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Kototeki Jinai

For Inari's sake!

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41

Sonntag, 5. Oktober 2014, 19:19

Die beiden verwandelten Oi-Nin aus Iwa warteten, bis sie ungestört waren, bevor sie das so eben stattgefundene Gespräch erörtern. Tetsu schien jedenfalls optimistisch. Jinai war jedoch ein wenig mulmig bei der Sache. "In der Tat, sehr interessant. Ich sehe kein wirkliches Weiterkommen in unserer Mission, ohne diese Spur zu verfolgen.", urteilte sie, als 'Kyo' getarnt, während ihr Blick zu Tetsu wanderte, leicht kritisch. "Ein wenig zu interessant. Es mag sein, dass meine Fantasie mit mir durchgeht, aber es hört sich ein bisschen zu sehr wie im Bilderbuch an. In der ersten Linie sollten wir vorsichtig sein, dass unsere Tarnung unter keinen Umständen auffliegt, ansonsten könnte das ganz schnell unschön werden. Aber im Allgemeinen sollten wir genau so mitspielen, wie sie es von uns erwarten würden." Sie war gespannt, ob ihr Begleiter ihren Gedankengang teilte und es als scharfen Spürsinn betrachtete, oder doch einfach als paranoid verwarf. Vorzuschlagen, diese Gelegenheit nicht beim Schopf zu packen und es noch vorsichtiger anzugehen, würde er wahrscheinlich kaum tun, so gut, dachte sie, würde sie ihn dann doch schon einschätzen können.
"Eine subtile Geste, die dem jeweils anderen signalisiert, dass das eine Falle ist oder wir aufgeflogen sind, wäre nützlich. Ansonsten sollten wir versuchen, aus unserer Begleitung vielleicht noch das ein oder andere Detail rauszukitzeln - wenn wir die richtigen Fragen stellen, stoßen wir eventuell auf eine weiterleitende Spur zu Takeo oder den Entführern." Gemeinsam erhoben sich die Kototeki und der Teitai und sie verließen die schäbige Hütte. "9 Uhr..wir haben noch Zeit. Glaubst du, wir können in der Zeit noch irgendetwas Sinnvolles in Erfahrung bringen?", fragte Jinai. Sie hoffte jedenfalls, bis zum vereinbarten Zeitpunkt nicht einen Fuß in die Taverne setzen zu müssen. Man hätte sich in den höheren Ebenen des Dorfes umsehen können, jedoch war es fragwürdig, dort auf etwas zu stoßen - Die Einwohner dort wären entweder rechtschaffende Bürger oder die größeren Fische, die ohne entsprechende Vorarbeit dazu tendieren, nahezu unantastbar zu sein, selbst schon für die einheimischen Kräfte, geschweige denn, für zwei Undercover Shinobi aus einer fernen Nation.
Jinai überprüfte, ob mit ihrem Henge no Jutsu noch alles in Ordnung war und ließ ihren Blick über die Verwandlung ihres Kollegen huschen. Es war noch alles intakt und sie mussten damit rechnen, dass Hands-im-Glück (ein wunderbares Wortspiel, fand die Kunoichi) ein Paar neugierige Augen dazu abgesetzt hat, die beiden Neuankömmlinge zu überwachen. Nachdem das weitere Vorgehen bis zum Treffpunkt an der Taverne geklärt war, nickten Kyo und Gin sich zu und machten sich auf den Weg.
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42

Samstag, 11. Oktober 2014, 16:10

Tetsu pflichtete seiner Kameradin mit einem nicken bei. Eine gesunder Portion Misstrauen war in ihrer Beschäftigung als Oi-nin lebenserhaltend. Die Situation, die sich herausgebildet hatte war wirklich fast schon ein wenig zu praktisch. Dieses Risiko musste jedoch eingegangen werden. Selbst die kleinste Chance, dass es sich hier um eine legitime Spur handelte, musste verfolgt werden. Weitere Untersuchungen vorzunehmen hielt der Teitai aber ebenfalls für überflüssig. Mögliche neue Informationen schienen das Risiko nicht wert die daraus resultierende Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Für den Moment war es klüger die Füße still zu halten und sich nicht die bereits bestehende Möglichkeit zu verbauen.

Überpünktlich fanden sich die beiden getarnten Oi-nin am vereinbarten Treffpunkt ein. Sie schwiegen während sie auf die Ankunft ihres Kontaktmannes warteten. Selbst Tetsu spürte eine gewisse Anspannung. Er hätte ähnliche Operationen natürlich schon öfters durchgeführt, doch lastete dabei stets ein gewisser Druck auf ihm. Er sorgte sich nie um eine kämpferische Konfrontation, aber die Gefahr Informationen zu verlieren, da man frühzeitig aufflog, nagte an ihm. Einen Gegner zu besiegen fühlte sich immer vergleichsweise einfach an. Deshalb war dem Teitai die angriffslustige Art von Nuke-nin auch stets am liebsten gewesen. Er wollte nicht den Nervenkitzel der Jagd bestreiten, doch war die Spurensuche nie seine größte Stärke gewesen.
Zum Glück kam die Spur dieses mal auf ihn in Gestalt einer jungen Frau auf ihn zu anstatt sich suchen zu lassen. Es war nicht unbedingt die Art von schmierigen Gesellen, den er erwartet hatte, doch war ihm über seine lange Karriere bewusst geworden, dass Äußerlichkeiten herzlich wenig bedeuteten. Bewusst überließ Tetsu Jinai die anfänglichen Begrüßungen. Sicher war das Rangverhältnis der vermeintlichen Verbrecher weitergeleitet worden. Nach einem kurzen Gespräch fing ihre Begleitung an sie weg von jeglicher Zivilisation zu führen. Während der Regen weiter auf sie hernieder prasselte achtete Tetsu auf ihre Umgebung. Bisher war er nicht in der Lage irgendwelche Feinde zu erkennen. Vorsichtshalber hatte er aber sein Toumin no Jutsu aktiviert um vermeintliche Sensoren zu täuschen. Die Mission war zu wichtig um irgendwelche Risiken einzugehen. Handelte es sich hier wirklich um den Zugangsweg der Angreifer auf die Chuunin-Prüfungen konnte sie alles erwarten.
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Kototeki Jinai

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43

Samstag, 11. Oktober 2014, 18:11

Sowohl Tetsu als auch Jinai entschlossen, keine weitere Informationsbeschaffung zu versuchen, während sie auf den Beginn ihres Schmuggeljobs warteten, da sie diese für weder zeit- noch aufmerksamkeitseffizient hielten. Mit nichts Besserem zu tun, lungerten sie somit für den Rest des Tages in der Nähe der Taverne herum.
Pünktlich zur vereinbarten Zeit kam eine junge Frau zu ihnen herüber, welche wohl der von Arata bestellte Kontaktmann zu sein schien. Sie stellte sich den beiden undercover Oi-Nin als Meisu vor und Jinai wiederholte ihren und den Namen ihres Kollegen. Der Tatsache, dass sie sich gleich an Jinai wandte, war zu entnehmen, dass sich das kleine Machtspielchen in der Taverne von vorhin herumgesprochen hatte. So würde die Kototeki wohl das Reden für den Rest der Mission übernehmen.
Ohne viel zeit zu verschwenden, machte sich die kleine Truppe auf, Meisu vorne weg, um ihnen den Weg zu weisen. Dabei erklärte sie noch einmal die grobe Situation. "Wir müssen eine Warenladung durch den Tunnel bringen. Unauffällig. Für den Fall, dass uns doch jemand stören sollte, seid ihr da", erhob sie ihre Stimme, als sie außer Reichweite des Dorfes und somit außer Reichweite neugieriger Ohren waren. "Und glaubt ja nicht, ihr könntet euch mit der Beute davon machen. Es erwartet uns ein Trupp am Ende des Tunnels und sollte niemand ankommen, wird es das Letzte sein, was ihr bereuen werdet, glaubt mir."
Jinai musste fast leicht kichern. Wenn die vorlaute Kleinkriminelle nur wusste, wem sie da eigentlich drohte. Stattdessen schaute sie jedoch zu Tetsu hinüber und rief ihm die Notfallgeste erneut ins Gedächtnis, die sie benutzen würden, sobald einer merkt, dass etwas nicht stimmt: Zwei Finger unter das eigene Auge halten. Daraufhin wandte sie sich Meisu zu. "Wir wollen nur unseren Lohn, das ist alles", versicherte sie ihr. Allein aus routinemäßiger Vorsicht musterte die Kototeki sie etwas genauer. Sie schien eindeutig nicht die Art von Person zu sein, die mit jemandem wie Arata Geschäfte machen würde, aber höchstwahrscheinlich gehörte sie zu einer höheren Organisation, welche Arata als Koordinator benutzte, wofür er eine kleine Gebühr kassierte - genug, um sich mit dem ganzen prolligen Schmuck einzudecken.
Am Tunnel angekommen rief sich 'Kyo' das eigentliche Missionsziel erneut ins Gedächtnis: Das Aufspüren von Takeo und seiner Entführer. Sie fragte sich, was für eine Art von Spur sie hier finden konnten, während Meisu hinter Felsen versteckt einen kleine Minenlore hervorholte und dann zu Gin zeigte, welcher diese wohl durch den Tunnel schieben sollte. Allzu schwer schien die Lore jedoch nicht, immerhin konnte Meisu diese ja zwischen den Felsen hervorholen. "Wirf doch mal einen Blick hinein bei Gelegenheit", flüstere Jinai zu ihrem Teamkollegen, während sich die Gruppe in Bewegung setzte und den Tunnel betrat. Meisu überreichte jedem eine Fackel, um den überraschend breiten und dusteren Gang zu erhellen. Sie hatte eher einen kleinen Durchgang erwartet, aber in diesem Tunnel konnten ungefähr drei Erwachsene gerade so nebeneinander Platz finden. Weit sehen konnte man jedoch nicht, da mehrere Kurven und Abzweigungen den Weg versperrten und hinter jeder Ecke konnte ein potentieller Hinterhalt warten. Sie schaute noch einmal hinüber zu Tetsu und nickte ihm zu. Von nun an hieß es wachsam und kampfbereit sein.
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44

Samstag, 11. Oktober 2014, 19:56

Ihre neue Komplizin versäumte nicht die beiden Iwa-nin an die Gefahren zu erinnern, welche auf sie lauerten, sollten sie versuchen die anderen Verbrecher übers Ohr zu hauen. Recht amüsant, wenn man sich darauf besinnte in welcher Gefahr die Kriminelle unter diesen Umständen steckte. Trotzdem schwieg 'Gin' natürlich stoisch weiter. Auch als ihm der Transport der heißen Ware zugeteilt wurde, nachdem sie am Tunnel angekommen waren, verlor er kein Wort. Stattdessen schob er die Minenlore gewissenhaft vor sich her. Der unebene Boden sorgte dabei für lautstarkes Geruckel. Wenn irgendwer in diesen Tunneln war würde man sich nicht nur am Fackelschein bereits von weitem erkennen. Tetsu konnte sich nur schwer vorstellen, dass dieser Zugang ins Land den Shinobi aus Amegakure unbekannt war. Soweit er es beurteilen konnte handelte es sich auch nicht um einen vor kurzen mit Doton-Jutsu geschaffenen Durchgang. Vollkommen unmöglich war es natürlich nicht, aber Tetsu begann an der Geschichte Aratas zu Zweifeln. Vielleicht hatte der Mann allerdings auch nur versucht diese Aktion zu beschönigen. Der Durchgang mochte bekannt sein, aber nicht sonderlich oft kontrolliert. Immerhin erwartete der Teitai auch nicht, dass sich Kriminelle in einen beengten Tunnel wagten um dessen Überwachung sie wussten.
Während die drei Personen den verwinkelten Tunnel entlang schritten versuchte Tetsu den Inhalt der Lore vor sich zu erspähen. Von einer Plane bedeckt war nur schwer zu erkennen was sich darunter verbarg. Es war wohl nicht wirklich Verbrecher-Etikette diese für einen schnellen Blick zur Seite zu schieben. Stattdessen steuerte 'Gin' mit dem Wagen auf einen recht großen Stein zu um diesen 'aus Versehen' anzufahren. Der Zusammenprall ließ die Plane wie erhofft leicht verrutschen und Tetsu war in der Lage einige Schriftrollen zu erkennen. Dies konnte alles mögliche bedeuten. Jutsu-Schriftrollen, geheime Berichte oder sonst alles, das sich niederschreiben ließ. Ohne Zweifel handelte es sich hier jedoch um recht brisantes Transportgut.
Als die Gruppe nach langer Zeit des Laufens erneut um eine kleine Biegung ging offenbarten sich einige aus dem Fels herausführende Rohre, die die Seiten des Ganges entlang verliefen. Offenbar war zumindest dieser Teil des Weges künstlich angelegt worden. Vielleicht führte es zu irgendeinem Gebäude am Rande des Regenreiches. Eventuell eine verlassene Einrichtung oder ehemaliges Versteck. In der Vergangenheit hatten in Bürgerkriegen viele verschiedene Fraktionen im Land gekämpft. Eine in Vergessenheit geratene Basis war da nicht auszuschließen. Nach einigen weiteren Minuten kamen die drei zu einer in den Fels eingelassenen, schweren Tür aus massiven Metall. "Wir sind angekommen.", verriet ihre Führerin knapp und trat an die Tür heran. Von ihrem Gürtel löste sie einen Schlüsselbund und öffnete nach kurzem Suchen das Schloss mit einem mechanischen Klappern. Als sie jedoch die Tür auch nur einen Spalt geöffnet hatte erfüllte plötzlich ein gleißendes Licht den Gang. Für die an Dunkelheit angepassten Augen war dies inzwischen ein herber Schlag. 'Eine Leuchtgranate!', dachte Tetsu auf Anhieb. Sie waren schlussendlich offenbar doch in eine Falle geraten.
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Kototeki Jinai

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45

Samstag, 11. Oktober 2014, 21:47

Für den Großteil der Zeit blieb der Transport durch den ominösen Tunnel still und ohne Zwischenfälle. Meisu schien kein sehr gesprächiger Mensch zu sein, was Jinai nur willkommen hießen konnte, so musste sich von nichts ablenken lassen, während sie wachsam die Umgebung analysierte und nach Hinweisen auf vorhergegangene Durchquerungen des Tunnels, bevorzugterweise von Takeo und den Entführern, untersuchte. Jedoch waren eventuelle Passanten gut darauf bedacht gewesen, ihre Spuren zu verwischen oder der geheime Durchgang wurde relativ selten benutzt, denn ihre Suche blieb erfolgsos.
Nach einigen monotonen felsigen Gängen ragten nun Rohre in den Gang hinein, ein Zeichen, dass sie sich irgendeiner Art von Gebäude oder Befestigung näherten. Das war wahrscheinlich der Umschlagsplatz für die illegalen Waren, auf welche sie keinen Blick werfen konnte. 'Vielleicht kann Tetsu einen Blick wagen, wenn er es geschickt anstellt', hoffte sie, denn schließlich konnte die Art von transportierter Ware ihnen ein bisschen mehr über diese Aktion hier erzählen und auf ihrer eigentlichen Mission war keine Möglichkeit auszuschließen - es war ein reines Nadelsuchen im Heuhaufen.
Etwas weiter konnte man schon spüren, wie der Luftzug im Tunnel abnahm, der Grund dafür offenbarte sich schnell: Ein massives, eisernes Tor. Also war ihr Zielort wahrscheinlich eine alte Befestigung und sie waren in einem Flucht- oder andersweitig genutzten Fluchttunnel. Als sich Jinai dem wahrscheinlichen Alter dieses Ganges bewusst wurde, war sie froh, dass er bisher nicht eingestürzt ist, denn besonders viele Stützen hatte sie auf dem Weg hierher nicht gesehen. Vor dem Tor hielt die Gruppe an und Meisu näherte sich ihm langsam, holte dabei einen Schlüsselbund heraus, und mit einem Ächzen setzte sich die Metallwand langsam in Bewegung. Für den Bruchteil einer Sekunde konnte sie noch den Gang hinter dem Tor wahrnehmen, als ihr plötzlich eine helle Lichtfontäne entgegenstrahlte. 'Eine Falle!', rief sie innerlich und machte einen flinken Satz nach hinten, führte Kawarimi no Jutsu (Change of Body Stance Technique) aus, um bei einem Angriff den Platz mit einem kleinen Felsen tauschen zu können, und hielt sich den Arm vor die Stirn. Nachdem sich das Helligkeitslevel wieder normalisiert hatte, sahen 'Kyo' und 'Gin' sich umzingelt von rund sechs Personen, welche allesamt ein Stirnband aus Amegakure trugen. 'Sind wir aufgeflogen? Es sind keine ANBU..Also wissen sie wohl nicht, wer wir wirklich sind.' Sie sah hinüber zu Tetsu, welcher die Situation wohl schon vollständig begriffen hat und durch Doryuu Taiga (Earth Flow River) die Shinobi überraschte, was den beiden Oi-Nin eine Gelegenheit, bot, um zu flüchten, welche sie auch sofort wahrnahmen.
So schnell sie konnten rannten sie den Tunnel entlang in die Richtung, aus der sie ursprünglich kamen. Sie mussten so schnell wie möglich ihre Verfolger abschütteln um aus ihren Henge zu schlüpfen. So könnte zumindest ihre Identität als Oi-Nin Iwagakures bewahrt bleiben, auch wenn ihre Spurensuche nach Takeo jetzt erst einmal gefährdet war. In der Flucht riskierte Jinai einen Blick über die Schulter und sah ihre Verfolger in mäßiger Entfernung. Da Tetsu ihnen sowieso schon gezeigt hat, dass es sich bei Kyo um Gin um Shinobi handelt, konnte auch sie ein Jutsu benutzen, um die Jagd zu erschweren. Schnell formte die Kunoichi Fingerzeichen und führte Suishouha (Water Collision Destruction) aus, wodurch sie Wasser erschuf, welches sich um sie sammelte. Dabei gaben auch die an der Wand befindlichen Rohre nach, dessen Inhalt nun auch mit Druck nach außen strömten. Sie achte darauf, die Welle nicht zu groß werden zu lassen, und schickte sie den Ame-Nin entgegen, was sie wohl nicht wegschwemmen und ertränken würde, aber dazu zwingen würde, stehen zu bleiben und sich Halt zu suchen, um genau dies zu verhindern.
Am Anfang des Tunnels angekommen wagte sie einen erneuten Blick zurück und konnte die Verfolger nicht mehr sehen, aber immernoch im Tunnel hören. Geschwind schwangen sich Tetsu und Jinai in die Bäume, um noch mehr Distanz zwischen sich und die Verfolger zu bringen. Nach ein paar Metern hielt Jinai jedoch inne. "Warte mal, ich habe eine Idee", rief sie ihrem Teamkameraden zu. "Ist vielleicht etwas zu viel, aber wir könnten uns einen von ihnen schnappen und nach Takeo befragen.." Das Verhören eines Shinobi einer anderen Nation war eindeutig gewagt und sie würde es auf keinen Fall versuchen, sollte der dienstältere Oi-Nin ihr nicht zustimmen.
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46

Sonntag, 12. Oktober 2014, 20:20

Als die beiden Shinobi aus Iwa nach kurzem Geplänkel und schneller Flucht den Tunnel verlassen hatten waren ihre Verfolger ihnen weiterhin auf den Fersen. Statt jedoch weiterhin den Versuch zu unternehmen zu entkommen hielt Jinai inne. Sie schlug vor einen der Ame-nin zu Verhörzwecken gefangen zu nehmen. Einen Moment hielt der Teitai inne. Es war eindeutig ein großes Risiko, aber eines das es wohl wert war einzugehen. "Ich übernehme das Einfangen. Benutz keine Jutsu, die dabei helfen könnten dich zu identifizieren.", erklärte Tetsu knapp und gab der Strategie somit sein Einverständnis. Mit einem Satz sprang er von dem Baum in dem er verharrte herab. "Und töte niemanden.", fuhr er nach der Landung fort bevor er sich hinter einem Baumstamm in einiger Entfernung in Position brachte.
Nur wenige Momente später strömten die Amegakure Shinobi aus dem Tunneleingang hervor. Einige von ihnen waren sichtlich von den Überraschungsangriffen der Iwa-nin mitgenommen und durchnässt. 'Ein erweitertes Team.', stellte Tetsu fest. 'Alle zumindest auf Chuunin Niveau. Was zum Teufel steht in diesen Schriftrollen? Oder sind sie einfach nur wegen dem Angriff übervorsichtig?' Diese Operation würde schwerer werden als erhofft. Gegen so viele Shinobi zugleich zu kämpfen war selbst für zwei erfahrene Jounin ein Problem. Besonders wenn es darauf ankam dies unerkannt zu tun und dabei niemanden zu töten. Ihre beste Chance war sich schnell einen der Gegner zu schnappen und danach sofort die Flucht zu ergreifen.
"Dort vorne!", rief einer der Ame-nin, welcher eine schwere Gasmaske trug, und deutete in Jinais Richtung. 'Ein Sensor.' stellte Tetsu besorgt fest. Sein Toumin no Jutsu schien ihn davor zu schützen auch entdeckt zu werden. 'Das erleichtert die Entscheidung wen ich mir schnappe.', überlegte der Teitai. Es musste unbedingt verhindert werden, dass sie weiter verfolgt werden konnten. Die einfachste Möglichkeit dafür war den Sensor aus dem Spiel zu nehmen.
Während drei der Shinobi auf Jinais Position zustürmten zückte Tetsu ein Kunai mit dem Gishousha-Siegel. Gezielt warf er es ein gutes Stück von sich entfernt in einen Baum und aktivierte die täuschende Technik. "Dort ist der andere.", erklärte der Sensor ein wenig überrascht. Sofort machte sich die zweite Delegation auf den Weg die falsche Chakraquelle anzugreifen. Nachdem die Gruppe aus drei Personen sein Versteck passiert hatte sammelte der Oi-nin schnell Chakra in seinen Händen. Es mochte sonst nicht seine Art sein, doch momentan war es wohl klüger eine sichere Distanz zu halten. 'Tetsu no Akuryoku!' Zwei große, felsene Hände brachen aus dem Erdboden hervor und rasten auf die sich davon bewegenden Ame-nin zu. Mit einem mächtigen Schwung wurde einer der gegnerischen Shinobi davongefegt. Durch diese Aktion gewarnt waren die beiden anderen jedoch in der Lage dem anderen steinernen Arm auszuweichen. Einige Kunai mit Jibaku Fuda entledigten sich der aus der Distanz gesteuerten Hände. Der getroffene Ninja rappelte sich indessen langsam wieder auf nachdem er sich vom Zusammenstoß mit einem Baum erholt hatte. 'Das lief schlechter als erwartet.', stellte Tetsu fest. Er hatte nicht nur einen recht erfolglosen Angriff gestartet sondern auch seine Postion verraten.
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Kototeki Jinai

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47

Montag, 13. Oktober 2014, 00:02

Nachdem Jinai ihre Idee geäußert hatte, um noch etwas aus diesem Hinterhalt gewinnen zu können, was vielleicht für ihre Mission dienlich sein würde, war Tetsu für einen kurzen Moment still. 'Mein Vorschlag war hoffentlich nicht zu gewagt', dachte sie, jedoch wurde ihr zugestimmt. Auf der Flucht, wie sie es waren, gab es nicht groß Zeit für Überlegungen. Daraufhin teilte sich ihr Teamkollege für das Einfangen ein und machte ihr deutlich, niemanden zu töten. Schätzte er sie tatsächlich so rücksichtslos ein? Sie hatte jedoch keine große Möglichkeit, sich darüber Gedanken zu machen, denn ihre Verfolger kamen gerade aus dem Tunnel.
Jinai versuchte, etwas mehr Distanz zwischen sich und den Ame-Nin zu bringen, doch diese schienen genau zu wissen, wo sie sich befand, insofern hieß es wohl, sie in Schach zu halten und dem Teitai eine Gelegenheit bieten, sich einen zu schnappen. Sie wusste, dass sie nicht zuviele Informationen über ihren Stil preisgeben sollte, was ihre Auswahl an Jutsu gegen die drei angreifenden Shinobi einschränkte. In einer flüssigen Bewegung schwang sie sich von den Bäumen und landete auf dem feuchten Laubboden und musste sich abrollen, um ein paar geworfenen Kunai auszuweichen. Schnell richtete die Kototeki sich wieder auf und blickte ihren Feinden entgegen. Gerade als sie sich eine Offensive zurechtlegen wollte, stürmte schon einer der Ame-Nin auf sie zu, während die anderen beiden versuchten, sie zu flankieren. 'Gewagt., urteilte sie im Stillen, als sie ihren Frontalangreifer beobachtete - von seiner Haltung und seiner Geschwindigkeit urteilte sie, dass es sich wahrscheinlich um Chuunin oder Tokubetsu Jounin hielt, was ihre Beschäftigung zwar schwierig machte, aber nicht unmöglich. Ein flink gezücktes Kunai parierte die Offensive des Shinobi von vorne und nutze ihre freie Hand, um einen blitzschnellen Schlag gegen die Schulter ihres Gegners auszuführen, wobei sie dies mit Shimo Netsu no Jutsu (Frost Fever Technique) paarte, dem er nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte. So müsste sie sich schon bald um einen Verfolger weniger Sorgen machen und das Genjutsu verletzte ihn auch nicht unnötig. Ein gezielter Tritt beförderte den verdutzten Frontalangreifer auf Distanz, wonach sich Jinai schnell umdrehte, um sich den flankierenden Shinobi anzunehmen. Sie duckte sich, formte Fingerzeichen und änderte den Kurs des einen durch einen mit Chakra Menjo (Chakra Discharge) verstärkten Schlag und wandte sich dem anderen zu, welcher ihr schon gefährlich nahe gekommen war. Zu nahe, um noch etwas auszurichten. Die Oi-Nin versuchte sich noch vor ihm zu retten, aber er streifte sie am Rücken mit seinem Kunai, wodurch sich ihre Augen vor Schmerz weiteten und sie schnell Chakra in ihre Transformation pumpte, bevor diese aufflog. Als Racheakt sandte sie dem erfolgreichen Angreifer einen Raikyuu (Lightning Ball) hinterher, welcher ihn mit etwas Glück außer Gefecht setzen konnte, aber wahrscheinlich nicht töten würde. Nach diesem ersten Schlagabtausch versuchte sie, Tetsu-senpai zu erspähen, bei dem Kampfgetümmel jedoch ohne Erfolg.
Doch nun konnte sie zuschlagen, bevor ihre Opposition reagieren konnte. Sie zückte ihr Katana und formte zwei Mizu Bunshin (Water Clones), wobei sich je ein Bunshin auf den unter Genjutsu stehenden Shinobi und das Raikyuu-Opfer konzentrierte, während sie selbst auf den zuging, den sie abwehren konnte. Dies war die Gelegenheit, um sich Tetsu in einem schnellen Kampf zu beweisen, bevor sie weiter flüchten mussten.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kototeki Jinai« (13. Oktober 2014, 00:17)

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48

Montag, 13. Oktober 2014, 13:45

Während Tetsu zusehen musste wie seine Hände aus Fels angesengt zerbröckelten, stürmten zwei der gegnerischen Shinobi bereits auf seine Position zu. 'Der Sensor bleibt auf Distanz.', stellte der Teitai fest und wich mit einer kleinen Bewegung zur Seite einigen Kunai aus, die seine Kontrahenten als Eröffnung auf ihn geworfen hatten. Mit der selben Bewegung zog er seinen Fuß über den Boden her und wirbelte den Angreifern mit Shisseki no Tenmaku eine große Wolke aus Erde und Dreck entgegen. Der nasse Waldboden bot dabei bei weitem keine so gute Grundlage wie der trockene Felsuntergrund, den man aus dem Erdreich kannte, doch erfüllte das Jutsu seinen Zweck. Die Überraschung nutzend sprang Tetsu in die Staubwolke hinein und rammte der ersten Gestalt, die ihm in den Weg kam seine flache Handfläche in die Magengrube. Sein Koshihana mochte schmerzhaft sein, jedoch bei entsprechender Zurückhaltung nicht tödlich. Statt mit der Chakradruckwelle jedoch seinen Gegner außer Gefecht zu setzen zerplatzte dieser aber zu einer großen Menge Wasser, die den Teitai noch mehr durchnässte als er es schon ohnehin war. 'Mizu Bunshin.' stellte der Iwa-nin überrascht fest und versuchte sofort seine Umgebung nach den echten Gegnern abzusuchen. Er hatte das Teamwork der Amegakure Shinobi offenbar unterschätzt. Wahrscheinlich hatte der Sensor seinen Kameraden die Position des Teitai irgendwie mitgeteilt. Toumin no Jutsu hatte auch seine Grenzen, besonders wenn der Gegner wusste wonach er suchte.

Nur mit einem beherzten Satz hinter einen Baum war Tetsu in der Lage einem überraschenden Fuuma-Shuriken zu entkommen, welches sich unerkannt von hinten angebahnt hatte. Nun hatte man seine eigene Technik gegen ihn verwendet. Bei so guter Koordination zwischen den Angreifern und ihrem Sensor machte es wenig Sinn sich auf verbergende Jutsu zu verlassen. Viel Zeit sich eine Alternative auszudenken blieb Tetsu jedoch nicht. Schnell duckte er sich bevor ein massiver Wasserstrahl den Stamm über ihm zerteilte und noch einige weitere Bäume in der Umgebung fällte. 'Das war ein hochklassiges Sution-Jutsu. Ich muss diese Sache so schnell wie möglich beenden.', stellte der Teitai entschlossen fest.

Schnell aktivierte er mit einem Fingerzeichen vor der Brust seine eigene Sensor-Technik, während er mit dem Sprung in einen Baum einigen Shuriken entkam. 'Da drüben!', erkannte er schnell die Position des gegnerischen Sensors. Während dieser nach ihm suchte war es wirklich nicht schwer sein Versteck auszumachen. Dies galt natürlich aber auch ebenso für Tetsus Stellung. Daran wurde der Iwa-nin schnell erinnert als ein weiter Wasserstrahl ihm den Ast unter den Füßen wegsäbelte und nur ein Sprung in den nächsten Baum ihn vor einem ähnlichen Schicksal bewahrte wie das des Gewächses. Die Ame-nin nutzten ihre Überzahl vorbildlich und ließen ihm keine Gelegenheit zu verschnaufen. Jetzt galt es den gefundenen Aufspürer schnell zu erreichen. So wie Tetsu das Teamwork seiner Gegner bis jetzt kennengelernt hatte würde dies aber sicher nicht einfach werde.
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Kototeki Jinai

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Montag, 13. Oktober 2014, 22:15

Ihren Blick gegen ihr Ziel gerichtet, stürmte Jinai auf den Shinobi zu und führte Chi Ekirei no Jutsu (Blood Plague Technique) aus. Dabei stimmte sie es so ab, dass sie mit ihrem Katana genau dann zuschlag, als das Genjutsu einsetzte. Ihr Gegenüber konnte den simplen Hieb mit Leichtigkeit parieren, doch trotzdem würde er in der Illusion Blut husten und wahrscheinlich nicht verstehen, wieso. Entgegen ihrer Erwartung hinderte es ihn nicht daran, einen Konter zu starten, in Form eines Schlags in Richtung ihrer Magengrube, welchen sie jedoch verhindern konnte, indem sie das Handgelenk des Ame-Nin griff.
Nach ein paar Momenten des Kräfteringens - der Shinobi war ungewöhnlich kräftig für einen Chuunin - konnte sie die Überhand gewinnen und mit ihrem Katana zu einem weiteren Hieb ausholen. Gerade als die Klinge begann, sich in das Fleisch ihres Gegners zu schneiden, verpufft dieser in eine Rauchwolke, nur einen Baumstamm zurücklassend. Hatte er tatsächlich während des Kräfteringens sogar noch ein Kawarimi vorbereitet? Beeindruckend. Um einen hinterhältigen Angriff vorzubeugen, wirbelte sie herum, nur um sich vor einer Gruppe von Bunshin des Shinobi, der sie verletzen konnte, wiederzufinden. Dahinter konnte sie ihren verbliebenen Mizu Bunshin sehen, welcher mit dem letzten Shinobi rang, welcher anscheinend schon leichte Lähmungserscheinungen hatte. 'Also nur noch zwei', stelle sie fest und warf eine Salve Shuriken ihrem vervielfältigten Gegner entgegen, welche keine Anstalten machten, diesen auszuweichen - sie zerflossen an der Stelle, wo sie getroffen waren. "Kasumi Juusha?" Wenn sie dachten, dass sie ein so niederrangiges Genjutsu nicht durchschauen würde, hatten sie sich getäuscht. Ein schnelles Genjutsu Kai (Illusionary Technique Release) und sie waren verschwunden. Doch wo waren die echten? Sie hob ihr Katana, um einen plötzlichen Angriff abwehren zu können und schaute sich um. Wahrscheinlich formierten sich die beiden übrig gebliebenen Shinobi erneut und beschlossen eine Angriffsstrategie.
Genau in diesem Moment bildete sich um sie ein feindlicher Ganban Kyuu (Rock Plate Coffin), wahrscheinlich eine Ablenkung für einen stärkeren Angriff. Doch dazu würde Jinai es nicht kommen lassen. Sie nutzte die Zeit, um in ihrer kleinen Steinkuppel ein Suishouha (Water Collision Destruction) vorzubereiten. Auf einmal öffnete sich die Kuppel wieder und über sich sah sie einen sehr überraschten Ame-Nin, der gerade einen Fuuton-Angriff vorbereitet hatte, als er von ihrer hereinbrechenden Welle erwischt und samt ein paar umstehenden Bäumen weggeschwemmt wurde. Die Kototeki atmete schon schwer, schließlich musste sie in den letzten Minuten einiges an Chakra aufwenden, aber sie hatte es nun hoffentlich nur noch mit einem Gegner zu tun.
Doch bevor sie einen Moment zum Durchatmen finden konnte, flog schon ein gewaltiger Dosekiryuu (Earth and Stone Dragon) auf sie zu. Zu ihrem Glück hatte sie dafür eine passende Antwort. Mit Chidorigatana (Lightning Birds Katana) leitete sie Raiton-Chakra in ihr Katana und hielt dieses dem heranpreschenden Felsdrachen entgegen, was dafür sorgte, dass dieser sauber in zwei Teile gespalten wurde, welche jeweils zu einer Seite neben ihr in den Boden krachten. Nachdem der vom Aufprall aufgewirbelte Staub sich gelegt hatte, konnte sie den verbliebenen Shinobi in mäßiger Entfernung vor sich sehen. Dieser hatte sich anscheinend von ihrem bluthustenden Genjutsu erholt, war aber schon ähnlich erschöpft, wie Jinai es war. Während die Oi-Nin in Transformation überlegte, wie sie am besten mit ihm fertig werden würde, stellte sie fest, dass es eine sehr gute Gelegenheit war, ihn kampfunfähig und verhörsbereit zu machen, auch wenn Tetsu sagte, dass er sich darum kümmern würde. Dieser schien aber, ausgehend vom Kampfeslärm in ihrer Nähe, noch recht beschäftigt zu sein.
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50

Montag, 13. Oktober 2014, 23:56

Durch seine Gegner von Baum zu Baum gescheucht versuchte Tetsu eine Schwäche in ihren Angriffen zu finden. Nur ein gut überlegter Konter würde diese Hetzjagd schnell beenden können. Ohne sich auf seine ausgefalleneren Techniken verlassen zu können schien Taijutsu die einzig sinnvolle Option zu sein. Es war riskanter, da sein Henge keiner all zu großen Gegenwehr standhalten würde, doch galt es diesen bereits zu lange andauernden Kampf zu beenden.
Auf einem Ast halt machend zog der Teitai ein Kunai hervor und wehrte einige Shuriken ab, die ihm entgegeneilten. Anstatt weiterhin die Flucht zu ergreifen ging er in die Offensive. Mit einem gewaltigen Sprung, der den Ast auf welchen er gestanden hatte durchbrechen ließ, katapultierte Tetsu auf seinen nächsten Gegner zu. Dank der plötzlichen Änderung der Strategie konnte er einen markerschütternden Tritt gegen den überraschten Ame-nin landen, welcher krachend in die nächste Baumkrone geschleudert wurde. Keinen Moment versäumend sprang Tetsu dem davongeschleuderten Shinobi hinterher, während er das Kunai in seiner Hand auf den anderen Verfolger schleuderte. Die kurze Ablenkung sollte reichen um den inzwischen auf den Boden niedergefallenen ein Siegel aus Tetsus Waffentasche auf die Brust zu drücken. Schnell entfaltete sich das Sokubakufuu und die Siegelseile rankten auf den Boden hernieder um den Gegner an diesen zu binden. 'Das hätte ich gleich so machen sollen.', dachte der Teitai. Dies hätte er als Gelegenheit nutzen können sich den immobilisierten Kontrahenten zu schnappen, doch hatte Tetsu sich dafür entschieden den Sensor-Shinobi in Gewahrsam zu nehmen. Es war auf lange Sicht die sicherere Methode.
Für einen Moment hielt auch der andere offensive Gegner inne. Offenbar von der plötzlichen Wende überrascht schienen die verbliebenen Ame-nin sich eine neue Strategie zurecht zu legen. Der Oi-nin hatte nicht vor ihnen dafür Zeit zu lassen. Mit rasanter Geschwindigkeit sauste er auf den anderen Shinobi zu. Dieser versuchte sich den aggressiven Angreifer mit einem Kunai vom Leib zu halten. Unbeeindruckt wich Tetsu den wohl platzierten, jedoch zu langsamen Attacken aus. Als er eine ausreichende Lücke in der Verteidigung erkannte nutzte er die Möglichkeit den Gegner mit einem simplen Stoß gegen den nächsten Baum zu werfen. Dem Shinobi aus Amegakure wurde durch den Schlag sämtliche Luft aus den Lungen gepresst und er hatte keine Zeit während er um Atem rang Tetsus Sokubakufuu Siegel zu entkommen. Wenige Momente später war er an der Baum hinter sich gefesselt wie sein Kamerad zuvor an den Boden.
'Nun zum letzten.', entschloss sich der Teitai. Er verließ sich bei de anderen Shinobi ganz auf Jinai. Nach durch die Luft zuckenden Blitzen zu urteilen kam diese ganz gut zurecht. Tetsu formte ein Fingerzeichen um den Sensor erneut anhand seines Chakras aufzuspüren. 'Direkt über mir?!', erkannte Tetsu die überraschende Position seines Gegners. Er hatte vieles erwartet, aber nicht ein so offensives Vorgehen nach der vorherigen Zurückhaltung. Nur mit Mühe entkam der Iwa-nin einem Schwertstreich, der von oben auf ihn niedersauste und erkannte dabei nur im letzten Moment wie zugleich einige Rauchbomben neben ihm auf dem Boden landeten. Ein lilaner Dunst hüllte die beiden Kontrahenten ein und weitere Schwertattacken des Ame-nin folgten. Von dem Rauch benebelt fiel es Tetsu schwerer den Angriffen auszuweichen, doch war der Gegner trotz des Überraschungsmoments unterlegen. Während eine Hand sich den Schwertarm des Ame-nin schnappte ging die andere an dessen Kehle. 'Ougi no Juin!' Das Muster des lähmenden Siegels breitete sich schnell auf dem Körper des Gasmaske tragenden Shinobis aus. Während dieser von der Technik gefesselt wurde ließ er seine Waffe zu Boden fallen. Der sich lichtende Rauch offenbarte wie Tetsu neben dem erstarrten Mann auf ein Knie sank. Er hatte zu viel von dem Gift eingeatmet. Sie würden schnell fliehen müssen. Man konnte nur hoffen ihr neuer Gefangener hatte ein Gegenmittel zur Hand.
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Kototeki Jinai

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Dienstag, 14. Oktober 2014, 19:07

Angesicht zu Angesicht standen sich Jinai und der letzte Verbliebene der Ame-Nin, um die sie sich kümmern musste. Beide waren konditionsmäßig schon leicht angeschlagen, aber in einem Einzelkampf hatte ihr Kontrahent schlechte Chancen und nach seinem leicht entsetzten Gesichtsausdruck zu urteilen war ihm dies durchaus bewusst. Obwohl es der Kunoichi es durchaus leid tat, sich gegen eine andere Nation wenden zu müssen, mit der sich ihr Heimatdorf eigentlich nicht im Krieg befand, legte sie ein Grinsen auf, nur, um ihre Tarnung als 'Kyo' zu wahren. Sie sollte dem Ganzen ein schnelles Ende bereiten und sie wusste auch wie. Mit dem Nijimu no Jutsu (Blurring Technique) verschwand sie im Geiste ihres Gegners und rannte direkt auf ihn zu, mit enormer Geschwindigkeit. Dieser wollte schon zu einem Genjutsu Kai ansetzen, wie er es bei ihrem Chi Ekirei vorhin getan hatte, aber das würde sie nicht zulassen. Durch das Utusemi no Jutsu (Empty Cicada Shell Technique) projizierte sie ihre Stimme hinter den Chuunin und verkündete: "Zu langsam!" Wie erwartet drehte sich dieser reflexartig um, nur, um in Richtung eines leeren Walds zuschauen. Mittlerweile ist sie ihm schon sehr nahe gekommen, formte ein paar Fingerzeichen und führte ein überdurchschnittlich starkes Inazuma no Jutsu (Lightning Technique) aus, wodurch sich Blitze von ihrer Hand aus in seinen Rücken bohrten. Der Getroffene schrie auf und sein Körper gab sofort dem Schock nach, sodass er kollabierte. Jinai schnappte ihn an der Weste und schliff ihm zum nächsten Baum und fesselte ihn mit einer ordentlichen Menge Draht gegen den Stamm. Zu seinem Unglück war der Shinobi doch noch leicht bei Bewusstsein, was ihm prompt einen Schlag gegen den Kopf einfing, was ihn für etwas länger außer Gefecht setzen sollte.
Nachdem sie die Knoten noch einmal überprüft hatte, holte sie einen tiefen Atemzug und rannte dann zu Tetsu, den sie anhand von abebbendem Kampfeslärm orten konnte. Dieser war wohl auch gerade mit den Ame-Nin fertig geworden, schien jedoch etwas mehr mitgenommen zu sein, als Jinai es war. Sie eilte zu ihm herüber und half ihm wieder auf die Beine. "Was ist los?" fragte sie, nicht gerade freundlich, aber sie wollte nichts über ihre eigentliche Identität preisgeben. "Gift.." murmelte er und deutete auf einen Shinobi mit Gasmaske. Der Geruch der sich lichtenden Giftwolke war noch leicht zu vernehmen. Dem Fuuinjutsu nach zu urteilen war der Shinobi, der ihn vergiftet hatte, auch den, den er zum Verhör präpariert hatte. Jinai schulterte den paralysierten Körper und sie machten sich darauf, Distanz zwischen sich und den teils paralysierten teils bewusstlosen Verfolgern zu bringen. Nach ein paar Minuten waren sie an einer menschenleeren Höhle angekommen, in welche sie sich schnell begaben. Jinai lehnte ihren Gefangenen gegen die Felswand und schaute zu Tetsu herüber. "Gegengift oder Antworten - was willst du zuerst?" fragte sie, andeutend, dass sie das Verhör übernehmen würde. Ihre Genjutsu eigneten sich dazu sehr gut und sie schien noch etwas fitter als ihr Kollege.
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Dienstag, 14. Oktober 2014, 21:54

Während Tetsu angestrengt versuchte sein Henge aufrecht zu erhalten attackierte das Gift weiter seinen Körper. Sein Blick wurde leicht verschwommen und kleine Schweißperlen bildeten sich auf seinem getarnten Gesicht. Wenige Momente später traf Jinai bereits ein. Ein Wort reichte um die Situation zu erklären und die Oi-nin schulterte flink ihren Gefangenen. Zielstrebig leitete die Kunoichi den Weg auf der Suche nach einem Versteck. Tetsu eilte so gut es ging hinterher. Sein Atmen wurde immer schwerer und nur mit Mühe konnte er Schritt halten. Es war bei weitem nicht das erste mal, dass der rücksichtslose Iwa-nin in einem Kampf vergiftet worden war, doch dieser Rauch hatte selbst für die kleinen Mengen, die Tetsu inhaliert hatte, eine extreme Wirkung. Offenbar war er an einen wirklich meisterhaften Giftmischer geraten. 'Ich hätte vorsichtiger sein müssen. Man darf keinen Gegner unterschätzen.', tadelte sich der Shinobi selbst. Als der erfahrenere Ninja hätte er eine solche Schwäche nicht zeigen dürfen. Nun würde er gezwungen sein Jinai die Verantwortung für das Verhör alleine zu überlassen. Er war in keinem Zustand jemanden zu befragen.
In einer kleinen Höhle, die vor Regen und neugierigen Blicken schützte, ließen sich die Iwa-nin und ihr brisantes Transportgut nieder. Jinai fragte sogleich nach den Prioritäten des Teitai, der wortlos auf den mit seinem Siegel belegten Gefangenen zuging und in dessen Flakweste kramte. Schnell kam eine Tasche zum Vorschein, die geöffnet eine große Anzahl an kleinen Flaschen und Phiolen offenbarte. Ein angestrengtes Seufzen verließ die trockene Kehle des Jounin. Mit einer Hand griff Tetsu Jinai an ihrem Oberarm und führte sie ein Stück vom immobilisierten Ame-nin weg. "Versuch erst die Informationen für unsere Mission zu sammeln. Sei vorsichtig nichts... nichts dabei über uns oder unser Ziel zu offenbaren.", flüsterte der Oi-nin angestrengt. Die Warnung war wahrscheinlich für eine erfahrene Kunoichi wie Jinai überflüssig, doch war Vertrauen weder die größte Stärke des Teitai, noch konnte er momentan besonders klar denken. "Versuch währenddessen herauszufinden was vom diesen Sachen ich brauche. Die Mission kommt aber zuerst. Wir haben hier nicht viel Zeit." Während er den Arm der Frau wieder losließ überreichte er ihr die Tasche mit den Fläschchen.
Benommen kehrte Tetsu den beiden anderen Personen den Rücken zu. Beim Versuch einige Fingerzeichen zu formen erkannte er wie stark seine Hände zitterten. Das war nun wahrlich ein elender Anblick. Er konnte dankbar sein über eine so starke Physis zu verfügen. Eine schwächere Person hätte bestimmt bereits das Bewusstsein verloren. Mit einem kurzen Schütteln sammelte sich der Oi-nin wieder und formte die gewünschten Symbole mit seinen Händen. 'Ganban Kyuu!' Eine Kuppel aus Erde schloss sich um Tetsu, der sich mit einem Ächzen auf den Boden fallen ließ und sein Henge löste. Was nun geschehen sollte war nicht für die Augen fremder Dörfer bestimmt. Einen Moment verharrte er bevor er sich zur Meditation bereit machte. Seine normale Widerstandskraft würde nicht genügen um dem Gift lange genug Einhalt zu gebieten. In seinem Zustand würde es schwer werden die notwendige Naturenergie zu sammeln, doch die Macht des Sennin würde ihm helfen können sich etwas Zeit zu verschaffen. Nun lag es an Jinai das nötige zu tun.
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Kototeki Jinai

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Dienstag, 14. Oktober 2014, 23:55

Auf eine Antwort von Tetsu wartend, beobachtete Jinai, wie er zu dem Gefangenen hinüberging und nach Gegengiften in seiner Weste suchte. Er fand eine Tasche voller Fläschchen, wobei wahrscheinlich nur eine davon die Richtige war. Wer weiß, was die anderen für Effekte mit sich zogen. 'Tetsu-senpai sieht gar nicht gut aus..', bemerkte sie und beobachtete ihn, wie er sich in eine Felskuppel - ähnlich wie die, in der sie vorhin eingeschlossen war - zurückzog, wofür auch immer. Vielleicht wollte er sich ausruhen und das Henge nicht mehr aufrecht erhalten. Dabei verdeutlichte Tetsu ihr die Prioritäten: Erst die Mission und dann das Gegengift.
Die Kunoichi ging auf den Gefangenen zu und riss ihm zuerst die Gasmaske vom Gesicht, bevor sie sich vor ihm hin kniete. Es fühlte sich eindeutig nicht richtig an, einen Shinobi aus Amegakure zu verhören, erst recht nicht, wenn sie an die Techniken dachte, die sie einsetzen würde, sollte er sich mit den Antworten nicht beeilen. Doch wie kam sie an diese heran, ohne das eigentliche Ziel der Oi-Nin preiszugeben? "Also gut", erhob sie ihre Stimme und schaute dem schweigsamen Shinobi in die Augen, "Simple Sache. Ich frage, du antwortest, dann zeigst du mir das richtige Gegengift und schon kannst du wieder gehen." Sie musterte seine Reaktionen genau, um ihre weitere Verhörstaktik zu beschließen. Jinai stand eindeutig unter Zeitdruck - Tetsu sollte das richtige Antidot möglichst schnell verabreicht bekommen und wenn es jemandem wie ihm zu schaffen machte, dann war es kein Gift, was von ihrem einfachen Mittel bezwungen werden konnte, was sie mit sich trug. Hinzu kam noch, dass die anderen Shinobi nicht für ewig kampfunfähig sein werden und sie weiterhin suchen werden und vermutlich noch Verstärkung holen. Sie kritzelte eine flüchtige Karte der Umgebung auf ihren Notizblock und hielt sie ihm entgegen. "Wo genau endet der Tunnel, in dem ihr gelauert habt?" Obwohl Tetsu in seiner Felskuppel steckte würde er noch dafür sorgen, dass sich der Verhörte genug bewegen kann, um zu kooperieren aber paralysiert werden würde, sollte er irgendwelchen Unsinn versuchen. Bisher zeigte er sich jedoch unkooperativ. Also wurde es Zeit, die Verhörstechniken zu beginn. Vergib mir, Inari dachte Jinai, als sie Shikumi no Jutsu (Death Viewing Technique) ausführte. In der Illusion rammte sie ein Kunai in seinen Bauch und drehte es langsam in der Wunde herum. "Nochmal: Wo endet der Tunnel?" Seine Augen weiteten sich vor Schmerz und er wandte sich hin und her, im Rahmen seiner Möglichkeiten zumindest, machte jedoch keine Anstalten die Position anzudeuten. "Na gut, wenn du deine Arme nicht benutzen willst.." verspottete sie ihn und nahm ein weiteres Kunai, diesmal ging es in seine Schulter. Er schrie erneut auf und presste schnell einen Finger seiner unversehrten Hand auf ihre Karte. Sie wiederholte das Genjutsu und entgegnete ihm ein leichtes Lächeln. "Schon viel besser. Gibt es noch andere solche Schmugglertunnel? Zeig sie mir!" befahl sie ihm, gab ihm dabei eine Chance, weiteres Leiden seinerseits zu verhindern.
Er zögerte, schüttelte dann jedoch den Kopf. "Keine Lügen. Beantworte die Frage!" rief sie ihm entgegen und beschwor in der Illusion ein Suigadan (Water Fang Projectile), welches sie vor seiner Brust positionierte. Hysterisch versuchte er, sich davon wegzubewegen, kam jedoch kaum einen Zentimeter nach hinten weg. "Warte!" rief er laut und zeichnete zwei weitere Tunnel mit seinem Finger nach. "Gut. Gegengift. Welches?" Sie hielt die Fläschchen in leichter Entfernung vor ihm, sodass er auf sie zeigen konnte, jedoch nicht heran kam, um sie zu zerstören oder ähnliches. Er zögerte erneut, wurde aber von leichtem Druck auf seinen Brustkorb seitens des Suigadans an seine missliche Lage erinnerte, was seine Hilfsbereitschaft nahezu explodieren ließ. "Diese Phiole..Intravenös.." stammelte er und zeigte auf eine der Fläschchen. "Dreh dich um. Ein Blick herüber und wir werden dich töten." Der Shinobi vollführte ihren Befehl augenblicklich und Jinai beendete ihr Henge. Ihrem Verbandskasten entnahm sie ein paar Meter verband und verband damit die Augen des Gefangenen. "Nicht bewegen..", erinnerte sie ihn und holte eine Spritze hervor, mit welchem sie das Gegengift aufnahm und ging hinüber zu Tetsu, welcher seinen steinernen Kokon einen Spalt öffnete, um die Spritze zu nehmen und sich zu verabreichen. Die Kunoichi beendete das Genjutsu und zeichnete die von dem Ame-Nin angedeuteten Pfade, die sie sich gemerkt hatte, mit einem Stift ein. "Ich habe alles. Können wir?" Sie wollte so schnell wie möglich weiter. Ein Glück hatte der Giftmischer schnell nachgegeben, ansonsten hätte es wirklich unschön werden können.
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Mittwoch, 15. Oktober 2014, 22:09

Nachdem Jinai ihm das Gegengift in sein steinernes Versteck gereicht hatte zögerte Tetsu noch für einen Moment bevor er sich die Spritze mit einer schnellen Bewegung in den Arm rammte. Er vertraute nicht unbedingt auf die Aussagen gefangener Shinobi. Wer unter Folter stand antwortete nicht zwingend wahrheitsgemäß. Für den Moment war es jedoch das beste womit er rechnen konnte. Außerdem musste er darauf bauen, dass seine Kameradin gute Arbeit geleistet hatte. Tetsu selbst war nicht besonders gut in dieser Art von Befragung. Er hatte zwar keine Skrupel jemandem auf die Nase zu hauen um einige Informationen zu bekommen, aber richtige Folgter war nicht seine Stärke. Es fühlte sich falsch an einen bereits geschlagenen Gegner weiter zu quälen. Und wenn Genjutsu auch nur eine Illusion sein mochten, so echt fühlten sie sich für den Moment doch stets an. Der Teitai hatte dies schon oft genug zu spüren bekommen.
Während das Natur-Chakra seinen Körper langsam verließ veränderte sich das Aussehen Tetsus wieder zu seinem normalen selbst. Schnell wandelte er sich in seine Verkleidung als 'Gin' zurück und ließ die Steinkuppel zurück in den Erdboden sinken. Er fühlte sich nicht wirklich besser, aber einen so schnellen Effekt konnte man selbst von einem echten Gegengift nicht erwarten. "Ich bin bereit.", erklärte 'Gin'. Er war sich sicher, dass sie den Ame-nin hier zurücklassen könnten. Er würde früh genug gefunden werden. Auf ihrer Flucht hatten sie nicht sonderlich viel Mühe darauf verschwendet ihre Spuren zu verwischen. Dies sollten sie für den weiteren Weg jedoch ändern. Sie würden weiterhin in Bewegung bleiben und Wege möglichst schnell zurücklegen müssen, aber nun waren sie gesuchte Personen, die 6 Ame-nin überwältigt hatten. Als erstes galt es jedoch diesen Ort hier zu verlassen. Den Weg leitend spurtete Tetsu aus der Höhle heraus. Sie würden einen sicheren Ort finden müssen um ihre Tarnung zu wechseln. 'Kyo' und 'Gin' hatten eindeutig ausgedient.
Nach wenigen Minuten im Regen fühlte der Teitai wie ihm die Kälte bereits bis in die Knochen kroch. Das Gift hatte weiterhin einen Effekt auf ihn. Als er ein kleine natürliche Plattform in einer nahen Felswand erblickte, die ein Überhang aus Fels überdachte, ergriff er sogleich die Gelegenheit darunter Schutz zu suchen. Als er sich sicher war vor fremden Augen geschützt zu sein wechselte er sein Henge zu einem schlanken, jungen Mann mit schwarzen Haaren. "Was konntest du in Erfahrung bringen?", fragte Tetsu mit der von seiner trockenen Kehle angerauten Stimme. "Irgendwas nützliches für unser weiteres Vorgehen?"

[TBC: Kusa no Kuni (Grasreich)]
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Kototeki Jinai

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Mittwoch, 15. Oktober 2014, 22:46

Eine erfolgreiche Injektion später und Tetsu stand wieder auf den Beinen, getarnt als Gin. Jinai sah zu ihm herüber und brachte ein kleines, jedoch erschöpftes Lächeln, als er verkündete, dass sie aufbrechen konnten, und erneuerte auch ihr Henge. Ohne noch groß Worte zu verlieren, eilte der Teitai schon voraus, sie knapp dahinter. In ihren Augen sah er noch immer angeschlagen aus. 'Ich sollte aufpassen, dass er sich nicht übernimmt. Ein paar gesparte Minuten werden uns kaum näher zu Takeo bringen als ein ausgeruhter Geist und Körper', dachte sie und holte zu ihrem Teamkameraden auf. Ihre Flucht währte allerdings nicht lange, nach nur wenigen Minuten hielt er auf einem überdachten Felsplateau an. Jinai wollte schon fragen, ob alles in Ordnung war, da wechselte er seine Transformation. Vielleicht hatte sie ihn unterschätzt? Sie machte sich ein gutes Bild von seinem Henge und transformierte sich dann selbst - eine ältere Frau mit ebenfalls schwarzem Haar, der ihm recht ähnlich sah. So konnten sie als Mutter und Sohn oder Tante und Neffe durchgehen, wie es beliebte. Danach erkundigte sich Tetsu nach den Ergebnissen des Verhörs.
"Er hat ein paar Routen ausgeplaudert, ähnlich wie die, die wir benutzen wollten." Sie zeigte ihm die Skizze des Umlandes von ihrem Notizblock. "Der Tunnel führte ins Teereich, aber das können wir wohl erstmal vernachlässigen, wenn Amegakure von diesem Tunnel weiß. Ansonsten wäre da noch eine vielversprechend aussehende Passage ins Grasreich." Sie überließ ihm die Entscheidung, welche Spur sie verfolgen sollten und saß sich für einen Moment auf den kühlen Fels, um sich auszuruhen. "Sobald wir außer Reichweite der Shinobi, über die Grenze sind, sollten wir rasten. Zumindest könnte ich eine Pause gebrauchen", gestand sie. Die Aussicht auf etwas Sonne in den anderen Reichen gab ihr einen kleinen Schub von Optimismus. Die Kunoichi überlegte einen kurzen Moment, bevor sie die Frage stellte, wagte es letztendlich doch, sie zu stellen: "Mit dir alles in Ordnung, Tetsu-senpai?" Ihr Tonfall war leicht besorgt, jedoch immer noch respektvoll.
Nachdem alles besprochen war, stand Jinai auf und die beiden Oi-Nin machten sich auf dem Weg ins nächste Reich, verfolgten die nächste Spur. 'Was haben sie nur mit diesem Genin angestellt?' fragte sie sich. Wieso würde man solche Etappen gehen, nur für einen niederrangigen Shinobi, der während der Chuunin-Prüfungen entführt wurde? Die Spur war bisher nur hauchdünn und sie hoffte, dass sich diese nicht im Sand verlieren werden würde. Natürlich wusste sie dabei nicht, dass Sand schonmal die richtige Richtung gewesen wäre..

--> Kusa no Kuni (Grasreich)
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