals ist nicht direkt klar, ob man mit Yasha oder mit Kurai selbst spricht, da der Dämon mittlerweile auch die Kontrolle über Kurai erlangen kann wenn es keinen äußeren Auslöser dafür gibt. Allerdings ist Yasha nicht auf den Kopf gefallen: in vielen Fälle bevorzugt es der Dämon zunächst im Hintergrund zu bleiben um die Situation auszuloten. Da Yasha aber auch ein sehr stark ausgeprägtes Ego besitzt, dauert es meistens nicht lange, bis er versucht sich aktiv einzumischen.
Im Kampf ist Yasha nicht zu unterschätzen: er ist ein gewissenloser Kämpfer, der sich nicht freiwillig zurückziehen wird. Ohne Umwege und ohne Pause attackiert er seine Gegner mit unterschiedlichsten Jutsu, wobei er zunächst versucht nur eines der beiden Elemente zu verwenden, welche Kurai beherrscht. Je länger der Kampf dauert, umso schonungsloser agiert der Dämon und umso schneller gerät er in den gefürchteten Kampfrausch, der allen Mitgliedern des Saisho-Clans droht.
Während des großen Kampfes in Taki hat Yasha die Lust an Sprengungen jeglicher Art für sich entdeckt. Er tüftelt in seiner Freizeit an neuen ausgefeilten Techniken, wie man möglichst effektiv mit Jiibaku-Fuda umgehen kann und wie man diese unauffällig aber mit höchstmöglichem Schaden im Kampf verwenden kann.
Yasha musste jedoch auch die Erfahrung machen, dass nicht jeder Kampf gewonnen werden kann. Immer noch nagt die Niederlage gegen Jishin an ihm und auch die Tatsache, dass die Miko ihn komplett ausschalten konnte mittels eines Jutsus lässt ihm keine Ruhe. Der sonst so impulsive und aggressiv reagierende Yasha wird – wenn er erneut an diese Niederlagen erinnert wird – ganz ruhig. Dies jedoch lässt ihn nicht weniger bedrohlich wirken sondern verleiht ihm eine Aura, die selbst gestandenen Shinobi einen Schauer über den Rücken laufen lässt.

Stärken:
Kurais deutlichste Stärke ist seine zusätzliche Ausbildung, in deren Genuss er kam nachdem seine spezielle Begabung entdeckt wurde. Er hat sich während seiner Akademiezeit auf Ninjutsu spezialisiert, vor allem auf Jutsu im Bereich Katon. Durch sein zusätzliches Training in Capoeira ist er nun auch ein effektiver Taijutsuka. Seit dem großen Kampf in Taki stand Kurai im Fokus einer weiteren Ausbildung zum ANBU sowie Oi-Nin. Zusätzlich wurde er von Popo-San trainiert
Seine Ausbildung wurde durch ein Intensivtraining mit Popo-San wesentlich vertieft und intensiviert. Zusätzlich wurde er von Saisho Akira in den Techniken der ANBU geschult. Dieses Training wurde jedoch nie offiziell bestätigt, sondern lief „nebenher“.

Weitere Stärken resultieren aus dem Akkichi (Dämonenblut):
1). Chakravolumen: Durch das Akkichi verfügt Kurai über zusätzliche Chakrareserven, die er allerdings nur dann nutzen kann, wenn er tatsächlich auf sein Akkichi zurückgreift.
2). Präzision: Kurai selbst war früher eher ungeschickt, erst durch die drastischen Auswirkungen des Akkichi steigerte sich seine Präzision, Mittlerweile ist er auf diesem Gebiet einer der Besten, was ihn auch zu einem der Besten in seinem Aufgabenbereich macht.
Eine weitere Stärke des jungen Saisho ist seine Fähigkeite ausgezeichnet analytisch und taktil vorzugehen: darauf basiert nicht nur sein Kampfstil, sondern auch seine Lebensführung. Bevor er eine endgültige Entscheidung fällt analysiert er zunächst sorgfältig die Gegebenheiten und wägt Pro und Contra kritisch gegeneinander ab.

Schwächen:
Durch das Dämonenblut im Clan resultieren neben den Stärken auch diverse Schwächen:
1). Genjutsu: wie alle Mitglieder des Saishoclan hat auch Kurai Schwierigkeiten mit der Durchführung und dem Erkennen von Genjutsu, auch wenn sie bei ihm nicht so extrem ausgeprägt ist.
2). Früher Tod: Kurais Lebenszeit ist durch das Akkichi stark begrenzt. Je öfter er das Dämonenblut einsetzt desto stärker verkürzt sich seine Lebenszeit. Aktuell beträgt seine Lebensdauer zwischen 40 -50 Jahren.
3). Stigmata: über die Zeit hinweg wird Kurai immer mehr äußeren Merkmale seines Dämons annehmen (Seelentier: Fuchs). Dazu kommt, dass Kurai´s Dämon mehr ist als nur ein Charaktermerkmal: seit dem letzten Zwischenfall kommt es öfters als bei anderen Clanmitgliedern dazu, dass der Dämon die dominante Persönlichkeit wird.
Zusätzlich zu seinem Dämonenblut kommt noch dazu, dass Kurai´s körperliche Werte nicht sonderlich ausgeprägt sind. Er ist zwar unter anderem durch das Capoeira trainiert, allerdings war er noch nie einer der Stärksten und seine Ausdauer sowie seine Schnelligkeit lassen auch zu wünschen übrig.
Der große Kampf in Taki und die anschließende Heilung bewirkten nun, dass sich die Balance zwischen den Persönlichkeiten erneut verschoben hat: in den meisten Fällen ist Kurai Herr seiner Sinne, vor allem wenn er mit seiner Familie unterwegs ist. Sobald er jedoch auf eine Mission geht oder er anderweitig unter Druck gesetzt wird fangen die Persönlichkeiten sehr schnell an zu kippen. Dies ist ebenso der Fall, wenn Kurai einen ruhigen Augenblick hat (was jedoch seit er Clansführer geworden ist immer seltener vorkommt).In den meisten Fällen vermischen sich die Persönlichkeiten und es ist schwer zu deuten, ob Kurai oder Yasha die dominante Persönlichkeit sind. Allerdings kippt die Persönlichkeit nun deutlich öfters zu Yasha als zu Kurai.

Besonderheiten:
Kurai arbeitet als Attentätet für Takigakure.
Kurai ist der neue Clansführer des Saisho-Clans.
Seit der Zerstörung seines Chakranetzwerkes durch den Nuke-Nin Doukebakusha und der anschließenden Heilung durch die Miko hat Kurais Chakra die Farbe Dunkelrot angenommen.
Persönlichkeit:
Kurai sticht durch diverse Merkmale aus der Menge heraus, unabhängig davon, ob es ihm recht ist oder nicht. Zunächst fällt er lediglich durch seine Größe auf. Dennoch lässt sein restliches Äußeres die Menschen erschrecken. Wenn er durch die Stadt geht, gehen ihm die Leute aus dem Weg und machen ihm automatisch Platz – zu sehr sind sie von dem was sie sehen fasziniert aber auch starr vor Schreck. Seine Stigmata – hervorgerufen durch das dämonische Chakra – verleihen ihm nicht nur ein einprägsames Aussehen, sondern unterstreichen ebenfalls seine geheimnisumwitterte Aura. Die Meisten reagieren sich nach einiger Zeit in seiner Gegenwart unsicher, nervös und angespannt, als ob seine geheimnisvolle Art ihnen Böses wollte. Dies liegt zweifelsohne an seiner dämonischen Ausstrahlung, die sich nicht mehr verbergen lässt.

Von seiner Art her wirkt er jedoch ruhig und verschlossen aber auch kühl und distanziert. Auch seine Gedanken sind nicht zu erraten sondern scheinen unergründlich in der Tiefe seiner Person verschlossen zu sein. Seine schweigsame Art unterstreicht diese Wesenszüge.
Ein weiteres hervorstechendes Merkmal ist Kurai´s Courage gegenüber Schwächeren. Er selbst legt keine Hand an diese und bricht Kämpfe ab, bei denen er das Gefühl hat, dass seine Gegner ihm unterlegen sind. Kommt es allerdings zu einer Konfrontation mit Nuke-Nin wird er keine Gnade zeigen.

Kurai ist ein absoluter Familienmensch. Er hatte immer ein wenig darunter zu leiden, dass seine Familie auf Grund der Mitgliederzahl (seine Eltern und insgesamt 7 Geschwister)kaum an einen Tisch zu kriegen ist und dass er immer einer von Vielen war. Dementsprechend ist es keine Ungewöhnlichkeit, dass man den Specialjounin zusammen mit seiner Frau und seinen Zwillingen auf den Straßen Takis trifft. Kurai versucht so viel Zeit wie möglich mit seiner Familie zu verbringen, dafür ist er auch gerne bereit seine Ninja-Aufgaben zu vernachlässigen. Längere Missionen tritt er deswegen nur ungern an und nur dann, wenn es einen triftigen Grund gibt.

Durch seine spezielle Begabung ist Kurai gezwungen zu töten. Er selbst geht diese Tätigkeit nicht wegen Ruhm oder Ehre nach, sondern schlicht weil es notwendig ist. Er ist sich des Risikos durchaus bewusst, doch seine Loyalität gegenüber Taki und auch der Schutz seiner Familie lassen die Zweifel an seinen Taten in den Hintergrund treten. Problematisch wird es erst dann, wenn Kurai ein Attentat durchführen soll, dessen Hintergründe schleierhaft sind: Schutz für Taki hat zwar oberste Priorität, doch sobald Zweifel an der Schuld des Opfer bestehen wird Kurai seine Tätigkeiten einstellen und das Attentat abbrechen. Kurai ist stets bemüht, seine Aufträge so schnell und unauffällig durchzuführen und dadurch das Risiko für sich möglichst gering zu halten. Dies beginnt damit, dass außer der Dorfführung, seines Vaters und seiner Frau Akarui niemand um seine heimliche Tätigkeiten weis –unter anderem um zu verhindern, dass man ihn mit seinem Bingobucheintrag in Verbindung bringt. Zwar erweckt Kurai einen kaltblütigen Eindruck, wenn er seine Attentate begeht, doch er selbst hat kein Bedürfnis selbst zum Gejagten zu werden –im Gegenteil: er hängt an seinem Leben und an dem, was es ausmacht.

Charakterstory:
Siehe folgende Beiträge

Wichtige Ereignisse:
17 v. Z.S: Geburt
11 v. Z.S: Akademiezeit
5 v. Z.S: Genin-Prüfung
5 v. Z.S: Erstes eigenes Team
1 n. Z.S: Chuunin-Prüfung
1 n. Z.S: Erstes großes Attentat
2 n. Z.S: Zweites großes Attentat
3 n. Z.S: Heirat mit Akarui
3 n. Z.S: Letztes Attentat
3 n. Z.S: Geburt der Zwillinge
5 n. Z.S: Angriff des Nuke-Nin
5 n. Z.S: Großer Angriff auf Taki; Kurais Chakranetzwerk wird zerstört
6 n. Z.S: Kurai wird ANBU und Oi-Nin
7 n. Z.S: Akarui erwartet die Geburt der nächsten Zwillinge

Diagramm:


Ninjutsu 3 über Dia

Zweit-Chara:
1. Chari: Daichi Yuki

Code:
Richtig. K'
Saisho Kurai Kurai´s Jutsu Kurais Tiger


The hardest part of Ending is starting again...


Intro Outro Attentat

Kurai sagt
Kurai denkt
Yasha sagt
Yasha denkt

Dieser Beitrag wurde bereits 10 mal editiert, zuletzt von »Saisho Kurai« (13. März 2010, 12:44)

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Saisho Kurai Männlich

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Montag, 8. März 2010, 22:00

Charakterstory

Geburt


Geburt
Die Nacht war dunkel und stürmisch. Mikomi wanderte ruhig durch die ansonsten verwaisten Krankenhauskorridore und wirkte gedankenversunken. Schon seit einigen Stunden war seine Frau nun schon im Kreissaal verschwunden, aber noch keine Neuigkeit hatte das Saisho-Clansoberhaupt erreicht. Endlich erblickte Mikomi einen Arzt, der über den Gang hastete. „Es tut mir sehr Leid Herr Saisho, noch kann ich ihnen keine Nachrichten überbringen. Allerdings haben sich Komplikationen ergeben, die aber noch nicht vollständig absehbar sind“, erklärte der Arzt kurz angebunden. Mikomi lächelte ihn an, dann entgegnete er: „Komplikationen höre ich aber nicht gerne. Aber ich bin geduldig, ich werde warten.“ Als der leicht verwirrte Arzt schließlich seinen Weg fortsetzte, sah ihm Mikomi nachdenklich hinterher. Seine Frau hatte schon einmal einen Wurf Kinder ausgetragen, sie hatte ihm Drillinge geschenkt. Und nach den aussagen des leitenden Arztes schienen es dieses Mal erneut drei auf einen Streich zu werden. Er seufzte und wollte sich setzen, doch er verspürte eine innere Unruhe.
Erneut vergingen Stunden ohne weitere Neuigkeiten und allmählich wurde Mikomi unruhig. Er blickte stumm aus einem der zahlreichen Fenster und begutachtete die Nacht. Kein einziger Stern war am wolkenverhangenen Himmel zu erkennen, zwischendurch sah er immer wieder Blitze am Himmel zucken –jedoch vernahm er keinen Donner. Mikomi seufzte leise, als er schließlich hektische Ärzte auf sich zukommen sah. Er wollte sie gerade ansprechen, als ihm das kleine Bündel in deren Armen auffiel. Ohne einen Kommentar drehte sich das Clansoberhaupt um und ging ruhig in den Kreissaal, in dem er seine erschöpfte Frau vorfand. Sie wirkte erschöpft und schwach und Sorgen lagen auf ihrem Gesicht. Als sie ihren Mann erblickte lächelte sie ihn kurz an, doch als sie ihm etwas sagen wollte legte dieser ihr nur die Hand zärtlich auf den Mund. Mikomi lächelte zurück, doch er wollte jetzt nicht mit seiner Frau sprechen, sie erschien ihm zu schwach dafür. Er sah sich aufmerksam um und bemerkte unweit von dem Bett seiner Frau noch drei kleinere Bettchen, in denen friedlich seine Kleinen schlummerten. Wie er erwartet hatte waren es erneut Drillinge geworden. Er nickte den Krankenschwestern zu, die sich allmählich daran machten, die Kinder und seine Frau in ein anderes Zimmer zu verlegen. Immer noch schweigend verließ Mikomi den Kreissaal und folgte seiner Frau. Unterwegs wurde er aufgehalten, da einer der Ärzte ihn abpasste. „Herr Saisho?“ Mikomi nickte und schenkte dem Arzt ein kurzes Lächeln. „Wir haben Neuigkeiten, aber zuerst herzlichen Glückwunsch zu den gesunden Drillingen.“ Mikomi´s Lächeln erstarb. „Wenn es noch etwas wichtiges gibt dann kommen Sie direkt auf den Punkt. Ansonsten werde ich jetzt nach meiner Frau und meinen Drillingen sehen.“ Der Arzt schluckte kurz, dann erzählte er: „Die Geburt verlief genau planmäßig. Wir mussten die Kinder durch einen Kaiserschnitt holen, da sich eine normale Geburt nicht einleiten ließ.“ Der Arzt pausierte kurz, er schien sich seine Worte zu Recht zu legen. „Die Komplikationen traten erst auf, nachdem drei der Kinder geboren waren.“ Mikomi runzelte die Stirn. „Drei der Kinder?“ fragte er irritiert nach. „Wir nahmen zunächst auch an, dass es Drillinge sind, die Vorsorgeuntersuchungen haben dies ja auch bestätigt. Allerdings haben wir dann noch einen Jungen gefunden. Sie sind also Vater von Vierlingen geworden.“ Mikomi blinzelte immer noch verwirrt. Auf Vierlinge war er nicht eingestellt gewesen. „Ihr jüngster Sohn liegt aktuell in unserer speziellen Neugeborenenabteilung. Er war zu klein und zu schwach für sein Alter; es scheint so, als ob ihn seine drei Geschwister abdrängten. Als wir ihn geboren hatten, hatten wir kurzfristig die Befürchtung, dass er den Vorgang nicht überleben würde.“ „Kann ich ihn sehen?“ fragte Mikomi. Der Arzt schien einen Augenblick unschlüssig, dann entgegnete er jedoch: „Natürlich, ich bringe sie sofort zu ihm.“ Der Arzt führte Mikomi in einen anderen Korridor und dort in ein kleines Zimmer. Dort –in einem für ihn riesigen Bettchen- lag sein unerkannter Sohn. Mikomi´s Blick wanderte kritisch über das Neugeborene und musterte es. Winzig kam es ihm vor, fast schon zu gebrechlich für diese Welt. „Er wird noch stärker werden, aber es wird eine Zeit dauern, bis er seine Geschwister eingeholt hat“, vernahm er plötzlich die Stimme des Arztes. Mikomi nickte kurz und wand seinen Bick erneut aus dem Fenster. Immer noch war kein Stern am Himmel zu sehen. Mikomi grinste, dann drehte er sich zu dem Arzt um und entgegnete: „Hier fehlt noch ein Namensschild.“ Der Arzt musterte ihn kritisch, dann zückte er jedoch seinen Stift und trat an das Bettchen. „Kurai. Saisho Kurai lautet sein Name.“ „Er heißt nach der Dunkelheit die ihn umgeben wird“, vernahm Mikomi eine leise Stimme in seinem Kopf, und erneut musste das Saisho-Clansoberhaupt lächeln.


Akademiezeit


Akademiezeit
Nervös und schüchtern suchte Kurai sich seinen Sitzplatz. Nachdem die Klassen eingeteilt worden waren hatte sich der kleine Saisho ohne Umwege auf den Weg in den Klassenraum gemacht. In einer der hinteren Reihen hatte er einen Sitzplatz direkt am Fenster gefunden, aus welchem er nun auf das Außengelände der Akademie starrte. Ein kurzes Lächeln huschte über sein Gesicht, ehe er sich erneut dem Klassensaal zuwandte. Fast alle Neulinge hatten sich mittlerweile eingefunden und sich Plätze gesucht. Ruhig nahm Kurai Platz und musterte seinen neuen Klassenlehrer. Mit mittelmäßigem Interesse verfolgte er dessen erste Einweisung in den Klassenraum und über die Dinge, welche ein neuer Akademist zu tun oder zu lassen hatte. Auch die weitere Zeit, die Kurai in dem Klassensaal verbrachte, sprach der junge Saisho kaum sondern beobachtete und studierte seine Mitschüler. Freunde hatte er kaum, engen Kontakt zu anderen Akademisten vermied er wo er nur konnte. Zurückhaltend und unauffällig, aber immer präsent brachte er die Akademie hinter sich.
„Das ist nicht sein Ernst, oder?“Zweifelnd starrte Kurai auf seinen Klassenlehrer, der sich gerade mittels einer Decke verschwinden ließ. „Jetzt seht ihr mich noch und im nächsten Augenblick bin ich verschwunden“, erläuterte er ihnen begeistert. Kurai legte kurz den Kopf schief, setzte zu einer Antwort an, schwieg dann jedoch. Desinteressiert wanderte sein Blick hinüber zu den angehenden Genin. „Ich frage mich, wann unsere Prüfungen stattfinden werden“, schoss es ihm durch den Kopf. „Kurai!“ Die Stimme seines Lehrers riss ihn aus seinen Gedanken. „Du bist dran.“ Kurz blinzelte der junge Saisho, dann griff er nach der Decke und stellte sich vor die Holzwand. Unmotiviert hielt er die Decke nach oben in der Hoffnung, dass sie ihn tatsächlich verschwinden lassen würde, doch nichts geschah. „Du musst dich mehr konzentrieren…“, wies ihn seine Lehrer an. „Wenn er wüsste, dass es nicht an meiner Konzentration sondern an meinem Willen liegt, dass ich nicht verschwinde dürfte ich nachsitzen bis in den späten Nachmittag…“ Kurai machte ein angespanntes Gesicht, dann ließ er die Decke sinken. „Anscheinend funktioniert es bei mir nicht“, flüsterte er seinen Lehrer zu, als er diesem die Decke in die Hand drückte. „Du musst weiter üben und dich mehr anstrengen. Konzentration ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Jutsu“, versuchte ihn sein Lehrer aufzubauen. Kurai nickte, dann ging er zu der Gruppe, die sich bereits an dem Jutsu versucht hatte. Äußerlich sah er leicht betrübt aus, während er innerlich mit dieses Jutsu schon unlängst abgeschlossen. Sein Training würde sich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Als schließlich seine beiden Freunde Taira und Hankai ebenfalls das Training beendet hatten und ihm Gesellschaft leisteten, hatte Kurai ein leichtes Grinsen auf den Lippen. „Das hier wird ganz bestimmt nicht mein Jutsu“, flüsterte Hankai ihm zu. „Wieso den nicht? Ich finde es eignet sich hervorragend um sich zu tarnen und zu verstecken“, antwortete Taira. Während die beiden fröhlich weiter diskutierten hielt Kurai sich vornehm zurück, bis Taira in ansprach: „Was denkst du darüber?“ Kurai schwieg einen kurzen Augenblick, dann antwortete er: „Es hat seine Vorteile, aber hinter Bunshin und Henge steht es zurück. Zudem gibt es noch ein weiteres Jutsu, mit dem man sich befreien kann… ich habe einen älteren Akademisten dabei beobachtet, wie er es trainierte.“ Taira sah ihn einen Augenblick unschlüssig, dann wurde sie von Hankai angerempelt, der Kurai einen Arm um die Schultern legte. „Was würden wir nur ohne deine Aufmerksamkeit machen?“ fragte er mit einem Lachen.
„Er wird die Genin-Prüfung sicherlich bestehen“, pflichtete Kurai´s Lehrer der Kommission bei. „Er zeigt außergewöhnliche Fähigkeiten in Nin-Jutsu –wobei er nicht alle meistern kann- sowie in tai-Jutsu. Erst vor kurzem haben wir mit richtigem Nahkampftraining begonnen und er scheint schon recht viel in diesem Bereich zu beherrschen.“ „Nichts desto trotz wird er noch ein Jahr warten müssen, bis seine Zeit gekommen ist um ein Genin zu werden. Die Prüfung beurteilt nicht nur Leistung sondern auch Charakter und innere Stärke und Ausgeglichenheit und dort sehe ich Defizite. Eine frühe Prüfung ist abgelehnt.“Neugierig wartete Kurai auf die Nachrichten seines Lehrers, ob er nun ein Jahr früher an der Prüfung teilnehmen konnte, oder nicht. Als er das niedergeschlagene Gesicht sah, wusste er bereits, dass er noch ein Jahr warten müsste.“Es tut mir leid Kurai, aber du wirst dich noch ein Jahr gedulden müssen.“ Kurai lächelte ihn kurz an, dann entgegnete er: „Schon in Ordnung. Auf ein weiteres Jahr kommt es mir nicht an.“ Dann erhob er sich und ließ seinen verwirrten Lehrer auf dem Gang stehen. Dieser kratze sich am Kopf, während er dem jungen Shinobi nachsah… „Potential ist da, ohne Zweifel. Aber sein Charakter? Merkwürdig trifft es wohl am ehesten…“, dachte er, als er sich auf den Rückweg zum Trainingsgelände machte. Als Kurai seine beiden Freunde aufsuchte hatte er ein kleines lächeln auf dem Gesicht und schüttelte nur leicht den Kopf. „Wie ist es gelaufen?“ fragte ihn Hankai, während Taira sagte. „Es tut mir Leid, du hättest es bestimmt geschafft.“ Hankai sah zwischen den beiden unschlüssig hin und her, dann rief er: „Genug der Worte. Lasst uns trainieren, schließlich wollen wir alle die nächste genin-Prüfung bestehen.“ Kurai nickte leicht, dann folgte er Hankai und Taira um auf dem Trainingsplatz weitere Nahkampftechniken zu üben. „Du musst uns unbedingt neue Schritte und Bewegungen zeigen“, forderte ihn Taira auf. Über diese Tatsache musste selbst Kurai herzhaft lachen, während er erneut nickte.
„Er zeigt Talent, nicht wahr?“ Mikomi richtete seinen Blick auf die Dorfführung Taki´s. Diese nickte kurz, dann richtete sich der Blick der Beiden erneut auf den Trainingsplatz. Kurai hatte begonnen seinen beiden Begleitern verschiedene Capoeira-Techniken zu zeigen und mit den beiden effektiven Nahkampf zu trainieren. „Wir werden ihn im Auge behalten. Wir wissen um seine Begabung in Nin-Jutsu, allerdings macht uns seine körperliche Fitness sorgen“, gab er schließlich Mikomi zur Antwort. Dieser nickte leicht und ergänzte: „Seine körperliche Fitness war schon immer sein Schwachpunkt, allerdings hat er diese Probleme seit seiner Geburt.“ „Wahrscheinlich durch diese bedingt...“, fügte er in Gedanken hinzu.
Ein Jahr später:
„Also das wir die Genin-Prüfung bestehen würden stand doch außer Frage!“ Hankai schwenkte sein Stirnband mit beiden Händen über seinem Kopf. Kurai schwieg –wie immer in solchen Situationen. Auch Taira hatte die Genin-Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht, und so wanderten die drei Shinobi durch die Straßen Takis. „Gelaufen wie geplant: der Wissenstest war ohne Schwierigkeiten verlaufen; die Jutsu waren Standart; die Kampfsimulation waren echt zu einfach gewesen… Keine echte Herausforderung.“ Kurai hatte sich mittlerweile an seinen Dämon gewöhnt, welcher auf den reizenden Namen Yasha hörte –oder auch nicht, je nach dem um welche Situation es ging. Yasha hatte die Genin-Prüfung treffend zusammengefasst: drei Tage –drei Prüfungsteile. Tag Eins –ein Wissentest: verschiedene Fragen, die Wissen über verschiedenen Ländern, Waffenkunde und Waffentheorie abfragten. Tag Zwei –Jutsu: zwei Nin-Jutsu wurden gestest: Henge no Jutsu sowie Bunshin no Jutsu. Tag Drei –Kampf: Kampftechnik und Kampfsimulation, allerdings nichts Ernstes. Dementsprechend gut war Kurai durch diese Prüfung gekommen, dennoch erfüllte es ihn mit Stolz, dass er sein Dorf jetzt als Shinobi unterstützen und dabei gleichzeitig seinen Clan stolz machen konnte. Jetzt blieb nur noch die Frage, wer sein Sensei sein und aus wem das restliche Team bestehen würde.


Ein neues Team


Ein neues Team
Neugierig wartete Kurai auf seine weiteren Teamkameraden. Ihr Sensei hatte ihn sowie die restlichem Teammitglieder zu diesem Treffpunkt bestellt, allerdings ohne ihnen zu erklären wprum es ging. Kurai war früh genug aufgebrochen, um als Erster vor Ort zu sein. Jetzt wartete er bereits seit 20 Minuten. Schließlich hörte er zwei Stimmen, die sich angeregt unterhielten. Einen Augenblick runzelte der junge Genin die Stirn… „Diese Stimmen kenne ich doch…“ als Hankai und Taira um die Ecke kamen. Kurai´s Augen weiteten sich, während die Beiden ihn ungläubig anstarrten. „Habt ihr auch einen Nachricht von Ikasu Shizukesa erhalten?“ fragte er irritiert. Beide nickten und Hankai antwortete ihm: „Ich war schon überrascht, als ich Taira getroffen hatte. Mit dir hab ich überhaupt nicht gerechnet.“ Kurai grinste: „Anscheinend hatten wir Glück bei der Teameinweisung.“ Die drei unterhielten sich angeregt über die Zeit, die seit der Genin-Prüfung vergangen war, und was sie seit dieser Zeit erlebt hatten. Gerade drei Monate waren vergangen und sie hatten sich einiges mitzuteilen. Kurai selbst war in dieser Zeit sehr eingespannt gewesen: er hatte seine Elemente trainiert und bereits sein erstes Jutsu in einem gemeistert und –noch wesentlich wichtiger für ihn- er hatte die Siegel seines Clans erhalten, welches es ihm überhaupt erst ermöglichten diese Jutsu zu lernen. Dies erwähnte er jedoch nicht, während er nüchtern und ohne große Ausführungen von seinem neuen Katon-Jutsu und seinen neuen Capoeira-Techniken berichtete. Auch Hankai hatte bereits sein Element entdeckt trainiert und war dabei eines seiner Jutsu zu lernen, lediglich Taira war noch nicht dabei ein Element-Jutsu zu lernen, sie hatte sich auf andere Jutsu konzentriert. Durch das ganze Gespräch hatten sie beinah ihre Umgebung vergessen und so viel es selbst Kurai erst relativ spät auf, dass sich ihnen eine junge Frau näherte. Er warf seinen beiden Freunden einen raschen Blick zu, dann drehte er sich zu der Dame um: „Kann ich ihnen helfen?“ fragte er vorsichtig. Die junge Dame sagte kein Wort, sondern lächelte freundlich und drückte Kurai einen Zettel in die Hand. Dann drehte sie sich um und verschwand wieder. Kurai sah ihr einen Moment nachdenklich nach, dann faltete er den Zettel auseinander. <<Guten Morgen. Eure erste Aufgabe heute lautet: Sicherstellung einer Schriftrolle. Sie befindet sich in einem Schuppen, etwas abseits der großen Trainingsarena.>> Kurai reichte den Zettel Taira, die ihn kurz überflog und dann Hankai weiterreichte. „Das hört sich doch viel versprechend an“, kommentierte Taira. „Na dann wollten wir unseren Auftrag nicht warten lassen“, schloss sich ihr Hankai an. Kurai nickte, dann steckte er den Zettel ein.
Schnell hatten sie die Distanz bis zu dem Trainingsgelände hinter sich gelegt. Kurai spürte, wie Nervosität und Aufregung in ihm kribbelten, als sie den Schuppen ausgemacht hatten. „Ich würde Vorschlagen, wie gehen durch die Vordertür rein, holen die Schriftrolle und das wars“, schlug Hankai vor. Taira sah ihn skeptisch an, während Kurai murmelte: „Von dieser Seite gibt es kein Fenster um hineinzusehen, die Tür ist ebenfalls verschlossen… so einfach wird das sicher nicht. Wartet hier einen Augenblick.“ Kurai schlich sich leise und vorsichtig an den Schuppen und versuchte durch die Ritzen zu spähen. „Erkennen kann ich nichts, aber es fällt merkwürdiger Weise kein Licht durch die anderen Ritzen. Ich würde behaupten der Schuppen ist voll mit… Personen oder sowas“, dachte Kurai. Er schlich zurück zu seinen beiden Teammitgliedern, dann erklärte er: „Der Schuppen beinhaltet Gegner. Wir brauchen also eine unauffällige Lösung.“ „Wir sprengen die Vordertür?“ fragte Hankai mit einem grinsen. „Dass du immer mit dem Kopf durch die Wand musst… vielleicht über das Dach…“ schlug Taira vor. Kurai wechselte einen schnellen Blick mit Hankai, dann sagte er: „Mit dem Kopf durch die Wand klingt gar nicht so schlecht: Die Vordertür fällt aus, ich denke da eher an ein Loch in der Seitenwand und einen Nahkampfangriff.“ Einen Augenblick schwieg er, während er die Optionen durchging. „Hankai ist kein Nachkämpfer, Taira ist eher der elegante Typ und du bist in beiden recht gut…“ fasste Yasha zusammen. Kurai sah seine beiden Freunde an, dann entgegnete er: „Hankai, du sorgst für das Loch in der Wand, Taira und ich werden in den Nahkampf gehen. Du…“ Er deutete auf Hankai. „… wirst draußen warten und uns den Rücken decken.“ Hankai grinste, dann sah er zu dem Schuppen: „Na dann wollen wir keine Zeit verlieren.“ Schnell formet er die Fingerzeichen für Ikasu, während Kurai Taira zuzischte: „Los geht’s, wir dürfen den Überraschungsmoment nicht verderben. Warte vor dem Loch, bis ich dich rufe, dann gehen wir vor wie trainiert“, und dann in Richtung des Schuppen losrannte. Die Wasserfontäne schlug mit Wucht ein, das Holz barst und legte den Blick auf einen dämmerigen Schuppen frei. Kurai sprang durch das Loch und hatte innerhalb weniger Augenblicke ersnthaft viele Gegner um sich herum erkannt, die jetzt alle auf ihn zustürzten. Elegant und in fließenden Bewegungen attackierte er mittels Capoeira die einzelnen Gegner, dann rief er Taira dazu: diese landete nach einem eleganten Sprung durch das Loch auf Kurai´s Schulter –der vorher kurz in die Knie gegangen war- dann landete sie nach einer eleganten Drehung hinter den Gegner. „Klappt wunderbar, wir haben es auch oft genug trainiert…“, kommentierte Yasha kurz, dann lag die volle Konzentration auf dem Kampf. Dieser war auch bald beendet; Kurai und Taira standen erschöpft in dem Schuppen und rangen nach Atem. „Du meine Güte, ich hätte nicht gedacht dass…“, „Ich seh sie nicht“, fiel ihr Kurai ins Wort. „Die Schriftrolle, sie ist nicht da…“, murmelte er entsetzt. „Was?“ ungläubig drehte Taira sich um und ließ ihren Blick durch den Schuppen schweifen. „Aber… aber das ist… unmöglich. Sie muss hier irgendwo sein.“ „Was dauert denn so lange!“ hörten sie Hankai rufen. Plötzlich war er da: ein Schatten, der hinter Hankai aufgetaucht war. Dieser drehte sich kurz um, doch zu einer weiteren Reaktion kam er nicht… eine schnelle Bewegung und er sackte Bewusstlos zusammen. Kurai suchte noch immer den Schuppen ab, als er plötzlich Taira´s Stimme vernahm. „HANKAI!“ Panisch griff sie Kurai an die Schulter und drehte diesen zu dem Loch. Dann stürzte sie hektisch in Richtung der Öffnung, bis Kurai´s Hand sie plötzlich zurückhielt: „Warte“, flüsterte er ihr zu. „Siehst du jemanden?“ Taira schüttelte den Kopf. „Wir müssen so schnell wie möglich zu Hankai“, zischte sie Kurai zu, doch dieser ließ nicht locker. „Nein, warte. Ich kann niemanden sehen. Wieso liegt Hankai also am Boden?“ fragte er erneut nach. „Aber sie hat recht, wir sollten nach ihm sehen…“, merkte Yasha an. „Nur war tun… wir selbst können uns da nicht sehen lassen... wobei…“ Kurai legte nachdenklich die Stirn in Falten, dann entgegnete er Taira: „Bunshin no Jutsu. Wir schicken einen Klon raus, dann sehen wir weiter.“ Schnell formten die beiden Genin ihre identischen Kopien, dann hasteten diese durch die Öffnung um nach dem Verletzten zu sehne. In diesem Augenblick schnellten zwei Kunai durch die Luft und die beiden Klone lösten sich auf. „Verdammt, dass ging so schnell, dass ich nicht sehen konnte, wo sie herkamen“, grummelte Yasha, während Taira fassungslos auf die beiden im Boden stehenden Kunai starrte. „Ich hab noch eine Idee… warte hier Taira“, flüsterte Kurai, dann schlich er auf die andere Seite des Schuppens und öffnete das dortige Fenster. Dann kletterte er vorsichtig nach draußen und sah sich aufmerksam um. „Immer noch nichts zu erkennen…“ Vorsichtig spähter er über das auf einer Seite leicht abgeschrägte Dach. „Also hier ist der Angreifer auch nicht und auf der anderen Seite des Daches kann er nicht sein“, schlußfolgerte Kurai, dann sah er in den Schuppen und raunte Taira zu: „Warte noch einen kurzen Augenblick, dann schick erneut einen Bunshin nach draußen.“ Kurai kletterte auf das Dach, dann sah er vorsichtig über den Rand, als Taira´s nächster Klon den Schuppen verließ, zumindest dachte Kurai das. Der Klon hob die Hand, dann rief er: „Wir geben auf. Kurai wartet mit der Schriftrolle im Schuppen. Geben sie sich zu erkennen.“ Kurai stockte der Atem. „Bunshin können nicht reden“, murmelte er fassungslos und entsetzt. Einen weiteren Augenblick beobachtete er Taira, dann begutachtete er die Umgebung. Immer noch war niemand zu sehen, dann hörte er ein Geräusch hinter sich. „So so, du wartest also im Schuppen…“, drang eine männliche Stimme an sein Ohr. Kurai blieb regungslos liegen, keinen Millimeter bewegteer sich, bis er Schritte hörte, die sich ihm langsam näherten. „Eine Chance… ein schneller Tritt, dann musst du Taira und Hankai einsammeln und das Weite suchen“, summierte Yasha die Möglichkeiten auf. Die männliche Person stand nun direkt über seinen Beinen. „Also los!“ Blitzschnell drehte Kurai sich ein Stück auf die Seite, dann trat er mit voller Wucht zu. Eine Drehung schon war er auf den Beinen, ein eleganter Sprung, schon landete er vor dem Schuppen und rannte in Richtung Taira. „Lauf!“ rief er ihr zu, während er an ihr vorbei zu Hankai rannte. Doch er war zu langsam. Vor ihm erschien ein maskierter Mann, etwa zwei Köpfe größer als Kurai. Sofort ohne zu zögern ging Kurai in den Nahkampf und attakierte ihn mit Schlägen und Tritten. Zunächst wich dieser auch zurück: doch Kurai drang nicht zu ihm durch, die Verteidigung des Maskierten ließ sich nicht durchbrechen. Schließlich setzte sich der Maskierte zu wehr, und Kurai wurde in die Defensive gezwungen. „Weh dich gefälligst richtig! Wofür kannst du Nin-Jutsu, wenn du es nicht einsetzt!?“ Yasha war sichtlich aufgebracht über Kurai´s zaghaftes Verhalten. Schnell sammelte er so viel Chakra wie möglich, dann drückte er sich von seinem Gegner ab und schoss mit Kadan nach ihm. Sein Gegner wurde zurückgeworfen und Kurai hatte immerhin noch die Möglichkeit einen Blick auf Hankai zu werfen, dann war der Kampf allerdings auch beendet. Kurai fand sich innerhalb weniger Sekunden auf dem Boden und wurde festgepinnt. Ein tiefes Lachen drang aus der Kehle des Maskierten: „Ausgezeichnet! Ich hätte nicht erwartet, dass ihr solange bestehen könnt.“ Er stand auf und entließ Kurai aus seiner Gefangenschaft. Dieser richtete sich langsam auf und klopfte sich den Staub von den Sachen. „Ich bin euer Sensei, Ikasu Shizukesa.“ Er schenkte seinen Genin ein Lächeln, dann half er dem benommenen Hankai, der gerade zu sich gekommen war, auf die Beine. „Ihr habt euch gut gemacht für euren ersten Auftrag. Die Rückendeckung war gut, nur sollte sie sich auch tatsächlich aufmerksam umsehen und nicht nur in den Schuppen starren. Die Nahkämpfe waren ein guter Einfall, ebenso die Anwendung von Bunshin no Jutsu. Ihr solltet eure Aktionen jedoch auf einander abstimmen und eure Jutsu wohl überlegter einsetzten. Ich hätte dich Kurai, schon früher auf dem Dach erwartet“, beendete er schließlich seine Ausführungen. „Wie dem auch sei. Ich denke wir können jetzt mit unserem richtigen Training beginnen.“
Kurai freute sich irrsinnig auf das Team und blühte förmlich auf, während das Team sich weiterentwickelte. Das Team entwickelte sich prächtig und nahm innerhalb kurzer Zeit größere Aufträge an, die es auch außer Landes führten. Doch Kurai´s Ausbildung beschränkte sich nicht nur auf die Arbeit mit seinem Team: zusätzlich wurde er unter den Fittichen seines Clans weiterhin in Capoeira trainiert und an verschiedenen Nachmittagen fanden Sondertrainingseinheiten mit seinem Sensei statt, die ihn in Nin-Jutsu schulten. Die Dorfführung hatte ihre Ankündigung wahr gemacht: Kurai´s Aufmerksamkeit und sein Talent, sich auch in den stressigsten Situationen ruhig, geduldig und gelassen zu zeigen sowie seine außergewöhnliche Fähigkeit, sich leise anzupirschen machten ihn zu einem fähigen Lehrer. Immer wieder musste er sich außergewöhnlichen Trainingssituationen stellen: schnell und unauffällig in ein Gebäude einschleichen; sich an eine Höhle anpirschen, in der sein Sensei wartete; sich heimlich in das Büro der Dorfführung schleichen ohne aufzufallen, dort etwas entwenden und wieder geräuschlos und unauffällig verschwinden. Kurai wusste nicht genau, worauf es hinauslaufen würde, doch die Dorfführung und sein Vater hatten seinen Kurs bereits festgeschrieben.


Chuunin-Prüfung: Erster Tag


Chuunin-Prüfung: Erster Tag
Ausgeschlafen und in Topform machte Kurai sich auf den Weg zu dem heutigen Treffpunkt. „Ich bin gespannt, was uns heute erwartet“, murmelte Kurai vor sich hin. „Ich glaub, dass sie unsere Kampffähigkeiten testen werden“, entgegnete Yasha, der ungewöhnlich motiviert und abenteuerlustig klang. Kurai erreichter als einer der Ersten das große Gebäude, in dem gleich der heutige Teil der Prüfung verkündet werden sollte. Relaxed lehnte er sich an die Hauswand und wartete auf sein restliches Team. „Was für ein schöner Tag heute“, murmelte er. „Wunderbar um einen Kampf auszutragen, nicht?“ ergänzte Yasha. Kurai grinste; endlich erschienen seine beiden Teamkameraden. „Hey Kurai!“ rief ihm Taira zu; Kurai hob grüßend die Hand. „Na, seit ihr schon aufgeregt?“ fragte er schließlich, als die beiden den Eingang erreicht hatten. Taira nickte, während Hankai stur geradeaus blickte und sich nicht äußerte. Kurai lächelte beiden zu, dann betraten sie gemeinsam das Gebäude.
„Guten Morgen, Prüflinge“, hallte die schwere Stimme durch den Saal. „Heute steht der erste Test an. Dazu werden wir euch gleich einen Fragebogen austeilen.“ „So ein Mist“, fluchte Yasha. „Dabei hab ich mich schon auf einen richtig schönen Kampf gefreut…“ Kurai starrte unbeteiligt nach vorne, als endlich die Fragebögen ausgeteilt wurden. Angespannt überflog er die einzelnen Fragen… „Du meine Güte. Woher soll ich denn das alles wissen?“ schoss es ihm durch den Kopf. Es warf einen Blick durch den Prüfungssaal und erblickte sehr viele besorgte Gesichter. „Wenigstens sind wir nicht die Einzigen, die gerade in Panik fallen“, kommentierte Yasha. Kurai blinzelte kurz, dann flog ein Lächeln über sein Gesicht. „Ich bin nicht panisch… sondern konzentriert“, antwortete er Yasha, dann machte er sich an die Beantwortung der Fragen. „Interessant. Sie haben das ganze in unterschiedliche Wissensbereiche aufgeteilt: Allgemeinwissen – Kenntnisse über Jutsu und deren Anwendung – Kampferfahrung – Strategie / Taktik“, bemerkte er beiläufig. „Das sind Jutsu, von denen hab ich noch nie etwas gehört… entweder sind es spezielle Element-Jutsu oder ausgefallene und seltene Jutsu“, ergänzte Yasha. Stunde um Stunde verging, während Kurai sich durch den Fragebogen quälte. „Bisher sieht es recht gut aus: Allgemeinwissen und Strategie / Taktik haben wir komplett beantwortet, Kampferfahrung zu knapp zweidrittel, nur bei den Jutsu hängen wir durch…“, fasste Kurai sein Ergebnis zusammen. „Entweder wir versuchen aus den Anderen die noch fehlenden Antworten zu bekommen, oder wir fallen durch“, stellte Yasha ernüchternd fest. „Yasha… das hier sind Shinobi und keine potentiellen Opfer“, ermahnte Kurai seinen inneren Dämon. „Außerdem wie willst du das anstellen? Ich kann keine Gedanken lesen.“ „Was weiß ich“, antwortete sein Dämon bissig. „Erschaff dir einen Doppelgänger mittels Bunshin, starte ein Ablenkungsmanöver, bring den Prüfer um… was weiß den ich…“ Kurai schüttelte entsetzt den Kopf. „Wie kannst du nur… Nein… Geduld ist eine Tugend Yasha, wir werden warten und die Prüfung aussitzen.“ Beleidigt und mit einem „Wie du meinst“ zog sie der Dämon schmollend zurück. Erneut vergingen Stunden und mittlerweile war die Temperatur in dem Prüfungsraum fast unerträglich geworden. Kurai sah sich erneut im Raum um: mittlerweile hatten schon einige die Prüfung vorzeitig abgebrochen und einige seiner Mitprüflinge sahen so aus, als ob sie gleich von ihren Stühlen fielen. Kurai versuchte sich nicht zu viel anmerken zu lassen: schon seit geraumer Zeit war er mit seinem Fragebogen fertig und er konnte sich vorstellen, dass er damit nicht der Einzige war. Geduldig verharrte er auf seinem Platz und wartete, keine Anspannung oder Aufregung war ihm anzusehen, kein Funke Nervosität, nur Ruhe und Gelassenheit. Selbst als der Prüfer durch die Reihen ging und den einzelnen Prüflingen über die Schulter schaute zeigte Kurai keine Reaktion: er hatte damit gerechnet, dass der Prüfer hinter ihm verharren und auf den sauber zusammengelegten Fragebogen starren würde. Äußerlich gelassen sah er nur nach vorne und beobachtete aufmerksam die einzelnen Regungen der Anderen. Er hörte, wie der Prüfer tief einatmete. „Es wird Zeit, dass die Fragebögen abgegeben werden.“ Kurai grinste… „Ich liebe diese Zermürbungstaktik“, dachte er kurz, während er seinen Fragebogen ordentlich in sein vorgesehenes Couvert steckte. Dann drehte er sich mit einem etwas schüchternen, fast schon verlegen wirkenden Lächeln zu dem immer noch hinter ihm stehenden Prüfer und hielt diesem das Couvert hin. „Bitte sehr“, entgegnete er kurz und leise, dann wendete er seinen Blick erneut nach vorne.
Als sie das Gebäude verließen war es später Nachmittag. Angespannt waren sie in ihr Gespräch vertief, denn noch immer war die Prüfung noch nicht abgeschlossen. Nachdem die Fragebögen eingesammelt worden waren hatte man sie alle nach draußen geschickt, allerdings mit der Ansage, dass sie dort auf weitere Nachrichten warten sollten. Kurai hatte draußen zu aller erst mehrmals tief durchgeatmet um seine angespannten Sinne wieder zu beruhigen, während Taira sich schweigend an die Hauswand lehnte und Hankai den nächsten Baum malträtierte. Langsam gesellte sich Kurai zu seinem Teamkameraden. „Bevor der baum gleich unter deinen Schlägen und Tritten nachgibt, wollen wir nicht irgendetwas Sinnvolles anstellen?“ fragte er vorsichtig. Genervt sah Hankai zu ihm auf: „Der Test war scheiße. Hast du von den ganzen Jutsu schon jemals etwas gehört?“ Kurai schüttelte den Kopf: „Nein, aber ich glaube damit warst du nicht der Einzige. Auch ich hab nicht alles beantworten können.“ „Komm schon Kurai. Ich hab dich zwischendurch beobachtet. Du hast da gesessen, als ob dich der Test völlig kalt lassen würde. Selbst als der Prüfer hinter dir stand…“ Kurai grinste: „Du kennst mich doch. Ich sitze solche Situationen aus – wo es doch so selten vorkommt, dass wir mal NICHT auf die Zeit achten müssen.“ „Jetzt diese elende Warterei… Wir könnten uns schon längst auf die folgenden Kämpfe vorbereiten anstatt hier unsere Zeit zu vertrödeln“, fiel er Kurai ins Wort. Kurai seufzte. „Viel zu ungeduldig, viel zu unüberlegt“, brachte Yasha Kurai´s Gedanken auf den Punkt. Kurai tippte Hankai an, dann drehte er sich um und machte sich auf den Weg zu Taira. Grummelnd folgte ihm Hankai.
„Allmählich ist es aber genug“, murmelte Kurai. Es war Abend geworden und immer noch keine Nachricht von den Prüfern. Einige Shinobi hatten sich bereits auf den Rückweg gemacht –gestresst und völlig entnervt von der Warterei. „Ich warte nicht mehr länger. Das hier ist doch eine Gemeinheit… uns so lange hin zu halten ohne eine Nachricht, ohne Kommentar“, sprach schließlich Taira laut aus, was auch alle Umstehenden dachten. Kurai legte den Kopf schief: „Noch nicht. Wir warten noch ein paar Minuten, dann gehen wir rein und machen uns auf die Suche nach dem Prüfer. Schließlich ist dies der einzige offizielle Ausgang hier, wenn er also schon gegangen wäre, dann hätten wir das mitbekommen.“ Als ob dies sein Stichwort gewesen wäre trat tatsächlich der Prüfer durch die offenstehende Tür. „Ihr seid ja immer noch da. Ihr könnt jetzt gehen, es wird heute nicht mehr geprüft“, entgegnete er kurz angebunden. Fassungslos starrten die Shinobi auf den Prüfer, ehe sie sich mit wüstem Geschnatter lauthals beschwerten. Hankai und Kurai runzelten die Stirn, während Taira nur ein entsetztes kurzes Lachen zu Stande brachte. „Das soll es also gewesen sein? Im Ernst?“ Fragend sah sich Hankai um. Wütend baute er sich vor dem Prüfer auf: „Wir warten hier seit Stunden. Wertvolle Zeit in der wir uns hätten anderweitig vorbereiten können. Wir… wir hätten etwas ESSEN können!“ Kurai trat beschwichtigend neben seinen Teamkameraden. „Mach mal halblang“, zischte er ihm zu. „Fällt dir nichts auf?“ mischte sich Yasha ein. „Der steht da unbewegt, ohne eine Mine zu verziehen, ohne auch nur die geringste Regung auf seinem Gesicht…“ Kurai musterte den Prüfer. „Verdammt, du hast recht…“, antwortete er seinem Dämon. „Ich weiß dass ich recht habe, Kurai!“ entgegnete ihm Hankai genervt. Irritiert blickte Kurai seinen Teamkameraden an, dann hob seine Hand und versetzte dem Prüfer vor ihm einen Stoß mit seiner flachen Hand. Der Prüfer löste sich augenblicklich in feine Sandpartikel auf, während Kurai etwas verlegen auf die Überreste starrte. „Ich glaube jetzt ist die Prüfung für heute vorbei“, entgegnete er schüchtern und trat einige Schritte zurück. Erst jetzt erblickte auch Hankai die heimlichen Beobachter, die nun vor die restlichen Altgenin traten. „Der erste Prüfungstag ist beendet. Ihr seid für heute entlassen. Eure Sensei werden euch mitteilen, ob ihr weiterhin an der Prüfung teilnehmt und wie der weitere Ablauf sein wird.“ „Immerhin…“, Hankai war der Erste, der seine Sprache wieder gefunden hatte, „…jetzt krieg ich endlich etwas zu Essen.“ Kurai musste unwillkürlich lachen. „Der erste Tag ist doch gar nicht so schlecht verlaufen, oder?“
Saisho Kurai Kurai´s Jutsu Kurais Tiger


The hardest part of Ending is starting again...


Intro Outro Attentat

Kurai sagt
Kurai denkt
Yasha sagt
Yasha denkt

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Saisho Kurai« (10. März 2010, 20:01)

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Saisho Kurai Männlich

demon inside

Beiträge: 129

Geburtstag: 16. August 1987 (31)

Geschlecht: Männlich

3 Auszeichungen

Themenstarter Themenstarter

3

Montag, 8. März 2010, 22:11

Charakterstory II

Chuunin-Prüfung: Zweiter Tag


Chuunin-Prüfung: Zweiter Tag
Kurai blieb plötzlich am Rande einer Lichtung stehen. Leicht nervös begann er sich umzusehen. Seine beiden Teamkameraden traten zu ihm. „Worauf warten wir noch Kurai?“ fragte ihn Hankai. „Wir haben eine strenge Zeitvorgabe, an die wir uns halten müssen. Also los.“ Kurai griff seinen Kameraden am Arm, hielt ihn zurück und schüttelte nur den Kopf. „Du vermutest eine Falle, oder?“ fragte Taira. Kurai seufzte innerlich. „Sie werden mir nicht glauben…“ „Dann lassen wir sie zurück“, antwortete ihm sein Dämon. Kurai holte tief Luft, dann sah er zu seinen beiden wartenden Begleitern. „Kommt euch das nicht merkwürdig vor? Wir sind schon recht lange unterwegs und sind noch niemandem begegnet. Mir erscheint das sonderbar. Und diese Lichtung würde sich für einen Hinterhalt gut eignen“, murmelte er halblaut hinterher. „Erkennst du jemanden?“ Kurai schüttelte erneut den Kopf. Trotz seinen Karyuudogan konnte er niemanden erkennen, was aber nicht bedeutetet, dass hier niemand war. „Wir müssen weiter. Also kommt jetzt.“ „Ich werde euch nicht folgen“, ließ Kurai seine beiden Teammitglieder wissen. Hankai starrte ihn einen Moment ungläubig an, während Taira nur traurig den Kopf schüttelte und dann nachdenklich auf die Lichtung blickte. „Ihr macht einen Fehler. Lasst uns einen anderen Weg suchen…“, setzte Kurai erneut an, wurde diesmal aber Rüde von Hankai unterbrochen. „Dafür haben wir keine Zeit. Nur weil du mal wieder eines deiner Hirngespinste hast riskiere ich doch nicht meine Chuunin-Prüfung.“ „Sie haben nichts gelernt“, mutmaßte Yasha, während Kurai ihm in Gedanken antwortete: „Wie den auch, wenn sie nicht wissen worauf mein ‚Hirngespinst‘ basiert.“ Hankai stubste Taira an: „Kommst du mit mir?“ Taira seufzte kurz, dann nickte sie Hankai zu: „Lass uns gehen. Es tut mir Leid Kurai, aber ich glaube auch, dass du dieses Mal im Unrecht bist.“ Missmutig beobachtete Kurai, wie seine beiden Teamkameraden die Lichtung betraten und innerhalb weniger Sekunden von drei Jounin umringt waren, welche sie auch ohne große Umstände festsetzten. Kurai bemerkte, dass sie nach ihm suchten, doch er verstand es ausgezeichnet, sich zu verstecken und selbst geübten Augen zu entgehen. Er wartete einige Augenblicke, bis die drei Jounin sich wieder ihren Gefangenen zuwandten, dann schlich er sich durch den Wald an der Lichtung vorbei. „Jetzt sollten wir uns aber beeilen“, vernahm er Yashas Stimme. Doch Kurai rührte sich nicht. „Sie sind mein Team. Ich kann sie doch nicht einfach zurücklassen Yasha.“ „Hey Moment mal: du warst nicht derjenige, der in diese offensichtliche Falle hineingeraten ist. Wieso willst du jetzt alles riskieren? Sie hatten ihre Chance und sie haben dankend abgelehnt. Du solltest ihnen keine Träne nachweinen.“ Kurai schüttelte den Kopf. „So einfach liegen die Dinge nicht, und das weißt du ganz genau. Ich werde sie auf gar keinen Fall aufgeben. Und damit solltest du dich abfinden. Du hast also zwei Möglichkeiten: entweder du ziehst dich beleidigt zurück oder du unterstütz mich gefälligst.“ Yasha erwiderte nichts, doch Kurai spürte nur zu Gut, dass sein Dämon immer noch präsent war. Energisch machte er sich auf den Weg zurück zu der Kreuzung. Unterwegs rechnete er seine Möglichkeiten durch und kam zu dem Entschluss, dass er kaum eine Chance hatte: im offenen direkten Kampf würde er sofort unterliegen; mit viel Glück könnte er einen Jounin kurzfristig ausschalten, ihn mittels Henge imitieren und dadurch seine Freunde retten –wobei der sich die Frage stellte, ob sie ihm in der Verkleidung überhaupt folgen würden oder er musste auf ein kleines Wunder hoffen und die drei Jounin irgendwie ablenken. Als Kurai kurze Zeit später die Lichtung erreichte und sein Team erspähte, wusste er sofort, dass seine Chancen sich gerade auf Null reduziert hatten. Er beobachtete, wie Hankai verzweifelt seine Begleiterin antippte, doch diese schien Bewusstlos zu sein; merkwürdiger weise gab er selbst auch kein Geräusch von sich. Immerhin waren die drei Jounin nicht zu sehen.“Also entweder sie warten auf dich und halten sich deswegen versteckt, oder aber sie sind gerade dabei den nächsten angehenden Chuunin aufzulauern. Was denkst du ist wahrscheinlicher?“ Kurai musste Yasha recht geben; nur weil er keinen Jounin sehen konnte bedeutete das nicht zwangsläufig, dass auch kein Jounin da war. Kurai wollte erneut sein Karyoudogan aktivieren doch er hielt inne: „Das letzte mal habe ich sie damit auch nicht gesehen, es wird mir auch jetzt keinen von ihnen zeigen.“ Für einige Momente verharrte der angehende Chuunin absolut bewegungslos. „Ich muss es riskieren, es gibt keine andere Wahl“, sagte er sich schließlich entschlossen. Leise und anmutig wie eine Katze glitt Kurai von dem Baum herunter und pirschte sich durch das Gebüsch. „Anscheinend ist tatsächlich keiner da.“ „Sie rechnen nicht damit, dass jemand zurück kommt Yasha. Außerdem sind mindestens zwei Teams hinter uns, die ebenfalls auf diese Lichtung stoßen werden. Ich denke sie liegen erneut auf der Lauer.“ „Hoffentlich behältst du Recht Kurai“, antwortete ihm Yasha. Kurai konnte die Anspannung seines Dämons spüren und verfluchte ihn dafür. Selbst wenn sie Aufträge ausführten war Yasah immer gelassen, aber ausgerechte jetzt ließ er Kurai hängen. Dabei hatte dieser mit seiner eigenen Nervosität genug zu kämpfen. Mit geschickten Bewegungen huschte er durch das Gebüsch und gelangte so hinter seine beiden Begleiter. Anscheinend hatte ihn wirklich niemand bemerkt. Leise und schnell durchtrennte er die Fesseln von Taira, welche –augenscheinlich immer noch bewusstlos- nach vorne zusammensackte. Während Hankai sich irritiert zu seiner Begleiterin umsah, legte Kurai ihm schnell die Hand von hinten über den Mund. Dann zischte er ihm ins Ohr: „Sei still. Keine weitere Bewegung mehr, oder du verrätst uns.“ Kurai verharrte noch einen Augenblick hinter dem Baum, dann trat er vorsichtig aus dessen Schatten. Als Hankai ihn erblickte konnte Kurai deutlich dessen Verwirrung erkennen, und als er seine Hand von Hankai Mund nahm erntete er ein ungläubiges Kopfschütteln. Kurai ging in die Hocke und besah sich Taira. „Anscheinend liegt sie in einem tiefen Schlaf“, murmelte er leise vor sich hin. „Uns läuft die Zeit davon Kurai“, mischte sich plötzlich Yasha ein. „Wir müssen hier weg und zwar schnell…“ Tatsächlich war mittlerweile Kampflärm zu hören. Kurai´s Blick schnellte zu Hankai: „Kannst du laufen?“ Dieser schüttelte traurig den Kopf. „Einen oder keinen?“ fragte Yasha gehässig, doch Kurai antwortete gelassen: „Beide.“ Ein Lächel legte sich auf Kurai´s Gesicht. Er griff sich Hankai und verpasste ihm eine kräftige Ohrfeige, als dieser sich zur Wehr setzte. Er zog ihn einige Meter in den Wald hinein, dann bedeckte er ihn mit Ästen und Gestrüpp. „Keine Bewegung und kein Laut. Wenn sie dich entdecken bist du endgültig verloren“, schärfte Kurai ihm ein, dann erhob er sich und ließ Hankai zurück. So schnell er konnte hastete er zurück zu Taira, die immer noch schlief. Kurai seufzte. „Dafür werden sie uns büßen…“ Erneut drang Yasha zu ihm durch, dieses Mal schien der Dämon jedoch nicht nur verärgert sondern auch besorgt –die relevante Frage war nur um wen. Schweigend nahm Kurai Taira auf den Arm und huschte zurück in die Büsche. Diesmal jedoch nahm er einen anderen Weg. Als Kurai erneut anhielt war er bereits ein gutes Stück von der Lichtung entfernt. Er legte Taira sanft auf den Boden, dann musterte er sie erneut. „Alle Vitalfunktionen sind in Ordnung…“, sicherte ihm Yasha zu. Kurai ging erneut in die Hocke und zog Taira hinter einen Baum. „Hier bist du erst Mal in Sicherheit“, flüsterte er ihr zu. Erneut verharrte er einen Augenblick, dann erhob er sich: „Jetzt retten wir noch unseren Heißsporn“, murmelte er und sprang los. Zu seinem Erstaunen schienen sich die Jounin nicht auf die Suche nach den beiden Entlaufenen zu machen. Er hörte zwar undeutlich ihre Stimmen, doch sie machten keine Anstalten sich auf die Suche zu begeben. Mit einem gehässigen Grinsen lauschte Kurai den Gesprächsfetzen, die er aufschnappen konnte: „Unmöglich…“ „Wie…“ „Sie hatten Hilfe…“ „Aber wer?“ „Wann?“ Wie gerne wäre Kurai aufgestanden und hätte sich vor sie gestellt, nur damit sie dem Phantom ein Gesicht zuordnen konnten… „Wie lange willst du noch hier sitzen und warten damit sie dich finden?“ Yashas Stimme katapultierte Kurai zurück in die Gegenwart. Erschrocken zuckte er zusammen und beinah wäre ihm ein kurzer Schrei entfahren. Leise kroch Kurai zurück zu dem Busch, hinter welchem er Hankai versteckt hatte. Vorsichtig entfernte er die Äste und zeigte sich seinem Freund. Bevor dieser irgendeine Reaktion zeigte legte Kurai schon seinen Finger auf Hankai´s Mund und schüttelte energisch den Kopf. Langsam setzte er seinen Freund auf, dann deutete er auf dessen Beine. „Immerhin kann er selbst laufen“, murmelte Yasha. Kurai half Hankai auf, wobei Laufen übertrieben war. Gestützt durch Kurai war es Hankai immerhin möglich sich auf den Beinen zu halten, doch eigenständig Laufen war noch unmöglich. So schlichen sie zwar langsam aber beständig durch den Wald und als sie endlich die Gabelung erreichte, an der auch Taira auf sie wartete konnte Taira schon fast wieder eigenständig gehen –allerdings drang immer noch kein Laut über seine Lippen, wofür Kurai insgeheim sehr dankbar war. Vorsichtig spähte er nach Taira, die jedoch immer noch tief und fest zu schlafen schien. „Was auch immer sie mit dir gemacht haben“, wunderte sich Kurai. Er drehte sich zu Hankai um: „Jetzt müssen wir uns beeilen, Taira ist immer noch bewusstlos. Kannst du sie tragen?“ Sein Teamkamerad nickte enthusiastisch, dann griff er nach der Bewusstlosen. „Gut. Ich gehe vor, du folgst mir. Wir müssen schnellstmöglich das Ziel erreichen und einen Arzt nach ihr sehen lassen.“ Kurai verfiehl in einen leichten Lauf. „Es scheint ihr zwar gut zu gehen, doch ich bin kein Arzt…“ „Und außerdem haben wir bisher immer nur den sicheren Tod festgestellt“, fügte Yasha in Kurais Kopf hinzu. Der Altgenin lächelte grimmig: „Darin sind wir aber auch ausgezeichnet“, ergänzte er in seinen Gedanken.
„Wir haben noch nicht alle Bedingungen erfüllt…“, nuschelte Hankai hinter Kurai. Kurai grinste: „Wenn du nur immer so wenig sprechen würdest“, entgegnete er frech. „Kurai…“ ertönte eine schwache Stimme. Der Altgenin hielt inne und drehte sich um. In Hankais Armen regte sich Taira langsam. „Guten Morgen. Hast du gut geschlafen?“ Erneut grinste Kurai, diesmal direkt in Hankai Gesicht. „Wirklich, das Nuscheln steht dir ausgezeichnet“, scherzte er weiter. „Aber zurück zur Sache… wie fühlst du dich?“ fragte er schließlich Taira. „Irgendwie schwach und müde, als ob ich nicht ausgeschlagen wäre“, entgegnete sie leise. Kurai wendete mühsam seinen Blick von ihr und sah erneut zu Hankai. Einen kurzen Augenblick spielte sich Trauer und Verzweiflung auf seinem Gesicht wieder wären er den liebenden Blick Hankai studierte. „Wie dem auch sei, ich befürchte du musst sie weiter tragen. Es ist nicht mehr weit, das Ende des Waldes liegt direkt dort.“ Er deutete auf eine nicht weit entfernte Weggabelung. „Und dort werden wir uns auch die noch fehlende Schriftrolle holen“, entgegnete er leise. Langsam und vorsichtig näherten sich die Drei, dem Waldrand. Unter ihnen erstreckte sich ein hüfthohes Meer aus Gras, welches langsam und sacht im aufkommenden Wind wog. „Perfekt“, murmelte Kurai. „So eine Scheiße“, entfuhr es Hankai neben ihm. „Wir können doch gar nichts sehen… wie sollen wir hier jemanden finden?“ Fragend blickte er zu Kurai, der ihn mit einem bösen Blick abstrafte. „Wenn du nicht die Klappe hältst wirst du Recht behalten. Unser Vorteil ist, dass wir aktuell auf der erhöhten Position sind und uns umsehen können“, Kurai´s Stimme wurde immer leiser, die letzten Worte waren kaum mehr zu hören, so vertieft schien er in das Studium der neuen Umgebung. Irritiert aber auch ein wenig neidisch ruhte Hankai´s Blick auf Kurai, der die Welt um sich herum vergessen zu haben schien. Erst nach scheinbar endlosen Momenten sah er erneut auf. „Hier ist der Plan. Wir haben es mit drei Gegnern zu tun, die nicht weit von uns entfernt im hohen Gras dort hinten...“ Eine Geste deutete auf eine etwas Abseits ruhende kleine Kuppe. „… lauern. Ich werde mich von hinten anschleichen, während ihr hier die Ablenkung spielt. Gebt mir ein paar Minuten bis ich hinter der Kuppe bin, dann wirst du…“ Kurai deutete auf Taira. „… dich erheben und auf das Gelände taumeln. Siewerden vermuten, dass du die Einzige bis, die es über die Lichtung im Wald geschafft hat. DU…“ Kurai deutete nun auf Hankai und sprach mit deutlich schärferem Unterton. „DU… wirst hier warten, bis sich einer der Gegner zeigt. Ich werde direkt hinter den Gegner sein und euch rechtzeitig unterstützen.“ Sein Blick richtete sich nun wieder auf Beide: „Bleibt ruhig und gelassen, aber vor allem, verliert nicht die Geduld. Hankai, du musst warte, bis die Gegner nah genug heran sind, sonst stehen unsere Chancen gleich um einiges schlechter. Ihr seid beide nicht, oder nur sehr eingeschränkt kampffähig, vergesst das nicht.“ Nachdem Kurai geendet hatte wartete er einen kleinen Augenblick, doch als keine Frage auftauchte machte er sich auf den Weg. „Wenn ich mich nicht täusche hoffst du darauf, dass wir mindestens einen ausschalten können bevor unser Liebespärchen die Show vermasselt, oder?“ Yasha lächelte. „Wir werden sehen“, entgegnete ihm Kurai. „Ich hoffe viel eher, dass wir nicht entdeckt werden…“ So schnell er konnte hastete Kurai durch das Gebüsch am Waldesrand. Als er die Kuppe erreicht hatte hielt er kurz inne. „Drei, wie ich es mir dachte“, schoss es ihm durch den Kopf. „Na dann wollen wir mal…“, Yasha klang kühl und konzentriert. „Yasha… dass hier sind keine Aufträge. Lass sie leben…“, ergänzte Kurai, doch auch er wirkte konzentriert in höchstem Maße. Er kalkulierte schnell seine Chancen, dann legte er sich seine Taktik zu Recht. Schnell und geschmeidig setzte er zu einem kurzen Sprung an und brachte sich so in das hohe Gras hinter seinen anvisierten Gegnern. Er verharrte einen Augenblick, um festzustellen, ob sie ihn bemerkt hatten, dann pirschte er sich näher heran. Kurai hatte das Gefühl, als ob seine Sinne schärfer und sein Blick klarer wurde. Wie ein Jäger, der kurz davor war seine Beute zu schlagen, bewegter er sich schnell durch das hohe Gras. Mit einer fließenden Bewegung zog er zwei Kunai aus seiner Flagweste. „Perfekte Deckung“, war der einzige Gedanke, der ihm kam, kurz bevor er in Reichweite seines ersten Opfers war. „Jetzt wäre der geeignete Zeitpunkt für Taira“, dachte er kurz, dann verharrte er in seiner augenblicklichen Position. Unerwarteter Weise dauerte es noch eine geraume Zeit, bis schließlich Taira aus dem Wald taumelte. Kurai lächelte: „Sie spielt ihre Rolle wirklich gut“, dachte er. Dann bemerkte er auch schon, wie sich die Drei Genin vor ihm zum Angriff bereit machten. „Los jetzt. Wir sollten schon längst das Ziel erreicht haben“, vernahm Kurai eine kräftige Stimme. Sofort wurde dieser jedoch angezischt: „Sei still. Willst du, dass sie uns hört?“ Die Stimme klang kühl und nüchtern. Kurai grinste. „Wenn sie nur wüssten, wie nah ihr Verderben schon ist“, erklang Yashas lästernde Stimme. Kurai machte sich kampfbereit. „Na dann wollen wir der jungen Kunoichi mal zeigen, warum wir geborene Chuunin sind.“ Das war der dritte Altgenin im Bunde. Kurai überlegte einen kurzen Augenblick, dann hatte er sein erstes Opfer ausgesucht. Er wählte den großmauligen Genin, der gerade eben noch gesprochen hatte –er war nicht nur Kurai am nächsten, Kurai schätze ihn auch als das schwächste Mitglied ein. Seine beiden Kameraden umrundeten die Kuppel und waren bereits im Gras verschwunden, als er –die Nachhut bildend- sich ebenfalls auf den Weg machte wollte. Als er sich erhob war Kurai bereits hinter ihm. Wie ein Schatten tauchte der Shinobi aus dem Gras auf und schlug seinem Gegner den Griff eines seiner beiden Kunai mit voller Wucht in den Nacken. Der Shinobi sackte auf die Knie, doch bevor er sich von seinem ersten Schock erholt hatte, verpasste ihm Kurai bereits einen kräftigen Tritt in seine Rippen. Kurai vernahm ein leises Knacken der Rippen, doch er war sich sicher, dass sie noch nicht einmal gebrochen waren. Mit einer schnellen Bewegung stand er vor dem am Boden liegenden Altgenin um seinen letzten Schlag zu setzen. Mit einem Faushieb schlug Kurai ihm auf den Kehlkopf –gerade stark genug, dass der Altgenin das Bewusstsein, aber nicht sein Leben verlieren würde. Ein leises Röcheln drang noch aus der Kehle des Shinobi, dann herrschte Ruhe. Kurai seufzte kurz, dann drehte er sich um und sah nach den beiden Anderen. Obwohl sein ganze Angriff nur wenige Augenblicke gedauert hatte, waren die beiden anderen Shinobi schon ein ganzes Stück weit gekommen. Kurai blickte nocheinmal kurz zu dem Bewusstlosen, dann verwendete er sein Henge no Jutsu. Eine exakte Kopie seines Gegners war entstanden und unter diesem Deckmantel folgte Kurai nun seinen beiden verbleibenden Gegnern. Schnell huschte er durch das Gras und wäre beinah in seine beiden Gegner hineingerannt, da er keinen der Beiden im hohen Gras erkannt hatte. Er hielt inne und gesellte sich zu ihnen. „Wo warst du nur so lange?“ zischte ihn die kühle Stimme an. Kurai zuckte mit den Schultern, zeigte ansonsten aber keine Reaktion. Innerlich jedoch rasten seine Gedanken. Bisher hatte sich Hankai noch nicht blicken lassen, dass konnte aber nicht mehr lange dauern. Zusätzlich waren seine Gegner ein gutes Stück zu nah an Taira herangekommen. Schnell entschied sich Kurai seine Strategie zu ändern: aus dem unauffälligen Jäger wurde nun ein aggressiv handelnder Shinobi. Kurai schlich sich ein kleines Stückchen weiter vor und bereitete sein Daitoppa vor. Bevor der kleine Trupp ernsthaft einen Angriff nachdenken konnte, erfasste den Shinobi hinter Kurai ein heftiger Windstoß, der ihn weit nach hinten durch das hohe Gras schleuderte. Der letzte verbleibende Altgenin sah Kurai mit großen Augen an, doch Kurai hatte seine nächste Attacke schon vorbereitet. Mittels Kadan schnitt er ihm dem Weg zu Taira ab, welche irritiert einige Schritte nach hinten zurück wich. Dann attakierte er seinen Gegner mit dem beiden Kunai in seiner Hand: immerhin gelang es diesmal dem Shinobi noch eine Waffe zu zücken, doch Kurai war bereits nah genug an ihn herangekommen um ihn anzugreifen. Die beiden Kunai hinterließen tiefe Schnitte an den Unterarmen den fremden Altgenin, während dieser verzweifelt versuchte Kurai´s schnelle Angriffe zu blocken. Kurai änderte erneut seine Angriffsart: er ließ seine beiden Kunai fallen und nutzte den irritierten Blick seines Gegners um ihn mit einem kräftigen Tritt ein Stück nach hinten zu drücken. Dem folgte eine schnelle Abfolge verschiedener Schlag- und Trittkombinationen und als Kurai erneut inne hielt sackte auch sein zweiter Gegner bewusstlos zu Boden. Kurai blieb einen Augenblick stehen um sich zu sammeln. Allmählich spürte er die Anstrengung des Tages und seinen Chakraverbrauch. Außerdem kam ihm sein eigenes Feuer allmählich gefährlich nahe. Kurai sammelte ein wenig Chakra in seinen Beinen, dann sprang er über die Flammen auf die kleine Anhöhe, auf der er immer noch Taira vermutete. Als er oben ankam starrte er entsetzt auf Hankai, der zwischen ihm und Taira stand, und bereits eines seiner Wasserjutsu vorbereitet hatte. Noch bevor Kurai reagieren konnte erfasste ihn bereits Ja no Kuchi und spülte ihn zurück in das hohe Gras. Kurai überschlug sich mehrmals und blieb ein gutes Stück entfernt einen Moment benommen liegen. „Du hättest vielleicht dein Henge vorher fallen lassen können. Das hätte sicherlich geholfen“, kommentierte Yasha. Irritiert blickte Kurai an sich herunter und stellte zu seinem persönlichen Leiden fest, dass sein Dämon recht hatte. Innerhalb weniger Sekunden war das Henge verschwunden und Kurai rappelte sich mühsam auf. „Wer zum Teufel bist du?“ erklang eine Stimme hinter ihm. Kurai drehte sich ruckartig um und zog in derselben Bewegung seine Damaszenerklinge. Angespannt blickte er in das Gesicht des Altgenin, den er vorher weggestoßen hatte. Langsam senkte Kurai sein Schwert zu einer Devensivhaltung. Er wollte dem Fremden auch gerade antworten, als er Schritte und seinen Namen hörte. Kurai seufzte, dann antwortete er dem Fremden: „Mein Name lautet Kurai. Aber das ist dein geringstes Problem.“ Er musterte den Fremden kritisch, während dieser eine Augenbraue hochzog. „Ach ja?“ „DU hast die Schriftrolle“, stellte Kurai nüchtern fest. „Gib sie mir und dir wird nicht geschehen.“ Irritiert starrte der Fremde Kurai an. „Ach ja?“ fragte er erneut, diesmal jedoch deutlich angespannter. „Hör zu. Ich hab kein Interesse mit dir darum zu kämpfen“, setze Kurai erneut an, doch der Fremde hob beschwichtigend die Hand. „Bitte sehr. Ich gebe mich geschlagen. Ich habe keine Chance gegen euch drei.“ Kurai griff nach der Schriftrolle und drückte sie Taira in die Hand, die neben ihm aufgetaucht war. Er verharrte einen Augenblick, dann entgegnete er dem Fremden: „Danke.“ Erneut zögerte Kurai… „Frag ihn schon, oder willst du doch noch durchfallen…“, fuhr Yasha ihn an. Kurai seufzte: „Also gut. Möchtest du uns begleiten?“ Schockierte Blicke von allen Seiten… doch Kurai fuhr fort: „Du bist alleine und angeschlagen, wenn du jetzt auf ernste Schwierigkeiten stoßen würdest wäre das dein Untergang.“ „Ihr seht nicht viel besser aus…“, stellte der Fremde fest. „Mein Team?“ setzte hinterher. „Sobald wir im Ziel sind schicken wir Medic-Nins hier her, damit sie sich um sie kümmern können“, antwortete ihm Kurai. Der Fremde schien einen Augenblick zu zögern, während Kurai sich kurz zu Hankai umdrehte um diesem zu zuflüsterte: „Wir haben sonst kaum Chancen…“, doch er erntete einen weiteren verachtenden Blick. „Also gut“, antwortete ihm der Fremde und hielt ihm die Hand hin. „Ich werde euch unterstützen, zumindest jetzt, da ich dir recht geben muss. Mein Name lautet übrigens Nigiwai und ich komme aus Suna.“ Kurai nickte kurz, dann stellte er seine beiden Begleiter vor.
Kurai übernahm erneut die Spitze der ungewöhnlichen Kombination, während Taira zusammen mit Hankai die Nachhut bildete. Der Shinobi aus Suna hielt sich in der Nähe Kurai´s auf, um diesen im Notfall zu unterstützen. Als sie erneut ein Waldstück erreichten blieben sie kurz stehen. Kurai drehte sich zu Nigiwai um: „Wie seit ihr eigentlich an den Jounin im Waldstück vorne vorbeigekommen?“ Dieser überlegte kurz, dann antwortete er: „Mit mehr Glück als Verstand. Wir haben sie rechtzeitig erkannt, da sie sich nicht gut versteckt hatten. Wir haben uns dann Verdrückt, aber letztlich war es das Team direkt hinter uns, die uns die Flucht ermöglichten. Die Jounin wandten sich ihnen zu und so konnten wir fliehen.“ Kurai nickte. „Hinter diesem Wald sollte das Ziel sein“, mutmaßte der Suna-Shinobi anschließend. „Jetzt müssen wir nur noch Heil da durch kommen“, folgerte Hankai. Kurai fieberhaft dachte nach… „Also wenn ich die Prüfung aufsetzen würde hätte ich hier noch ein kleines Hindernis versteckt“, entgegnete ihm Yasha. „Soweit bin ich auch schon… aber was für eins? Kämpfe hatten wir doch eigentlich schon genug…“ „Auch wenn diese überwiegend ungeplant waren“, mischte sich Yasha erneut ein. Kurai wog nachdenklich den Kopf hin und her. „Es bleibt uns keine Wahl“, entgegnete er dann kurz. „Wie bleiben bei einer ähnlichen Taktik wie eben. Ihr beide…“ Er deutet auf seine beiden Teammitglieder „… werdet euch auf diesem Weg durch den Wald begeben.“ Er zeigte auf einen kleinen Trampelpfad. „Das ist nicht dein Ernst, oder? Wenn wir uns verlaufen, was dann?“ warf Hankai ein. „Dann wirst du dich auf meinen Orientierungssinn verlassen“, antwortet ihm Taira. „Ihr solltet keine Zeit verlieren“, warf Kurai ein. „Es ist sicherlich nicht der schnellste Weg, aber der sicherste, den ich euch anbieten kann.“ Die beiden nickten, dann machten sie sich auf den Weg. Kurai wartete geduldig, bis beide außer Sichtweite waren, dann sah er den Suna-Ninja an: „Wir müssen für die notwendige Ablenkung sorgen, damit sie eine Chance haben das Ziel zu erreichen. Daher schlage ich vor, dass wir versuchen so unbesorgt wie möglich zu wirken. Damit bieten wir uns als Ziel an, ohne dabei unvorbereitet zu sein.“ „Also unauffällig auffällig. Der Gedanke gefällt mir.“ Der Suna-Shinobi grinste Kurai an, dann drehte er sich um und machte sich anscheinend gut gelaunt auf den Weg. Kurai blickte ihm kurz irritiert nach, dann zuckte er mit den Schultern und folgte ihm. Gemütlich aber dennoch in höchstem Maße aufmerksam durchquerten sie den Wald. „Kommt nur mit das komisch vor, oder ist es nicht merkwürdig, dass uns keiner begegnet?“ fragte Nigiwai schließlich, nachdem sie fast den Waldrand erreicht hatten. Kurai hüllte sich in schweigen… „Wo liegt der Denkfehler?“ fragte er sich innerlich. Doch dann entgegnete er: „Das hier ergibt doch so keinen Sinn. Abgesehen von der Sache mit den Schriftrollen, die wir uns erkämpfen mussten, und der Herausforderung durch die Jounin war nichts sonderlich Ungewöhnliches zu entdecken. Irgendwas haben wir übersehen“, murmelte er vor sich hin. „Vielleicht ist es ja etwas unauffälliges, etwas womit man nicht rechnet… aber wann und wo?“ warf Nigiwai noch ein. Kurai blieb kurz stehen und starrte seinen Begleiter an. „Natürlich… womit man nicht rechnet, an einem Ort, an dem man sich sicher wähnt. Der letzte Angriff wird auf der Zielgeraden stattfinden… und meine beiden Teammitglieder laufen ohne Vorwarnung in die Falle.“ Kurai begann zu laufen. „Bist du dir da sicher?“ Kurai nickte nur kurz, während er versuchte sich eine neue Strategie zu Recht zu legen –aber auf welcher Grundlage sollte beginnen? „Wir nutzen den Überraschungsmoment. Ich sorge für die nötige Ablenkung“, rief er dann plötzlich. Schnell formte er seine Fingerzeichen für Ryuuka no Jutsu, dann zog er sein Damaszenerschwert. Er spürte, wie sich das Feuer in seinen Lungen sammelte und als sie endlich den Waldrand erreicht hatten, war er mehr als vorbereitet. Mit einem kräftigen Atemstoß raste der Feuerstrahl über die Ebene und setzt alles in Flammen, was er erreichte. Der mächtige Feuerdrache schlug schließlich in einer riesigen Sandsäule ein und zerschlug diese. Steinbrocken regneten auf die Erde. „LOS! LAUFT SCHON!“ hörte der den Suna-Shinobi neben sich rufen, während dieser an Kurai vorbeirannte und ihn mit sich zog. Kurai hatte Tränen in den Augen, seine Lunge brannte und er hatte das Gefühl, als ob er jeden Augenblick kollabieren würde. „Brillante Idee“, hörte er eine Stimme neben sich. „Jetzt bin ich dran.“ Kurai warf einen Blick auf den Shinobi neben ihm, der sich anscheinend auf sein Jutsu vorbereitete. Mühsam erkannte Kurai, dass sich vor ihm die Steine der zerbrochenen Säule erneut in die Luft erhoben und in ihre Richtung stürzten. „Bist du irre?“ raunte er ihm zu, doch er bekam keine Antwort. Stattdessen hörte er Yashas Gelächter: „Brillant. Er verwendet die Steine dazu, um eventuellen Gegner, die uns entgegenkommen in den Rücken zu fallen. Nur keine Panik, er wird uns nicht treffen.“ Kurai hatte keine Zeit, sich darüber nähere Gedanken zu machen: noch während Steine rings um sie herum einschlugen richtete sich sein Blick auf das Ziel, welcher ihm aber plötzlich durch eine Felswand versperrt wurde. „Mist!“ hörte er Nigiwai fluchen. Kurai blieb abrupt stehen und sah dann, dass seine beiden Teamkameraden auf dem Weg zu ihm waren. Suchend sah Kurai sich um, aber er konnte keinen Durchgang entdecken. Sein Blick wanderte zu seinen angeschlagenen Teamkameraden, die sich kaum mehr auf den Beinen halten konnten, und zu seinem Begleiter, dem man die Anstrengung des Tages durchaus ansehen konnte. „Das reicht jetzt.“ Er legte Nigiwai die Hand auf den Arm: „Spar dir dein restliches Chakra. Der Kampf endet hier.“ Verwirrt sah der Suna-Shinobi zu Kurai. „Aber wir sind fast da, jetzt willst du aufgeben?“ Ungläubig musterte er Kurai kurz, dann sah er sich panisch um. „Irgendwo muss es hier eine Möglichkeit geben durch die Wand zu kommen, wenn wir unser Chakra sammeln und auf eine Stelle konzentrieren, dann könnten wir vielleicht…“ Seine Stimme überschlug sich bereits hektisch, eher er ganz verstummt. Kurai schüttelte nur traurig den Kopf. „Unsere Chuunin-Prüfung endet hier.“ Kurai steckte sein Schwert in die Scheide, dann hob er beide Arme zum Himmel und rief laut: „Es ist vorbei! Wir geben auf!“ Einige Augenblicke vergingen, dann verschwand die Wand und gab die Sicht frei auf eine kleine Tribüne, auf der die unterschiedlichen Sensei der verschiedenen Teams saßen. Müde und erschöpft traten die Shinobi über die Ziellinie. Kurai suchte bereits nach einem Schiedsrichter, als er neben sich eine vertraute Stimme hörte. „Alles in Ordnung Kurai?“ fragte ihn sein Sensei Shizukesa. Ein kurzes Lächeln huschte über Kurai´s Gesicht, dann entgegnete er: „Bei mir ja, aber Taira und Hankai brauchen dringend Hilfe. Außerdem brauchen wir zwei Medic-Nins, die sich um die Verletzten auf der Grasebene kümmern. Sie gehören zu seinem Team.“ Kurai deutete auf den Suna-Shinobi, der sich ebenfalls mit seinem Sensei zu unterhalten schien. Shizukesa runzelte die Stirn. „Wo hast du denn unterwegs einen Suna-Shinobi aufgegriffen?“ Kurai lächelte müde, dann erzählte er seine Geschichte.
Seit Kurai den Zielpunkt erreicht hatte waren bereits einige Stunden vergangen. Man hatte seine beiden Teamkameraden in das örtliche Krankenhaus gebracht und ihn zu einer Untersuchung dem Arzt vor Ort unterstellt. Mitterweile hatten alle Shinobi das Ziel erreicht und waren versorgt; gespannt warteten sie nun auf die Bekanntgabe der Ergebnisse. Innerlich hatte Kurai schon abgeschlossen: er hatte zwar die Schriftrolle abgegeben, aber er hatte das Ziel nicht erreicht und war gezwungen mit seinem gesamten Team aufzugeben. Dazu kam der Zwischenfall mit den Jounin im vorderen Waldstück. Halbwegs entspannt saß er also neben seinem Sensei und wartete, als endlich die Ergebnisse verkündet wurden. „Nicht vielen haben es geschafft“, warf er seinem Sensei kühl an den Kopf. Dieser sah ihn verwirrt an. „Kurai… du hast den ersten Teil der Prüfung bestanden, genau wie dein Begleiter aus Suna… Freust du dich den nicht?“ Jetzt war es Kurai, der sich irritiert umsah. „Ich bin weiter? Aber wieso?“ fragend sah er seinen Sensei an. Dieser lächelte nur gelassen: „Es zählt nicht nur, ob du die Aufgaben erfüllt hast, die dir zu Beginn der Prüfung gestellt werden. Teamarbeit, Flexibilität, Taktik, Strategie, alles fließt in die Beurteilung mit ein. Du hast dich außergewöhnlich gut geschlagen Kurai. Dass du dich gegen drei Jounin wendest, um die beiden Anderen zurück zu holen, hätte ich nicht gedacht.“ Shizukesa verstummte, während Kurai allmählich begriff, dass er seine Chuunin-Prüfung bestanden hatte.


Geheimakte Saisho Kurai


Geheimakte Saisho, Kurai: 1. Attentat

Ort: Suna-Gakure, Kaze no Kuni
Auftrag: Eliminierung des Bibliothekars

Dunkel und verlassen lagen die Gänge des großen Bürogebäudes von Suna-Gakure. Leise schlich das Phantom durch die Gänge, kaum erkennbar, nur ein Schatten an den tristen Wänden. „Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das Büro des Bibliothekars ganz in der Nähe sein…“ Vorsichtig löste sich Kurai von der Wand und spähte um die Ecke. Er erkannte reihenweise Regale angefüllt mit Büchern und Schrifttollen. Dahinter befanden sich verschiedene kleine, abgeschottete Bereiche, die anscheinend als Leseräume genutzt wurden; keines war jedoch beleuchtet. Schnell huschte der junge Shinobi zwischen den einzelnen Regalreihen hindurch um sich ein besseres Bild machen zu können. Innerlich seufzte er: „Der Plan, den uns die Dorfführung mitgegeben hat bringt rein gar nichts. Der Grundriss ist anscheinend komplett überarbeitet worden und die Regale sind falsch angeordnet…“ „Hättest du auf mich gehört, dann hätten wir die Bibliothek aufgesucht und uns ein Bild gemacht solange es noch hell war“, kommentierte Yasha das Geschehen. Der Dämon schien sich mehr zu amusieren als sich ernsthafte Sorgen zu machen.“ Kurai reagierte trotzig, er wollte seinem Dämon heute nicht rechtgeben, obwohl… „Das hilft uns jetzt aber auch nicht weiter… Wir haben zwei Möglichkeiten: der Keller oder das Obergeschoss.“ Ein wenig gedankenverloren lehnte sich Kurai zurück und dachte angestrengt nach: „Der Keller erscheint mir eher als ein Ort für das Archiv. Dementsprechend bleibt nur das Obergeschoss übrig.“
Rückblick.
Vor wenigen Tagen war Kurai überraschend zu der Dorfführung Takis gerufen worden. Mal wieder musste er dem Ruf nachkommen, mal wieder erntete er seltsame Blicke von seinen neuen Teamkameraden, mal wieder lag dieser merkwürdige Ausdruck in den Augen seines neuen Senseis. Schon einige Male hatte er sein Training unterbrechen müssen – nicht nur weil die Dorfführung ihm mit neuen Aufträgen drohte, sondern vor allem weil er unter besonderer Beobachtung seines Clans stand. Kurai seufzte, als er missmutig das Gebäude der Dorfverwaltung betrat. Langsam aber bedacht begab er sich direkt zu Miyazaki Haruko und klopfte an die verschlossene Tür. Nachdem einige Momente vergangen waren erklang die Stimme der Dorfführerin. Gefasst trat Kurai in das Büro, verbeugte sich höflichst und entgegnete: „Guten Morgen Miyazaki-Sama. Ihr habt nach mir gerufen?“ Die Dorfführung lächelte den schüchternen Chuunin an. „Schön dass du so schnell kommen konntest. Wir müssen etwas besprechen.“ Damit deutete sie auf einen Stuhl, der vor ihrem Schreibtisch stand. Kurai setzte sich und beobachtete Haruko schweigend. „Sie ist noch recht jung, nicht? Wie sie wohl an den Posten gekommen ist?“ Yasha klang neugierig, aber gleichzeitig etwas angespannt. Kurai antwortete ihn nicht, sondern legte lediglich den Kopf leicht schief. Haruko war mittlerweile aufgestanden und sah aus dem großen Fenster, welches ihr einen direkten Blick auf Taki-Gakure ermöglichte. Sie seufzte leise, dann begann sie zu sprechen: „Ich habe erneut einen Auftrag für dich, diesmal in Kaze no Kuni.“ Sie schwieg einen kleinen Augenblick. „Vor einiger Zeit ist aus Taki ein Shinobi verschwunden. Anfangs dachten wir, dass er tatsächlich zu Tode gekommen war. Er machte öfters eigenständig größere und längere Ausflüge und war bekannt dafür, dass er gewagte Missionen gerne allein bewältigte. Vor einigen Tagen jedoch hat uns die Nachricht erreicht, dass er in Suna jetzt die Bibliothek leitet. Die genaueren Umstände, warum er noch immer für Taki gefährlich ist, sind für dich nicht relevant. Du musst heute noch aufbrechen, ich habe bereits mit deinem Vater gesprochen und ihn informiert. Alle weiteren Informationen findest du hier drin.“ Sie hatte sich während den letzten Worten zu ihm umgedreht und drückte ihm nun einen Briefumschlag in die Hand. Kurai musterte Haruko, dann entgegnete er: „Ich mache mich sofort auf den Weg. Allerdings habe ich eine Bitte.“ Er pausierte kurz, während Haruko eine Augenbraue hob. „Mein neues Team –ich habe die Vermutung, dass sie allmählich Verdacht schöpfen. Ich bin zu eingespannt, um sie aktiv bei Missionen zu unterstützen… Nehmen Sie mich raus aus dem Team.“ Mit fast schon flehendem Blick sah er Haruko an, die ihn nachdenklich musterte. „Einverstanden. Du hast momentan genug zu tun mit dem Sondertraining und den…“ Eine kurze Pause. „… den… wie dem auch sei. Ich werde das regeln.“ Kurai erhob sich, nickte Haruko zu und verschwand dann aus der Tür. Auf dem Flur hielt er erneut inne, doch dann hastete er nach Hause. Sein Vater erwartete ihn bereits. „Ich habe hier etwas, was dir sicherlich nützlich sein wird.“ Er drückte Kurai eine Karte in die Hand, dann flüsterte er ihm zu: „Deine Mutter denkt, dass du eine kleinere Solomission erledigen musst. Kein Wort wo dich deine Reise hinführen wird.“ Seine Stimme klang ungewohnt ernst. Kurai nickte, dann entgegnete er: „Kein Problem. Ich werde nur schnell meine Sachen packen, dann breche ich auch sofort auf.“
Als Kurai auf seinem Zimmer war, öffnete er zu erst den Umschlag. Zum Vorschein kam ein Bild eines mittelalten Mannes mit freundlichen und offenen Gesichtszügen. Des Weiteren hielt Kurai einen Plan der Bibliothek Suna´s in seinen Händen, sowie eine Auflistung der Gewohnheiten seines Opfers. „Er arbeitet teilweise die Nächte durch…“, dachte er. „Aber nicht alle, sondern nur von Donnerstag auf Freitag“, ergänzter er anschließend. Er legte die Auftragsdaten beseite und begann seine Sachen zusammen zu suchen. „Schwerter, Kunai, Draht, Verpflegung, … ich glaub ich habe jetzt alles zusammen“, murmelte er vor sich hin. Er legte seine Flagweste und seine restlichen Rüstungsteile an und ergänzte den Inhalt seines Rucksacks durch seine restlichen Gürteltaschen. Zu guter letzt griff er nach seinem Damaszenerschwert und dem Auftrag. Gelassen schlenderte er die Treppe hinunter zu seiner Familie. „Ich muss jetzt los. Wir sehen uns in ein paar Tagen“, entgegnete er kurz angebunden.

„Das Obergeschoss also… Na dann los, uns läuft die Zeit davon, wenn wir noch vor Sonnenaufgang wieder auf dem Heimweg sein wollen“, merkte Yasha an. Energisch stieß Kurai sich von der Wand ab, an der er kurz verharrt hatte und begab sich zum Treppenaufgang. Auch hier war niemand mehr unterwegs. Leise schlich Kurai durch das Treppenhaus bis er schließlich die Tür des Obergeschoßes erreichte. Vorsichtig drückte er die Klinke der Tür hinunter und öffnete diese einen winzigen Spalt. „Kein Geräusch zu hören…“ dachte er, als er die Tür so weit öffnete, bis er durchschlüpfen konnte. Eine Reihe verschiedener Büroräume erstreckten sich den Gang hinunter, in einem brannte noch Licht. Kurai duckte sich und pirschte sich an das beleuchtete Bürozimmer heran. „Verdammt… das große Fenster zeigt genau auf diesen Gang“, schoss es ihm durch den Kopf. Vorsichtig schlich er einige Schritte zurück, bis er an die nächste Bürotür kam. „Wenigstens sind diese nicht verschlossen…“ „Warum auch?“ merkte Yasha an. Schnell öffnete Kurai die Tür und huschte hinein. „Jetzt heißt es warten“, dachte er. Kurai wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, aber nach einiger Zeit bemerkte er, dass sich das Licht bewegte. Der Bibliothekar trat durch die Tür und ging einige Schritt den Gang herunter. Kurai wusste, dass er lediglich die Toilette aufsuchte und gleich erneut in sein Büro zurückkehren würde. „Jetzt oder nie“, murmelte Kurai entschlossen. Schnell öffnete er die Tür und hastete in das andere Büro. Er musterte die kleine Räumlichkeit: ein voller Schreibtisch auf dem ein großer Stapel Bücher lag, ebenso wie auf dem Boden. Es kam Kurai so vor, als ob der Bibliothekar nur einen kleinen Pfad freigelassen hatte um gefahrlos sein Büro zu durchqueren. Kurai entdeckte eine dunkle Ecke, in der schwere Vorhänge hingen. Schnell versteckte er sich dahinter, während auf dem Flur bereits das Licht langsam auf das Büro zu kam. Pfeifend setze sich der Bibliothekar an seinen Schreibtisch, die Lampe stellte er auf einen der zahlreichen Bücherstapel. Vorsichtig zog Kurai zwei Kunai aus seiner Flagweste; eines der Beiden trug wie immer sein besonderes Markenzeichen, ein eingraviertes Y. Das andere Kunai nahm er zwischen seine Zähne, und zog ein Stück Draht aus seiner Flagweste. Angespannt, wie ein Raubtier auf der Lauer, pirschte er sich langsam an den Bibliothekar an. Sein Blick fixierte sich auf sein Opfer, während er in seiner Hand eine Drahschlinge knotete, die sich von selbst zuziehen würde. Mit einer schnellen Bewegung zog er seinem Opfer die Schlinge über den Kopf und zog zu. Sein graviertes Kunai fuhr in sein Herz, dann machte er mit der jetzt freien Hand und dem zweiten Kunai einen sauberen Kehlenschnitt. Sein Opfer sackte nach vorne auf den Schreibtisch und stieß die Bücherstapel um. Die brennende Lampe landete auf dem Boden und sofort standen die dortigen Bücher in hellen Flammen. Einige Augenblicke blieb Kurai wie angewurzelt stehen und starrte auf das sich schnell ausbreitende Feuer. „SAG MAL GEHT’S NOCH!?!“ brüllte ihn Yasha an. „SCHNAPP DIR DENN DRAH UND NICHTS WIE WEG HIER!!“ Kurai löste die Schlinge von dem Hals seines Opfers, dann suchte er nach einem geeigneten Ausgang: der Weg zur Tür war ihm mittlerweile versperrt. „Das Fenster“, murmelte er, während ihm beißender Qualm in die Augen stieg. Kurai leitete Chakra in seine Beine, dann trat er eines der Seitenfenster der Büros ein und sprang mit zwei Sprüngen auf das Dach der Bibliothek. Von oben beobachtete er, wie allmählich die Straßen Suna´s zum Leben erwachten: man hatte das Feuer in der Bibliothek entdeckt und nun war Panik und Hektik ausgebrochen. „Perfekt um unerkannt zu entkommen…“, schoss es Kurai durch den Kopf. Schnell sprang er auf der abgewandten Seite des Gebäudes hinunter und landete in einer noch unbelebten Seitengasse. Schnell veränderte er sein Henge und nahm das Aussehen eines Mittdreißigers an, der dann unauffällig aus der Seitenstraße trat und sich am Rande des hektischen Treibens in Richtung Dorfausgang bewegte.
Saisho Kurai Kurai´s Jutsu Kurais Tiger


The hardest part of Ending is starting again...


Intro Outro Attentat

Kurai sagt
Kurai denkt
Yasha sagt
Yasha denkt

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Saisho Kurai Männlich

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Montag, 8. März 2010, 22:24

Charakterstory III

Geheimakte Saisho Kurai


Geheimakte Saisho, Kurai: 2. Attentat

Ort: Kiri-Gakure, Mizo no Kuni
Auftrag: Eliminierung von zwei Politikern
Missmutig wanderte Kurai durch Mizo no Kuni. „Wenn mich meine Karte nicht täuscht, müssten wir in wenigen Stunden Kiri-Gakure erreicht haben…“, murmelte er leicht genervt vor sich hin.
Vor einigen Tagen war er hastig aus Taki-Gakure aufgebrochen und nach dem er sich jetzt einmal Gedanken um die Ausführung seines Auftrags machen konnte waren ihm immer mehr Unstimmigkeiten aufgefallen, die er gerne im Vorfeld geklärt hätte. Doch dafür fehlte die Zeit, zumindest wenn Kurai der Dorfführung Taki´s Glauben schenken durfte. Seit aktueller Auftrag: die Eliminierung zweier Politiker, die ehemals Taki unterstanden, sich dann aber anderswo neu orientierten. Soweit so gut –nicht außergewöhnlich tragisches, zumal beide keine Shinobi waren. Dass sie allerdings geheime Akten aus dem Verwaltungsgebäude mitgenommen hatte, war eine ganz andere Geschichte. Kurai wunderte sich immer wieder über die Gutgläubigkeit Miyazaki Haruko. „Vielleicht ist sie doch noch ein bisschen jung für den Posten…“, warf der Dämon Kurai trocken an den Kopf. „Komm schon, eigentlich macht sie ihre Aufgabe doch richtig gut“, antwortete Kurai ihm. „Wenn sie ihre Sache doch so toll macht, warum sind wir dann in letzter Zeit so häufig unterwegs?“ Darauf hatte der Shinobi tatsächlich keine Antwort. „Nun aber mal zu wichtigen Sachen… Was haben wir denn…?“, fragte Yasha, während Kurai kramte erneut den Umschlag mit den relevanten Daten aus einer seiner Gürteltaschen kramte. „Also… wir haben verschiedene Bilder –es wäre auch richtig peinlich, wenn wir die Falschen umlegen-; einen Stadtplan von Kiri-Gakure, auf dem die wichtigen Stationen markiert sind; den Ort und den Zeitpunkt, wann sich die Beiden treffen wollen; ach ja, noch einen groben Zeitplan der Beiden… das war´s“, stellte Kurai fest. „Was wir noch gebraucht hätten: einen Ersatztreffpunkt, falls etwas schief läuft –vor allem der Tatsache geschuldet, dass es diesmal zwei Opfer sind und nicht nur eins und wir zusätzlich damit rechnen müssen, dass an dem Treffpunkt viel Betrieb herrscht-, eine Auflistung der verschwundenen Unterlagen, dass wir überprüfen können, ob wir alle Daten zusammen haben, oder ob noch was fehlt, Unterlagen über die Veranstaltung, zu der sich anscheinend die Politiker unterschiedlichster Länder treffen… Kleinkram halt. Was mich tatsächlich am meisten stört ist die Tatsache, dass wir nur einen Versuch haben –und das auf zwei Personen gerechnet“, beendete er seinen Gedankengang. „Nun, dann würde ich vorschlagen, dass wir uns ein bisschen beeilen um das erste Opfer zu eliminieren, bevor das zweite erscheint“, ließ Yasha Kurai wissen.
Als Kurai Kiri-Gakure erreichte war es früher Nachmittag –die Sonne schien, es war angenehm warm und auf den Straßen waren recht viele Menschen unterwegs. Hier und da erkannte Kurai auch verschiedene Kir-Gakure-Ninja, die anscheinend das gute Wetter für Trainingsausflüge oder Ähnliches nutzen. Gemütlich schlenderte der Shinobi durch das Dorf, um sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Schon von weitem konnte er das Verwaltungsgebäude erkennen, welches zentral in der Mitte des Dorfes lag. „Vielleicht können wir den ersten Politiker hier schon abpassen und dann seine Gestalt annehmen…“ Nachdenklich wog Kurai den Kopf hin und her, während er verschiedene Strategien durchdachte und mehrere Taktiken ausarbeitete. Nachdem er das Verwaltungsgebäude erreicht hatte setzte er sich in der Nähe auf eine Bank und zog den Stadtplan aus seinem Rucksack. Während er sich den grobe Straßenverlauf Kiri´s einprägte und den Eingang des Verwaltungsgebäudes beobachtete bemerkte er, dass eines seiner beiden Opfer aus dem Gebäude trat. Kurai grinste, dann faltete er sorgfältig den Stadtplan zusammen, wahrend er unauffällig dem Politiker folgte. Eine ganze Weile schienen sie relativ ziellos durch die Straßen zu irren, bis sie eine kleine Eisdiele erreichten. Sein Opfer ging zielstrebig hinein und begrüßte dort an einem etwas Abseits gelegenen Tisch eine gut aussehende junge Frau. Kurai runzelte die Stirn: „Sag mal“, vernahm er Yashas Stimme. „Ist der nicht verheiratet?“ „Zumindest war er das in Taki. Ich weiß nicht, ob er das immer noch ist…“, antwortete Kurai. Einen weiteren Moment verharrte er in der Nähe der Außentheke und wechselte seinen Blick zwischen der dortigen Auslagen und seinem Opfer hin und her, als ihn eine fremde Stimme hochschreckte. „Guten Tag. Welche Sorte hätten sie den gerne?“ Leicht erschrocken sah Kurai den Eisverkäufer an, dann entgegnete er: „Ich nehme zwei Bällchen Vanilleeis“, während er seine Geldbörse hervor fischte. Nachdem er gezahlt hatte setzte er sich auf einen Holzstamm am Rande der Eisdiele. „Theoretisch könnten wir ihn abpassen, sobald er die Eisdiele verlässt… wenn er seine weibliche Begleitung nicht mitnimmt, aber davon ist nicht auszugehen“, Yasha klang schon ein bisschen aufgeregt, während Kurai ihm ruhig entgegnete: „Nein, können wir nicht. Er hat heute Abend noch ein Geschäftsessen, da können wir ihn nicht vertreten ohne aufzufallen.“
Stunden später kehrte der Politiker in das Verwaltungsgebäude zurück, um sich dann kurz darauf zu seinem Geschäftsessen aufzumachen. Kurai folgte ihm in gebührendem Abstand bis zu der Lokalität, dann zog er sich in eine abgelegene Seitengasse zurück und legte sich sein weiteres Vorgehen zurecht. Nach geraumer Zeit schlenderte er an dem Restaurant vorbei, um zu überprüfen wie lange das Essen noch dauern würde. „Er müsste demnächst aufbrechen, wenn er nicht zu spät zu dem Treffen kommen möchte, wobei…“, Kurai hielt plötzlich inne. „Wenn ich mich nicht täusche haben sich die beiden bereits getroffen.“ Von einem Augenblick auf den anderen wuchs die Anspannung und Nervosität Kurai´s. „Unser Auftrag könnte gerade um einiges komplizierter geworden sein… Wenn sie das Treffen vorverlegt haben, dann haben wir unsere Chance verpasst.“ Kurai dachte angestrengt nach, als die Beiden schließlich das Restaurant verließen. Sie schüttelten sich die Hand, dann hörte Kurai: „Ich muss noch die Unterlagen aus dem Hotel zusammensuchen, wir sehen uns gleich.“ Mit diesen Worten verschwand einer der beiden. „Vielleicht war es auch einfach nur ein Geschäftsessen…“, kommentierte Yasha. Kurai nickte grimmig, dann zog er unauffällig eines seiner speziell angefertigten Kunai aus seiner Tasche und versteckte es in der Innenseite seines Armes. Dann folgte er seinem ersten Opfer. Dieses irrte –wie bereits auf dem Weg zu der Eisdiele- planlos durch die Straßen um zu dem Treffpunkt zu gelangen und Kurai hatte den Eindruck, dass er nicht genau wusste, welchen Weg er zu nehmen hatte. Nachdem er erneut in eine Seitengasse verschwunden war, entschloss sich Kurai die günstige Gelegenheit war zu nehmen. Schnell verschwand auch er in der Seitengasse, leise schlich er hinter seinem Opfer her, welches ihn nicht bemerkte. Innerhalb weniger Augenblickte tauchte das Phantom hinter dem Politiker auf, legte ihm eine Hand auf den Mund und durchtrennte mit der anderen dessen Kehle. Ein Gurgel ertönte, dann sackte sein Opfer zusammen… der Tod kam schnell und unauffällig, gleich eines Jägers, der seine Beute schlägt. Kurai zog ihn hinter eine Mülltonnen, dann hinterließ er sein Markenzeichen –das graviertes Kunai steckte im Herzen des Politikers. Kurai sah sich aufmerksam um, konnte jedoch niemanden in der Gasse entdecken. Er lächelte, dann sah er innerhalb weniger Augenblicke mittels Henge no Jutsu aus wie der eben eliminierte Politiker. Dessen schnelle, aber geordnete Schritte imitierend, durchquerte Kurai die Straßen Kiri´s um zu dem Treffpunkt zu gelangen. Erleichtert stellte er fest, dass er als Erster den kleinen abgelegenen Brunnen erreicht hatte. Kurai sah sich aufmerksam um, immer noch hatte er die Szenerie für sich allein, lediglich aus der Ferne dran der Lärm der Hauptstraße Kiri-Gakures zu ihm –dort schien noch reichlich betrieb zu sein, dementsprechend würde es wohl auch nicht all zu lange dauern, bis der Tote gefunden würde. Kurai atmete tief ein und aus, als endlich auch sein zweites Opfer erschien. Helle Aufregung zeigte sich auf seinem Gesicht, als er Kurai schnell erzählte: „In meinem Zimmer wurde eingebrochen. Ich konnte den Dieb zwar noch stellen, aber er ist mir entkommen. Den Großteil unserer Unterlagen konnte ich aber noch retten, der Rest lagert am Stadtrand. Wir sollten so schnell wie möglich aufbrechen.“ Kurai nickte kurz, doch bevor er weiter reagieren konnte bemerkte er den seltsamen Gesichtsausdruck seines Gegenüber: „Mehr hast du nicht zu sagen? Nur ein Nicken? Was ist mit den Abmachungen, die wir während dem Essen…“ Plötzlich hielt er inne und sah Kurai irritiert an. Seine rechte Hand griff sich an die Seite, dann starrte er ungläubig auf das Blut, welches an seinen Fingern hinabrann. Ebenso ungläubig starrte auch Kurai auf die Wunde, bis schließlich ein gellender Schrei aus der Kehle seines zweiten Opfers drang. Blitzschnell schoss Kurai nach vorne, löste währenddessen eines seiner beiden Kurzschwerter aus seiner Rüstung –welche er die ganze Zeit mittels Henge versteckt hatte, die jetzt kurz zum Vorschein trat- und führte erneut einen Kehlenschnitt durch. Entsetzten und Abscheu standen in den Augen von Kurai´s zweitem Opfer, eher auch der letzte Wiederstand brach und er tot zusammen brach. Kurai platzierte gerade sein graviertes Kunai, als er hinter sich ein Geräusch hörte. „Steh auf, aber ganz langsam“, erklang eine –Kurai merkwürdig bekannt vorkommende- Frauenstimme. Einen Moment dachte er fieberhaft nach, während die Frau weiter sprach: „Wenn du dich umdrehst werde ich dich töten.“ Kurai erhob sich langsam, dann kam ihm ein Geistesblitz. „Akarui?“ fragte er ungläubig. Einen Moment herrschte Stille, dann bekam er als Antwort: „Woher weißt du… Nein, natürlich nicht, das ist bestimmt nicht mein Name, also wie… Nein, nein so heiße ich nicht.“ Kurai lächelte, dann drehte er sich um. Hinter ihm stand tatsächlich Akarui, die ihn nun mit großen Augen ansah und reflexartig mit ihrem Dolch zustieß. Kurai sprang ein Stück zu Seite, dann vernahm er hinter sich Stimmen: „Da… von hier kamen die Schreie… da liegt einer… HE IHR DA! STEHEN BLEIBEN!“ Kurai seufzte innerlich, den Stimmen nach zu urteilen hatte er höchstens ein paar junge Genin hinter sich, die schon angesichts der Leiche panisch reagiert hatten und nun anscheinend völlig Kopflos waren. Er hörte, wie sie auf ihn und Akarui zuliefen… „Zeit zu fliehen…“, zischte er Akarui zu, dann griff er nach deren Hand und rannt los.
Kurai´s Gedanken rasten: "Was zur Hölle hat sie hier verloren? Ich hab sie doch mit gutem Gewissen in Taki zurückgelassen..." "Tjo, anscheinend hat sie uns nicht alles erzählt. Wie lange kennen wir sie schon? Vielleicht sollten wir nächstes Mal Informationen über die Personene einholen, in die du dich verknallt hast..." Yasha konnte sich einen sarkastischen Unterton nicht verkneifen, und Kurai musste ihm zumindest in einem Punkt recht geben: bisher hatten Akarui und er sich ein paar mal in Taki getroffen und sich sogar gut unterhalten, aber er wusste quasi nichts über seine Geliebte. Kurai lief quer durch den angrenzenden kleinen Park, ohne großartig dem Gestrüpp auszuweichen, während er Akarui hinter sich herzog. Die Genin waren ihnen auf den Fersen, auch wenn sie für Kurai keine große Herausforderung darstellten. „Verdammt“, fluchte er innerlich. „So gut hab ich mir den Stadtplan nun auch wieder nicht eingeprägt!“ Sie erreichten eine Mauer, die anscheinend den Park eingrenzte. Mit einen Satz sprang Kurai hinauf und wartete einen Augenblick auf Akarui. Währenddessen bereitete er sein Daitoppa vor und als er auf der anderen Seite gelandet und einige Schritte gegangen war, ließ er durch einen etwas kräftigen Windstoß die Mauer in sich zusammen fallen. Er hörte die leisen und entsetzten Schreie der Genin, die anscheinend bereits nah an der Mauer standen, doch galt seine eigentliche Sorge immer noch seiner ungeplanten Begleiterin und seiner ungeplanten Flucht.
Akarui hatte nichts weiter entgegnet, außer dass sie –vor lauter Schreck- ihre Waffe am Tatort hatte fallen lassen. Als sie endlich den Ausgang Kiri-Gakures erreicht hatten blieb Kurai kurz vor einem Waldstück stehen. Aufmerksam betrachtete er Akarui, dann seufzte er und fragte: „Was machst du eigentlich hier?“ Noch bevor sie irgendeine Antwort von sich geben konnte, waren Kurai damit beschäftigt sich aufmerksam um zu schauen. Er ging ein kleines Stück weiter Richtung Waldrand, dann ließ er sein Henge fallen. „Ich… was machst du denn hier Kurai?“ Ungläubig starrte Akarui ihn an, doch dann musste sie lächeln. „Ich habe deine Stimme gar nicht erkannt“, entgegnete sie ihm wesentlich entspannter. Kurai hatte sie erneut an der Hand genommen und verschwand bereits mit ihr im angrenzenden Wald. „Weißt du…ich war auf der Suche nach den Unterlagen, welche die Beiden entwendet hatten. Das Lager hatte ich bereit gefunden und die Vorbereitungen zur Vernichtung der Daten sind abgeschlossen, aber mir viel auf, dass Teile der Aktenschränke geleert worden sind. Deswegen bin ich in das Zimmer des Einen eingebrochen, aber er hat mich erwischt. Und als ich die restlichen Unterlagen zusammensuchen wollte bin ich dir begegnet.“ Kurai lauschte schweigend den Worten Akarui´s, dann entgegnete er kurz: „Anscheinend hat man uns zusammen auf den gleichen Auftrag gesetzt- du solltest dich um die Unterlagen, ich mich um die Politiker kümmern.“ „Auftrag ausgeführt“, entgegnete ihm Akarui heiter, dann blieb sie stehen und blickte auf Kiri-Gakure zurück. „Ich warte immer ab, ob meine Pläne erfolgreich waren“, erzählte sie schwärmerisch, während sie immer noch Kurai´s Hand hielt. Dieser schwieg weiterhin, musterte jedoch Akarui auffällig. „Sie ist hübsch, nicht wahr?“ merkte Yasha an. Akarui stand immer noch fast bewegungslos auf der Anhöhe, ihre ebenmäßigen Gesichtszüge strahlten Anmut und Eleganz aus, während sich das Mondlicht in ihren Augen spiegelte. „Gleich ist es soweit…“, flüsterte sie Kurai zu, dann sah sie ihn mit ihren dunklen Augen an.
Als die Explosionen Kiri-Gakure erschütterten, lag die Anhöhe verlassen. Niemand war zu sehen, kein Geräusch war zu hören, nur der Wald erwachte allmählich. Akarui lag in Kurai´s Armen, als der matte Feuerschein die Szenerie gespenstisch beleuchtete. „Wie sollten aufbrechen“, hauchte er seiner Geliebten zu.


Geheimakte Saisho Kurai


Geheimakte Saisho, Kurai: 3. Attentat

Ort: Taki-Gakure, Taki no Kuni
Auftrag: Eliminierung von aufständischen Rädelsführern
Anmerkung: vorläufig letzter Auftrag

„Hallo Kurai!“ Akarui´s Stimme katapultierte den Chuunin zurück in seine Gegenwart. Gedankenversunken hatte er seiner Familie geholfen einen Teil ihres Hauses zu reparieren. Kurai ließ sein Werkzeug sinken und starrte von dem Dachbalken hinunter auf den Vorhof des Hauses. „Deine kleine Gespielen scheint dich zu suchen“, hörte er die gehässige Stimme seiner Schwester neben sich. Kurai sah sie einen Augenblick böse an, dann sprang er mit einem Satz vom Dach. Elegant landete er neben seiner Geliebten und schenkte ihr ein Lächeln. „Ich muss unbedingt mit dir reden“, rief sie ihm eifrig zu, dann packte sie seine Hand und zog ihn mit sich. Kurai blinzelte verwirrt, folgte ihr aber widerstandslos. „Ich war heute bei der Dorfführung. Ich habe ihr berichtet, dass ich meine Tätigkeit im Bereich Sabotage einstellen werde.“ Kurai sah sie verständnislos an: „Aber weswegen den? Du hattest doch endlich eine Arbeit gefunden, die allen deinen Anforderungen und Wünschen entspricht…“ Er verstummte, während Akarui ihm antwortete: „Weißt du, manche Dinge ändern sich. Ich kann einfach nicht mehr durch die Länder streifen und mich in solche Gefahren begeben.“ Sie schwieg einen Augenblick, dann fuhr sie fort: „Erinnerst du dich an unseren letzten Auftrag?“ Kurai nickte, sah sie aber immer noch ungläubig an. „Ich war heute im Krankenhaus… Schon seit Tagen geht es mir nicht so gut, vor allem am Morgen macht es sich bemerkbar…“ Besorgnis spiegelte sich auf dem Gesicht des Chuunin wieder: „Wieso sagst du mir das erst jetzt?“ fragte er ein wenig aufgeregt. „Ich wollte dich nicht beunruhigen und ich wollte ganz sicher gehen.“ Sie lächelte ihn an und allmählich beschlich Kurai das Gefühl, dass seine Geliebte auf etwas Bestimmtes heraus wollte. „Bist du krank? Ist es etwas Ernstes?“ Jetzt blinzelte Akarui irritiert, bevor sie kurz darauf in glockenhelles schallendes Gelächter ausbrach. Sie drückte Kurai einen Kuss auf die Wange, dann zischte sie ihm zu: „Nichts dergleichen… Du wirst Vater, es sind Zwillinge.“ Kurai wurde schlagartig bleich, schockiert und entsetzt sah er seine Geliebte an in der Hoffnung, dass sie sich nur einen Spass mit ihm erlaubt hatte. „So ein Mist“, schoss es ihm durch den Kopf. „Na endlich, ich dachte das wird nie etwas“, kam Yasha´s Kommentar. Akarui hatte sich inzwischen vor Kurai gestellt und sah in traurig an: „Freust du dich etwa nicht?“ Der Chuunin schlang seine Arme um seine Geliebte. „Doch, natürlich. Ich war nur ein wenig… überrascht“, entgegnete er ihr mit weicher Stimme, während er sie fest umarmte.

Vier Monate waren seit diesem Ereignis vergangen. Vier Monate, in denen das Leben des Chuunin komplett auf den Kopf gestellt wurde. Er war zu Hause ausgezogen und hatte die Mutter seiner beiden Kinder geheiratet. Dazu kamen verschiedene kleinere Aufträge, doch mittlerweile hatte Kurai sich auch dazu entschlossen, seine Tätigkeit aufzugeben. „Du möchtest was?“ Miyazaki Haruko starrte Kurai ungläubig an. „Ich werde aufhören. Ab heute muss sich jemand anderes um diese Art Probleme kümmern“, erklärte er erneut mit ruhiger Stimme. Die Dorfführerin hatte ihm den Rücken zu gedreht und blickte aus dem Fenster. „Es gibt noch so viel, was du zum Schutz deiner Heimat tun könntest, Kurai.“ Sie schwieg einen Augenblick. „Doch ich akzeptiere deine Entscheidung.“ „Was sollte sie auch anderes machen?“ kommentierte Yasha mit gehässigem Unterton. „Wie dem auch sein, eine Sache musst du noch für Taki erledigen.“ Kurai zog eine Augenbraue nach oben. „Ich dachte ich hätte mich klar ausgedrückt… Ich werde keine Aufträge mehr übernehmen. Das Risiko ist zu groß, jemand könnte…“ Haruko hatte ihre Hand erhoben und der junge Chuunin schwieg. „Wenn du diesen Auftrag ablehnst, wird es um den Frieden in Taki geschehen sein.“ Sie legte erneut eine Pause ein, Kurai vermutete, dass sie sich ihre nächsten Worte wohl überlegte. „Es haben mich Gerüchte erreicht; Gerüchte, die für Unruhen in Taki sorgen könnten.“ Sie drehte sich erneut zu Kurai um. „Wie es scheint ist eine Revolte im Gange, die sich nicht nur gegen mich als Dorfführerin richtet, sondern auch gegen verschiedene Klans, die in Taki ansässig sind. Meine Quellen diesbezüglich haben mir zuverlässig bestätigt, dass die Verschwörung bereits weite Kreise gezogen hat.“ Kurai seufzte, während Haruko ihm einen Umschlag hinhielt. „Dein letzter Auftrag: Eliminierung der Rädelsführer. Es handelt sich um drei Personen, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Wenn diese ausgeschaltet sind, wird die Revolte im Kern erstickt sein, bevor sich überhaupt ausbrechen und Schaden verursachen konnte.“ Kurai griff nach dem Umschlag, dann drehte er sich wortlos um und verließ das Büro. Haruko seufzte, dann widmete sie sich wieder ihren anderen Aufgaben. Zwischendurch hielt sie noch einmal kurz inne und sah aus dem Fenster –vor ihrem inneren Auge sah sie Taki brennen. „Hoffentlich hast du Erfolg Kurai…“, murmelte sie leise.
Der Chuunin suchte sich ein abgelegenes Plätzchen und sah durch die Unterlagen. Bilder sowie Gebäudepläne, Zeitpläne und eine Übersicht der Gewohnheiten seiner Opfer. Kurai studierte aufmerksam seinen Auftrag, dann zog er ein kleines Notizbuch aus seiner Flagweste und begann Notizen anzufertigen. Nach einiger Zeit hatte er verschiedene Diagramme erstellt, die die unterschiedlichen Zeitabläufe seiner Opfer verglichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede darstellten. Er brauchte nicht lange um den tatsächlichen Gewohnheiten seiner Opfer auf die Spur zu kommen. Nach wenigen Tagen konnte er seine Diagramme bereits überarbeiten und ergänzen –die Spione Haruko´s hatten erstaunlich gute Arbeit geleistet: Kurai hatte sich schon verschiedene Varianten überlegt, wie er seinen Opfer Herr werden konnte. Lediglich der tatsächliche Anführer der Revolte war ein schwieriges Unterfangen. Zurückgezogen verbrachte er die meiste Zeit auf seinem streng bewachten Anwesen ein wenig abseits von Taki-Gakure. Gewohnheiten, wie sie seine beiden Handlanger hatten, waren bei ihm nicht feststellbar und Kurai hatte das ungute Gefühl, dass er wusste, dass man ihm auf die Spur gekommen war. Sein Verdacht hatte sich seit dem heutigen Tag konkretisiert, nachdem er ein Gespräch der beiden Handlanger belauscht hatte. „Wir müssen unseren Zeitplan vor verlegen“, murmelte er leise, nachdem er sich zurückgezogen hatte. Seit den frühen Morgenstunden hatte er die beiden Handlanger verfolgt; beobachtet, wie sie sich mit zwielichtigen Gestalten trafen, unseriöse Gespräche führten und in suspekten Kneipen herumlungerten. „Heute Nacht werden wir uns die beiden Handlanger vornehmen und in den frühen Morgenstunden wird der Anführer folgen“, brachte Kurai seine Überlegungen schließlich zu einem Ende. „Der letzte Auftrag für das Phantom… und der Schwierigste“, kommentierte Yasha aus dem Hintergrund.
In den ersten Stunden des Abends hatte sich Kurai vor der Unterkunft des ersten Handlangers postiert: eine abgewrackte, moderige Baracke, der schon vor Jahren dem Abriss anheim hätte fallen sollen. Aufmerksam sondierte er die Umgebung, doch wie zu erwarten kam niemand in Sicht. „Das wir einfach“, merkte Yasha an. Kurai nickte, dann griff er nach seinen Kunai. „Auf die klassische, alt bewährte Art und Weise: schnell, präzise, unauffällig.“ Kurai ging zu der unverschlossenen Haupteingangstür und trat in das Gebäude ein. Er schlich durch den Flur, bis er schließlich an das hinterste Zimmer kam. Er hörte, wie sein Opfer schwer Atmete… anscheinend war es gerade dabei sich zu trainieren; unter der Türritze fiel ein wenig Licht auf den zerfressenen Holzboden. Kurai sah sich kurz um, dann entdeckte er direkt an der Hauswand neben der Tür einen kleinen Generator. Einen Augenblick legte Kurai nachdenklich den Kopf schief, dann betrachtete er denTürrahmen. Unwillkürlich grinste er, dann ging er zu dem Generator und riss mit Schwung das Kabel aus dessen Verankerung. Schlagartig erlosch in dem Zimmer das spärliche Licht; Kurai vernahm wilde Flüche und ein lautes Scheppern aus dem Raum. Er presste sich an die links neben der Tür gelegene Haustür, kurz bevor diese sich öffnete. Kurai stand in einem perfekten toten Winkel, und während sich der Handlanger an dem Generator zu schaffen machte und das herausgerissene Kabel zweifelnd ansah, tauchte hinter ihm ein Schatten auf. Ein kurzer Schnitt über die Kehle, ein gezielte Stich in das Herz seines Opfers und es sank langsam in sich zusammen. Kurai legte den Kopf in den Nacken, dann machte er sich auf den Weg zu seinem nächsten Opfer.
Es hatte leicht zu regnen begonnen, als Kurai seine nächste Station erreichte. Nass, aber nicht weniger motiviert wartete Kurai vor der Stammkneipe des zweiten Handlangers. Es dauerte eine ganze Weile, bis dieser auf die Straße trat. „Ausgerechnet jetzt sind meine Zigaretten all“, grummelte er vor sich hin, während er sich in Richtung der nächstmöglichen Verkaufsquelle begab. Kurai folgte ihm unauffällig und als sein Opfer schließlich in eine dunkle Seitengasse einbog, war der richtige Zeitpunkt gekommen. Mit schnellen Schritten näherte sich Kurai seinem Ziel, dann griff er ihn mittels seiner bewährten Nahkampftechnik Capoeira an. Das Opfer hatte keine wirkliche Gelegenheit, sich zur Wehr zu setzten, die fließenden Kombinationen Tritt- und Schlagbewegungen setzten ihn innerhalb weniger Augenblicke außer Gefecht. Kurai unterbrach seinen Angriff um erneut zu Atem zu kommen, dann beugte er sich zu seinem Opfer und durchsuchte dessen Sachen bis er endlich einen scheinbar unauffälligen Papierfetzen in Händen hielt. Er steckte diesen weg, dann zog er sein graviertes Kunai und setzte es an die bewährte Stelle –mitten in das Herz seines Opfers. Dieses stöhnte kurz auf, dann blieb es regungslos am Boden liegen. Kurai betrachtete sein Werk zufrieden: er überprüfte kurz, ob sein Opfer tatsächlich tot war, dann machte er sich auf den Weg zu seiner letzten Station.

„Ich hatte damit gerechnet, dass sie jemanden auf mich ansetzt. So schnell hatte ich allerdings nicht mit dir gerechnet.“ Die Stimme klang kühl, aber dennoch entging Kurai die Aufregung nicht. Er war durch das Dachfenster eingedrungen und hatte sich durch die einzelnen Etagen bis in den Laborbereich des Anwesens vorgepirscht. Sein letztes Opfer saß in einem antiken Ohrensessel und hatte ihm den Rücken zugewendet, während Kurai fast bewegungslos in einer dunklen Ecke des Zimmers verharrte. „Wie konnte er uns hören?“ schoss es dem Chuunin durch den Kopf. „Wir brauchen einen neuen Plan, und zwar schnell…“, warf Yasha ein. Kurai sah sich um: mehrere Tische, auf denen unterschiedliche Gemische vor sich hin kochten und brodelten, verschiedene Regale angefüllt mit merkwürdigen Präparaten –er erkannte präparierte Hunde, Katzen, Nager sowie andere, ihm aber unbekannte Tiere. Ekel und Übelkeit überkamen ihn, als der Rädelsführer erneut das Wort ergriff: „Du wunderst dich bestimmt, nicht? Meine Forschung erleuchtet nur wahren Genies, jemand wie du kann dafür kein Verständnis haben. Ich erschaffe die perfekte Gesellschaft… Großartige Athleten, die ebenso Hochintelligent sind. Ich habe bereits erste Tests an Tieren durchgeführt, mit großartigen Erfolgen.“ Er verstummte. „Haruko wollte davon nichts wissen –sie meinte diese Forschung sein fragwürdig, zweifelhaft und höchst unethisch. Sie steht meiner Forschung im Wege, deswegen muss sie ersetzt werden.“ Seine Stimme hatte sich überschlagen und war bedeutungsvoller geworden je mehr er von seiner Forschung und seinen erklärten Zielen sprach. Kurai hatte ernstlich Mühe nicht die Fassung zu verlieren, angesichts der widerlichen Experimente, die in diesen Laboratorien stattgefunden haben mussten. „Das Überleben der Stärksten, keine Gnade, keine Rücksicht auf Verluste…“, auch Yasha klang ein wenig schockiert, vor allem jedoch verärgert. „Also los, wir haben einen Auftrag zu erfüllen“, beendete der Dämon schließlich seine Ausführung. Kurai nickte kurz, dann griff er nach dem Draht und formte eine Schlinge, während er mit der anderen Hand eine Rauchgranate hervorzog und diese scharf machte. „Wie dem auch sei, ich kann nicht zulassen, dass du meine Arbeit zerstörst.“ Das Opfer erhob sich langsam aus seinem Stuhl, Kurai konnte nicht erkennen, ob er eine Waffe in den Händen hielt, es war eh irrelevant. Noch bevor der Rädelsführer Kurai entdecken konnte, warf dieser seine Rauchgranate. Innerhalb weniger Augenblicke war das Laboratorium erfüllt von dichten Rauchschwaden, die –wie erwartet- den Feueralarm auslösten und die Sprinkleranlage in Gang setzten. Kurai hörte sein Opfer fluchen und nach dem Sicherheitsdienst rufen, doch dafür war es längst zu spät: der Chuunin tauchte wie aus dem Nichts plötzlich vor seinem Opfer auf, die Schlinge legte sich um dessen Hals, dann zog Kurai zu. Dieses eine Mal sollte es nicht schnell und schmerzlos vorbei sein, doch diesmal hatte der Chuunin einen Aspekt falsch kalkuliert. Als er den kalten Stahl blitzen sah, war es bereits zu spät. Der Dolch bohrte sich in Kurai´s rechte Seite, durchdrang die Flagweste und blieb zwischen seinen Rippen stecken. Irritiert blinzelte Kurai dem Sterbenden an, dann zog er ruckartig zu und brach seinem Opfer das Genick. Sofort sank dieses zu Boden, während Kurai zunächst einige Momente schwer atmend verharrte. Langsam wanderte seine Hand zu dem Dolch, der immer noch in seiner Seite steckte, und zog ihn heraus. Der Chuunin brauchte einige Minuten, bis sein Blick sich wieder klärte, dann ging er in die Knie, um den Draht von den Hals seines Opfers zu lösen. Er platzierte sein graviertes Kunai, dann steckte er den Draht sowie den Dolch, mit dem er verletzt worden war ein. Mittlerweile herrschte große Aufregung auf dem Anwesen: das Sicherheitspersonal hatte den Feueralarm bemerkt und war nun auf dem Weg zu dem Laboratorien. Kurai ging zu dem Notausgang des Labors, fischte seinen Dietrich aus der Flagweste und brach das Schloss auf. Als er auf der äußersten Stufe stand, war er einen letzten Blick auf das Labor, dann zog er seinen Rucksack aus und griff nach dem letzten verbliebenen Sprengstoff –den Rest hatte er bereits auf dem Weg in das Labor verteilt- befestigte ein Bömbchen daran, dann warf er das ganze mit einem gezielten Wurf auf den hintersten Labortisch. Kurai hatte sich gerade einige Meter von der Tür entfernt, als die Sprengladung hoch ging: die Wucht schleuderte ihn zu Boden, die Tür schoss nur wenige Meter an seinem Kopf vorbei. Wenige Augenblicke später verwandelte sich das gesamte Anwesen in einen brennenden Feuerball als auch die restlichen Sprengladungen ihre Wirkung entfalteten. Kurai rappelte sich auf und suchte sein Heil in der Flucht.


Nuke-Nin Zwischenfall


Nuke-Nin Zwischenfall
Kurai setzte sich in seinem Bett auf. Ein Blick aus dem Fenster verriet ihm, dass er noch vor Sonnenaufgang war. Das gesamte Haus lag still, aber irgendwas störte Kurai. Er warf einen Blick zu seiner Ehefrau, die friedlich neben ihm schlief. „Vielleicht irre ich mich ja“; dachte er kurz, aber nach einigem Zögern erhob er sich doch und schlich aus dem Schlafzimmer. Er verschwand kurz im Bad und beschloss dann noch einen Blick in das Kinderzimmer der Zwillinge zu werfen. Im Flur verharrte er einen Moment: „Ich könnte schwören ich habe einen Luftzug gemerkt… Hat Akarui das Fenster doch nicht verschlossen?“ murmelte der Specialjounin leise. Er ging zum Kinderzimmer und drückte vorsichtig die angelehnte Tür auf. Sein Blick fiel auf das Fenster und in diesem Moment gefror ihm das Blut in den Adern. Auf der Fensterbank saß ein Fremder, in einer Hand ein Messer, die andere Hand auf dem Kopf seines Erstgeborenen Kimyou. Kurai trat langsam in das Kinderzimmer, als der Fremden ihn anfuhr: „Ohh nein, du bleibst schön wo du bist.“ Er zeigte zuerst mit der Waffe auf Kurai, dann auf den noch schlafenden Kimyou. „Wir wollen doch nicht das deinen beiden Kleinen was geschieht, oder?“ Kurai trat einen Schritt zurück in Richtung der Tür. „Jetzt ganz langsam. Komm von der Fensterbank runter und nimm deine Hände von meinen Kindern“, raunte er dem Fremdem mit leicht brüchiger Stimme zu. „Irgendwo her kenne ich diese Stimme…“, schoss es ihm durch den Kopf. Während er fieberhaft versuchte die Stimme zuzuordnen sprach der Fremde erneut: „Nein mein Lieber. Dieses Mal spielen wir nach meinen Regeln. Erinnerst du dich an mich? Erinnerst du dich an den Tag, an dem du den Tod deiner Kinder besiegelt hast?“ Ein hämisches Lachen klang durch das Kinderzimmer und ein Blick auf die Zwillinge verriet Kurai, dass zumindest Kimyou kurz davor war aufzuwachen. „Woher nur…“ Kurai runzelte kurz die Stirn, dann kam ihm der erhoffte Geistesblitz. „Ich erinnere mich sehr wohl…“, antwortete er kurz.

Rückblick 1 n. Zen Saiki:
„Warum nochmal sind wir hier?“ fragte Kurai missmutig. Sein Sensei lächelte ihn nur an und schwieg. Genervt drehte der junge Chuunin sich zu seinen Teamkameraden um. Einer seiner Teamkameraden zuckte nur mit den Schultern und sah gelangweilt wie immer aus, während der Andere ihm entgegnete: „Komm schon Kurai, du wusstest doch was auf uns zukommt.“ In der Tat hatte ihr Sensei ihnen gesagt, das sie hier waren um sich mit anderen Chuunin zu messen. Es schien so etwas wie ein übergreifendes Training zu sein. Leider hatten sie von dieser Sache erst erfahren, als sie schon eine Weile unterwegs waren. Mit gutem Grund – zumindest Kurai wäre unter diesen Umständen seinem Team nicht gefolgt. Es hasste es sowieso Taki-Gakure zu verlassen und nur um sich mit anderen zu messen? Das war nicht seine Art, sein Aufgabengebiet lag in einem anderen Bereich. Kurai schwieg und seufzte innerlich. „Ganz großartig. Ich bin mir sicher, dass ich meinen Spass haben werde“, mischte sich Yasha in Kurai´s Gedanken ein, aber auch ihn strafte Kurai mit schweigen ab. „Nun kommt schon, die ersten Wettkämpfe haben bereits begonnen“, rief ihnen ihr Sensei zu. Ohne ein weiteres Wort drehte Kurai sich um und ging langsam auf seinen Sensei zu. In seinem Blick lag absolute Verachtung und innerlich beschloß er, dass dies der letzte Ausflug mit diesem Team gewesen war. Wehmütig dachte er an sein altes Team zurück – und verwarf den Gedanken gleich wieder: diese Zeiten waren unwiederbringlich vorbei und alle Erinnerung an sie müßig. Erneut spürte der junge Chuunin, wie sich sein Dämon regte, doch bevor sich dieser effektiv äußern konnte, betraten sie den Kampfplatz. Kurai stockte fast der Atem als er nicht nur das riesige Trainingsareal betrachtete sondern sich auch die großzügig angelegten Zuschauertribünen näher begutachtete. „Wenigstens sind nur die Teilnehmer als Zuschauer zugelassen“, schoss es ihm kurz durch den Kopf, während er seinem Sensei zu ihren Plätzen folgte.
Fast den gesamten Tag über saßen sie nun schon auf ihren Plätzen und hatten andere Chuunin bei ihren ‚Trainingseinheiten‘ beobachtet. Kurai beschlich immer mehr das Gefühl, dass das Training hier eigentlich absolut im Hintergrund stand und es nur darum ging möglichst effektiv seinen gegenüber auszuschalten. Und je mehr ihn diese Erkenntnis traf umso unwohler fühlte er sich. Kurai selbst hatte seinen ersten Kampf bereits hinter sich und diesen ohne größere Anstrengungen für sich entschieden, aber jetzt wurde ihm sein unbehagliches Gefühl zu viel: er drehte sich zu seinem Sensei um und entgegnete diesem kühl: „Ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich werde morgen nicht mehr an diesem Training teilnehmen.“ Er wartete nicht auf eine Reaktion seines Sensei, sondern sah erneut auf das Areal und den Kampf vor ihm. Eigentlich war dieser auch bereits vorbei… „Er war vorbei bevor er überhaupt begonnen hatte“, kommentierte Yasha aus dem Hintergrund. Noch bevor sein Sensei zu einer Antwort ansetzen konnte wurde die halbe Arena durch einen Wirbelsturm durcheinander gebracht, welche den bereits angeschlagenen Chuunin nun endgültig außer Gefecht setze. Doch anstatt sich über seinen Sieg zu freuen, beschloss der –eindeutige- Sieger noch einmal nach zusetzten. Mit wuchtigen Schlägen prügelte er auf seinen –jetzt am Boden liegenden- Gegner ein. Kurai hatte sich mittlerweile von seinem Sitz erhoben und starrte entsetzt auf das Kampftreiben und auf die eigentlichen Aufseher, die es aber nicht für nötig hielten einzugreifen. Kurai´s Sensei runzelte die Stirn: „Warum brechen sie den Kampf nicht ab?“ fragte er halblaut, eher zu sich selbst als zu seinem Team. Doch als weiterhin nichts geschah konnte Kurai sich nicht weiter zurückhalten. Als der Angreifer sich erneut ein kleines Stück zurück zog um erneut zu attackieren sprang Kurai mit einem kräftigen Stoß von der Tribüne und landete zwischen dem am Boden liegenden und dem erneut Angreifenden. Mit einer geschickten Kombination wehrte er zunächst die Schlagkombination seines Gegners ab, dann schickte er diesen mit einem Tritt ein gutes Stück nach hinten. „Was zum Teufel tust du da!?!“ schrie ihn sein Gegenüber an. „Der Kampf ist vorbei. Du hast gewonnen“, entgegnete ihm Kurai ruhig. „Wann der Kampf vorbei ist entscheide immer noch ich!“ bekam er als Antwort, direkt gefolgt von einer erneuten Attacke. Dieses Mal sah sich Kurai konfrontiert mit einer Kombination aus Kage Shuriken no Jutsu und einer Katanaattacke. Mit einer fließenden Bewegung zog er sein Schwert, während er sich unter den Shuriken wegduckte und dann die Schläge blockte. Um seinen Angreifer erneut auf Distanz zu bringen entschloss sich Kurai es mit Kadan zu versuche. Sein Angreifer wich einem der die Feuerbälle aus, die anderen Beiden trafen ihn jedoch frontal. Er wurde einige Meter zurückgeschleudert, erhob sich wieder und blickte dann keuchend zu Kurai. „Wie kannst du es wagen? Das hier ist mein Kampf, es geht hier um meine Ehre!“ fuhr der Fremde Kurai erneut an. Kurai schüttelte nur resigniert den Kopf, als er schließlich Yashas Stimmer vernahm: „Der wird nicht aufhören, bis zu ihn Bewusstlos geprügelt hast. Ich wünsche dir viel Spaß dabei.“ Kurai seufzte – ausnahmsweise musste er seinem Dämon recht geben. Er hatte die Hoffnung schon aufgegeben ohne einen richtigen Kampf aus der Misere heraus zu kommen, als endlich die Aufseher und sein Sensei den Kampfplatz betraten. „Das reicht jetzt. Der Kampf ist beendet.“ Fassungslosigkeit zeichnete sich auf dem Gesicht des Fremden ab, während Kurai erleichtert sein Schwert wegsteckte. „Ihr habt lange gebraucht“, zischte er seinem Sensei zu. „Ist dir was passiert?“ fragte dieser, während er sich dem immer noch bewusstlosen Verlierer zuwandte. Wütend fuhr der Fremde nun die Aufseher an, was sie sich denken würde wo er doch gerade dabei war den Kampf endgültig für sich zu entscheiden. Die Aufseher musterten ihn kurz, dann erhob einer der vieren seine Stimme und entgegnete laut: „Dieser Kampf ist ungültig. Auf Grund unsportlichen Verhaltens wir Hitachi Subaru von den folgenden Trainingseinheiten disqualifiziert. Ebenso disqualifiziert wird Saisho Kurai, da er sich unerlaubt in einen Kampf eingemischt und dadurch gegen die Regeln verstoßen hat.“ Kurai blinzelte einen Moment verwirrt den Aufseher an, dann wanderte sein Blick zu seinem Sensei, der sich gerade wieder erhoben hatte. „Das kann nicht ihr Ernst sein…“, gab dieser fassungslos von sich. Kurai musste plötzlich unwillkürlich grinsen – eigentlich hatte er erreicht, was er wollte, wenn auch durch andere Mittel. Er schüttelte also nur leicht den Kopf, dann legte er seine Hand auf den Unterarm seines Sensei. „Lassen Sie es gut sein Sensei“, gab er ihm –immer noch lächelnd- als Antwort. Dann drehte Kurai sich um und verließ langsam die Arena. „Wenigstens hat das hier jetzt ein Ende“, seufzte er. Als er den Ausgang fast erreicht hatte, hörte er schnelle Schritte hinter sich. Er drehte sich um und zweifelte im ersten Moment an seiner Wahrnehmung. Der Fremde von eben rannte hinter ihm her. „Wie konntest du mich disqualifizieren, hä? Was fällt dir eigentlich ein? Dich mach ich fertig…!“ Weiter kam er nicht, da er –anscheinend von seinen Teamkameraden, wie Kurai vermutete- aufgehalten wurde. Kurai legte den Kopf schief und musterte den Fremden erneut, diesmal ausführlich. Er überlegte einen Augenblick ob er antworten sollte, entschied sich dann aber dagegen. Wortlos drehte er sich um und ließ den Fremden in der Obhut seines Teams. „Soll er doch denken was er will“, dachte sich Kurai, während im Hintergrund immer noch wüste Beleidigungen und verbale Angriffe an sein Ohr drangen.

„Seit damals sind einige Jahre vergangen…“, murmelte der Fremde. „Ich habe die Schmach von damals nicht vergessen. Weißt du, ich hätte der Beste Ninja der Welt werden können, aber nach diesem Kampf gab mir niemand mehr eine Chance.“ Er machte eine kurze Pause. „Du hast alles zerstört: du hast mir meine Ehre genommen, mein Ansehen, meine Zukunft!“ Seine Stimme wurde lauter und eindringlicher. „Zeit, dir das gleiche zu Gute kommen zu lassen, was du mir angetan hast. Und mit ihm werde ich anfangen.“ Sein Blick fiel auf Saiki, der sich gerade in seinem Bett aufsetzte und verschlafen seinen Vater anblinzelte. „Genug der Vorstellung“, schallte Yashas Stimme durch Kurai´s Kopf. Einen winzigen Moment verschwamm Kurai die Sicht, dann wurde sein Blickfeld sonderbar klar. Er sah den Nuke-Nin und das Messer, welches in seiner Hand blitzte. Augenblicklich ließ er seinen Juha Reppushou auf den Angreifer los und sprang im selben Moment mit ausgestreckten Armen auf den Angreifer zu. Die Chakraklaue traf den Nuke-Nin frontal auf der Bust. Dieser schrie vor Überraschung und Schmerz kurz auf, während er samt der oberen Hausfassade vom Fensterbrett gefegt wurde und unsanft auf der Straße landete- die halbe Außenfassade auf ihm -während Kurai das Messer mit einer Hand davon abhalten konnte seinen jüngeren Zwilling ernsthaft zu verletzten. Einen kurzen Augenblick atmete er tief durch und stellte zu seiner Genugtuung fest, dass die Trümmer zwar teilweise im Kinderzimmer gelanget waren, aber die Zwillinge verfehlt hatten. Er vernahm kurz die Stimme seiner Frau im Hintergrund, die fassungslos auf das halb demolierte Kinderzimmer starrte. „Nimm die Zwillinge und bring sie in Sicherheit!“ rief Kurai, während er sich das Messer aus seiner Handfläche zog. Dann sprang er hinunter auf die Strasse: er hatte nicht vor dem seinem Gegner eine ernsthafte Chance zu geben damit dieser sich zur Wehr setzen konnte. Dieser hatte sich wieder aufgerappelt und sich von Teilen der Außenfassade des Hauses befreit, als ihn Kurais nächste Attacke traf. Ohne zu zögern hatte Kurai die ersten beiden Siegel geöffnet und dem Dämonenblut freien Lauf gelassen: das Akkichi zeigte bereits erste Wirkung und Kurai spürte, wie ihm zwei Reißzähne wuchsen, doch augenblicklich war ihm das völlig egal. Mit voller Wucht ging er erneut auf den Nuke los, diesmal mit Kaon Zenshi. Seine Hand füllte sich mit Feuer, und nachdem sein Schlag getroffen hatte hörte er mit Genugtuung die Schreie seines Gegners, Erneut öffnete Kurai zwei Siegel –diesmal zeigten sich dunkelblaue und dunkelrote Muster auf seinen Armen und seinem Gesicht. „Das hier wird nicht schnell vorbei sein, du wirst es nicht genießen, es wird nicht deine Erlösung sein“, zischte er dem Nuke zu. Dann bereitete er seine nächste Attacke vor: mit schnellen Fingerzeichen bereitete er sein Ryuuka no Jutsu vor. Es war Kurai völlig egal, ob danach der halbe Straßenzug in Flammen stand – er wollte einzig und allein diesen Nuke tot sehen- und dazu war ihm jedes Mittel recht. Kurai musste sich einen Moment sammeln, bevor er sich erneut dem Nuke zuwenden konnte. Auch der Flammendrache traf den Angreifer frontal und schleuderte ihn einige Meter nach hinten, wo er benommen liegen blieb. Kurai richtete sich auf und ging ruhig auf den Nuke zu. „Keine Kompromisse – keine Gnade“, raunte er dem Nuke zu, der sich noch nicht erhoben hatte. Mit kalter Miene öffnete er auch das letzte noch verbleibende Siegel: Kurai spürte die Kraft und Präsenz seines Dämons mit dem er sich ausnahmsweise mal einig war. Die Muster zogen sich nun über seinen kompletten Körper. Während er auf den Angreifer zuschritt sammelte er sein verbleibendes Chakra in seiner Hand. „Jetzt wird es ein Ende haben“, murmelte er in Richtung des Nukes, dann setzte er zu seinem finalen Schlag an. Mit aller noch verbliebenen Kraft und allen restlichen Chakrareserven schlug Kurai auf den immer noch am Boden liegenden zu. Er hörte das Knacken der Knochen und spürte, wie er auf harten Steinboden traf. Einen Moment verharrte Kurai in seiner halb knieenden Position, dann erhob er sich und starrte auf den Boden herab. Das Gesicht und der Hals des Nuke-Nin waren verschwunden – stattdessen blickte Kurai auf ein großes Loch im Boden, in dem die Überreste des Angreifers lagen. „Nie wieder“, murmelte er zu sich selbst, dann drehte er sich um und warf einen Blick auf sein Zuhause. Die Fassade oberhalb des Fensters zum Kinderzimmer fehlte und auch ein Stück des Dachstuhls, weswegen das Haus etwas instabil wirkte. Kurai seufzte, dann fiel sein Blick auf Akarui und die Zwillinge, die in der Haustür standen und in seine Richtung starrten. Er konnte den schockierten Gesichtsausdruck seiner Frau deutlich erkennen, die Zwillinge versteckten sich hinter ihren Beinen. Einige Augenblicke verharrte Kurai, dann schritt er langsam auf seine Familie zu. Als er vor ihnen stand entgegnete er: „Ich glaube wir brauchen eine neue Unterkunft, zumindest bis ich das Haus repariert habe…“ Kurai lächelte verlegen und entblößte dabei seine Reißzähne. Akarui musterte ihren Mann kritisch, dann nickte sie und fragte: „Wer war der Fremde?“ Kurai schüttelte kurz den Kopf, dann entgegnete er: „Unwichtig. Jetzt lasst uns gehen.“ Er schnappte sich einen der beiden Zwillinge, dann machte er sich auf den Weg zu seinem Vater. Dort würde sie sicherlich zumindest heute Nacht unterkommen und dann musste er dringend ein Wort mit Akira wechseln.


Veränderungen



Langsam trat Kurai aus der Tür des Krankenhauses. Mit tiefen Atemzügen atmete er die klaren, frische Morgenluft ein uns sah nachdenklich in Richtung des großen Baumes. Momente lang stand er regungslos da und betrachtete ihn gedankenverloren. „Der Baum hatte sich gut von dem Angriff erholt“, schoss es ihm durch den Kopf. Erneut flackerten Bilder des Angriffes ihn seinem Kopf auf: der Kampf gegen die Nuke-Nin, sein scheinbarer Erfolg, seine fatale Niederlage gegen den Fremden… und die Informationen, die er mittlerweile von seinem zurückgekehrten Bruder erhalten hatte: der Tod des Clowns, die Flucht Hitomis, der Verrat der Shibu. Unwisch schüttelte Kurai den Kopf und fuhr unwillkürlich zusammen, als Schmerzen seinen Körper durchfuhren. Leise seufzte er. „Bis wir das ganze auskuriert haben, sind wir so alt, dass uns keiner mehr haben will. Die Miko in allen Ehren, aber richtige Fortschritte sehen anders aus“, merkte Yasha leicht genervt an. Kurai warf seinem Dämon einen mahnenden Blick zu. „Ich finde die Fortschritte sind bemerkenswert. Wir sind noch am Leben und wir sehen gute Chancen auf eine komplette Genesung. Ohne die Miko…“ „Ich weiß, ich weiß…“ schnitt der Dämon ihm das Wort ab. „… ohne die Miko wäre dies eine Doppelbeerdigung.“ Der Dämon seufzte. Der einzige Grund, weshalb er das Krankenhaus verlassen durfte, war die Beerdigung seines Vaters – Saisho Mikomi – und das auch nur, weil Kurai als Sohn und vor allem als nachfolgender Clansführer dem ganzen offiziell beiwohnen musste. Es ging nicht nur um seine Anwesenheit, er musste auch sein Amt bestätigen. Yashas Laune sank auf den Nullpunkt. Es hatte Diskussionen gegeben, ob er tatsächlich ein geeigneter Nachfolger sei. Seine „Krankheit“ und die daraus resultierenden Ungewissheiten hatten seine Glaubwürdigkeit fraglich werden lassen. Keiner wollte sich bisher öffentlich gegen ihn äußern, aber dennoch waren die Gerüchte schnell bis zu ihm durchgedrungen. Er wusste auch genau, aus welcher Richtung die Vorwürfe kamen; es waren die Saisho, welche bereits mit seinem Vater uneinig waren. Zum einen befürchteten sie, dass Kurai seine Linie fortführen und damit den Clan in seinen Untergang treiben könnte, zum anderen sahen sie in dem jungen, kranken Saisho ein schwaches Glied ihres starken Clanes, welches als Führungskraft absolut untauglich war. Yashas Blick verfinsterte sich. Statt seine Heilung weiter voran zu treiben würde er sich mit dieser Sache aufhalten müssen. Erneut schüttelte er unwirsch den Kopf und spürte erneut Schmerzen. Mühsam stütze er sich einen Augenblick auf den eleganten Gehstock, den er im Augenblick noch zum Laufen benötigte. Verärgert verstärkte er seinen Griff um den Stock so sehr, dass man das weiß seiner Knöchel sehen könnte, hätte er keine Handschuhe getragen. Kurz richtete er seinen Blick auf den Boden, dann atmete der Dämon tief durch und entspannte er sich erneut. Als er den Blick hob bemerkte er eine bekannte Gestalt neben ihm. „Guten Morgen XXX-sama.“ Die Miko verbeugte sich kurz, ehe sie seinen Gruß erwiderte. „Seit ihr bereit für euren Ausflug?“ Mit kritischen Augen betrachtete sie den Saisho und musterte ihn von Kopf bis Fuß. Kurai konnte den Zorn seines Dämons spüren, doch dieser war mittlerweile klug genug geworden, sich nicht auf eine Diskussion mit der Miko einzulassen. Kurai hatte mit Engelsgeduld und unglaublichem Feingefühl erreicht, dass sie heute das Krankenhaus überhaupt verlassen durften und Yasha wollte auf keinen Fall diesen wichtigen Ausflug voreilig beenden – es war schon schlimm genug, dass er die Miko mitnehmen musste, doch alles andere wäre zu riskant gewesen. Kurai nickte kurz, dann machte er sich langsam auf den Weg. In einiger Entfernung hörte er einen leisen Donner. „Es sieht nach Regen aus, findet ihr nicht auch?“

Unglaublich genervt und ebenso unglaublich gelangweilt saß Yasha nach der Beerdigung mit den Trauergästen zusammen. Der Tag hatte bereits schlecht begonnen und war im Laufe der Zeit nicht besser geworden. Jetzt saß er am gleichen Tisch wie Akira, Haruko Miyazaki – das Staatsoberhaupt Takis, Popo-san, der Miko und weiterer angesehener Mitglieder Takis und des Saisho-Clans. Seine Trauerrede hatte er bereits hinter sich gebracht, ebenso wie seine Rede als Nachfolger und neuer Clansführer der Saisho. Er hatte viele Zweifel ausräumen und so ziemlich alle bösen Stimmen verstummen lassen… doch die Blicke… Sie alle musterten ihn mehrmals und so mancher benutzte auch das Karyudogan um sich sicher zu sein, wen sie tatsächlich vor sich hatten. Diese Blicke machten den Dämon wahnsinnig und rasend vor Zorn; allein Kurai war es zu verdanken, dass Yasha der Kragen noch nicht geplatzt war. Auch jetzt, obwohl kein Zweifel mehr an seiner Identität bestand, starrten sie ihn an und flüsterten. Yasha seufzte, ehe er sich erhob und sich kurz entschuldigte. Mit würdevollen Schritten, soweit es der Gehstock zuließ, durchquerte er den Raum und trat schließlich hinaus ins Freie. Innerhalb weniger Augenblicke waren der Mantel sowie die Haare des Saisho durchnässt von dem immer noch niederprasselnden Regen. Yasha ging einige Schritte, eher er sich in der Nähe eines Nebengebäudes unterstellte. Seufzend betrachtete er sein Spiegelbild in einem der Fenster. Das Aussehen des jungen Saisho hatte sich seit der Zerstörung seines Chakranetzwerkes verändert. In der Tat war Kurai fast nicht wieder zu erkennen, einzig seine Hautfarbe, der Klang seiner Stimme und der Ausdruck seiner Augen war geblieben. Seine einst unterschiedlich blauen Haare, waren einem satten dunkelblau mit dunkelroten Strähnen gewichen; seine Reiszähne waren nicht wieder zurückgegangen, an seinem Hals, sowie an weiteren Stellen, sah man dunkelrote Tribals sich über seinen Körper ziehen. Doch das, was sich allen – ob Saisho oder nicht – am Meisten einprägte, waren die Augen des Saisho: seine Pupillen waren immer noch schwarz, doch das weiße seiner Augen war einem dunkelrot gewichen. Die Menschen Takis, ob Shinobi oder nicht, wichen vor ihnen zurück und Kurai spürte die Furcht ihn ihnen; und mit der Furcht kam die Angst, Angst vor dem mysteriösen und zugleich faszinierenden Monster, dass sie betrachteten. Gedankenversunken starrte Yasha in das Fenster, als sich von hinten eine Hand auf seine Schulter legte. Ruckartig fuhr der Dämon herum und hielt plötzlich inne. „Du solltest es besser wissen…“ sprach er mit leicht irritiertem Tonfall seine Frau an. Akarui lächelte, während sie ihre Arme um Yasha schlang und ihren Kopf an seine Schulter anlehnte. Der Dämon schloss die Augen und räumte das Feld – langsam legte Kurai seine Arme um seine Liebste. „Ich hätte dich verletzen können…“ flüsterte er, ehe er sich dazu entschloss, den Augenblick der Ruhe und Entspannung auszukosten. Nach einigen Momenten löste er sich aus der Umarmung und richtete seinen Blick in Richtung des Haupthauses. „Du solltest mit mir zurückkommen, man sucht dich bereits und macht sich erste Sorgen.“ entgegnete sie ihm mit einem leichten Augenzwinkern. „Ich weiß, ich weiß… ich hoffe das Ganze ist bald vorbei, allmählich verliere ich die Geduld mit ihnen.“ Er seufzte leise, dann spürte er erneut Akaruis Hand auf seiner Schulter. Ohne weitere Worte zu verlieren machten sie sich auf den Weg.


Ein neues Leben



Außer Atem stand Kurai auf einem der unteren Äste des großen Baumes. „Es ist doch wirklich fast schon unglaubwürdig, was dieser fette Kerl an Ausdauer und Kampfkraft aufbringen kann…“ murmelte Yasha. „Das hab ich gehört!“ bekam er als Antwort, ehe ihm etwas von hinten ins Kreuz sprang. Fluchend wurde der Dämon nach vorne geschleudert, fing sich jedoch mit den Händen ab und trat seinem Angreifer mit Schwung in den Unterbauch, sodass dieser von ihm abließ. Mit einem leisen klicken fuhren die beiden verborgenen Klingen aus den Schuhspitzen des Saisho. Der Angreifer hatte sich abgerollt und war neben Yasha auf einem anderen Ast aufgekommen. Er wollte erneut einen Angriff ausführen, doch der Dämon war schneller: mit einer geschickten Kombination aus einem Handschlag mit einem Kunai und diversen Tritten in schneller Abfolge bohrten sich die beiden Klingen aus Yashas Schuhen zunächst in die Schulter und in die Seite des Halses seines Angreifers. Mit Schwung ließ der Dämon sich auf die Seite fallen und schlitzte damit die Schulter und die Kehle seines Gegners auf. Mit einem leisen Puffen verschwand dieser in einer Rauchwolke und Yasha kam erneut auf die Beine. Doch viel Zeit um sich zu erholen blieb ihm nicht. Noch während er die Klingen in seinen Schuhen wieder einfahren ließ wurde er erneut angegriffen. Mit einem kräftigen Schlag durchschnitt die geschliffene Klinge den Hals und trennte den Kopf des Angreifers von dessen Schultern, welcher auch zugleich in einer Rauchwolke verschwand. Yasha hatte den Angreifer im Vorfeld wahrgenommen und wusste, dass er von hinten überrumpelt werden sollte, doch die Reaktion des Dämons war schneller gewesen. Jetzt jedoch sah Yasha sich von mehreren Gegnern umzingelt. Der Dämon wählte den schnellsten Fluchtweg und sprang die Äste nach oben. Zahlreiche Angriffe musste er abwehren und nicht immer war er schnell genug; mehrfach durchbrachen die Angreifer seine Verteidigung und fügten ihm leichte Verletzungen zu, ehe die Gruppe durch die oberen Äste brach. Yasha setzte sich verbissen zur Wehr, doch die Zahl seiner Gegner war groß, als das er einen Sieg davon tragen konnte. Schlussendlich blieb ihm keine andere Wahl und er wechselte mittels Kawarimi seine Position. In diesem Augenblick beendete Popo-san das Training. „Wer hätte gedacht, dass du aufgeben würdest.“ warf er Yasha an den Kopf, welcher neben ihm aufgetaucht war. Schwer atmend verzichtete der Dämon auf eine Antwort und würdigte seinen Trainer stattdessen mit einem bösen Blick „Jetzt mal nicht so eingeschnappt. Es war dein Wunsch zu trainieren…“ „Und dein Wunsch, dass ich dich als Trainer annehme.“ entgegnete Yasha. Der Dämon atmete tief durch, dann richtete er seinen Blick auf Popo-san. „Habe ich dich etwa überfordert? Ich habe nur gefordert, dass du kein Ninjutsu verwendest.“ warf dieser ihm amüsiert an den Kopf. Die Regel war einfach: Popo-san wählte eine Fähigkeit aus, welche der Saisho nicht verwenden durfte und der Kampf begann – wenn der kritische Punkt erreicht war zog der Saisho sich mittels Kawarimi zu einem vereinbarten Punkt zurück. „Das sicherlich nicht, ich finde die Trainingsmethoden ganz witzig, manchmal sind sie sogar eine Herausforderung.“ entgegnete Yasha entspannt. Einen Augenblick sahen die beiden Shinobi sich an, dann ergriff Popo-san das Wort: „Wenn es dich amüsiert, wirst du das nächste Training sicherlich noch viel witziger finden.“ Yasha hob abwehrend eine Hand. „Erspar dir weitere Worte.“ Der Dämon grinste. „Für heute ist das Traininge beendet.“ „Sprach der Schüler zu dem Meister…“ unterbrach ihn Popo. „Ich glaub ich habe dir mehr zugesetzt als es den Anschein machte. Das Training hat gerade erst angefangen.“ Immer noch grinste der Dämon und schüttelte leicht den Kopf. „Nicht doch, nicht doch. ‚Das hast du gut gemacht, jetzt erhol dich von den heutigen Strapazen und morgen geht es in aller Frische weiter’, wären die richtigen Wort aus deinem Mund.“ entgegnete er. Einen Augenblick sah Popo den Dämon an, als ob dieser seinen Verstand verloren hätte. „Willst du mir ehrlich weiß machen, dass du am Ende deiner Kräfte bist?“ „Das habe ich nie behauptet, lediglich, dass der heutige Trainingstag am Ende ist. Ich habe noch anderes zu tun, dementsprechend werde ich mich jetzt verabschieden.“ Ohne auf eine weitere Antwort zu warten ließ der Dämon sich von den oberen Ästen in fallen. Mit eleganten Bewegungen wich er Ästen aus, ehe er sich abfing und mit einer fließenden Bewegung auf dem Boden landete. Dort angekommen empfing ihn bereits Popo. Kurz betrachtete ihn der Dämon, dann fragte er: „Kann ich noch etwas für dich tun?“ „Oh da gäbe es so einiges… aber da die ‚Strapazen’ wohl ein bisschen viel für den kleinen Dämon waren will ich dich heute nicht weiter stressen und wir sehen uns ‚in alter Frische’ morgen früh um halb fünf wieder hier.“ „Moment mal…“ Doch Popo war bereits verschwunden. „Ich glaub dem hackts…“ entfuhr es dem Dämon. Kurai grinste innerlich. Bevor sich der Dämon weiter aufregen konnte vernahm er die ihm bekannten Stimmen. Seine beiden Söhne kamen auf ihn zugestürmt. Kurz überprüfte der Dämon seine Blessuren in der Wasserspiegelung: einige oberflächige Kratzer, ein oder zwei tiefere Schnitte und ansonsten die üblichen blauen Flecken und kleinere Blessuren. Der Dämon seufzte, ehe er sich zurück zog und Kurai das Feld überließ. Für Familienangelegenheiten war er am Zug – ab und an auch im Kampf, wenn Yasha einen nicht so guten Tag hatte. Der Dämon zog sich zurück und sinnierte über den Verlauf des Trainings, während Kurai sich seinen Kindern und seiner Frau widmete. Mit Zweifeln in den Augen betrachtete Akarui ihren Mann. „Mir gefällt das hier nicht. Denkst du nicht, dass das Training ein wenig zu weit geht?“ Kurai umarmte seine Frau. „Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Die Verletzungen sind alle nicht schlimm… mach dir keine Sorgen, dass ist nicht gut für dich.“ Sanft strich Kurai mit einer Hand über Akaruis Bauch. „Du meine Güte Kurai, ich bin erst im 3. Monat und nicht hochschwanger…“ Sie lächelte. Mehr aus Instinkt sowie Reflex lächelte Kurai zurück: ihre erneute Schwangerschaft hatte ihn hocherfreut und zugleich in tiefe Trauer gestürzt. Er wusste was vor ihm lag, er wusste um die Gefahren, die höchstwahrscheinlich nicht nur ihm drohten. Am Anfang hatten ihn die Sorgen fast wahnsinnig werden lassen: Nächte lang hatte er keinen Schlaf gefunden und darüber nachgedacht, wie es weiter gehen sollte – doch dann war er zu Besinnung gekommen. Die Tatsache, dass Akarui erneut höchstwahrscheinlich Zwillinge erwartete, und die damit verbundene Vorfreude überwogen seine Sorgen und er hatte beschlossen, das Ganze zunächst auf sich beruhen zu lassen. Wenn die Zeit kam, würde er sich damit befassen, doch momentan ließ er die Dinge auf sich zukommen.

Nachdenklich sah Popo-san dem Saihso nach. Irgendetwas an dem jungen Saisho war seltsam. Popos Hauptsorge war zu Beginn gewesen, dass Kurai seiner Aufgabe als neuer Clanshüter nicht gerecht werden konnte – aus mehreren Gründen. Je mehr er mit ihm trainierte, desto mehr keimte in ihm der Verdacht auf, dass Kurai sich zwar der Verantwortung bewusst war, jedoch im Zweifelsfall nicht in der Lage war, die Situtaion unter Kontrolle zu bringen. Dies war in Popos Augen auch etwas, was er mit dem Saisho nicht trainieren konnte. Popo wusste, dass der Saisho „zwiegespalten“ war, doch er konnte noch nicht abschätzen, welche Persönlichkeit wann zum Zuge kam; heute hätte er schwören können, dass er mit Kurai trainierte, doch schnell war ihm klar geworden, dass wohl dessen Dämon die Führung übernommen hatte. Popo grübelte schon seit Beginn des Trainings, wie und wann die Persönlichkeiten kippten, doch ein Muster war bisher nicht zu erkennen. „Was solls…“ murmelte er. Solange der Saisho weiter solche Fortschritte machte und Popo ihn mit immer weiteren „Spielchen“ aufziehen konnte machte ihm das ganze keine Sorgen. Popo-san trainierte mit Kurai in den Bereichen Ninjutsu, Taijutsu und legte dabei auch ein besonderes Augenmerk auf seine körperlichen Werte, die allesamt deutlich hinter seinen anderen Leistungen zurück standen. Der junge Saisho wirkte nicht wie jemand, der dazu tendierte gleich Amok zu laufen. Ein Schaudern überlief ihn, als er an den ein oder anderen Geschwisterteil von Kurai dachte… Mit einem leisen „Puff“ löste der Kage Bunshin sich auf und brachte die erworbenen Informationen zu seinem eigentlichen Selbst.


Veränderungen


Irritiert hielt Kurai inne. Sein Schwert hatte kurz vor Akiras Brust gestoppt. „Gut gemacht Kleiner.“ entgegnete ihm Akrira lächelnd, während Kurai seine Waffe langsam sinken ließ. „Was zur Hölle? Wir hätten sie beinah…“ „Ich weiß…“ Kurai neigte leicht den Kopf, ehe er antwortete: „Anscheinend hab ich dich überrascht…“ „Ganz so einfach mache ich es dir dann auch wieder nicht.“ erwiderte sie immer noch grinsend. Langsam steckte Kurai seine Waffe zurück in seine Scheide. „Lektionen werden nicht nur mit Waffen eingeübt.“ Leicht streckte Akira sich, dann setzte sie sich auf den Boden und lehnte sich an den Stamm des großen Baumes an. Ein Lächeln schoss über Kurais Gesicht. „Ich bin der Letzte, dem du so was beibringen musst.“ Kurz grinste er und entblößte dabei seine Reiszähne. „Natürlich gilt das auch für meine „bessere Hälfe“.“ Leise seufzte er, als er sich zu ihr setzte. „Ab heute werden wir dein Training ein wenig abändern. Du brauchst niemanden, der dich in den Künsten des Waffenkampfes schult. Die wahren ANBU-Techniken, die dir hilfreich sein dürften, sind diejenigen, welche sich im Verborgenen abspielen: verbergen, Spuren verwischen, unauffälliges anpirschen… solche Sachen.“ Nachdenklich sah sie in die Baumspitzen. „Ich denke, ich weiß auch schon, wie ich dir damit weiterhelfen kann. Aber damit fangen wir morgen an. Ich habe heute noch anderes zu erledigen.“ Mit diesen Worten erhob sich Akira. „Morgen, gleiche Zeit, gleicher Ort… mal schauen, ob du mich findest.“ Sie grinste ihn herausfordernd an, dann wandte sie sich zum gehen. Kurai nickte nur zustimmen und sah ihr schließlich schweigend nach. Er seufzte, ehe sich Yasha zu Wort meldete. „Also mal ehrlich. Was sollte denn dieser Abgang? Diese fadenscheinige Begründung?“ Nachdenklich neigte Kurai den Kopf hin und her, völlig in Gedanken versunken. „Ich muss dir Recht geben, irgendetwas stimmt nicht. Aber ich bin mir noch nicht sicher was… mir scheint, dass sie sich um körperliche Anstrengung drückt.“ „Wir sollten das im Auge behalten…“ „Und Nachforschungen anstellen.“ Langsam erhob sich Kurai. Der Tag war noch jung und für heute hatte er keine weiteren Trainingseinheiten anstehen. Gemütlich machte er sich auf den Weg zurück zum Anwesen des Clanes. Er hatte noch ein wenig Papierkram zu erledigen, aber den Großteil des Tages würde er mit seiner Familie verbringen. Ein Lächeln flog über das Gesicht des jungen Saisho, während er durch die Straßen Takis schlenderte.
Saisho Kurai Kurai´s Jutsu Kurais Tiger


The hardest part of Ending is starting again...


Intro Outro Attentat

Kurai sagt
Kurai denkt
Yasha sagt
Yasha denkt

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Saisho Kurai« (14. März 2010, 13:33)

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