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Beiträge: 7

Wohnort: Kirigakure

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Themenstarter Themenstarter

1

Montag, 11. Mai 2015, 22:28

Raiyuusha Renshi


Bildquelle:
(Anime/Cartoon) Avatar: The Legend of Korra
(Screencap) cap-that.com LINK
(+Krallennarbe -Tribe-Symbol) edited by Kusanagi Kay
Danke an diese kreativen und fleißigen Leute!

Name:

Raiyuusha Renshi (Raiyuusha=Tourist; Renshi=Hardened Person)

Geburtsdatum/Alter:
13.12.11 vor Zen Saki - 17

Größe:
1,73 cm

Gewicht:
64,3 kg

Geschlecht:
weiblich

Aussehen:
Renshi ist nicht jemand, der ständig über sein Äußeres nachdenkt. Sie hat zwar einen Blick für Ästhetik und ihre Kleidung nach Praktischheit auch unter diesem Kriterium ausgesucht, jedoch gibt es ihrer Meinung nach viel interresantere Dinge zu tun. Sie orientiert ihren Kleidungsstil hauptsächlich an ihren blauen Augen und an ihren dunklen Hautteint. Ihre etwas lockigen, dunkelbraunen Haare trägt die Raiyuusha hinten zu einem Zopf zusammengebunden, während sie vorne zwei blaue Bänder zum Gesicht Freihalten benutzt.
An der Kunoichi fällt jedoch vorallem auf, das sie selbst für ihren Berufszweig körperlich sehr durtrainiert wirkt. Aus einer Familie von Kämpfern entsprungen, hat sich Renshi auf den Nahkampf spezialisiert und dies ist deutlich zu erkennen: Ein hellblaues, ärmelfreies Top trägt sie hauteng, aber nicht so, dass es die Bewegungsfreiheit einschränkt. Dazu trägt sie eine luftige, dunkelblaue Hose, befestigt mit einem Braunen Gürtel. Auf diesem ist ein Metallprotektor mit dem Kirigakure-Symbol befestigt, der sie neben all dem Blau entgültig zu eben jenem Dorf zuordnet.
Eine markante Stelle, auf deren Anblick sie hingegen wertlegt, befindet sich auf ihrer linken Schulter: Dort ist eine von drei Klauen stammende Narbe, die sie bei einer Survivaleinheit erhalten hat. Für sie ist diese sowohl ein simples Testament für ihre Abgehärtetheit, als auch eine Erinnerung an den Tag, an dem sie enorm an Stärke dazugewonnen hat.

Rang:
Akademist: 6
Genin: 12

Clan/Familie:
Raiyuusha Dan(Vater)
Ein aus dem Mittelstand aufgestiegener, cleverer Geschäftsmann, der mit 23 aufgrund von mehreren Mordaufträgen seitens seiner Konkurrenz im Shinobidorf des Wasserreiches Schutz suchen musste. Als Gegenleistung sollte er seine weiteren Geschäfte neben eigenem Wachstum dem Wohle Kirigakures widmen. Dort lernte ein Jahr später(11 vor Zen Saki) eine Chuunin kennen. Obwohl er seit langem wohlhabend ist, hält er sich gut trainiert und kann sich sogar mit einem Durchschnitts-Genin messen.

Raiyuusha Kyoshi(Mutter)
Gründete als Chuunin mit dem Raiyuusha eine Familie. 3 nach Zen Saki mit 35 Jahren ein Jounin geworden, ist die Raiyusha ein allseitig gleichermaßen begabter und verlässlicher, wenn auch nicht speziell talentierter Ninja. Ihr extrem hohes Pflichtbewusstsein qualifizierte sie auch mehrmals zum Leiten eines Genin-Teams. Für Renshi ist sie wie Lehrmeister und große Schwester zugleich.

Raiyuusha Hanshi(Bruder)
Uninterressiert an jeglichen Ninja-Tätigkeiten hat sich Renshis Bruder ein Jahr vor der kompletten Erneuerung (im Alter von 7 Jahren) anstatt sich in die Akademie einzuschreiben, dazu entschieden, das Geschäft seines Vaters weiterzuführen und die weiter an Ansehen gewinnende Firma auszubauen. Während er von seinem Vater oft durch seine intelektuellen Fortschritte gelobt wird, akzeptiert er das physische Training im Ausgleich nur mürrisch.

(Anm.: Namen basieren auf Ehrentitel im Budo.)

Geburtsort:
Kirigakure

Aufenthaltsort:
Kirigakure

Team:
-momentan keines, soll einem auf C-Rang Operierendem Team zugeordnet werden

Sensei:
-bis zum 17. Geburtstag reguläres Genin-Training unter einem Jounin
-Survivaltraining und Elementartraining von ihrer Mutter

Elementzuneigung:
Suiton, Katon

Beherrschte Elemente:
Suiton

Inventar:
Renshi hält jederzeit eine enorme Vielzahl an Survivalutensilien über Schriftrollen einsatzbereit, um auf jede entfernt erdenkliche Situation vorbereitet zu sein. Da sie zum Holzfällen sowieso immer Äxte dabei hat, hat sie sich für eine Ninja ungewöhnlich gut auf Äxte spezialisiert und kämpft gelegentlich mit zwei kurzen Äxten, selten auch mit einer Großen.

unter dem rechten Lederarmring:
-5 Siegel mit Baumstümpfen (0,6m Durchmesser, für Kawarimi no jutsu gewichtet)
(einer davon unter der Rinde mit 20 Jibaku Fuda Ausgekleidet)
-5 Siegel mit Delegator -Stoffpuppen (Passen unzerdrückt knapp in 1m³ -Würfel; gewicht im Inneren für Kawarimi no jutsu)
(eine davon unter der Stoffhaut mit 20 Jibaku Fuda Ausgekleidet)

unter dem linken Lederarmring:
- Siegel mit 20 Shuriken
- Magnesium-Stab(zum Feuer machen)
- 4 Fukiburi

beidseitig getragene Oberschenkel-Beintaschen:
- je zwei Kunai

Hüfttasche (Getragen hinten, unter dem Rücken. Untertaschen getrennt aufgezählt. Von oben nach unten leichter herauszuwühlen.)
- Medic Kit:
--- Soldatenpille, 3 Blutstopppillen und 3 Schmerzmittel
--- 0,1x100m Bandagen, sterile Schere und Desinfektionsmittel
--- 3 Nadeln und 100 Meter Katzendarm (Wollfäden zur Wundnähung, körperlich abbaubar)

-2 Fuuma Shuriken
-10 Shuriken
-10 Kunai
-3 Multitools(3x11cm) mit Taschenmesser, Dosenöffner, 2 Haken, Gabel, Löffel und Feile
-2 Taschenlampen mit voller Batterie, 5 Ersatzbatterien (je 3h Leuchtdauuer)

-Siegel mit 6 Holzfälleräxten (0,5m langer Ovalzylindriger Holzgriff)
-Siegel mit 4 Hellebarden (0,5m langer Ovalzylindriger Holzgriff)
-Siegel mit 2 Doppeläxten (1m langer, 5cm dicker Holzgriff - Stahlklinge praktisch Kreis mit 1dm Radius)
-Siegel mit 9 Holzspeeren (2m lang; 5cm dick)
-Schriftrolle mit: Teflonpfanne, Pfannenwender, Kochbuch, Armlangen Holzlöffel, Kochtopf und Kelle

-Schriftrolle mit je 2 Gummistiefelpaar, Lederstiefelpaar mit Wolle, Regenjacke, Winterjacke, und Schlafsack
-Schriftrolle mit je 3 Einmannzelten in den Tarnmustern mit Farben: Dunkelgrün, Hellbraun, Weiß (gesamt 9)
(einschließlich 8x9 Haken und Seile, um diese aufzubauen.)
-Schriftrolle mit 3 Dreimannzelten in den farben: Dunkelgrün, Hellbraun, Weiß
(einschließlich 10x3 Haken und Seile, um diese aufzubauen.)

-Siegel mit 5 Gleit-Fallschirmen(mattblau)
-Enterhaken mit 50m Seil, endet an einem 500g Gewicht
-2 Siegel mit je 2 Eispickeln
-2 Siegel mit Schlittschuhen mit beidseitig zu Spitzen verlängerten Kufen
-Siegel mit 3 Bergsteigerhelmen (innen gepolstert, außen Stahlverkleidet)

-Siegel mit 3 Fischernetzen(4x4m)
-Schriftrolle mit je zwei mal Tauchanzug, Schwimmflossen und Atemgerät (Luft reicht 2h)
-Siegel mit 5 Angelrouten
-Siegel mit 3 Harpuunen (1,5m)

-Bündel mit 20 Jibaku Fuda
-2x2 m Lederdecke
-2 Fernrohre
-3 Nadeln und 700m Drahtseil
-Bleistift

-Siegel mit 5 je 1l gefüllten Wasserflaschen
-Siegel mit 100l Wasserkanister
-Schriftrolle mit 3 Sätzen Ersatzkleidung(wie unter Aussehen Beschrieben)
-1kg Notproviant in Dosen
-Buch über Essbare Tier-und Pflanzenarten mit eigenen ergänzungs-Notizen zur Zubereitung
(5 leere Seiten vollgeschrieben mit Kombinationsmöglichkeiten für eigenes equipment für Survival-Zwecke)

Kampfstil:
Renshi kämpft entsprechend ihrer Persöhnlichkeit sehr ungestüm und offensiv. Entgegen den meisten Ninja kämpft sie mit einem Fokus auf Kraft und Ausdauer und übt so konstant Druck auf ihn aus, um ihn mit ihrer Ausdauer zu überwältigen. Ihre Haltung und Bewegungen sind mehr mit einem Taekwondo-Kickboxer als einem typischen Ninja-Kämpfer vergleichbar. Sie wirft dem Gegner konstant starke und schnelle Angriffe entgegen, was sie dank ihrer abnormal hohen Ausdauer sehr lange fortsetzen kann. Waffen und Ninjutsu nimmt sie dabei wenn es passt zu Hilfe, vor allem um Distanz zu überbrücken.
Über Strategie macht sie sich in einem Kampf kaum gedanken, bei unerwarteten Situationen verlässt sie sich meißt auf ihren Instinkt. Gegnerischen Angriffen wird ausgewichen oder sie werden notfalls geblockt, wenn sie halt kommen, ohne große Vorrausicht. Dies heißt jedoch nicht, dass sie keine Ninja-Typische hinterhalte macht, nur wird sie bei diesen wenig kreativ und wechselt oftmals nur die Vorgehensweise, wenn die Jetzige nach mehreren Versuchen nichts bringt.

Stärken:
Wenn Renshi eines ist, dann ist sie Ausdauernd. Sie kann nicht nur problemlos einen Triathlon mitmachen, auch mental ist sie sehr willensstark und bleibt lange bei ihrem Ziel, egal wie verbissen die Lage scheint. Gemeinsam mit ihrer körperlichen Stärke und Schnelligkeit kann sie im Nahkampf viel und lange Druck ausüben. Ihr enormes Durchhaltevermögen hilft ihr auch dabei, ihr Taijutsu und ihr Ninjutsu zu trainieren, auch wenn ihr bloßes Talent dafür nicht extrem überdurchschnittlich ist. Außerdem, auch wenn sie kein gewiefter Denker ist, ihr bloßes Wissen ist für eine Genin nicht schlecht, da sie sehr interresiert an der Welt und ihren Möglichkeiten ist. Insbesondere bezogen auf das Überleben in der Wildniss, da sie Survival-Training an verschiedenen Orten hatte und darin Chuunin-niveu überschritten hat.

Schwächen:
Die Raiyuusha hat wenig Talent und noch weniger Interesse an Genjutsu. Sie weiß, was diese sind und kann sehr Abstrakte bzw. Absurde als solche erkennen, wobei es aber jeder ordentliche Genjutsuka schaffen sollte, sie auszutricksen. Dies ist auch auf ihr mangelnd geübtes Kombinationsvermögen zurückzuführen, selbst für ihren Rang ist dieses niedrig, weshalb sie nie eine komplexe Strategie entwickelt oder gar die des Gegners analysiert. Ihre enorme Willenskraft hat auch die negative Eigenschaft, das sie manchmal stur weiter Dinge probiert, die mehrmals nicht geklappt haben und den meisten anderen als Aussichtslos klar wären. Außerdem kann mangelnde Abwechslung Hinterhalte ineffektiv machen. Auchnoch flieht sie extrem ungern bewusst vor Auseinandersetzungen, was sie teilweise in mehr Schwierigkeiten bringt als nötig.
Weiterhin hat sie das Chakrakontroll-Training etwas vernachlässigt und kann nicht Kinobori no Waza anwenden, ohne dabei Spuren auf Bäumen zu hinterlassen.

Besonderheiten:
Sie hat Survival-Training in verschiedensten Umgebungen genossen und ist bewandert in der Beschaffenheit, Flora und Fauna der verschiedenen Regionen, was auch Zubereitung von (z.T. grenzwertig) Essbarem einschließt. Auch wenn sie am besten über Kiris Umgebung bescheid weiß, hat sie genug Survival-Wissen und -Equipment, um nahezu überall ausgesetzt werden zu können und trotzdem zu überleben oder das gar als Urlaub zu genießen. Allgemein weitet sich ihr Abenteuerdrang auch auf das Kämpfen aus und sie sucht sich im Dorf gerne willige Sparringpartner und greift große Wildtiere am liebsten direkt an.
Was sie nicht mag sind Tätigkeiten, die nicht einmal entfernt mit körperlicher Anstrengug zu tun haben, wie Genjutsu oder komplexe Überlegungen. Eine Ausnahme stellen dabei Survival-Wissen-Anhäufung und sogar Abenteuer-Geschichten dar, solange sie einem das Gefühl vermitteln, in einer fremden und gefährlichen Gegend zu sein. Während die Raiyuusha die Realitätsverzerrende Natur der meißten Genjutsu hasst, ist ein fiktives, in sich geschlossenes Abenteuer fast genausogut wie ein echtes. Leute, die sie nur eine kurze Weile kennen, sind aufgrund ihrer ansonsten ungestümen Art oft überrascht, dass sie einen für einen Ninja beträchtlichen Teil ihrer Zeit damit verbringt, Bücher zu lesen. Für sie ist der Zweck dazu aber nicht ein ruhiger Ausgleich, sondern im Gegenteil die Möglichkeit, die wenigen Stunden der Woche, die sie nicht mit adrenalingefüllten Tätigkeiten verbringen kann, anderweitig mit Abenteuern zu füllen.
Ansonsten ist sie schlecht gelaunt, wenn sie sich mit etwas komplexem oder ruhigem beschäftigen muss, was sie ansonsten nicht interresiert. Sie hasst es auch, nicht für voll genommen zu werden oder einfache Aufgaben machen zu müssen, so nötig sie auch seien und muss dafür eine menge Disziplin aufbringen.

Persönlichkeit:
Renshi ist ein sehr abenteuerlustiger Mensch und liebt es, ständig neue Dinge zu probieren. Sie schläft bei jeder Gelegenheit in der Wildnis, zum Beispiel immer wenn ihre Mutter sie auf Trainingsausflüge mitnimmt. Die Motivation daran entspringt aber eher aus eigener Laune und nicht zu Trainingsszwecken, auch wenn dieser Nebeneffekt der Grund ist, warum sich die Kunoichi das Hobby leisten kann. Außerdem kämpft sie gerne und sucht sich häufig sogar stärkere Sparringpartner, von denen sie sich eine heftige Auseinandersetzung erhofft. Sie handelt allgemein eher nach Bauchgefühl als nach Köpfchen, ist meist impulsiv und sagt was sie denkt, oft ohne es sich zweimal zu überlegen.
Renshi hat durch ihre Wildnisaufenthalte einen eher pragmatischen Blick auf "Fairness": Jedes Lebewesen hat genau eine Chance, nicht gefressen zu werden und seine Stärken auszunutzen, seien das Körper, Geist oder Hilfe. Auch wenn sie nicht übermäßig clever darin ist, hat sie keine Probleme damit, bei Kämpfen unfaire Vorteile auszunutzen und rechnet bei Auseinandersetzungen damit, dass ihr Gegenüber dies auch tun kann. Aufgrund ihrer kompetitiven Natur tut sie dies auch bei Wettstreiten anderer Art, sofern die Regeln es auch nur stückweise erlauben.
Des weiteren geht sie sowohl ihr neue gesellschaftliche, als auch kämpferische Situationen häufig so an, als wüsste sie, das sie genau das bekommt, was sie will. Trotz ihrer Übermütigkeit kann man ihr anrechnen, dass sie zu ihren Entscheidungen steht und eine enorme Willenskraft und mentale Ausdauer besitzt. Hat sich Renshi ein Ziel vor Augen gefasst, bleibt sie so verbissen es nötig ist dabei.
Das alles führt zwar an einigen Stellen auch zum Anecken, jedoch sorgt sie sich trotzdem sehr um das Wohl ihrer Mitmenschen und steht ihren Freunden ohne Hintergedanken in schwierigen Situationen zur Seite. Natülich kann sie auch (wenn auch etwas mürrisch) Anweisungen in einer Mission befolgen, denn ihr ist klar das ein Ninja in jedem Team seinen Teil beitragen muss. Wenngleich man außerhalb der Mission häufiger Gemeckere von ihr hört, so hat sie in ihrer Zeit als Kunoichi ein gutes Stück Zurückhaltung gelernt.

Charakterstory:

  Spoiler Spoiler

"Mein Name ist Raiyuusha Renshi, und das ist die Geschichte, wie ich die stärkste Ninja geworden bin, die man überhaupt nur werden kann! Was? Du meinst, ich klinge eingebildet? Pah, sie zu und lerne!"

Es war ein kühler Sommertag in Kirigakure. Nicht, dass es im Nebeldorf viele heiße Sommertage gab, aber es gab etwas anderes, was den Tag für Renshi besonders machte: Ihre Genin-Prüfung. Renshi war ein Akademist, doch bald würde sich dies ändern. Sie war aufgeregt, aber nicht aus Angst, nicht zu bestehen. Nein, sie war sich absolut sicher, dass sie Ding mit Bravur meistern würde! Ihre anderen Prüfungen hatten zwar gemischte Resultate, aber sie konnte so ziemlich alles, was sie nur verlangen könnten. Die E-Rang-Jutsu, leicht übermenschliche körperliche Manöver... sollten die nur mit der Prüfung kommen!
Als sie das Gelände der Akademie betrat, sah sie zahlreiche junge Genin mit ihren frisch verliehenen Stirnbändern prahlen. Das ließ de Antizipation nur steigen! In der Akademie sah man hin und wieder das ein oder andere niedergeschlagene Kind mit hängendem Kopf den Gang entlanglaufen. 'Die Armen... aber da ist wohl nichts zu machen. Manche habens einfach nicht drauf.' Sie wollte ja fast schon einen von ihnen Aufmuntern... Seit sie letztes mal aber versucht hatte, einem Klassenkameraden zu erklären, dass es keine Schande ist ein Tellerwäscher zu sein, hatte sie aber genug von Akademie-Strafen. Dabei hatte sie es nur gut gemeint... und ihn nur eine halbe Stunde lang zum weinen gebracht! Irgendwan kam sie dann endlich an der Tür zum Prüfungszimmer an.
"Also Renshi, es hängt einiges von heute ab. Dein Ziel ist es, dir eines der Stirnbänder von dem Tisch zu nehmen. Ryu hier wird alles tun, was er kann, um dich davon abzuhalten.... außer Chakra benutzen."

Der Prüfer band seinem Assisteten die Hände hinter den Rücken, wonach er das selbe mit Renshi tat. 'Wieso klappt mein Nawanuke nicht? Das ist doch das, was sie hiermit prüfen wollen, nicht?' "Dein Bestehen hängt von deiner Performance ab, du musst also nur so gut du es kannst Versuchen, dir die Stirnbänder zu holen... Und dabei zeigen, was du kannst." Die Hand des Prüfers kam von Hinten in das Sichtfeld der Genin-anwärterin. Sie zeigte auf den Tisch mit den Stirnbändern, wo Renshi sofort der Stuhl hinter dem Tisch auffiel. "...wobei du beim greifen des Stirnbandes automatisch bestanden hast." Der Prüfer tauschte dann seinen Platz mit dem des Stuhls und gestikulierte Renshi, sie sollte sich hinsetzen. 'Na mal sehen, ob sie den Hinweis mitkriegt.' "Die Prüfung endet nach drei Minuten, unabhängig vom Ergebniss. Und sie beginnt... sobald du aufstehst!"
'Wurde auch Zeit!' endlich fingen die Knoten an, auf ihr Nawanuke anzusprechen und fielen von ihr ab. Sie sprang auf und lief direkt auf Ryu zu. Ihn mit einem chakrageladenen Kick wegzudrücken schlug fehl, er fing sie einfach am Bauch mit der Fussohle ab und drückte sie so weit weg, dass sie die Wand am anderen Ende des Raumes traf.
Unversehrt erhob sie sich und griff erneut an, diesmal den Stuhl als Sprungbrett nutzend. Der Versuch, über den Shinobi zu springen erwies sich als erfolglos und sie krachte wieder gegen die Wand. Dann folgten Fausthiebe, denen Ryu problemlos auswich. Einige Male wiederholte sich das Spiel in ähnlicher Weise und immer wieder landete sie am Ende des Zimmers. Dann endlich versuchte sie mit Chakraeinsatz außen entlangzurennen, doch er schnitt ihr einfach den Weg ab.
'Verdammt, das klappt nicht...' Renshi wurde klar: Sie musste diese Prüfung ernst nehmen, sich darauf konzentrieren alles anzuwenden, was sie konnte. Wieder rannte sie auf den Prüfer zu, diesmal Fingerzeichen formend für zahlreiche Bunshin. In deren Sichtschutz berührte sie den Stuhl kurz.
"Hm." Scheinbar die Illusionen ignorierend gab der Prüfer der echten Renshi eine Kopfnuss. 'Wenn sie das Jutsu im nach vorn rennen anwendet, ist die einfach zu erkennen, ob sie ihre Richtung ändert.' dachte sich der Prüfer. Ein wenig entäuscht war er schon, Ryu hatte gehofft, dass sie wenigstens in ihrem Spezialgebiet etwas anderes machen würde, als mit dem Kopf durch die Wand rennen. 'Wengstens hat sie ein bisschen Abwechslung gezeigt...'
Plötzlich fand sich der Prüfer mit den Knieen verkehrt auf einem Stuhl sitzend wieder. 'Kawarimi?!' Von der Genin-anwärterin in eine ungünstige Position gebracht, brauchte er einen Moment, um sich auf den Stuhl zu stellen und sein nächstes Manöver vorzubereiten: Er sprang nach hinten, griff den Stuhl im Rückwärtzflug mit seinem Fuß, und schwang ihn um sich, um alle Bunshin zu zerstören. 'Sie hat ihn vorm Aufstehen markiert? Nein, gerade Eben im Sichtschutz der Bunshin. Ginge nur so schnell... ohne Fingerzeichen!'
Er sah Renshi auf seiner linken, zum Stirnbandtisch rasend. 'Cleveres Mädchen.' Schnell drehte er sich zum Tisch und rannte auf ihn zu. Gerade noch schaffte er es, sie mit einem Tritt zur Schulter wegzukriegen.
Sie flog ein letztes mal gegen eine Wand. Nur wenig langsamer als bisher rappelte sie sich, sich anhand der Türklinke hochziehend, auf. "Zwei, Eins, Schluss!" verkündete der Hautprüfer. Er sah kurz zu Ryu, dann zu Renshi.
"Also, die Prüfung hat nach zwei Minuten dreißig Sekunden unninjamäßigen frontalen Angriffen nach einem ordentlichen Shinobikampf ausgesehen. Hätte Ryu seine Hände gehabt, hättest du wesentlich mehr eingesteckt und die Aktion hier nicht ausführen können. Ich muss erst überlegen, ob bei deinen anderen Noten das hier Reicht- ah, ich seh schon."
Grinsend hob Renshi ihre Hand, in der eines der Stirnbänder war. "Jemand, der Taekwondo macht, kann... als Genin schon so schnell nach etwas schnappen."
Triumphierend lachend band sie sich das Stirnband um. "Glückwunsch, du kriegst morgen hier dein Team zugeteilt."
"Wooooooooohoo!"


"Mutter! Sieh her! Sieh her!" Voller Freude stürmte Renshi nach Hause und riss sich das Kiri-Band von der Stirn. Triumphierend hielt sie es hoch, während sie ihrer Mutter Kyoshi in die Arme sprang. "Haha, vorsicht mit dem Ding, Stirnbänder vervielfältigen sie nicht gerne." Erschreckt band sich die Kunoichi das Band sofort wieder um die Stirn. "Gah, ich nehme es nie wieder ab!" "Hehe,war nur Spaß. Wenn du willst geben sie dir später ne Spezialanfertigung. Du musst aber um einiges gekämpft haben." Stellte ihre Mutter fest. "Erzähl mir wie es lief..."
"...dass du so sehr an deinem Bändchen Angst hast anstatt wie üblich zu posen. Haben sie dich wegen deiner Genjutsudefizite schuften lassen?" rief ihr Bruder aus dem eingangsbereich ihres Hauses. "Ach komm Hanshi, das ist einer ihrer ersten großen Momente. Freu dich doch mal für Renshi-" Die Genin hatte aber schon ihre eigene Antwort auf seinen Kommentar: Wütend stürmte sie auf ihren Bruder zu und griff ihn bei der Hand. "Na warte!" Ein flinker Fußfeger an die Ferse und schon lag er am Boden. "Gah, poserin! Ich habs viel lieber, wenn du mit deinen Kuscheltie- AAAaah!" "Hmmm... wie bitte? Ah, Renshi ich bin ein Idio-"
"Okay Renshi, das reicht!" sprach Kyoshi mit zorniger stimme, was beide Kinder zusammenzucken lies, bevor sie ihren Sohn von dem angesetzten Schwitzkasten befreite. "Du bist jetzt ein Ninja, übernimm gefälligst Verantwortung und Disziplin wie einer!" Hanshi streckte ihr die Zunge aus. Bah, wie sie diesen neunmalklugen lieblingskind-Rotzbengel hasste! Wäre er ein ordentlicher Mann gewesen und Ninja geworden, hätte Vater vielleicht mal Zeit für sie beide anstatt nur für ihn... "Und du hörst verdammt noch mal auf, sie ständig zu provozieren! Jetzt entschuldigt ihr euch beide!"
"ja..." sagten die beiden und drehten sich zueinander. Aber je mehr sie ihren Bruder ansah, desto weniger hatte sie Lust darauf, ihm auch nur ein Stück entgegenzukommen.
"Entschuldigung." sagte der nicht-Ninja belanglos. Wie diese Schauspielerei sie wütend machte! Sie hatte zwar nicht sein Köpfchen, doch Renshi wusste immer, wenn er etwas nicht ernst meinte! Sich immer rausreden können, sie könnte einfach... 'grrrr'
Ihre Mutter griff sie bei der Schulter und sah sie ernst an. Nicht drohend, nein, eher als würde sie an ihre Verantwortung erinnern. Dieser Blick sagte in etwa: 'Du weißt, was du tun solltest, lass dich nicht von Wut ablenken. Ich weiß, du kommst selbst darauf.'
Renshi holte tief Luft. Sie war jetzt ein Genin, es war Zeit zu zeigen, dass sie die bessere Persöhnlichkeit war. "Okay, es tut mir leid, ich hätte nicht so schnell ausrasten sollen."
"So will ichs hören!" lobte sie die Chuunin. "Und jetzt du!" Die Mutter tippte dem Bengel auf den Kopf. "Und diesmal meinst du es gefälligst auch. Du hast noch einiges zu lernen, wenn du so wie dein Vater werden willst!"
"Okay, entschuldigung, ich hab dich provoziert um eine Reaktion zu kriegen. Ich lass es."
Die Raiyuusha umarte ihe Kinder lächelnd. "So jetzt aber Schnell. Euer Vater kommt bestimmt bald von seiner Geschäftsreise und ihr wolltet seinen Geburtstagstisch gemeinsam decken... Und Renshi, da du ab heute Genin bist... gehen wir ab jetzt zusammen außerhalb des Dorfes trainieren!"
Die frischgebackene Kunoichi wollte schon Freudensprünge anfangen, doch da klopfte es an der Tür. Die drei Familienmitglieder weiteten überrascht ihre Augen. "Argh, das muss er schon sein! Und es ist noch nicht alles bereit, aaa! Renshi, Hanshi deckt den Tisch! Schneeell!"

  Spoiler Spoiler

"Also, Renshi viel spaß mit deinem neuem Genin-Team!" rief ihr ihr Vater zu. "Und viel Erfolg!" ergänzte Kyoshi, bevor Renshi winkend in der Ferne verschwand. "Da geht sie hin... weißt du Kyo, du wirkst seit ich wieder da bin fokussierter als sonst." "Haha, das liegt daran, dass ich den Jounin-Rang förmlich riechen kann, mein lieber Dan! Bald kann ich dich auch auf Reisen wie gestern begleiten." "Naja, ich weiß nicht, so ein umstrittenes Geschäft nochmal einzugehen... die Gelegenheit kommt nichtmal so oft, selbst wenn sie es Wert wäre." erwiederte Dan. "Bah, miesepeter!" "Denkst du, sie kommt klar? Sie ist stark, aber handelt... dauernd, und oft bevor sie denkt." "Ach komm, lass das Küken fliegen, Miesepeter! Jemand war wohl nicht zufrieden mit seinem Geschenk und ist schlecht gelaunt!"
-
"Warum haben sie mich mit Zwergen ins Team geschickt?" Vor Renshi stand ein für sein Alter als Riese durchgehender Genin. 'Wie zur Hölle, der wird in nem Jahr 1,80 nehm ich an?!' Dachte sich die Kunoichi erstaunt, aber in keinster Weise eingeschüchtert. Im Gegenteil, sie genoss es immer wieder, wenn sie etwas neues, völlig unerwartetes sah. Wie war ihr der nicht früher aufgefallen, hatte sie ihn für einen Lehrer gehalten? "Hey, wir sind keine Zwerge, du bist einfach zu groß..." entgegnete ein anderer Junge, fast einen Kopf kleiner als Renshi. So einer wäre ihr bestimmt nicht aufgefallen. "Nö, Zwerge." "Ich hab dir doch gesagt, wir sollten wenigstens versuchen, einen guten Eindruck zu machen." "Und ich habe nicht zugestimmt." "Doch, du hast eindeutig 'Hm' gesagt!" "Das war mein -ich-bleibe-dabei-hm-" Der kleinere der beiden Seufzte kurz. "Warum kann ich nicht ein normales Team haben?"
Offenbar schienen sich die beiden schon aus der Akademie zu kennen. "Wie dem auch sei, warum stellen wir uns nicht vor? Ich bin-" Renshi schob ihn zur Seite. "Mir, egal- he du da oben. Willst du kämpfen?" allmählich formte sich ein strahlen in Renshis Augen. Wie viel Spaß würde es wohl machen, mal gegen jemand so großes zu Kämpfen, ohne dass er sich zurückhält? Sie liebte heftige Auseinandersetzungen einfach so sehr, schon hatte sie alles andere vergessen, weswegen sie heute zu diesem Platz gekommen war. Vollkomen perplex sah sie der kleinere Genin an. "Was- warum? Einfach nur... warum? Der Jounin kommt gleich, dann kannst du dich doch austoben!"
Sie hörte jedoch nichts von ihm. Sie wartete einfach nur darauf, dass es endlich losging. "Naah." "Ach komm schon." drängte sie, worauf der Riese einfach die Arme verschränkte. "Nö, bleibt dabei." Das gefiel ihr garnicht. "Maan, warum nicht, wenigstens nur ein kleines Sparring?" "Nein." "Sag mir wenigstens warum." Bat die Raiyuusha frustriert. "Nö. Warum sollte ich meine Entscheidung ändern? Ich hab einfach nichts davon, mit euch zu sparren. Jetzt kommt der Jounin bald und später ist er bestimmt genauso da." Das machte sie wütend. Unterschätzte er sie, weil er so groß war? 'Mich? MICH? MICH UNTERSCHÄTZT DU?!'
"Oh weia, regt euch mal bitte wieder ab. Du entschuldige, dass mein Freund hier nicht sehr... flexibel ist.... warum wartest du nicht einfach auf unseren Sensei, da kannst du dich doch sowieso austoben!" Renshi war natürlich völlig egal, was der Knirps sagte. "Nein bleibt bei mir nein." sagte der Große unbekümmert. Wurde sie hier nicht als Ninja ernst genommen? Sie hatte ihre Geninprüfungen doch nicht für das hier abgelegt! Wie konnte er es wagen, einfach nicht auf sie einzugehen? Er konnte sie genausogut ignorieren, es würde aufs gleiche hinauslaufen!
-
Kurz war eine Art Schlag zu hören, dann lag der Riese sich zusammenkauernd auf dem Boden. Er rollte sich. "Haha. Von unten lassen sich viel leichter Tritte platzieren."
"Du... du hast ihm in die Weichteile gedonnert!" der Junge hielt sich vor Schock die Hände an den Kopf. "Warum hast du das gemacht?!" "Hey, er hat versucht klarzumachen, dass er nicht von seiner Position muss. Ich hab nur Instinktiv Angegriffen!" "Ich... was... ich kann nicht glauben, dass du dich auch noch verteidigst..."
Ein wenig weiter weg sah man den Sensei der drei, einfach nur die Hand an das Gesicht haltend. Da würde er wohl ne Menge Arbeit vor sich haben.


Die nächsten drei Jahre hat Renshi zahlreiche Missionen absolviert und Training von ihrem Jounin-Sensei und ihrer Mutter genossen. Während sie so einige Probleme mit Teamfähigkeit und Zielorientiertheit überwinden musste, hatte sie sehr viel Erfolg und Freude mit ihrem Training. Zahlreiche Survival-Trainingsausflüge, Taijutsu-Einheiten und Ninjutsu-Lehrstunden von ihrer Mutter und ihrem Sensei haben sie zu einer fähigen und bewanten Kunoichi gemacht. Das wenig Genjutsuwissen hingegen, dass ihre Lehrmeister ihr zur Abrundung beibringen wollten, hatte sie sich kaum zu Herzen genommen. Wieso sollte sie sich mit etwas so unnötig kompliziertem, fiktivem und uninteressantem beschäftigen, wenn sie in allem anderen Dingen doch sowieso spitze war?
Irgendwann war es Zeit für die Chuunin-auswahlprüfung. Das Genin-Team stand vor dem Eingangstor zum Prüfungsgelände. Bald würden sie hier wochenlang mit den anderen 72 Chuuninanwärtern eingesperrt sein. "Also dann, nachdem wir durch das Tor gehen, müssen wir konstant bei der Sache bleiben. Keine Negativität," Der Teamleiter blickte zum Riesen... "keine Unfexiblität" ...und schließlich zu Renshi. "und keine Voreiligen handlungen." Der Knirps von vor vier Jahren war tatsächlich zu einem verlässlichem Jungen Mann herangewachsen. Sein häufig nerviges gemeckere erinnerte Renshi zwar an ihren Bruder, jedoch wusste er genauso oft, was zu tun ist. "... und keine Nusstritte auf Teamkameraden." fügte er spaßend hinzu. "Hey! Wie oft willst du das noch erwähnen! Ich hab mich vor Ewigkeiten entschuldigt -schriftlich- und versprochen, nicht in der Prüfung zu kämpfen, wenn es zu riskant wird." "Genau. Wir gehen in den Wald, suchen uns ein möglichst unerfahrenes Team und stehlen ihren goldenen Gegenstand. Wenn möglich, bevor wir heute das Zelt für die Nacht aufschlagen. So treffen wir vielleicht ein Team unvorbereitet. Da nur die sechs Teams, die mit den meißten Goldobjekten am Zielturm ankommen, in die Endrunden kommen, sollten wir uns danach zumindest noch ein Team vorknüpfen... Codewort haben wir schon ausgemacht... Dann sollte ja nichts schiefgehen!"
"Wir sind stärker als vor drei Jahren. Wir werden bestehen." bemerkte der nun zwei Meter große Genin. Es war deutlich, alle sind in den fast vier Jahren ein bessere Ninja geworden.
Renshi schlug sich in die Hand. Sie konnte es einfach nicht mehr erwarten, endlich eine wochenlange hardcore-Survivaleinheit mitmachen zu können. "Wooooooooohoo!"

  Spoiler Spoiler

Renshi füllte mit Kouu no Kawa (River of Rain) einen Kochtopf mit Wasser auf. So Chakra zu benutzen bedeutete zwar, man musste umso mehr feste Nahrung suchen, aber gerade konnten sie einfach nicht von hier Weg. Diese... Genin, wenn man sie als solche bezeichnen konnte, hatten sie eingekesselt. Sie konnten keinen halben Kilometer weit kommen, bevor sie von ihnen aufgespürt und zurückgedrängt wurden. Die Kunoichi konnte es garnicht erwarten, ihnen eine Abreibung zu verpassen!
Doch sie hatte versprochen, sich nicht grundlos ins Getümmel zu stürzen. Der kleine Teamleiter bestand darauf wenigstens zu warten, bis alle wieder bei Kräften waren. Zum Glück hatte keiner ihr unterirdisches Versteck gefunden, nachdem sie es selbst entdeckt hatten... Auf Chuunin-Rang konnte wohl nur ein Dotonka einen so stabilen Felsen durchdringen und dessen Hohlraum nutzen. Gut, dass der Teamleiter so einer war.
"Schaffen wir es, uns zu erholen? Noch eine Woche..." "Das ist eher eine Woche zuviel, guck dich doch mal an!" "Ihr beide seid noch fit." "Vielleicht habe ich keine Verletzungen, aber ich bin körperlich trotzdem einfach am Limit..." Gab der Riese schlussendlich zu. Der Teamleiter blickte nach unten. "Es stimmt einfach, selbst in bester Verfassung können wir froh sein, überhaupt von denen wegzukommen. Jedes mal wenn wir draußen Essen suchen, riskieren wir unser Leben!" "Wenn wir jetzt angegriffen werden..."
*SCHIRRR* *Platsch* Renshi kickte ihren Topf weg. "Wagt es ja nicht, ans Aufgeben zu denken!" Sie drehte sich zu ihrem Team. "Los, wir gehen da raus und knöpfen die uns vor!" Der Teamleiter nahm seine provisorisch gebaute Krücke um sich Renshi gegenüberzustellen. "Beruhige dich er-" "ICH. BIN..." Sie kniff genervt die Augen zu. "ruhig." "Sie haben uns jedes mal aufspüren können, als wir versucht haben zum Fluss zu gehen. Ihnen war klar, dass wir irgendwann Wasser brauchen... Ich weiß nicht wie, aber jedes mal wenn wir versuchen irgendwo hinzugehen, kommen nach kurzer Zeit Ninjutsu aus den Bäumen geschossen. Es ist als würden sie sobald wir draußen sind wissen, wo wir sind. Die wissen wirklich, was sie tun. Sie haben uns bis zur Ecke des Prüfungsgeländes zurückgedrängt. Hätten wir unser altes Versteck nicht mithilfe Kuchyose-Rollen erreichen können... hätten sie uns schon längst erwischt."
"Was dann, hä? Wir können doch nicht einfach nichts tun! Ist es weil du verletzt bist? Willst du die Prüfung aufgeben, um diene Haut zu retten, du Feigling?"
"Renshi, DAS REICHT!" der Riese stellte sich zwischen die beiden. "Er versucht, uns sicher zum Turm zu kriegen. Du weißt das."
Renshi wusste, dass sie sich wahrscheinlich beruhigen sollte. In solchen Zeiten musste das Team zusammenhalten... aber warum konnten sie nicht einfach verstehen, dass sie absolut nicht zum Turm konnten?
"Bullshit! Wir KÖNNEN jetzt nicht zum Turm, wir haben erst drei Gegenstände! Was, wenn wir mehr brauchen?" Der Genin schob den Großen zur Seite, um sie direkt anzusprechen. "Wenn wir so weitermachen, haben wir bald null! UND ein totes Team!" Dieser Satz erschütterte Renshi, sie griff ihn am Kragen. "Mit der Einstellung, natürlich! Vielleicht... können wir ja durch ihre Ninjutsu erahnen, wo sie das nächste mal sind!" "Na dann, von wo kamen sie letztes mal?" "Weiß ich nicht! Aber, wenn wir uns einfach mehr anstrengen..."
"GENUG." Der Riese griff ihre Schulter. "Die Entscheidung ist final und wir ziehen sie morgen durch! WILLST du etwa riskieren, dass das schlimmste passiert?" Sie riss sich von ihm los, wonach sie frustriert die Arme hochwarf. "Na toll, machen wir also garnichs! Ich geh jetzt Essen suchen." Sie drehte sich um, und stampfte Weg von den beiden. "Wie kannst du nur so ausrasten, jetzt wo wir es am wenigsten gebrauchen können!War ja klar, dass du darauf zurückfällst!" "Nicht du auch noch, rumzustreiten hilft uns hier nicht weiter." 'Bah, ich brauche den Mist nicht...' Nach einigen schritten fiel ihr jedoch ein, dass sie in einer Felshöhle ohne Ein- und Ausgang war, aus der sie nicht einfach herausstürmen konnte. "Was zür Hölle ist überhaupt in dich gefahren? Du hast doch sonst in den letzten Wochen warten können, dich in nen Kampf zu stürzen. Was ist mit 'Ich stürze mich nicht blind ins Getümmel.' passiert?" Sie nahm einen tiefen Atemzug und beruhigte sich. Was war gerade mit ihr los?
'Wir müssen einen klaren Kopf behalten.'
"Aber was sollen wir tun? Wir- wir können nicht zum Turm. Es gibt bestimmt viele Teams, die drei oder mehr Gegenstände haben. Und ich weiß, dass es hier draußen noch Teams mit mehreren Gegenständen gibt. Es müssen noch welche in ner schlimmeren Situation sein als wir."

"Sicher? Selbst mit deinem Equipment haben wir nicht alle Tage unbeschadet davonkommen können. Es gab Angriffe von Ninjas. Mit den Willdtieren allein hätten wir ja klarkommen können... Aber sieh mich an, glaubst du nach dem Taijutsuka kann ich noch kämpfen? Und das gegen DIE?" "Du kannst doch einfach Fernangriffe machen, während wir kämpfen." "Weil das auch letztes mal so gut klappte. Andere Teams reagieren auf unsere Strategien, diese Überflieger erst recht. Wir haben uns zwar das erste Team Genin für Genin einzeln KO schlagen können, aber die anderen haben wir nicht so leicht austricksen können. Mit Glück haben wir den Kampf überstanden." "Ich weiß, was passiert ist, du musst es nicht wiederholen." "Warum willst du also noch Kämpfen, anstatt zum Turm zu gehen? Es ist schwer genug, auch nur auf zwei Gegenstände zu kommen, die meißten haben sicher nicht mehr Goldobjekte."
Der Teamleiter setzte sich wieder hin."Das alles ist aber eh egal. Die da draußen haben uns fertig gemacht, ohne das wir sie zu gesicht bekommen haben! Unsere einzige Hoffnung ist, herauszukomen und zum Fluss gehen." "Wenn sie uns dann angreifen, aktiviere ich einfach unsere Kuchyose-Siegel und wir sind dann alle wieder hier." "Sie sollten das nicht durchschauen, wir haben uns nie hierhin beschworen, ohne sie ein Stück abzuhängen und uns gut zu verstecken. Hoffentlich gibt uns das genug Zeit, in die andere Richtung zum Turm zu sprinten." "Das wirkt mir genauso riskant, beim Kämpfen kann ich wenigstens handeln." "Verdammt noch mal, wir haben keine Chance gegen die! Wie willst du gegen sie kämpfen, wenn du nie ihren Standort weißt, bevor es zu spät ist! Das ist die einzige Chance, die wir haben, wenn wir bestehen wollen." Er schluckte. "Oder überleben, je nach dem, wie die drauf sind."
Renshi blickte ihn an. Es war also wirklich so: Sie hatten null Chance, ihre einzige Option war es, zum Turm zu fliehen. 'Scheißdreck...' So sehr sie es nicht wollte, wenn die Prüfung etwas werden sollte hatten sie alle keine Wahl. "Dann machen wir das halt." Sagte sie schließlich erschöpft. Sie wante sich der Schlafsack-Ecke zu. "Wir sollten uns wenigstens Ausschlafen, bevor wir sowas versuchen..." Die Raiyuusha wollte einfach einschlafen und den morgigen Tag möglichst schnell hinter sich bringen. Sie kroch so schnell sie konnte in ihren Schlafsack.
Ihre Teammitgieder krochen auch in ihre Schlafsäcke, waren aber noch besorgt um sie. "Renshi, dir ist klar, dass wir das morgen durchziehen müssen?" "Jaja, lasst es uns einfach hinter uns bringen." Sie hatte jetzt am wenigsten Lust, das Thema durchzukauen. Einfach nur schlafen, dann würde dieses Katz-und Mausspiel vorbei sein. "Ist alles OK bei dir?" Es schien, als könnte sie es einfach nicht vermeiden, sich hiermit auseinanderzusetzen. "Mir gehts BLENDEND! Lass uns doch einfach auf die Prüfung konzentrieren!"
Der Teamleiter seufzte, und sitzte in seinem Schlafsack auf. "Das ist es ja. Ich würde dir unglaublich gerne deine Ruhe lassen. Aber wir müssen morgen bereit sein. Nicht nur das, überleg doch mal wie das für uns ist, dich so wütend zu sehen!" Renshi blickte von ihm weg auf die Faustbreite dunkle Felsspalte, die nach einigen Windungen nach draußen führte. Offenbar musste es jetzt sein. Sie blickte wieder zu ihrem Team. "... tut mir leid, dass ich so explodiert bin. Das hier... stresst mich einfach, ich sollte wirklich Professioneller sein."
Sie hatte noch nie mit so einer Situation zu tun gehabt und hasste es wirklich, wie sie alle eingekesselt waren. "Ach egal, Hautpsache wir ziehen das zusammen durch." "OK, das ging sehr schnell, besonders für deine Verhältnisse." "Bah, ich lasse mich doch nicht von dir übertreffen! Wenn du dich zurückhalten kannst, kann ich auch meinen Standpunkt ändern."
"Merkwürdig, dass dich das schon stresst. Von uns allen bist du wohl am besten vorbereitet." "Ich habe wohl einfach noch nie jemanden getroffen, der mir so meilenweit vorraus ist. Klar, Senseis... aber niemanden, der in meiner Liga spielen sollte." "Du weißt doch garnichts über sie? Vielleicht haben sie nur nen Vorteil den wir ausschalten könnten, wenn wir ihn nur verstehen würden. Jetz bleibt uns aber erstmal nichts als zu fliehen, sorgen wir also einfach dafür dass die morgen blöd aus der Wäsche gucken!"
"Danke... Die mir so vorzustellen ist ziemlich genial..." Endlich würden sie sich alle für den morgigen Tag schlafen legen. "Also dann: Vor dem Morgengrauen machen wir uns auf zum Fluss..." Der Leiter stellte für das Team einen Wecker. "und sprinten sobald wir sie bemerken zum Turm." So richtig anfreunden konnte sie sich Renshi mit diesem Plan nicht, aber sie würde zumindest versuchen, es für das Team durchzuziehen...
-
Zwei der Chuunin-Anwärter sprangen im Eiltempo vom Baum zu Baum, der Teamleiter wurde von Renshi im Huckepack getragen. Es musste realistisch aussehen, sie mussten mit aller Kraft zum Fluss sprinten. Sobald die unbekannten Ninja ihren Angriff starten würden, mussten die Kuchyose-Rollen aktiviert werden und sie zum Felsinneren zurückteleportieren. 'Dieser scheiß Turm... ich will immernoch nicht dahin.' Ihr wurde mulmig, jedes mal wenn sie daran dachte wie all die Arbeit um sonst sein würde, weil sie nicht genug Goldobjekte hatten. "Renshi, alles klar bei dir?"
Wie aus dem nichts kam eine gewaltige Windböhe und warf die drei Kiri-nin zurück. "Mach!", rief sie ihm zu. Er formte ein Fingerzeichen, um dem Riesen das Signal zu geben, das Kuchiyose zu aktivieren.
Renshi wehrte sich mit aller Kraft gegen das Jutsu. Ihr Teamkollege verschwand, sie blieb da. Lieber würde sie es mit diesen Typen aufnehmen, als zum Turm zu müssen. "So ihr feigen Säcke, jetzt wisch ich mit euch den Boden auf!"


Wichtige Ereignisse:
(4 v.Z.S.)6 - Eintritt in die Akademie
(2 n.Z.S.)12 - Bestehen der Genin-Prüfing
(6 n.Z.S.)17 - Nicht bestandene Chuunin-Prüfung
(7 n.Z.S.)17 - Überlebenstraining - fast drei Wochen erfolgreiches Überleben im Winter-Bergland ohne Chakraeinsatz oder mitgebrachtes Equipment

Diagramm:

Ausdauer auf durchschnittlichem Jounin-Level

(Material-Quelle)

Zweit-Chara:
Sakusen Katukasu

Code:
Ist klar *drop*
Steckbrief // Jutsuliste // Theme

  Spoiler Spoiler

Was? Du hast auf den link geklickt und willst immernoch ein richtiges Theme? Na schön: Character-Soundtrack

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Montag, 11. Mai 2015, 23:58

Fortsetzung Charakterstory:

  Spoiler Spoiler

Renshi öffnete die Augen kurz und kniff sie sofort wieder zu, überrascht von der extremen Helligkeit. 'Aaah, wo bin ich?' Wenige Momente später richtete sie sich auf, öffnete sie die Augen wieder und sah sich in dem weißen, geordneten Schlafzimer um. 'Ein Krankenhaus?' Renshi fühlte sich noch schwummrig und warf ihren Kopf zurück ins Kissen. Ihre Haare wurden offenbar auseinandergebunden und sie hatte einen Patientenmantel an. Nach einer für sie kurz erscheinenden Zeit voll schwummrigen herumliegens, begann sie nachzudenken. 'Was mache ich in einem Krankenhaus, ich wurde doch noch nie so sehr verletzt. Ich fühle nichtmal Wunden...'
Da kamen der Genin die Erinnerungen wie ein Schlag ins Gesicht. Die Prüfung... Die Ninjas die sich nie gezeigt haben... 'Wieso... wieso hab ich das getan...?' Sie drehte sich auf ihre linke Seite. 'Ich wollte nicht zum Turm... Dann, habe ich... meine Teamkameraden übergangen... Scheiße, wo sind sie?!'
Plötzlich ging zu ihrer rechten die Tür auf. "Ich weiß nicht, ob sie heute schon wach seien wird, aber sie können kurz reinkommen." Sagte eine ihr fremde Stimme, worauf die ihrer Mutter sprach: "Sie muss so einiges abbekommen haben, wenn sie noch schläft. Sonst erholt sie sich schnell... " "Ich habe gehört, dass sie erbittert gekämpft hat und ihre Gegner so gezwungen hat, 100% zu geben. Dafür ist sie extrem glimpflich davongekommen."
"Haben sie sie eingeholt? Was ist mit meinen Teamkameraden?" meldete sich die Genin abrupt zu Wort, ihren Kopf zuden beiden drehend. "Nachdem... nachdem du verschwunden warst, gab es eine Auseinandersetzung." erwiederte die Medic-nin "Der Teamleiter wollte dich da rausholen, der andere wollte einfach zum Turm, in der Hoffnung dass die nicht zu weit gehen. Am Ende hat er ihn im Huckepack genommen und ist zum Turm gesprintet."
Renshi drehte sich zurück. "Also haben sie mich einfach dagelassen?" Sie hatte ein schweres Gefühl im Magen und kauerte sich ein. "Sind sie... am Leben?" "Weiß ich nicht, aber wenn sie bei dir nicht so weit gingen, bezweifle ich dass es bei den beiden nötig war. Wie auch immer, wenn man dich schon da rausholen konnte, heißt das die Prüfung ist für euch alle drei vorbei." Ihre Mutter kam zu ihr und lege die Hand auf die Schulter. "Können sie uns eine weile allein lassen?" "Natürlich." Die Medic-Nin ging aus dem Raum heraus.
Nach weinigen Sekunden stille setzte sich Renshi auf. "Ich will wissen, ob sie es zum Turm geschafft haben. Du bist doch Jounin, also kannst du mich doch zum Zuschauerbereich führen, oder?" Verdutzt blickte Kyoshi sie an. "Das... kannn ich doch alleine machen, wenn dafür Zeit ist. Glaubst du nicht, dass du dich nicht erstmal erholen soltest?" "Ich muss wissen, was passiert ist!" Sie stand auf, wackelig, pochende Kopfschmerzen setzten ein. "STOP. Es ist vorbei Renshi. Jetzt ist nicht die Zeit, dich zu verausgaben und voranzustürmen. Wenn du dich nach dem Intensivheilen überanstrengst, riskierst du Langzeitschäden!" Sie fiel wieder zurück in eine Sitzhaltung aufs Bett, fürs erste würde sie wohl liegen bleiben müssen. "Also, erstmal: was ist in der Prüfung passiert?"
-
"Du bist deine eigenen Teamkameraden hintergangen?! Das... das klingt nichtmal nach dir." "Ich weiß einfach nicht warum, ich wollte auf keinen Fall zu diesem Turm... wenn ich jetzt daran denke, wie schwer es für die anderen Teams sein musste, an drei Goldobjekte zu kommen... Ich kann garnicht mehr nachvollziehen warum-" Sie klammerte sich an ihre Mutter. "Ich hatte solche Angst vor dem Turm! Ich verstehs einfach nicht!" "Es war wohl ein Genjutsu." "Hä?" Sie blickte überrascht nach oben. "Das würde erklären, warum du eine so starke Angst davor hattest, die man jetzt nicht merkt... Die haben wohl versucht, euch außeinander zu treiben. Ein Genjutsu, das Phobien erzeugt, wäre die naheliegenste Erklärung, was dich zu so etwas Krassen getrieben hat. Du bist keine Heulsuse, die wie aus dem nichts neue Ängste kriegt."
Das Gesicht der Kunoichi hellte sich allmählich auf. "Ha, so ist das also." Sie lehnte sich wieder an das Bett und verschränkte die Arme hinter den Kopf. "Natürlich war es sowas, ich würde ja nie so einen Mist von alleine machen! Da hat mir aber ein Genjutsuka einen ordentlichen Streich gespielt!" Renshi musste unweigerlich lachen, die ganze Zeit gab es so eine billige Erklärung für ihr handeln!
"Resnhi. Die Angst war zwar nicht echt, aber du hättest besser mit ihr umgehen können." Meinte die Raiyuusha mit besorgtem Unterton. "Einfach blind dem Instinkt zu folgen ist genauso gefährlich, wie ihn zu ignorieren."
"Aber wenn das Genjutsu nicht wäre, hätte ich die Angst nichtmal gehabt! Und mit Genjutsu umzugehen war nichtmal *meine* Aufgabe, sondern die von Mister Super-Teamleiter! Wo bin ich also Schuld?" Die Jounin klatschte sich an den Kopf. "Du kannst doch nicht einfach alles auf das Genjutsu schieben, da ist ordentlich was schiefgelaufen. Ich wusste, das es in deinem Team nicht immer so glatt lief, aber dass ihr auseinanderfallt... hätte ich mir nicht gedacht. Besonders bei euren Fortschritten..."
Kyoshi blickte auf ihre Atmbanduhr. Resignierend nahm sie sie ab, stecke sie in die Tasche und wante sich Renshi zu."Kein Problem, geh zu deiner Mission! Ich komme klar!" "Es ist keine Mission, nur ein Treffen. Ich kann bleiben." "Mein Gott, ich bin kein Baby mehr!""Ich bin nur besorgt, wie du das hier aufnimmst. Du kannst mir nicht ernsthaft sagen, dass du hier perfekt gehandelt hast!" "OK, vielleicht nicht, aber das ist nicht allein meine schuld gewesen. Du kannst aufhören, meine Gedanken zu Babysitten! Was ist falsch daran zu denken, dass ich mich ordentlich geschlagen habe?!"
Die Jounin suchte nach einer Antwort, doch Tür des Krankenzimmers mit inzwischen Nachtblauen Fenstern öffnete sich. "Das Krankenhaus schließt bald, ich würde sie bitten, für heute zu gehen. Wenn alles glatt läuft, kann sie morgen schon raus und den Tag darauf mit leichtem Training anfangen." Die Jounin hatte offenbar ihre Zeit um einiges überstrapaziert. Sie stand auf und richtete schließlich ein letztes Wort an Renshi. "Ich hoffe du denkst ordentlich drüber nach, was du da geleistet hast. Einer Chuunin sollte so etwas nicht passieren."


Endlich ging es aus dem beengenden Krankenhaus raus. Ihr Team, so hörte sie, war inzwischen auch im Krankenhaus angekommen. Während der Riese schon entlassen wurde, musste der Teamleiter offenbar immernoch intensivgeheilt werden. Bei ihm war es offenbar so schlimm, dass er mindestens zehn Tage lang überhaupt nicht besucht weren sollte. Die Genin war aber froh wenigstens zu wissen, dass es ihnen gut ging. Den Großen würde sie aber nicht extra besuchen, wieso auch! Hatte er doch als erster die Hoffnung für sie aufgegeben. 'Als ob der sich ne Sonderbehandlung verdient hat. Wenn ich den Großen besuche, dann spätestens nach ihm, dem eigentlich richtig Verletzten.' Renshi selbst hatte jetzt durch die Prüfung mindestens zwei Wochen Zeit, die sie mit Training und vor allem Recherche verbringen wollte. So ein Genjutsutrick durfte nächstes mal nicht funktionieren!
Ihre Mutter hatte sie nicht gesehen, sie war wahrscheinlich auf einer Mission. Auf dem Weg zur Bibliothek sah sie aber dafür ein vertrautes Gesicht: "Na wenn das nicht mein Lieblingsriese ist, sag mal, wie ist die Prüfung gelaufen?" Rief die Kunoichi mit offensichtlich übertriebener Freude in der Stimme. "Renshi?" Der Shinobi war zugleich erstaunt darüber, sie so schnell zu sehen und darüber einen so gut gelaunten Tonfall zu hören.
"Du kannst mir nicht ernsthaft sagen, dass du nach deinem Fehler immeroch so gut drauf bist." "Pah, von wegen Fehler, die Typen haben ein Genjutsu auf mich angewant, dass ich vorm Zielturm Angst hab. Wir hatten einfach nur Pech, gegen solche Typen zu kämpfen." "Ersthaft, du denkst dir die Ausrede aus?" "Nennst du mich etwa eine Lügnerin?!" Renshi trat ihm einen Schritt entgegen. "Und von dir will ich garnicht anfangen, mich einfach liegen zu lassen!" "Es war die Entscheidung von uns beiden, wir hätten es nie im Leben rechtzeitig zu dir geschafft! Wir hatten eine perfekte Chance, das Team in Sicherheit zu bringen, aber dir war das offenbar Egal. Du MUSST ja Action haben! Für dich ist das hier alles doch bloß ein Spiel."
"Gah, hörst du dich überhaupt? Ich kenne die Situat-" Rensi hielt kurz inne. Wollte sie wirklich jetzt Zeit mit ihm verschwenden? Sie war dazu heute in Richtung Bibliothek gegangen, um sich Genjutsuwissen anzulesen und ein besserer Ninja zu werden. Behaupten, dass sie ihren Job nicht ernst nimmt... dem würde sie es zeigen! Sie nahm einen Schritt zurück. "Ich habe nicht vor, ewig mit dir zu diskutieren. Richte ihm von mir ne Gute Besserung aus, ich hab keine Lust mehr auf euer Gemeckere." Sie ging um ihn herum und machte sich auf den Weg zur Bibliothek. "Ich werde ab jetzt sicherstellen, dass das nicht nochmal Passiert. Wenn du weiter so stur bleiben willst, viel Spaß."
-
"Ein Genjutsu-Buch?" Ihr Bruder hatte die auf dem Sofa ins Buch versunkene Renshi angesprochen. "Was willst du? Du hast mich schon mehrmals Lesen sehen. Es ist ja nicht so, dass ich in meiner Freizeit im Schamm spiele."
"Wow, ok ich hab ja bloß gefragt. Du hasst Genjutsu." "Ein Shinobi kann nicht immer nur seiner Laune folgen." "Das... Stimmt." "Willst du mir irgendetwas sagen?" Die Kunoichi drehte ihr Buch nach unten. "Du machst es nicht gerade einfach." "Raus damit, ich hab ein Genjutsubuch zuende zu lesen."
"Mich ärgert es auch, dass die Prüfung für dich so gelaufen ist. Falls du irgendwie Hilfe oder jemanden zum reden brauchst... ich bin da."
"Äh, was?" "Meine Fresse, zwing mich nicht, es nochmal zu sagen." Einige Sekunden lang war Stille im Raum. "Vater hat dich dazu angestiftet, od-" "DAS IST ES ÜBERHAUPT NICHT!" Fuhr es Hanshi raus. Kurz nahm er einen Luftzug, um seine ruhigere Art wiederzufinden.
"Ok, pass auf. Es ist offensichtlich, wie sehr dich die Chuunin-Prüfung frustriert hat. Du strengst dich seitdem mehr an als sonst -und das ist ne Menge. Das ist schon der dritte Tag, den du nur liest." "Ich muss, immerhin hab ich ja eigenhändig dass Team durchfallen lassen. War zwar deren Schuld das Genjutsu nicht zu bemerken, aber ich hatte genauso die Möglichkeit. Wenn ich was erledigt haben will, muss es ore-sama wohl selbst machen." "...Hast du dich gerade ernsthaft selbst mit -sama angesprochen? Es mag vielleicht schwer zu glauben sein, aber manchmal musst du dich auf Leute verlassen, die in solchen Sachen besser geworden sind als du! Und dazu gehört auch, deren Pläne mitzumachen!" "Mir weißtzumachen, ich sei ein Idiot hilft aber auch nicht." "Das mache ich jetzt doch garnicht!" "Ach, jetzt etwa?" "...ja, jetzt." "Wie du siehst komm ich super klar. Ich weiß genau, was ich jetzt tun muss. Gib mir einfach die Ruhe, die ich dazu brauche."
Die Kunoichi wollte sich wieder ihrem Buch widmen, da kam jemand durch die Tür rein. Es war ihr Vater, Dan. "Renshi, Hanshi eure Mutter ist-" "Renshi, mach dich für morgen bereit: Sie haben noch kein Team für dich bereit, und wir nutzen die Zwangspause aus: Morgen geht es auf zu einer Winter-Survival-Einheit! Mit dem Kage ist das schon alles geregelt, wir haben drei Wochen."
"...Und da zeigt sich wieder, von wem du deine Ungestümtheit hast. Bevor du deiner Mutter dankst, will ich erwähnen, wer die geschickteste Überzeugungskraft gestern beim Kage geleistet hat-"Abrubt schmiss Renshi das Buch in die Luft und rannte schnell in das Equipment-Zimmer. Das Buch landete auf Hanschis Kopf, wonach er es mit unüberraschter, ruhiger Miene auf das Sofa ablegte. "Soviel zu nicht der Laune folgen." "...uuund sie ist weg, sobald sie die Nachricht hört, wer hätte das gedacht."
Die Jounin öffnete jedoch die Tür des Equipment-Raumes, um ihr etwas über das Training zu sagen: "Nimm nur normale Winterkleidung mit. Wir trainieren ohne Equipment und Chakra. Flieg also lieber nochmal deine Bücher durch." "Oh mein gott, das wird ja immer besser! Mal wieder was, wo ich mich wirklich austoben kann!"

  Spoiler Spoiler

Renshi wachte auf steinernem Boden liegend auf. 'kalt...' Es war in selbst in ihrer Wolljacke kalt, sie musste offenbar eine Weile auf dem Boden gelegen haben. 'wo?' Die Umgebung war eine braun-graue Felslandschaft, zu beiden Seiten war ein recht steiler Anstieg zu erkennen. Die Raiyuusha stand auf und sah sich die Umgebung noch etwas genauer an: Das kleine steinerne Tal erweiterte sich in eine Richtung, in der durch die dichte Wolkendecke eine klägliche ausrede für Tageslicht durchkam. 'Das wird nicht lange so bleiben, bald wird es richtig dunkel.' Auf der anderen Seite verengte sich das Tal, jedoch glaubte sie, in der ferne Grünes zu erspähen.
Die Genin zug sich die Wolljacke und das Shirt darunter hoch. Sie blickte auf ihren Bauchnabel, auf dem ein viereckiges Symbol war. 'Tatsache, da ist das Siegel. Anders wärs ja auch langweilig.' Schnell wurde der Bauch wieder vor der Kälte wieder unter der Winterkleidung versteckt. 'Ich sollte in Bewegung bleiben.'
Die Ärmel wie ein Mönch inneinandergeführt ging sie zur Verengung. Sie würde zwar etwas Freeclimbing betreiben müssen, jedoch dürfte sie dafür auf Essbares und einen Unterschlupf hoffen.
-
Einige Tage später wachte Renshi unter einem kniehohen Zelt auf, gebaut mit zurechtgeknickten Strauch-Ästen, die mit Moos bedeckt wurden. Auf die selbe Weise hatte sie ein Teppich aus Moos darunter gebaut. Wirklich bequem schlafen oder drehen konnte man sich nicht, aber es war warm genug. Sie sah sich um. 'Yep, immernoch derselbe langweilige Wald aus hohen Bäumen und gelegentlichen Sträuchern. Wenn ich heute wieder kein Essen finde, darf ich die Baumrinde abschürfen, yippieeeee.' Es war zwar wie immer ein tolles Gefühl, sich direkt den Naturgewalten zu stellen, aber es konnte mal ruhig etwas passieren.
Wenigstens hatte sie so gezwungenermaßen Zeit zum denken gehabt. Es war eine Menge auf einmal passiert und sie hatte wie immer die Situation direkt angegriffen, anstatt sie zu analysieren. Aber inzwischen ist ihr einiges klar geworden.
Sie kroch aus dem Zelt heraus - es war Zeit, weiter den Wald nach Nahrung zu durchsuchen. 'Ich... hab mich nichtmal entschuldigt, als ich ihn gesehen habe. Kein Wunder, dass er so abgegangen ist.' Inzwischen war ihr klar, dass sie viel früher ihre Angst genau erkennen sollen hätte . 'Vielleicht hätte unser Genjutsuka dann mal sogar eine Chance gehabt, es zu erkennen... Die ganze Zeit dachte ich, ich sei die einzige gewesen, die in der Prüfung etwas riskantes versuchen wollte. Und am Ende bin ich die, die vor dem Wegrennt, was sich am schwierigsten anfühlt...' Wie auch immer, fünf mal zuviel zu überlegen bevor sie etwas angeht, war einfach nicht ihr Stil, sie würde jetzt nicht damit anfangen. Aber sie musste sich endlich konsequent Dingen stellen, in denen sie nicht so gut war. Sich von jeglicher Kritik zu isolieren... Ihr Genjutsutraining bei der ersten Gelegenheit liegenzulassen... 'Ich kann doch nicht alles, was man je brauchen könnte. Ich muss wohl lernen, damit klarzukommen.'
-
Weiter suchte sie nach essbarem. "Furcht ist einer der stärksten Instinkte." Hallten die Worte ihrer Mutter aus einer früheren Trainingseinheit. "Es ist schwierig, aber höre nicht auf ihn, sondern höre ihm nur zu." Sie hatten den Ausflug damals zusammen unternommen, nicht so wie jetzt. 'Wahrscheinlich musste sie die Zeit nutzen um selbst zu trainieren, anstatt mich zu babysitten.' Umso besser, das würde sie mehr herausfordern! "Ninja lernen, den Instinkt so zu manipulieren, wie sich ihre Ziele nicht darauf vorbereiten können... und bereiten sich selbst auf solche Manipulationen vor." -endlich wusste sie wirklich, was sie mit dem Instinkt-Geschwafel meinte. Und jetzt würde sie es konsequent anwenden lernen!
Die Kunoichi wanderte durch den Wald, bis sie endlich in der Ferne einen weißen Haufen entdeckte. 'Wehe, das ist Schnee.' Renshi hatte für Trinkwasser schon einen kleinen Fluss gefunden und wollte jetzt nicht anzeichen für Kälte sehen. Trotzdem hoffnungsvoll schlich sie sich an das Ding in der Ferne an, welches sich als eine einsamer Ziegenbock entpuppte.
'Mwahahaha! Endlich, Fleisch!' Sie hatte nicht genug Materialien auf dem Boden gefunden, um einen benutzbaren Speer machen zu können, also muste sie sich ranschleichen und es mit den Händen erlegen. Ein Messer vielleicht, aber das würde sich nicht lange halten. Sobald die Sinne des Tieres die Genin aufspüren würden, würde es Angst bekommen und die Gegend verlassen. 'Ich sollte mir die Energie sparen und es vermeiden, ihm hinterherrennen zu müssen.' Der Wind wehte ihr ins Gesicht, sie war in der perfekten Position. Sie musste nur leise und unsichtbar bleiben, bei der Anzahl von großen Bäumen für einen Ninja kein Problem.
Nachden sie das Biest bei den Hörnern gepackt und zu Boden gerissen hatte, lag es von Renshi festgehalten, seitwärz auf dem Boden. Der Bock zappelte wie wild, was es schwer machte ihn ruhig zu stellen. Sie hatte die Hand auf seine Hörner legte sich auf das Vieh mit dem Gesicht über seinem Auge. "RAAAAAARGH!" Der markerschütternde Schrei ließ den Ziegenbock lange genug zurückschrecken, sodass Renshi einen nahelegenden Stein ergreifen konnte.
'Hättest dich besser schlagen können.' Sie wischte sich den Schweiß von der Stirn. 'Aber danke für das Essen.' Das bedeutete eine gute Mahlzeit plus Überreste, die sie räuchern konnte. Sie musste es nur zu ihrem Unterschlupf schleppen, wo sie ein Messer aus dem Zeltholz machen konnte. Ein langer und qualvoller Tod musste ja nicht sein. Dann noch etwas Fell und knochen, mit denen sie sogar Werkzeuge und Waffen machen konnte. Für das Tier bedeutete dies nicht viel schönes, aber in Renshis Augen hatte es die Chance eben vermasselt, sie aufzuspüren.


"Ich muss irgendwie wieder ordentliches Essen finden." Ein Schneesturm wütete draußen. Renshi war jedoch sicher in einem selbstgebauten Iglu. Mehr als zwei Wochen waren vergangen, seit sie hier ausgesetzt wurde. In der ersten Woche lief es noch ganz gut. Zahlreiche Pflanzen wurden gepflückt und sie hatte sogar einen Ziegenbock größtenteils mit bloßen Händen erlegt. Der Winter kam dann jedoch ungewöhnlich plötzlich und hart, die meißten Tiere hatten sich verkrochen und seit einigen Tagen waren die wenigen essbaren Sträucher in der Umgebung völlig leergepflückt. 'Die Wildtiere haben sich wohl den kläglichen Rest der Nahrung geschnappt und sich irgendwo weit weg schlafen gelegt... wenn dieser Schneesturm hier nicht wäre könnte ich wenigstens zu einer anderen Landschaft aufbrechen...'
Ihre einzige Aufgabe war es zwar, nur bis morgen Abend ohne Hilfe auszuhalten und sie hatte mehr als genug Schnee und Lederbehälter, um sich Wasser zu destillieren, aber... 'Ich will das Ding hier mit einer ordentlichen Leistung abschließen. Das ist doch Bullshit, nur zu überleben, weil man bis zu einem Termin ausgehalten hat, obwohl man in den nächsten Wochen verhungert wäre!' Renshi war es wirklich nicht lieb, sich mit so einer Formalität zu retten. Morgen früh würde sie in irgendeine Richtung aufbrechen, egal, wie das Wetter dann aussehen würde.
-
Die Genin blickte nach draußen. Nur wenig Schnee fiel und auch der Wind hatte sich etwas beruhigt. Sie nahm ihr mehr oder minder gut gekürschnertes Ziegenfell und setzte es als Maske auf. Bisher hatte es mit als Werkzeug zum Wasser destillieren benutzt, aber jetzt war es Zeit, einen saubereren Fluss zu finden. Ein par Schlitze als Gucklöcher mit dem Ende ihres Holzspeeres gemacht, und schon hatte sie einen Schutz vor Wind und Schneereflexion. "Na dann, auf das hier mit Style zu beenden!"
Nachdem sie den halben Tag in Richtung Süden joggte, enteckte sie Spuren im Schnee. 'Bärtatzen?' Nachdem sie ihnen näher trat war sie sich sicher: Vor nicht allzulanger Zeit lief hier ein Bär herum. Wahrscheinlich hat ihn die Pause im Scheesturm auch dazu veranlasst, nach Nahrung zu suchen. 'Vielleicht bin ich weit genug gekommen, das die Vegetation hier etwas reicher ist. Ein Glück dass der Schneesturm weg ist, sonst wäre ich in den par Stunden nicht so weit gekommen.'
Als sie den Spuren folgte -langsam, sie hatte ja nicht vor den Bären einzuholen- bemerkte sie, dass von so einigen Büschen Äste abgerissen wurden. An den unversehrten Ästen waren nurnoch wenige Hagebutten übrig, die sich Renshi hungrig herauspickte.
...
'Bär ware ein ordentlicher Speiseplan für heute.' Ihr Magen knurrte. 'Argh, nein, nicht ohne Chakra und mit kaum Essen im Magen!' Es war zwar schade, aber sie würde es nicht auf einen Kampf ankommen lasen, mit Bären war nicht zu spaßen. '...Ich weiß! Der Bär hat sich ja hier offensichtlich einen haufen Sträucher auf dem Weg mitgenommen. Ich Versuche einfach, mir welche von seinen Vorräten zu stehlen!' Ein riskantes Vorhaben, für das sich Renshi da entschieden hatte, aber wenn sie an genug Essen kommen wollte, musste sie dahin, wo sie wusste, dass welches zu finden war.
Einige Zeit später war sie in der Höhle des Bären angekommen. Die Kunochi sah das große braune Biest friedlich in einer Ecke schlummern. 'Nicht gerade ein geräumiger Unterschlupf. Hat wohl nichts besseres gefunden.' Nicht weit entfernt in der anderen Ecke war ein Haufen von Sträuchern mit essbaren Früchten. Groß genug, dass sie ihn mit beiden Armen umfassen musste. Damit würde sie zumindest für heute satt sein. Langsam schlich sie sich an der Höhlenwand entlang, möglichst weit entfernt vom Bären. Genau behielt sie ihn im Auge, sobald er aufwachte musste sie aus der Höhle sprinten und die Gesteinswand hochklettern. Das Essen konnte sie in dem Fall vergessen. Noch ein Stück... sie griff mit den Armen, den Speer immernoch in der Hand, um den Haufen und nahm die Sträucher hoch.
So langweilig Schleichangriffe für sie auch waren, Renshi war froh, dass sie deren Traning damals durchgezogen hatte. Es war zwar etwas schwerer, mit mehreren Kilo sträuchern leise und zügig voranzuschleichen, jedoch für eine Kunoichi die das zehn Jahre praktiziert hatte durchaus machbar. Endlich, der erste Schritt nach draußen! Kurz blickte sie nochmal zum Bär. Er regte sich kein bisschen, noch in der Position, in der ihn die Raiyuusha gefunden hatte. 'Puh...' Der würde erst wieder Aufwachen, wenn sie wieder zuhause war. ' Jetzt nurnoch einen Kilometer Abstand machen und dann wäre das geschafft.'
-
Eine halbe Stunde später kam sie an einem Fluss an, wo sie erstmal das Gesträuch abstellte. 'Moment...' Der Fluss war breit, vielleicht hüfttief, und der Bär hatte sich einen Unterschlupf in noch angemessener Entfernung von hier gesucht...
Erwartungsvoll blickte sie in den klaren Fluss hinein. Da sah sie den Fisch! Schnell wurde der Speer danach gestochen, doch sie war bei weitem nicht schnell genug. 'Okay, das wird eine Weile dauern...'

  Spoiler Spoiler

Renshi lag in ihrem flink gebauten, kleinen Iglu. Um diesen herum hatte sie den Schnee ausgestapft, aber der gerade draußen eingesetzte Scheesturm würde diese Arbeit wohl bald zunichte machen. Egal. Ein Fisch und zahlreiche Beeren hatten ihren Hunger endlich gestillt. Es konnte nurnoch Minuten dauern, bis die drei Wochen um waren. Und sie war vollkomen satt, erholt und unversehrt. UND sie könnte mit dieser Futterquelle problemlos Monate überleben, wenn sie wollte!
'Pah, dieser Erfolg beweist, dass ich schon klar auf Chuunin-niveu bin!'
*KRRRRRRRUMM*
Aus dem nichts brach eine braune Kralle gefolgt von einem Bär aus Renshis rechtem Augenwinkel in das Versteck ein. Das Gesicht des Bären drehte sich zu Renshi. 'Sheiße!' Mit nur wenig Zeit zum überlegen nahm sie den Speer auf und hielt ihn schützend vor sich. Genau in dem Moment, in dem der Bär gerade Renshi sah und auf sie zusprang, als ob er sie auf dem Boden festnageln wollte. Er lief so direkt in den Speer rein, anstatt Renshi in Stücke zu reißen. Das Wildtier wich zurück und stieß vor Schmerz einen tiefen Laut aus.
Schnell flüchtete sich die Genin mit einem Sprung aus dem Schneehaufen, der ihr zerstörtes Iglu war. Ihr Speer fiel zu Boden, leider war sie nicht ganz geschickt genug ihn im Sprung und durch den Schnee mitzunehmen. 'Was zur Hölle macht der hier!?' Das musste ohne Zweifel der Bär von vorhin sein. Er drehte sich um und sprang auf Renshi zu, was sie jedoch durch einen Sprung zur Seite ausweichen konnte. 'Weder der Schnee noch der Stich scheinen ihn wirklich zu verlangsamen... Wenn ich fliehe, holt er mich ein!' Kontinuierlich sprang das Biest mit seinen Krallen nach vorn und zwang die noch aus der Fassung gebrachte Kunoichi, in Bewegung zu bleiben. Sie musste konstant auf seinen Körper achten und sobald er angriff mit möglichst plötzlichen Bewegungen zur Seite springen. Das schwere Tier musste sich schon bewegen, während Renshi auswich. Ihr einziger Vorteil hier waren kurze und flinke Sprünge, das konnte der Bär nicht. Dabei musste sie sich konstant neu Postionieren, sonst würde das Biest noch eine Gelegenheit bekommen, aus weniger als Ellenlängen-Distanz anzugreifen. Dann wäre es so nahe, dass die trainierte Kunoichi nichtmal die Chance hätte, auszuweichen. 'Ich muss es genau im Auge behalten.' Dachte sich die Genin, während sich die Zeit für sie scheinbar verlangsamte, voll auf die Bewegungen des gefährlichen Tiers konzentriert. Sie floh gerade buchstäblich um ihr Leben. Wenn ihre Konzentration auch für nur eine lang Sekunde nachlassen würde, war es das.
Eine gefühlte Ewigkeit von im Kreise Ausweichen dauerte es, bis der Bär sie endlich in die Nähe ihres Speeres trieb. Die linke Pranke fing an sich auf sie zuzubewegen. Sofort ließ sie sich nach links fallen, knapp unter den monströsen Arm geitend. Ein Sprung nach links direkt zu ihrem Speer, eine Rolle, ein Griff und sie hatte hin endlich wieder in der Hand.
Sie war zwar jetzt am Boden sitzend und der Bär würde sie einholen, bevor sie in diesem Schneehaufen aufstehen konnte, jedoch würde der Bär eine böse Überraschung erleben, sobald er sich auf sie stürtzte! Dieser Speer war bei weitem länger als die Pranken des Bärs. Renshi war gerade durch den Adrenalinshub voll konzentriert, ein Zustand, mit dem sie dank ihrem Training sehr vertraut war. Sobald der Bär sich auf sie stürzen würde, würde sie ihm eine noch tiefere Wunde verpassen und den langen Speer nutzen, um trotzdem noch nicht getroffen zu werden!
Zehn Sekunden vergingen. Warum regte sich das Biest nicht? Es hatte den Kopf einfach nur auf sie gerichtet. 'Moment...' Wie zur Hölle hat er ihren Geruch im neu aufgeflammten Schneesturm gefunden?
Er hat nicht Geruch, sondern ihre noch frischen Schneespuren benutzt. Er WUSSTE, dass der Spurenleger das Essen geklaut haben musste. Er hat wenig Energie übrig, ausgehungert ist er bereit Risiken einzugehen und hat es auf eine vermeindliche Auseinandersetzung mit einem Menschen ankommen lassen.
Der Bär machte einen Schritt wie ein Zweibeiner... um auf den Speer zu treten! Schnell Reagierend richtete sich Renshi in eine günstigere Position auf und hielt ihm die Spitze ins gesicht. Voll konzentriert auf das Biest war sie gefasst auf einen nächsten Angriff.
'Er kann denken! Verkackt nochmal, er ist Intelligent!'
Der Bär schlug den Stab nach ihrer rechten Seite, wonach Renshi nach links sprang, mit ihrem drehenden Stab im einklang. Der Holzspeer schnellte nach oben, in das linke Auge des Bären. 'Aber er ist kein Ninja!'
Es war jedoch kein tiefer Stich, die Klaue des Bären prasselte sofort danach von oben auf den Holzstab nieder und verkürtzte die Waffe auf gut einen Meter. Renshi sprang zurück und hielt das abgefetzte Ende vor sich um den Bär auf Abstand zu halten. Sie war jetzt auf manövrierbarem Boden, konnte einigermaßen aus der Ferne angreifen und hatte einen Blinden punkt in dem sie bleiben konnte, selbst wenn der Bär versucht, sich in ihre Richtung zu drehen. Sie konnte es bezwingen!
Das abgetrennte Holzstück berührte den Schneeboden. Der Bär öffnete seinen Mund, um so laut zu brüllen, das er den Schneesturm übertönt. "RAAAAARRRRRG!" Weiter stand das Biest so bedrohlich da, wie es seine Größe gegenüber Renshi erscheinen lassen konnte. Ihr Herz raste vor Adrenalin. Ihr Instinkt sagte ihr, dass sie jetzt fliehen konnte. Aber sie selbst wusste, das der Bär schneller laufen konnte als sie, wenn er erstmal seine Höchstgeschwindigkeit hatte. Und das Biest wollte klar und deutlich nicht aufhören, bis einer der beiden am Boden lag. 'Heh, du musst wohl wirklich verzweifelt sein. Mich angreifen, versuchen mich aus der Fassung zu bringen... Pah, ich bin die Person, die ihre Schwächen kennt und trotzdem weiß, dass sie jedem die Stirn bieten kann! Das war der letzte Fehler deines Lebens, du Biest!'
Sie wich immerzu nach links, zum nun blinden rechten Auge des Bären. Immer mal wieder kam ein Schlag auf die Stirn, während sie ihn umkreiste. Sie wusste nicht wie lange es dauern würde, doch irgendwan müsste er zusammen mit seiner Bauch-Stichwunde genug Schaden erlitten haben, um nicht mehr auf einen zweiten Augen-Stich reagieren zu können.
Endlich fing das Biest an, langsamer zu werden. Zur selben Zeit machte jedoch Renshis linker Arm allmählich schlapp, weshalb sie den Stab promt zur rechten Hand warf. 'Ich weiß nicht, wie lange ich die Anstrengung noch aushalte... Bären sind zwar nicht so Ausdauernd, aber extrem schlagresistent.'
Sie setzte den Stich auf sein rechtes Auge an. Er traf, doch der Bär schlug ihr den Speer aus der Hand! Die Klauen des Biests gingen diesmal mitten durch den Speer und spießten ihn auf. Es hätte sie so fast zu sich herangezogen, wenn Renshi nicht losgelassen hätte.
'Shit!'
Mit voller Kraft warf sich das nun blinde Biest auf Renshi. Sie war nicht darauf vorbereitet, dass es den Angriff pariert. Sie stand dem Bär viel zu nahe, instinktiv wusste sie, dass sie diesmal nicht ausweichen würde.
Dann würde sie lieber Kämpfend untergehen! Sie warf die volle Wucht ihrer rechten Faust dem Bär entgegen. Zu ihrer Überraschung stoppte dieser Konter den Angriff des Bären, wenn er auch nicht umfiel. 'DU WILLST NOCH MEHR?!' Sie hämmerte mit ihren Fäusten auf ihn ein, wollte dem Bär nicht die Gelegenheit geben, einen Gegenangriff zu starten. 'Meine linker Arm wird schlapp...'
Sie musste all ihre verbleibende Energie in eine letzte kraftvolle Rechte packen!
"Renshi, hör auf! Du machst dir deine Schulter kaputt!"
Bevor sie den Schlag ausführen konnte, wurde sie von hinten fetgehalten. Der Bär! Er würde sie gleich...!
Er regte sich nicht.
Renshi blickte nach unten um su sehen, dass der Bär durch einen aus dem Boden geschossenen, spitzen Felsen aufgespießt wurde. Der Grund warum der Bär sich schlagen lassen hat war, weil er vor ihrem ersten Schlag schon tot war. Nach der Gefahr verzog sich auch langsam das Adrenalin und Renshi wurde müder, ihre Gedanken langsamer. 'Warte... Mutter? Und was... ist mit meiner Schulter?' Die Genin fiel, ermüdet von dem heftigen Kampf, in Ohnmacht.


Renshis Schulter tat höllisch weh. Der Wind pfeifte, aber er war distant, als wäre sie in einem Unterschlupf. Sie erwachte in einer dunklen Felshöhle. Draußen schien der Schneesturm wieder voll zu wüten. Sie blickte nach links, wo sie in grünes Chakra gehüllte Hände sah, darunter ihre Schulter mit vier tiefen Schnittwunden. "Schon wach? Nicht bewegen, ich hab auch mit der ruhigen Schulter genug zu tun." "Danke." "Vergiss das danke, ich hätte wegen dem Bär dableiben sollen... Oder wenigstens einen Bunshin dalassen sollen, während ich die Umgebung nach Shinobi abgesucht hab."
"Ich hätte den Bär besiegen sollen..." "DU hättest garnicht erst riskieren sollen, in die Höhle zu gehen." Renshi drehte ihren Kopf weg. "Du wolltest so tun, als wäre dies eine richtige Survivalsituation, stimmts?" Sie wollte es nur ungern zugeben, aber ihre Mutter hatte recht. Sie hätte einfach warten können, bis Kyoshi da war und dann probieren den Bär zu bestehlen. "Ich versteh schon. Ich hätte vorsichtiger handeln und warten sollen." Die Jounin war überrascht, aber vor allem Zufrieden über ihre schnelle einsicht. Ihr Lächeln wandelte sich aber recht schnell zu einem konzentriertem Gesichtsausdruck, noch war der Arm nicht sicher:
"Wie sehr du das Ding nach der Verletzung bewegt hast, wird das selbst mit Chakra schwer heilen. Ich bin kein Spezialist." Renshi blickte wieder auf ihren Arm. "Wann war das passiert?" "Sag du's mir. Nachdem du den Bären erfolgreich beklaut hast, bin ich Vorräte für unseren Rückweg sammeln und die Gegend absichernd gegangen."
Die Genin starrte auf die Decke. "Ach ich hab doch keine Ahnung, im Kampf hat einfach mein Arm angefangen schlappzumachen." Wann konnte es passiert sein? "Nuuuun, dann war es wahrscheinlich bevor der Arm schwächer wurde." Sie ging den Kampf von Anfang an durch: Den plötzlichen Einbruch, gegen den sie sich mit dem Speer wehrte. Das ständige Ausweichen... "Es war intelligent, es hat meinen Speer zerstört. Als ich von unten das Auge getroffen hab, war ich recht nah, da muss es passiert sein. Es muss wohl nicht nur den Speer, sondern auch mich erwischt haben." Kein Zweifel, wenn ihre Mutter später gekommen wäre, wäre es wesentlich schlimmer geworden. "Ich hätte den Spuren nicht folgen sollen, sowas ist für Training nicht nötig. Ich habs vermasselt, und das ist ganz klar meine eigene Schuld..." "Ich war zwar nicht froh, dass du das gemacht hast wenn du nicht musstest, aber du hast dich immerhin erfolgreich davongeschlichen. Ein totales Versagen würde ich das nicht nennen. Und es stimmt schon, dass man in einer RICHTIGEN Situation nicht einfach auf Rettung hoffen kann." "Aber ich hab nichtmal bedacht, dass es ein Kuchyose-Tier sein könnte." "Naja, selbst wenn du mir Bescheid gesagt hättest, -was du aber wirklich hättest machen sollen- wäre ich weggegangen, nachdem du scheinbar in Sicherheit warst. Ich war genauso überrascht, dass es dich zurückverfolgt hat, sonst wäre ich ja dagebieben. Meiner Erfahrung nach sind intelligente Tiere immer in Gruppen unterwegs... Im Ernst, was deine Leistung gegen so ein intelligentes und starkes Tier ohne Chakra anbelangt: Ich bin Stolz auf dich."
Renshi grinste leicht. Auch wenn sie nicht ganz Perfekt zu dem Kampf gekommen war, es war eine epische Schlacht, die sie Leuten unter die Nase reiben konnte! Aber Trotzdem: Wenn auch knapp, hatte Renshi heute aus eigener Kraft versagt, daran war nichts rumzudrehen. Ihr gesichtsausdruck wurde ernster, zielstrebiger.
Nichtmal sie konnte alles alleine bewältigen, schien es. Ab jetzt würde sie ihren Freunden mehr Dankbarkeit zeigen, wenn sie ihr helfen würden. "Ich muss, sobald ich in Kiri ankomme, ihn im Krankenhaus besuchen gehen... Und mich entschuldigen, so ein Idiot gewesen zu sein." Ihr war inzwischen auch so schon klar, das sie einen enormen Fehler gemacht hatte. Dafür hätte sie nichtmal ein Deathmatch mit dem Bären gebraucht, um sie wachzurütteln.
"Ah, du hast die Zeit genutzt, um nachzudenken. Sehr schön, ich hatte gehofft, dass ich nicht wieder ewig mt dir Diskutieren muss. Du bist endlich eine gleichtzeitig eigenständige und teamfähige Shinobi..." Das grüne Licht erlosch. "Und fertig! Jetzt balsamieren und verbinden wir das noch und lassen dann einen richtigen Artzt drübergucken. Es wird bei so tiefen Wunden wahrscheinlich ne Narbe bleiben, aber besser als ihn nicht bewegen zu können." "Naja, Narben sind cool! Außerdem hab ich dann ein Mitbringsel von heute." "Das ist aber keine Gesunde Einstellung." schertzte die Jounin. Auch wenn es ihr wichtig war dass sie hieraus lernte war sie froh, dass Renshi nicht ihre Energie verlor. Und vielleicht würde die Narbe ja wirklich an heute erinnern, sollte sie es irgendwann in der Zukunft brauchen.
"Weißt du, es ist irgenwie komisch in der Bärenhöhle eines getöteten Bären zu schlafen, fühlt sich an als hätte ich gerade jemandes Haus gewaltsam entrissen." "Du entwickelst eine Freundschaft mit Bären im Schnee? Naja, irgenwer in der Familie muss ja die Stereotypen am Leben erhalten."
Steckbrief // Jutsuliste // Theme

  Spoiler Spoiler

Was? Du hast auf den link geklickt und willst immernoch ein richtiges Theme? Na schön: Character-Soundtrack

Dieser Beitrag wurde bereits 15 mal editiert, zuletzt von »Raiyuusha Renshi« (26. Mai 2015, 19:22)

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Dienstag, 12. Mai 2015, 00:55

Ende Charakterstory:

  Spoiler Spoiler

In Kiri angekomen, hatte Renshi noch einige Behandlungen an ihrer Schulter vornehmen lassen, um auch sicherzustellen, dass keine Langzeitschäden blieben. DIe Ärtze konnten alle Schäden bis auf eine rein ästhetische Narbe wegheilen. Sie sahen die Kunoichi nur ungern so schnell wieder, ihr persöhnlich war es für den erfolgreichen Ausflug jedoch allemal wert!
Nun war es aber Zeit endlich... ihn zu besuchen und sich für ihre Handlung am Ende der Prüfung zu entschuldigen. 'Hoffentlich ist er inzwichen nicht ganz so sauer...' Renshi atmete tief durch und trat in das Zimmer ihres Teamleiters, Ryuzaki, ein. Sie sah ihn im Krankenhausbett liegend, mit mehreren Gipsverbänden und einem Schlauch, der von seiner Pulsader in eine gefüllte Plastiktüte ging. 'Das... sieht nicht schön aus.' Sie hatte immernoch keinen genauen Plan, was sie sagen sollte, aber es war genug Zeit vergangen! Irgendwas musste sie jetzt sagen.
"Es tut mir leid." kam schließlich heraus, hoffentlich würde das für den Anfang reichen.
Der verletzte Shinobi drehte sich um. "Renshi?" Offenbar hatte er sie nichteinmal beim hereinkommen bemerkt.
"Ich bin einfach nur da um zu sagen... das es mir leidtut, dass ich ohne Absprache auf diese Ninjas losgegangen bin. Sie haben irgendein Genejutsu eingesetzt, damit ich vorm Turm Angst habe. Deshalb hab ich auch nicht dahin gewollt." "Also bist du ernsthaft hergekommen um mir zu sagen, es war allein das Genjutsu schu-" "Ah, nein! Ich weiß, das bei mir auch Schuld lag. Der Grund warum mir nicht klar wurde, dass die Angst vom Turm kam... ist, dass ich mir nicht eingestehen wollte, aus Angst zu handeln. Ich verspreche wirklich, dass ich alles geben werde, dass das nicht nochmal passiert!" "Nochmal...? Ich weiß nicht, ob da überhaupt ne Gelegenheit besteht... "
"Mein Gott, was?! Soll das heißen du kannst... NICHT MEHR..."
"Argh! Nicht so laut! Nein, so schlimm ist es nicht, es dauert nur eine Weile. Ich bin einfach nicht so gebaut wie ihr zwei. Ich kann nicht einhundertmal aufstehen, nachdem man mich umhaut. Ich bin... einfach müde." Er pausierte kurz. Offenbar fiel es ihm sogar schwer, ein Gespräch aufrecht zu erhalten. "Mein Körper war nur eine Zeit lang in einer Art Erholungskoma, weil die mich bis zum Limit verprügelt hatten... und ne Menge geheilt werden musste. Zum Glück wussten die offenbar, wann sie den Sieg sicher hatten. Wer auch immer das war, sie sind jetzt alle bestimmt auch Chuunin."
"Puh, da bin ich froh, ich dachte schon, du musst dein restliches Leben im Rollstuhl verbringen." Es dauerte eine kurze Weile, bis der ganze Satz bei ihr klick machte. "Warte, ihr seid auch Chuunin?! Aber du bist doch nichtmal in die Endrunde gekommen!" Der Chuunin sah sie mürrisch an. "Ähm ja, das ginge dann auf meine Kappe." Er säufzte nur kurz, bevor er schließlich Antwortete:
"Anscheinend gab es keine Endrunde. Es wurde nur nach der Goldobjekt-Aufgabe entschieden. Und nichtmal nach der Anzahl, sondern nach Beobachtungen in der Prüfung. Ich hörte, sie haben überall Kameras und so weiter aufgestellt. Wahrscheinlich erwarteten sie wir wären Toast, sobald diese Profis uns eingeengt hatten. Unser Fluchtversuch muss sie wohl überrascht haben."
Die Raiyuusha konnte bedingt verstehen, warum sie als einzige nicht ausgewählt wurde. Sie hatte zwar das meiste Survival-Equipment mit und bei den Kämpfen gut mitgemacht, aber die anderen beiden haben länger als Team zusammengearbeitet. Wenn es irgendwas gibt, das neben Schleichen und Kämpfen alle Ninjas universell können mussten, dann das. 'Okay klar, das mich die Aktion aus der Prüfung raushaut... aber wenigstens hätte ich sonst bestanden.'
"Also soll ich jetzt einfach so tun, als ob das nie passiert wäre? Selbst für dich war die Aktion..."
"Na was soll ich denn noch sagen! Klar, ich hätte euch nicht einfachso sitzenlassen sollen, aber wirklich: Das. passiert. nicht. mehr!"
"Ich will dir ja glauben, aber nach all dem... keine Ahnung, ich bin einfach zu müde für die Diskussion."
"Arrrgh!" Und es lief doch so gut! Was zur Hölle war denn jetzt so schwer?!
Während Renshi nach den nächsten Worten suchte, öffnete sich die Tür hinter ihr. "Also ich hab das *durch* die Tür gehört. Er braucht seine Ruhe, Renshi." Sie drehte sich um. "Takeshi?" "Ich hoffe du bist nicht nur zum rummaulen hier." "Nein! Ich... bin nur hier, um euch zu sagen, wie sehr mir klar ist, dass das nie hätte passieren dürfen. Ich habe mich von Genjutsu-Angst dazu verleiten lassen, euch zu hintergehen. Es tut mir wirklich leid." "Ich hoffe es tut dir leid! Wären wir auch nur eine Minute später beim Turm gewesen, wären wir nach all dem Scheiß auchnoch aus der Prüfung geflogen.""Hey du Sack, ich war in genauso viel Gefahr wie ihr! Nur weil ich Mist gebaut hab gibt dir das nicht das Recht zu sagen, mein Leben ist weniger Wert als dein Rang!"
"Ruhe!" Der ehemalige Teamleiter erhob seine Stimme. "Okay, offenbar bin ich nicht der einzige, der sich noch nicht von der Prüfung erholt hat." Er rieb sich die Stirn. "Vielleicht sollten wir uns einfach später darüber unterhalten." "Hört mal, mir ist jetzt wirklich klar, dass es Dinge gibt, die mich überwältigen. Und ich kann ne Menge alleine schaffen, aber je mehr ich mir vornehme... desto mehr brauche ich mein Team. Ich weiß nicht, wie ichs euch sonst sagen soll!" "Renshi, er kann kaum ne Unterhatung ohne Kopfschmerzen aufrecht halten. Geh jetzt."
Renshi nahm einen tiefen Atemzug. "Kein Problem. Ich hab gesagt, was ich wollte. Gute Besserung." sagte die Genin, wonach sie Richtung Krankenzimmer-Tür ging und den Raum verließ.

  Spoiler Spoiler

"Es ist ja nicht so, das ich nicht alleine laufen kann. Du hast bestimmt wichtigeres zu tun, als mich abzuholen." "Ach komm, fang nicht damit an. Sag schon, wie liefs mit ihnen?" "Es... hätte besser laufen können. Ich weiß nicht, was zur Hölle sie noch haben." "Naja, vielleicht kommen sie später damit klar. Es ist einfach nur ne Menge, dass sie auf einmal vergessen sollen." Die Genin blieb auf dem Weg stehen, den blick nach unten gerichtet. "Yeah, manchmal bin ich echt die schlimmste Teamkameradin, die man sich wünschen kann."
Ihre Mutter lief zu ihr hin und legte die Hand auf die frisch genarbte Schulter. "DAS ist schwachsinn, Renshi. Deine Energie und dein Drang , nach vorne zu puschen ist genau so hilfreich, wie deine Ninjafähigkeiten. Taktik ist nicht ganz alles. Du hast die bestimmt mehrmals motivieren müssen, ihre Ärsche hochzkriegen. Der Leiter scheint mir ein besonders pessimistischer Bursche zu sein."
"Heh, das stimmt. Und ehe Takeshi seine Meinung ändert vereinigen sich die Shinobi-Dörfer." Renshi richtete ihren Blick wieder nach vorn. "Es wird sich zeigen, wie sich das entwickelt. Was auch immer passiert, es wird mich nicht davon abhalten, stärker zu werden!" Die Jounin schlug ihrer Tochter als Antwort auf die schulter. "Braves Mädchen." "Hey, für dich immernoch Kunoichi!"
Einige Häuserblöcke weiter kamen die beiden Kunoichi zu ihrem Haus. Auf dem Weg waren sie in ein leichtes gemätzel geraten... miteinander, welches sie beim gehen fortsetzten. Ein merkwürdiger Anblick für die Passanten, aber für die beiden war dies das Beste, was man sich vorstellen könnte. Renshi hatte heute und morgen noch frei, also war ausnahmsweise Zeit für die ganze Familie mal nen gemeinsamen Abend zu haben. Sie hatten sich eigentlich vorgenommen die Zeit dafür zu nutzen, sich auszutauschen anstatt in Spaßkämpfe zu verfallen. Es war einfach viel zu selten die Gelegenheit da und die Zeit gerade war zu wertvoll. Jetzt waren sie aber genaugenommen nicht alle gemeinsam im Haus... und Renshi wollte einfach den Moment genießen, bis sie durch diese Tür kam...
*klick**PLUMPS*
Die Genin flog durch die Tür auf den Boden und rollte nach vorne. Ihre Füße wurden abrubt von zwei Händen festgehalten, was sie zum stoppen brachte. "Renshi ich hab dich lieb, aber wenn du aufs Spielbrett fällst kriegt Junior hier einen Herzinfarkt... ach wem mach ich was vor, er ist eh am verlieren."
Die Raiyuusha sah sich das komplexe Spielbrett an, während sie von der Jounin hochgehoben wurde. Es war diese schrecklich langweilige Finanzmanagement-Simulation, die ihr Vater mit ihrem Bruder spielte, um ihm Geschäftstaktiken nahezubringen. 'Urgh, das einzige was schlimmer ist, als sich stundenlang für seine Geschäftstreffen schick machen zu müssen.' Sie hatte es ein mal mit ihnen gespielt und schon nach kurzer Zeit versucht, mit Absicht aus dem Spiel auszuscheiden. Wer würde sich ein Spiel ausdenken, bei dem die Verlierer für die nachsten Tage, die das Spiel dauert, ausgeschlossen werden?! Es war so langweilig, dass Renshi sich mit Absicht bankrott gehen lassen hat! Wenigstens war das ne Option.
Immerhin schien diese abgewandelte Variante eine komplexe Simulation zu sein. Dieses Spiel hatte also wenigstens ne Ausrede, überhaupt existieren zu dürfen. "Hey, nach zwei Wochen! Zwei Wochen hab ich schon durchgehalten und es gibt jede Möglichkeit, das Ruder wieder rumzureißen!" "riiiiiiiichtig..."
Es war offenbar wirklich eher auf die Lehrerfahrung als auf Vergnügen ausgerichtet. "Dein schäbiger "Kapiche"-Detektivschuppen wird bald selbst von der richtigen Polizei dichtgemacht. Es war einfach viel zu riskant, alles außer deiner Privatdetektivargentur zu verkaufen. Wolltest wohl unbedingt meine Aktionen gegen dich nachweisen?" ihr Vater bewegte einige Spielgeld-Scheine in einen Topf und eine Figur nahe zu einem Roten Feld, auf dem zahlreiche von Hanshis Spielfiguren waren. "Aber diese Offensivtaktiken werden dein Verhängniss sein!" "Sei dir nicht so sicher, noch must du Würfeln!" Grinsend nahm der Geschäftsman die Würfel in die Hand und schüttelte sie. "Sag aufwiedersehen zu deinem Kapiche-Laden!" Die Würfel rollten und blieben an Hanshis Schoß stehen, welcher sich beim Anblick der Augenzahl frustriert nach hinten lehnte.
"NEIN! MEINE KAPICHES!"
-
Renshi musste unweigerlich lachen. Es war einfach so schön, die ganze Familie mal wieder zusammen zu sehen. Und alle arbeiteten so sehr an sich, es erfüllte sie mit Stolz! "Aber tschuldigung, dass wir dir nicht sofort deine wohlverdiente Willkommensparty spendiert haben. Jun-" "Hanshi!" Der Finanzmeister stand langsam auf unsd schüttelte grinsend seine eingeschlafenen Beine. "...Hanshi hier...wird richtig gut, so langsam fühle ich mich sicher mit der Firma irgendwann in seinen Händen." Auch Hanshi stand langsam auf.
"Wie lief deine Survivaleinheit?"
Renshi atmete tief durch. Jegliche detaillierte Beschreibung war egal, für sie zählte einfach nur, wie viel sie gelernt hatte. Sie atmete tief durch, und rammte die Faust in die Hand. "Ich bin verdammt viel stärker geworden! Kannnst du das in deiner Geschäftsmann-aufmachung?" "Bah, welchen Einfluss hat ein Soldat gegenüber einen Geschäftsmann?" "Na warte, ich werde der nächste Juu-nin oder sonstwas, was die sich erst für mich ausdenken müssen! Dann wirst du froh sein, wenn ich in deiner Nähe bin!"
"Ihr schweift ab, aber egal. Am Esstisch bespricht sich das Training eh besser. Zuerst..." Die Raiyuusha-Jounin nahm ihre beiden Kinder in den Schwitzkasten. "Hey Dan! Hilf mir mit der Gruppenumarmung- Sehr gut!" "Kein Streit heute, selbst wenn ihr beide es inzwischen scherzhaft meint! Heute ist Familientag!"
Die beiden Jugendlichen drückten ihre Eltern fest. Auch wenn selbt nur mal einer von ihnen selber Zuhause war, würde diese Familie sich durch nichts so einfach zertrennen lassen! Nach einer Weile begann die Jounin jedoch höhnisch zu Renshis Vater zu grinsen, der das Signal erfolgreich interpretierte. "Weißt du Kyo, das ist ziemlich unfair, für mein Geburtstagsgeschenk warst du da aber bei deinem Geburtstag bist du einfach zwei Wochen weg." Renshi fühlte, wie sich sich ihr Bruder zusammenzuckte und dann versuchte, sich aus der Umarmung zu winden. Worauf spielten die beiden an? "Es ist doch mein Geburtstag, warum beschwerst DU dich dann? Hm?"
Plötzlich machte es klick bei Renshi. "Aaaa, nein! Okay, zu viel Info für mich! Diese Umarmung ist Vorbei!" "Ihr habt euch das abgesprochen, gebts zu!" Die Eltern fingen an, manisch zu lachen!
Sie musste aus dieser nun unangenehmen Umarmung raus! Nach einigen Windungen schaffte sie endlich einen Sprung aus der Umarmung heraus.

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Sprintend rettete sie sich in ihr Zimmer. 'Puh...' Sicher von den Späßen ihrer Familie, blickte sie auf den Equipment-Abstellbereich, die einen Großteil ihres geäumigen Zimmers ausmachte. Renshis Gesuchtsausdruck wurde ernster, ihr war danach, einige Techniken auszutesten. Zuerst machte sie zahlreiche, schnelle Faustschläge in die Luft hinein. Sie sprang hin und her, machte ein par präziese Schläge und führte zum Schluss einen Drehkick aus. 'Aaah, meine Techniken konnte ich lange nicht mehr audprobieren. Lebhaft wie immer! '
Auf dem Tisch in der Ecke des Zimmers lag ein Briefumschlag. 'Ein Brief für Ninjas?' Die Genin öffnete ihn. Auf dem Zettel darin waren einige Bilder, Beschreibungen und ein Treffpunkt aufgetragen. Hinter Renshi öffnete sich die Tür: "Meine Fresse, vor deren Anspielungen ist man nie sicher... Warum müssen unsere Eltern gerade so einen Humor haben- hey, ist das dein neues Team?" "Yeah..." "Wie lief es überhaupt mit deinem altem Team?" "Naja sie verstehen was passiert war, aber sie haben einfach ihren Arsch so fest auf dem Boden sitzen... Warum können *sie* sich nicht mal überwinden! Dieses ständige gemeckere in letzter Zeit geht mir echt auf den Sack, selbst Mutter stellt mich dauernd richtig!" Renshi griff sich an den Kopf. "Okay, vergiss den letzten Satz, sie hilft verdammt viel." "Sie brauchen wahrscheinlich nur Zeit, das wäre für jeden schwer zu vergessen... Aber ich weiß, wie das ist, werde von Vater genauso regelmäßig angetrieben." "Ich weiß..." "Aber hat uns das nicht gerade stärker gemacht?" "Hä? Wir sind nicht durch gemeckere sondern durch Training stärker geworden." "Naja, sie haben uns die ganze Zeit in schwierige Situationen reingeworfen. Wenn sie da waren, haben wir zusammen Trainiert. Und immer, wenn wir nicht weiterwussten, waren sie da, um uns Hinweise zuzuwefen."
'Hm.' Jetzt wo Renshi es sich genauer überlegte, war es ihr um einiges deutlicher. Sie hatte vor der Prüfung nie eine Situation vor sich, für die sie nicht die richtigen Fähigkeiten hatte. Und immer, wenn es doch so aussah, als wäre alles aussichtslos, hat ein Hinweis gereicht und sie wusste bereits, was zu tun war. "Sie haben glaube ich selbst gemerkt, dass wir uns darauf verlassen haben, das immer eine Lösung aus dem nichts kommt. Deswegen haben sie uns beiden so eine lange Aufgabe ohne Hilfestellungen gegeben. Normalerweise hat er mir bei einer Denkblockade immer wieder Tipps gegeben, damit wir den nächsten Teil üben können." "Huh, für mich war das auch das erste mal komplett alleine... Wer hätte gedacht, dass selbst unsere Supereltern ihre Herangehensweise überdenken müssen." "Kommt da die 'mammi und pappi sind nie zuhause'-Renshi wieder?" Die Genin zwickte kurz den Unterarm ihres Burders. "Okay, sorry." Das 'übertreibs nicht'-Signal schien bei ihm angekommen zu sein. "Es ist nicht so, dass es bei dir nicht so war. Du warst nur besser darin, es zu verbergen." "Na, danke, mich daran zu erinnern." "Aber wenn ich so nachdenke, bin ich in letzter Zeit froh, wen sie nicht da sind." "Ok, wow." "Nicht auf die Art! Es... gibt mir das Gefühl, mich mal endlich beweisen zu können. Nicht ihnen, sondern eher mir selbst. Klar, Teamwork und Freunschaft ist wichtig, aber wenn man nicht auf eigenen Beinen stehen kann, dann kann man auch niemandem aufhelfen."
"...Also liegt irgendwo doch ein Rhetoriker in deinem Köpfchen vergraben." "Danke!" "Tief, tief vergraben." "Hey!" "Wir sollten aber wirklich eigenständiger werden..." "Na dann gut, dass ich inzwischen meine eigenen Waffen beschwören kann!" "Vielleicht sollte ich später nach einem Anteil der Firma fragen... Dann könnte ich mal echte Erfahrung sammeln." Renshi schlug die Faust auf ihre Handfläche. "Yosh, machen wir uns also einen Namen in dieser Welt! Und das mit unseren eigenen Leistungen! Los, versprich es!" Sie drückte ihren Bruder so fest sie konnte mit ihrem frisch vernarbten Arm. "Argh, Renshi... so schüttelt man nicht auf einen Deal... keine Luft..."
Zu ihrer überraschung löste sich Hanshi eigenständig aus dem Griff und warf sie zu Boden. 'Wut?!' Mit perplexem Gesichtsausdruck lag sie auf den Rücken, wo sie ihren Kopf anhob um ihen Bruder anzublicken. "Ähm, ja, das Trainingsregime meines Vaters wird in letzter Zeit immer härter... sorry... es... war ein Reflex?" Doch die Entschuldigung brachte ihm nichts, schnell hatte Renshi ihn in einem harten Armhebel, mit der anderen Hand drückte sie ihn zu boden. "Okay, Kapitulation! Kapitulation!" "So, und wie kommt man da raus? Na warte du, mich so zu überraschen!" Plötzlich klopfte es an der Tür, sofort standen die beiden Geschwister vom Boden auf und stellten sich ruhig. Heute sollte ja ein erholsamer Fanilientag werden.
"Okay, der Scherz ist vorbei, Renshi. Ich verspreche euch beiden, heute kommen keine Innuendos mehr von uns." Ihre Mutter trat in das Zimmer. 'Manchmal wundere ich mich, ob das psychologische Abhärtung ist, oder ob das tatsächlich deren Humor ist... wahrscheinlich beides.' Renshi drehte sich um und Präsentierte ihr den Zettel: "Mein neues Team steht offenbar schon fest." "Naja, man darf uns Shinobi ja nicht müßig werden lassen. Hast du ein gutes Gefühl?" "Na und ob! Ich hab mich so gesteigert, da sollte das was werden!"
Am Abend des nächsten Tages wurde die Genin von Takeshi ins Krankenhaus gerufen. Ihr ehemaliges Team schien ihr zwar immernoch schlecht gelaunt in ihrer Nähe, hatte aber ihre Entschuldigung endlich akzeptiert. Die beiden Chuunin, und schnell auch Renshi, fanden es aber am besten, wenn sie sich für eine Weile alleine lassen würden. Sie hatten zwar ihre Teamwork-Fähigkeiten in den vier Jahren verbessert, aber das war vielleicht gerade weil es so eine schwere Aufgabe war alle drei Persöhnlichkeiten auf eine gemeinsame Aufgabe zu konzentrieren. An diesen Schwierigkeiten haben sie sich gesteigert.
Vielleicht würden sie in anderen Teams besser funktionieren, so oder so würde erstmal etwas Zeit vergehen, bevor das Team wieder zusammenkommt. Trotzdem, sie hatten ne Menge zusammen durchgemacht und würden bestimmt hin und wieder mal zusammenfinden, nachdem sich alle Spannungen abgekühlt hatten. Vielleicht sogar als Shinobi-Team, wenn sie sich besser darauf konzentrieren konnten, sich gegenseitig zu ergänzen. Dies war zwar nicht der beste Stand der Dinge, aber Renshi wusste, dass es in der Shinobiwelt wesentlich schlimmer zugehen konnte. Und sie war zuversichtlich, dass das, was sie über sich und alles andere gelernt hatte, ihr mehr als genug Mittel geben würde, die kommenden Herausforderunen zu packen!

"Und da hast dus. Ich habe gelernt, dass man einfach seine Stärken und Schwächen hat, daran ist nicht viel zu machen! Aber sich eingestehen, dass man Schwächen hat, heißt noch lange nicht, dass man vergessen muss, was man schon gut kann!
Nur weil man etwas gut kann, heißt das nicht, dass man nicht noch besser darin werden kann. Nur, weil man etwas nicht gut kann, heißt das nicht, dass man nicht zumindest so gut darin werden kann, dass man seine Stärken besser einsetzten kann. Wahre Stärke ist, nie aufzuhören sich zu verbessern!
Und jetzt da ich das weiß, werde ich nie aufhören, stärker zu werden! WOOOOOHOOOO!"

Steckbrief // Jutsuliste // Theme

  Spoiler Spoiler

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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Raiyuusha Renshi« (26. Mai 2015, 20:27)

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