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Themenstarter Themenstarter

1

Samstag, 26. November 2011, 22:39

Verborgenes Gefängnis



In einer der vielen steinernen Inseln der Wüste des Windreiches verborgen, liegt eine kleine Anlage. Es ist eine in den steinigen Untergrund gebaute Anlage, welche aus einem großen Hauptraum und drei Zellen besteht. Diese Zellen sind durch lange Gänge mit dem Hauptraum verbunden und mit schweren eisernen Türen versehen worden, welche nachträglich installiert wurden. Die Anlage selbst ist in den Fels geschlagen und mit hellem Stein von innen gemauert. Sie ist sehr alt und man weiß nicht wer sie einst erbaute, oder wozu sie früher diente. Und so kommt es, dass sie trotz einer gründlichen Untersuchung verborgene Überraschungen bereithalten könnte…

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Mit einem genüsslichen Grinsen betrachtete der Shinobi die junge Frau, derer er sich nun annehmen sollte. Sie war so eben von zwei anderen gebracht worden, deren Gesichter er noch nie gesehen hatte mit der Anweisung dafür zu sorgen, dass sie nicht mehr von hier entkommen würde. Ohne große Eile an den Tag zu legen betrachtete er sein Opfer. Ihr geschundener Körper war bis auf die weite Hose die sie ihr angelegt hatten nur von Verbänden bedeckt. Sie hatte viel mitgemacht wie es schien. “Eine Schande ist das! So ein hübsches junges Ding! Was für eine Verschwendung sie hier verrotten zu lassen!“ hörte er seinen Kollegen sagen, während dieser die persönlichen Sachen, wie auch die Kleidung der Frau in das lodernde Feuer warf. “Ist nicht dein Problem, so lange du dich dran erinnerst die Finger von ihr zu lassen. Der Boss will sie unversehrt und sicher verwahrt wissen.“ erwiderte der Shinobi, während er damit begann das Gedächtnis der Frau zu ändern. Er löschte die Jahre als Shinobi und ersetzte sie durch harmlosere Tätigkeiten. Er löschte ihre Familie, ihre Freunde und jeden den sie gekannt hatte und ersetzte ihre Gesichter durch Menschen, die in einem kleinen Dorf im Windreich lebten. Er löschte die Erlebnisse, die sie zu der Gemacht hatten, die sie heute war, die ihr die Stärke gaben zu kämpfen und ersetzte sie durch ein friedliches Leben. Und dann, kam sein Meisterwerk. Er verpasste ihr eine Erinnerung, in der sie für den Tod ihres Kindes verantwortlich war und ihren Mann im Streit erschlagen hatte. Er sorgte dafür, dass sie sich für einen schlechten Menschen hielt und davon überzeugt war, jegliche Strafe zu verdienen. “Jetzt beeil dich mal. Ich mag keine Gäste hier haben…“ maulte sein Kollege. Es war wirklich eine Pest mit diesem Wärter zusammen zu arbeiten, wie er ihn abfällig bei sich nannte. “Ich bin fast fertig. Nur noch eine Kleinigkeit“ erwiderte er gelassen und setzte eine letzte Erinnerung. Sie würde glauben, zur strafe geblendet worden zu sein bevor man sie eingesperrt hatte. Und um ihr diesen glauben zu erhalten, setzte er ein Jutsu mit dem um sie herum ewige Nacht herrschen würde. Und mit ewig meinte er natürlich, bis der Boss wieder Verwendung für die Frau hatte. Schließlich richtete er sich auf und sah zu seinem Kollegen “Sie ist fertig, du kannst sie jetzt in die Zelle bringen.“ sagte er und wand sich in Richtung des Ausganges. Seine Arbeit hier war getan.

Mürrisch stand er auf und hob spielerisch das Mädchen von dem steinernen Tisch. Er war genervt davon, dass ihn jeder nur als Gefängniswärter sah und ihn wie ein Mädchen für alles behandelte. Es wurde Zeit das sie alle wieder verschwanden und ihn auf seinem ruhigen Posten allein ließen. Alle drei Zellen waren nun belegt und sollte nicht etwas Unvorhergesehenes passieren, würde er jetzt lange Zeit haben um mit seinem Mitwächter Karten zu spielen. Es gab hier nicht viel zu tun ansonsten, warum seine Kollegen öfters mal wechselten, weil sie die Stille nicht ertrugen. Ein Grinsen legte sich auf seine Lippen, während er das Mädchen mit den von der Decke hängenden Ketten versah und sie dann los ließ. Keiner von diesen Idioten hätte es auch nur ein Paar Tage in diesem zustand ausgehalten, in dem sich die Gefangen befanden. Geschweige denn Jahre, wie es für gewöhnlich der Fall war. Diese Armen Seelen waren jeder für sich mehr wert als der gesamte verdammte Verein für den er arbeitete. Mit Ausnahme vom Boss natürlich, welcher auf einer anderen Stufe stand. Menschlich, Intellektuell und von seiner Macht. Langsam machte er einen schritt zurück und betrachtete die Gestalt wie sie nun an den Ketten hing, die Füße einige Zentimeter über dem Boden hängend, so dass ihre Zehen ihn fast erreichen konnten. “Ist nicht für Leute wie dich gemacht kleines…“ seufzte er. Was hatte dieses halbe Kind wohl getan um das hier verdient zu haben? Er schüttelte den Kopf und machte sich an den Raum zu verlassen. Es war müßig darüber nachzudenken. Noch einmal sah er in die Zelle, dann löschte er das Licht und schloss die schwere eiserne Tür. Zurück blieb eine junge Frau in der dunklen Stille der kleinen Zelle.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »NPC« (26. November 2011, 22:56)

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Shiraha Karasu Weiblich

Fröhlicher Wirbelwind

Beiträge: 145

Geburtstag: 28. Februar 1991 (28)

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Suna-Gakure

Beruf: Chuunin

2 Auszeichungen

2

Samstag, 26. November 2011, 22:44

Zelle 3

Musik zum Post



<< [Mission] Tengoku no Oashisu

Als sie wieder zu sich kam, wusste sie erst nicht wo sie war, dann erkannte sie, dass sie an ihren Armen aufgehängt war und ihre Füße den Boden nicht berührten. ’Wo bin ich hier?’ Sie wusste es nicht. Und es spielte auch keine Rolle. ’Wie lange bin ich schon hier?’ Sie konnte es unmöglich beantworten. Es war dunkel und sie hatte schon Probleme zu sagen wie lange es her war, dass sie Wach geworden war. ’Warum bin ich hier?’ dunkel begann sie sich zu erinnern. Ihr Kind, ihr kleiner Sohn, er war Tod. Genau wie ihr Mann den sie im Streit darum erschlagen hatte. ’Gott vergib mir’ sie hatte es verdient hier zu sein. Allein, frierend und angekettet. “Ah du bist wach!“ hörte sie ein Stimme und sah sich um. Warum kam jemand in der Dunkelheit zu ihr? ’Richtig, ich wurde geblendet’ schoss es ihr durch den Kopf. “Es wird Zeit das du etwas isst…“ erklärte die Stimme und schob ihr ohne Rücksicht einige Pillen in den Mund. “Hier trink das nach“ Der Mann schob ihr einen Trinkschlauch in den Mund und drückte Wasser hinein. Sie trank einige Schlucke, so schnell sie konnte und schluckte dabei die Pillen herunter. Doch es war zu viel Wasser. Sie verschluckte sich und hustete. “Gewöhn dich besser dran. Und auch an die Stille. Das war das letzte Mal, das ich mit dir gesprochen habe.“ Sie hörte eine schwere Tür ins Schloss fallen und wusste, sie war wieder allein. Bald schon musste sie feststellen, dass der Mann die Wahrheit gesagt hatte. Jeden Tag betrat er ihre Zelle, schob ihr Pillen in den Mund und gab ihr Wasser ohne etwas zu sagen. Das einzige Geräusch war das öffnen und schließen der schweren Metall Tür. Und für einige Tage ihr eigenes Wimmern und schluchzen, ehe sie verstummte und zu vergessen begann. Sie vergaß wer sie war und wer sie gewesen war und sie vergaß warum die hier war. Alle Bilder und Geräusche verschwanden nach und nach aus ihrem Bewusstsein. Und mit ihnen verschwanden alle Gefühle. Die Schuld, die Zweifel, die Erinnerung an Freude und Liebe. Alles was Blieb waren die Bilder ihres Sohnes und ihres Mannes, ein verzerrtes Abbild zwischen Leben und Tod. Alles was Blieb war der Schmerz in ihrem Körper durch das Hängen. Alles was Blieb war das Geräusch der schweren Eisentür und der Schritte in der ewigen Dunkelheit, die sie nie wieder verlassen würde…
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Und wer glaubt an dich?

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3

Samstag, 24. Dezember 2011, 00:12

[PP: Kazekage-Gebäude (Asai Makoto)]
[PP: Höhle am Rand von Ame no Kuni (Konno Takeo)]

Eilig Schritt Makoto durch die dunklen Gänge ihres unterirdischen Verließes. Wie ein unheilvoller Vorbote drang das Geräusch ihrer Füße wie sie auf den Stein auftrafen voraus. Begleitet von dem getreuen Wächter kam sie an einem steinernen Tisch vorbei auf welchem die Leiche eines Mannes mittleren Alters lag. Sie würdigte dem geschundenen Körper jedoch keines Blickes, sondern setzte ihren Weg zielstrebig fort. Einen beengenden Gang entlangschreitend kam sie an einer ersten eisernen Tür vorbei. Kurz kam die Suna-nin zum Halt und schob die Klappe zur Seite, welche das kleine Sichtfenster in den Raum hinein, verbarg. Im Schatten der trostlosen Zelle hing ein Mädchen kraftlos an die Decke gefesselt. Makoto widmete der Gestalt nur einen kurzen Blick, bevor sie die Blende krachend wieder verschloss. Nur noch der erbärmliche Rest einer Person hing dort von der Wand. Sie war immer wieder überrascht wie leicht sich doch der Geist eines Menschen brechen ließ. So fragil und angreifbar.
Nach dem kleinen Zwischenstopp peilte sie ihr nächstes Ziel an. Dieses Mal stand sie vor einer deutlich besser verstärkten Tür, welche durch zahlreiche Riegel und Versiegelungen geschützt wurde. Der Wächter trat hervor und formte zunächst einige Fingerzeichen, bevor er seine Hand auf eine kreisförmige Ansammlung von Schriftzeichen auf der Mitte der Tür legte. Sofort gerieten jene in Bewegung und begannen sich in vier Ketten aufzutrennen, die zu jeder Seite hin von der eisernen Tür hinwegflohen. Als nächstes würgte der Mann einen Schlüssel hervor, den er aus seinem Mund herausfischte, in das Schloss schob und kraftvoll umherdrehte. Die Riegel vor der Tür zogen sich in die Wand zurück, aber noch weitere, nicht sichtbare Mechanismen ließen sich vernehmen, die sich in Bewegung setzten um den Weg frei zu machen. Mit der Schulter stemmte sich der Wächter gegen die nun aufgeschlossene Tür und schob das schwere Konstrukt unter großer Anstrengung langsam nach vorne. Mit jedem seiner Schritte fiel mehr Licht in die Zelle und Makoto offenbarte sich langsam ein auf dem Boden liegender Mann, der an allen vieren an den Stein unter ihn gefesselt war. Arme und Beine waren ausgestreckt und es war ihm keinerlei Bewegungsfreiheit geboten. Auch über seinem Kopf lag ein Riemen, der ihm nur die Ausrichtung nach oben erlaubte. Unter ihm war ein großes Siegel angefertigt worden und eine kleine Rille im Boden bidete einen seichten Wassergraben um ihn herum. Auf den Augen der in Lumpen gehüllten Person war ein Papierstreifen mit einem Fuuin darauf befestigt. Ein beunruhigendes Grinsen legte sich auf Makotos Gesicht. "Oh, du hattest recht. Er ist in der Tat kein gewöhnlicher Genin..." "Es war nicht einfach das auf ihn gelegte Henge zu lösen, doch als ich erst mal wusste mit was ich es zu tun hatte war es nur noch eine Frage der Zeit.", erklärte der Wächter. "Ausgezeichnete Arbeit.", gratulierte die Suna-nin leicht geistesabwesend, während sie einen Schritt in die Zelle hinein und auf den Mann zu machte. "Takeo... Du bist nicht ganz was ich erwartet hatte. Aber es scheint ganz so als ob ich einen noch größeren Fang gemacht hatte als erhofft.", sagte sie zu dem allen Anschein nach bewusstlosen Mann. "Vielleicht ist dir dein wirklicher Name allerdings lieber, Kamizuru Chinoubachi." "Der Kyuunin Iwagakures?!" "In der Tat." Das Lächeln auf Makotos Gesicht verbreiterte sich. "Oh, Tsuchikage, du armer Narr... Erneut spielt man mir genau in die Hände." Auf dem Absatz kehrt machend trat die Frau aus der Zelle. "Sorg dafür, dass er überlebt. Er muss allerdings nicht bei Kräften sein...", befahl sie und ging den Gang wieder hinunter, während hinter ihr die schwere Tür wieder verschlossen wurde. "Jetzt ist alles nur noch eine Frage der Zeit."
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4

Montag, 3. November 2014, 13:38

(Asai Makoto, played by Hikari Senshu)

Es waren viele Monate vergangen, seitdem die junge Enkelin der Kazekage verschwunden war, damals auf der Mission, einen Banküberfall zu vereiteln. Nachwievor war sie durch Genjutsu geblendet und hatte ein falsches Gedächtnis, um sich nicht gegen ihre Gefangenschaft in der weiten, verlassenen Wüste zu wehren. Doch nun hatte dies alles ein Ende. Die Zeit war gekommen, die nichts ahnende Chuunin ein weiteres Mal für Makoto's Zwecke zu nutzen. Ob Karasu dies ebenfalls als positiv ansah, müsste sie selbst noch bestimmen.

"Boss, Ihr seid es. Was verschafft uns die Ehre?", erkundigte sich ein Wachmann, nachdem er Makoto die versteckte Tür geöffnet hatte. "Es ist an der Zeit, die Früchte meiner Arbeit zu ernten." "Ah, wisst Ihr nun also, was Ihr mit, ähem... Takeo vorhabt?" "Nein, das hat noch Zeit. Er ist mein größter Trumpf bisher, den hebe ich mir noch auf. Nein, eine andere Gefangene hat heute die Ehre, mir behilflich zu sein." "Ich verstehe. Bitte hier entlang." "Ich weiß selbst, wo sie hängt, vielen Dank." Nach einer kurzen Verbeugung machte der Wachmann seiner Gebieterin Platz und folgte ihr zu Shiraha Karasu's Zelle. Das Mädchen hatte seit ihrer Einlieferung keinerlei Anstalten zur Flucht oder sonstigem Widerstand gemacht, was die folgende Prozedur deutlich vereinfachen sollte.

"Sargo!", rief die Dame dem Shinobi zu, welcher in einem nahen Raum gelangweilt auf einem Holzstuhl hing und einen Klassiker des Feuerreiches las - Icha Icha Paradise. "Jawohl, Boss?" "Ab heute wirst du das tägliche Ritual mit der Kleinen hier ein wenig abändern." "In Ordnung, was darf's denn sein?" "Neben der Fütterung wirst du nun außerdem jeden Tag eine bestimmte Formel sprechen und dabei Metallstücke von leichter Hitze gegen ihren Bauch drücken. Was du dafür benutzt, bleibt dir überlassen, aber es sollen allmählich leichte Brandnarben in Form einer Feder entstehen. Und danach wirst du dich jedes Mal leise darüber beschweren, dass "es" nicht geklappt hätte." "Oookay?" "Das war dann alles." Flink machte die Suna-Repräsentantin kehrt und sich auf den Rückweg zu ihrem Dorf. Man konnte ja immerhin nicht zu lange wegbleiben, ohne Verdacht zu erregen.

---------- 2 Monate später ----------

Es war eine klare, kühle Nacht im Windreich. Ein halbes Dutzend vermummter Personen stand im Eingangsbereich des Gefängnisses und murmelte seltsam vor sich hin, während Karasu von einem der Wärter zu ihnen getragen wurde. Unter den Worten der Fremden verstand man Sachen wie "Ich verstehe das nicht.", "Aber sie hatte so vielversprechendes Chakra!" und "Zu schade, dass sie nicht zu uns gehören kann.". Das Mädchen, sofern es denn gut genug bei Sinnen war, sollte so viele der Gespräche wie möglich mitbekommen, ehe schließlich die Eingangstür des verborgenen Kerkers geöffnet wurde und das erste Mal seit Ewigkeiten ein wenig Mondlicht ihre Haut berührte. Sie konnte sich kaum rühren und wehrte sich nicht gegen ihren Transport, noch konnte sie irgendetwas in ihrer Umgebung erkennen, da das Genjutsu noch aktiv war. So wurde sie mehrere Stunden lang still und regungslos von der einzigen Person, zu der sie die letzten Monate Kontakt gehabt hatte, durch die kühle Wüste getragen, bis zu einem winzigen Dorf, ein paar Kilometer von Sunagakure entfernt. Nachdem er sich sicher war, dass man ihn nicht sehen konnte, ließ der Mann mit Decknamen Sargo das Mädchen auf einer Bank vor der größten Hütte des Dorfes nieder und verabschiedete sich: "Schade, dass das alles für die Katz' war. Naja, ich wünsch' dir was." Flink und leise bewegte sich der Wachmann vom Dorf weg, zur Tarnung in eine zufällige Richtung, ehe er sich wieder auf den Weg zum Gefängnis machte. Je nach Verhalten der Dorfbewohner würde es nun nicht mehr lange dauern, bis Karasu wieder nach Sunagakure kam. Und dort hatte Makoto schon so manches mit ihr vor.

tbc: Krötensee (Kamizuru Chinoubachi)
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Shiraha Karasu Weiblich

Fröhlicher Wirbelwind

Beiträge: 145

Geburtstag: 28. Februar 1991 (28)

Geschlecht: Weiblich

Wohnort: Suna-Gakure

Beruf: Chuunin

2 Auszeichungen

5

Montag, 3. November 2014, 20:12

Kara wusste nicht wie viel Zeit vergangen war. Wie lange sie in dieser beängstigenden, einsamen Finsternis verbracht hatte. Schon lange spürte sie die Schmerzen in ihren Armen nicht mehr. Spürte nicht wie sich die Fesseln in ihr Fleisch gruben. Ihr Körper fühlte sich dumpf an, ebenso wie ihr Geist. Nur wenige Tage hatte sie in ihrer Zelle getobt, als sie das Ziel gefasst hatte wieder hinaus zu kommen. Doch es war vergebens gewesen. Vergessen war der erwachte Kampfgeist. Vergessen war die Verzweiflung. Ihre Tränen waren getrocknet. Das einzige was geblieben war, war Zeitlosigkeit, Stille und dumpfe stille Dunkelheit. Es konnte Tage, Monate oder Jahre vergangen sein bis man sich ihrer annahm. Doch mit der Aufmerksamkeit kam kein Licht zurück in ihre Welt. Was zurückkehrte waren Schmerzen. Schmerzen, Angst und Verzweiflung. Am ersten Tag war sie noch neugierig, was geschehen würde, als der fast lautlos Mann der Sie versorgte offensichtlich einige Dinge mit in ihre Zelle brachte, ohne sich große Mühe zu geben es zu verbergen. Sie hatte ihn hantieren gehört, einige Worte murmeln und gespürt wie es in der Zelle etwas wärmer geworden war. Fast schon hatte sie zu hoffen gewagt. Waren ihre Jahre gezählt? Die Strafe verbüßt? Doch dann war die Wärme näher gekommen, war zu Hitze geworden und begonnen ihren nackten Bauch zu verbrennen. Sie hatte sich in ihren Fesseln gekrümmt und geschrien, vor Überraschung und Schmerz, als ihr Fleisch unter dem glühenden Eisen zu kokeln begonnen hatte. Dann hatte der Mann von ihr abgelassen und erneut einige Worte gemurmelt die sie nicht verstand. In den folgenden Tagen hatte sie lernen müssen, dass dies nicht das einzige Mal gewesen sein sollte. Sie hatte begonnen zu bitten und zu weinen und schließlich zu betteln. Doch Tag für Tag hatte sich diese Prozedur wiederholt. Lange weigerte sich ihr Verstand zu verstehen was mit ihr geschah. Doch nach und nach begriff sie, dass etwas nicht so funktionierte wie der Mann sich das vorgestellt hatte. Und doch versuchte er es unermüdlich weiter.

---------- 2 Monate später ----------

Als sich die Tür des Gefängnisses dieses Mal öffnete blieb Kara schlaff in ihren Fesseln hängen. Hoffnungslosigkeit hatte Besitz von ihr ergriffen. Und so brauchte sie eine gefühlte ewigkeit um zu begreifen, dass ihr dieses Mal nicht das Ritual zu Teil wurde, was sie seit Wochen über sich ergehen lassen musste. Im Gegenteil. Als Ihr Bewusstsein die Eindrücke halbwegs verarbeitet hatte stellte sie fest, dass sie nicht länger an Fesseln hing, sondern getragen wurde. Sie vernahm Stimmen. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten hörte sie wieder menschliche Stimmen. Immer wieder nahm sie Wortfetzen auf “Ich verstehe das nicht!“ hörte sie eine dunkle Stimme ohne viel Ausdruck. “Aber sie hatte so vielversprechendes Chakra!“ schien eine junge Frau zu entgegnen, deren Stimme voller Zweifel war. “Zu schade, dass sie nicht zu uns gehören kann…“ Worüber sprechen sie nur? Was sollte mit mir passieren?’ schoss es der jungen Frau durch den Kopf. Doch sie wagte nicht sich zu rühren und selbst wenn sie es gewagt hätte, wäre es ihr wohl nicht gelungen. ‘Wer sind all diese Menschen? Werden sie mich jetzt töten?’ Dann hörte Sie wie eine weitere Tür sich öffnete und spürte einen sanften Windhauch über ihren geschundenen Körper streichen. Die Luft war frisch und trocken. Völlige Verwirrung erfasste sie. Was hatte das zu bedeuten? Es kam ihr vor als wären Stunden vergangen ehe sie von dem Mann abgesetzt wurde. Nichts hatte sich an den Geräuschen verändert. Noch immer war die Luft trocken und sandig. Als er sie schließlich absetze fühlte sie weichen, feinen Sand unter sich und eine ihre mittlerweile fast ebenso vertraute, wie verhasste Stimme “Schade, dass das alles für die Katz‘ war. Naja, ich wünsch dir was.“ gefolgt von einem Luftstrom, der ihr verriet, dass der geheimnisvolle Mann so Still davon geeilt war, wie er ihre Zelle zu betreten gepflegt hatte. Kurze Zeit saß sie wie erstarrt auf dem Fleck, die Augen voller Angst aufgerissen und wartete darauf, dass etwas geschehen würde, ehe sie begann ihre Umgebung zu betasten. Sand. Sand! Überall um sie herum war nichts als Sand! Panik überkam die junge Frau als sie sich vorstellte alleine und blind in der Wüste ausgesetzt worden zu sein. “Aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh!“ erklang ihr verzweifelter Schrei während Sie vorn überkippte. Doch er war ohne Kraft und mit rauer Stimme. Hemmungslos begann sie zu Weinen.

Tbc Wüstendorf >>

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Und wer glaubt an dich?

"Kara spricht."
'Kara denkt.'

Ich bin auch:
Saisho Akira (1. Char)
Fushou Akuryou (2. Char)
Daichi Raiu (3. Char)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Shiraha Karasu« (17. Mai 2017, 21:15)

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6

Donnerstag, 15. Juni 2017, 19:50

PP: Krötensee

Im tiefsten Trakt des verborgenen Gefängnisses, gut abgeschottet von den anderen, befindet sich die am stärksten befestigte und am schwersten bewachte Zelle, welche nur den allerwichtigsten Gefangenen des Reichs des Windes vorbehalten ist. Noch vor kurzer Zeit hauste sie Kamizuru Chinoubachi, welcher jahrelang an einen Tisch gebunden war und dessen Verstand sich als außerordentlich schwierig zu lesen herausgestellt hatte. Nun fand die Zelle erneut Anwendung, jedoch für jemand ganz anderen.

"Wie ist der Stand? Habt ihr irgendwelche Fallen oder dergleichen entdecken können?", fragte Makoto ihren Gehilfen außerhalb der Zelle. "Wir haben ihren Körper nach Protokoll genau abgesucht und nichts Außergewöhnliches festgestellt. Nun untersuchen wir ihren Geist, was sich natürlich als sehr viel schwieriger erweist. Bisher aber auch da keine Anzeichen auf eine Manipulation." "Iwa hat tatsächlich keinerlei Siegel oder sonstiges auf ihr platziert? Interessant... Vermutlich will der Kage vermeiden, dass der Hekiougi Clan aufgrund von Manipulationen Verdacht schöpft und sich gegen das Erdreich wendet. Aber dennoch...", Makoto verschränkte ihre Arme und gab ihrem Untergebenen einen warnenden Blick, "Es ist eine Weile her, dass wir es mit versteckten Siegeln im Iwagakure-Stil zu tun hatten. Die letzten waren bei Chinoubachi, und selbst da könnten andere benutzt worden sein als bei ihr. Also werdet ihr sie noch eine Woche lang weiter untersuchen, um jeden Zweifel auszuschließen. Da sie nur wenige Tage lang in Iwa's Gefangenschaft war, sollte dieser Zeitraum ausreichen. Und haltet die Hekiougi-Scharade ebenfalls aufrecht; man weiß ja nie, ob der Kage uns nicht vielleicht doch genau jetzt ausspioniert." Geschwind drehte sich die stellvertretende Kazekage von der Zelle ab und schritt erneut durch die dunklen Gände, um zurück ans sengende Tageslicht der Wüste zu kommen. Die vergleichsweise harmlosen Belange von Sunagakure erledigten sich immerhin nicht von selbst.
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