Mittwoch, 14. November 2018, 06:50 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

1

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 22:38

Die Brücke

[PP: Kneipe zum rollenden Regenfass]

"Eine Schande, dass kein Genin aus Iwagakure die Prüfung bestanden hat. Wenn ich mir diese kleinen Blagen so ansehe ist das aber auch kein Wunder...", maulte Tetsu grimmig, während er an der Seite seines Kage die Brücke, welche über einen tiefen Kanal hinweg aus Amegakure herausführte, überschritt. Seufzend verdrehte Daichi die Augen. "Ich hab von deinem kleinen... Zusammentreffen gehört. War das alles wirklich notwendig?" "Die kennen keinen Respekt und wenn ihr eigener Sensei ihnen keinen verschaffen kann, dann muss das eben jemand anderes tun!", entgegnete der Teitai selbstsicher. "So ist es mir fast lieber, dass sie keine Chuunin werden." Auch wenn dies lange vor seiner Amstzeit geschehen war freute sich der Kage darüber, dass sein Vorgänger dem Oi-nin nie ein Genin-Team gegeben hatte. Es graute dem Mann schon bei dem Gedanken daran, dass Tetsu im ungefähren Alter gewesen war das er sein eigener Sensei hätte sein können. Dies war wirklich niemandem zu wünschen. "Das ist momentan nicht wirklich meine größte Sorge.", erklärte Daichi jedoch und befreite sich von der beängstigenden Vorstellung unter dem ständig über irgendwas maulenden Mann zu trainieren. Diese Angriffe hatten ihn beunruhigt, auch wenn er dies auf dem Treffen natürlich möglichst für sich behalten hatte. Schwäche zu zeigen war nicht der Stil Iwagakures. Trotzdem war einer ihrer Shinobi verschwunden und es ging dem Kage nicht aus dem Kopf, dass dies vielleicht enger mit dem Angriff auf Amegakure verbunden sein könnte, als es ihm lieb war. Wenigstens war das von ihm als Genin-Truppe eingeschleuste Anbu-Team der ganzen Sache unerkannt entkommen. Auch wenn sie ihr Ziel in der Prüfung versteckte Hekiougi aufszuspüren wohl nicht erreicht hatten, würden vielleicht wenigstens ihre Erkenntnisse mehr Aufschluss darüber einbringen was an jenem Tag tatsächlich passiert war. Tetsus Ermittlungen im Dorf selbst waren immerhin leider relativ ertraglos abgelaufen. Das Oberhaupt hatte Vertrauen in die Fähigkeiten des Oi-nin. Es ließ sich also praktisch ausschließen, dass ihr Kamerad noch in Amegakure war.
Nachdem die kleine Gruppe schweigend die Brücke überquert hatten und auf jene Straße trat, die sie nach Hause führen sollte, richtete sich der Kage an seine andere Leibwache. "Jinai, was hälst du von dieser ganzen Situation? Was ist deine Meinung?" Mit skeptischen Blick schaute Tetsu an Daichi vorbei zu der jungen Oi-nin. Auch wenn er selbst sicherlich nicht um ihre Einschätzung gebeten hätte, so interessierte es ihn doch zu hören was sie zu sagen hatte. Noch wusste er nicht so recht was er von der Kunoichi zu halten hatten. Ein jeder, der sich für die Position als Jagd-Ninja entschied hatte sogleich seine Sympathie und offenbar die richtige Einstellung, doch machte das einen noch lange nicht kompetent.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Teitai Tetsu« (21. Dezember 2011, 22:43)

  • Zum Seitenanfang

Kototeki Jinai

For Inari's sake!

Beiträge: 50

Geburtstag: 27. März 1996 (22)

0 Auszeichungen

2

Donnerstag, 22. Dezember 2011, 17:35

Jinai hatte den Tsuchikage die gesamte Reise begleitet und während der Versammlung - wie es sich für eine Leibwache gehörte - an seiner Seite verweilt und jetzt befand sich die Gruppe auf den Heimweg.
Sie war jedoch leicht verwundert, als Tetsu seinen leicht ausfälligen Kommentar beigesteuert hat, doch sie war sich relativ sicher, dass dies kein spontaner Ausrutscher war, sondern fiel mehr ein geplantes Manöver - welchen Sinn es auch hatte -, jedenfalls stieß er dann später wieder zum Kage und Jinai, um als Eskorte zurück in das Dorf Iwagakure zu fungieren.
Während sie dabei waren, die Brücke zu überqueren, schaltete der Oi-Nin-Neuling etwas ab, die Sinne jedoch immernoch geschärft genug, um einer plötzlich auftauchenden Gefahr zu fungieren. Sie entließ einen kleinen, kaum hörbaren Seufzer, während sich ihr Kollege und ihr Dorfoberhaupt austauschten. 'Dieses Land hat keine Sonne, was?' dachte sie trocken, als sie mit einem Blick gemischt aus Verachtung und Frust in den verhangenen Himmel guckte, der ihnen Wassertropfen en masse entgegenkommen ließ, als würde der Wasserstrom nie enden.
Leicht außer Fassung gebracht, drehte sie ihren Kopf zu den anderen und entgegenete ein neutrales "Hm?", als man sich zu ihr wandte. "Nun ja.." fing sie an, nahm einen tiefen Atemzug, welcher ihr als kleine Pause zum Sammeln und Formulieren diente. "Ehrlich gesagt, weiß ich nicht ganz, was ich hiervon halten soll, und ich wage nicht wirklich, ein klares Urteil zu fällen. Jedoch finde ich es mehr als beunruhigend, dass eine große Veranstaltung wie die Chuunin-Auswahl-Prüfung mit einer fast schon überraschenden Aktion wie der solchen gestört werden kann, und vorallem, dass dabei ein Shinobi aus unserem Dorf verschwindet.", fuhr sie fort, mit einer - jedenfalls ihrer Meinung nach - gut gewählten Auswahl gesammelter Gedanken. "Ich frage mich nur, wie der weitere Lauf der Dinge aussehen wird, wenn wir uns nun mit gezielten Aktionen einer Nuke-Nin-Organisation herumschlagen müssen. Oder was wäre, wenn dies ein getarnter offensiver Akt eines Dorfes sein würde? Für mich bahnt sich nur eine Art von Umsturz an, entweder einen Feind à la Nuke-Nin, oder sogar eine internationale, außenpolitische Krise. Man sollte sich nur an den Fakten orientieren und keine voreiligen Schlüsse ziehen oder Verschwörungstheorien aufstellen, das bringt keinen weiter." Mit einem leichten Lächeln wartete sie auf die Reaktion ihres, sozusagen, "Sensei" und des Tsuchikage, dabei hoffend, in ungefähr die Antwort geliefert zu haben, die einen auch zufrieden stellt, während die Gruppe sich ihren Weg über die Brücke, durch das verregnete Ame no Kuni bahnte.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kototeki Jinai« (23. Dezember 2011, 09:05)

  • Zum Seitenanfang

Teitai Tetsu

Doro Sennin

Themenstarter Themenstarter

3

Samstag, 24. Dezember 2011, 00:42

"Ja, voreilige Schlüsse zu ziehen und vorschnell zu handeln wäre ein schwerer Fehler.", bestätigte der Kage die Aussage der jungen Oi-nin zufrieden. "Wir können noch nicht wissen was sich wirklich hinter all dem verbirgt." Tetsu nickte zustimmend. Jinai hatte einen wichtigen Punkt getroffen, es standen mit Sicherheit einige Ereignisse bevor, die die Shinobiwelt in ihren Grundfesten erschüttern konnten. Allerdings hatte der Teitai nicht vor es so weit kommen zu lassen, zumindest nicht für Iwagakure. "Für gewöhnlich bin ich immer dafür so schnell und entschlossen zu handeln wie möglich, aber auf die anderen Dörfer ist kein Verlass. Wir sollten deshalb sofort unsere eigenen Nachforschungen beginnen, um dann mit aller Kraft zuzuschlagen." "Wir dürfen eine Zusammenarbeit mit der Dörfergemeinschaft nicht ausschließen, auch wenn es bei all den gegenseitigen Verdächtigungen Fragen zu ihrer Loyalität der gemeinsamen Sache gegenüber gibt.", belehrte der Kage den bärtigen Oi-nin. Seiner Meinung nach war Tetsu in diesen Belangen bei weitem zu zynisch. "Pah! Die kleinen Dörfer versuchen sich durch die fünf großen Nationen beschützen zu lassen, weil ihnen sebst dafür die Kraft fehlt, während die großen dies ausnutzen um ihre eigenen Ziele zu verfolgen. Wirklich sicher kann man nie sein, wenn man sich auf diese Schwächlinge verlässt." Der Tsuchikage seufzte leicht erschöpft. Eine Diskussion mit dem Teitai über die politische Lage würde keine Früchte tragen. Dem Mann fehlte jegliches diplomatisches Gespür und seine Feindseligkeit gegenüber den anderen Nationen war durch seine Erfahrungen im Krieg so stark ausgeprägt, dass sich mit ihm nicht reden ließ. Als Berater machte ihn das vollkommen ungeeignet. "Wenn es nach dir ginge würden wir uns wohl wie der Raikage komplett zurückziehen und nur für uns selbst kämpfen." "Verdammt richtig!", besttigte Tetsu die Annahme seines Kage lautstark. "Auch während dem Krieg hat er nicht nachgelassen und versucht sein Dorf mit allen möglichen Mitteln von der Besatzung Shin Konohas zu befreien. Das ist etwas, dass ich respektieren kann. Auch wenn er natürlich überhaupt erst durch seine Inkompetenz das Dorf nicht zu halten in diese Lage geraten war..." Daichi schüttelte den Kopf. "Lass ihn bloß nicht zu viel auf dich abfärben, Jinai. Wenn du immer das Gegenteil von dem machst was er sagt, dann wirst du vielleicht noch irgendwann sein Kage. Obwohl ich dir nicht wünschen würde dich mit ihm rumschlagen zu müssen...", erklärte das Oberhaupt im Scherz und beugte sich dabei leicht zu der jungen Oi-nin hinüber, als ober er ihr zuflüstern würde. Der Teitai stampfte indess um so grimmiger den nassen Weg entlang und gab ein unzufriedenes Grummeln von sich.
  • Zum Seitenanfang

Kototeki Jinai

For Inari's sake!

Beiträge: 50

Geburtstag: 27. März 1996 (22)

0 Auszeichungen

4

Samstag, 24. Dezember 2011, 10:43

Es war eindeutig zufriedenstellend, zu hören, wie der Kage ihre Meinung respektierte und stattdessen ihren eingefleischten, erfahreneren Oi-Nin-Kollegen ein wenig die Leviten las. Sie musste sogar ein wenig kichern, als ihr Dorfoberhaupt sagte, wie sie sich verhalten müsste, um demnächst Tetsu's Boss zu werden, auch wenn sie leicht erröten musste. "Ich habe keine wirklichen Ambitionen auf dieses Amt, Kai-sama, aber Danke für den Hinweis." erwiderte sie höflich, die Mundwinkel immernoch - wenn auch mit leichter Mühe - nach oben gezogen, was durch den Zwang fast schon ein wenig grotesk aussah. 'Ich möchte einfach nur nach Hause..' dachte sie, der ständige Regen ging der sonnen- und hitzeverwöhnten Frau aus den hohen Felsplateaus im Nordwesten ziemlich auf die Nerven.
Sie bemühte sich, ihr Tempo so einzustellen, damit es nicht so aussah, als ob sie unbedingt zu Tetsu wollte, aber auch wiederum so schnell, dass sie den Daichi dazu bewegen konnte, sein Tempo auch etwas zu erhöhen. Es klingt wie eine Nichtigkeit, doch wenn man auf einer Mission mit dem Kage unterwegs ist, zählt jede Nichtigkeit, nicht wahr?

Doch das, was Tetsu vorhin von sich gab, gab ihr zu denken. 'Wie sollte Iwagakure jetzt handeln? Dass die kleinen Nationen von den großen Nationen, die sie beschützen, abhängig sind, ist klar. Die Frage ist, ob wir uns lieber auf uns selbst verlassen sollten, oder auf andere Dörfer. Man kann nicht allen anderen Dörfern trauen, das ist das Problem, und jeder Fehler beim Herausfinden der Vertrauenswürdigkeit kann politisch und dann vielleicht sogar militärisch ein böses Nachspiel haben.' Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung bestand jedoch auch, zumal, da niemand genau wusste, was hinter diesem Angriff steckte. Der Aufruhr würde dann beginnen, sobald die ersten Dörfer Forderungen stellen und Konflikte auftreten, nur wo der Aufruhr endet, das war vorerst unklar, soviel war sicher. Ein neuer großer Ninja-Krieg lag hoffentlich nicht im Bestreben einer jeden Nation, wenn doch, würde dieser wohl folgen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Kototeki Jinai« (24. Dezember 2011, 15:12)

  • Zum Seitenanfang

Ähnliche Themen