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Beiträge: 17

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Geburtstag: 3. Mai 1989 (29)

Geschlecht: Männlich

Wohnort: Kumogakure

Beruf: Tokoyami no Sumeragi

3 Auszeichungen

Themenstarter Themenstarter

1

Donnerstag, 2. Oktober 2008, 19:45

Sagittarius Arashi (inaktiv)



Quelle

Artwork by Tetsuya Nomura, der Charakter stammt von Square (heute Square Enix)
Hier gefunden: http://en.wikipedia.org/wiki/Sephiroth_(Final_Fantasy)


Name:
Sagittarius Arashi

Geburtsdatum/Alter:
36. geboren am 03.05.32 vor Zen Saiki

Größe:
1,89 m

Gewicht:
78 kg

Geschlecht:
männlich

Aussehen:
Arashi ist ein Mann mittleren Alters mit langen, silbernen Haaren, die im teilweise über die Stirn hängen. Seine Schwester meint immer im Scherz, dass er im Bad bei der Haarpflege sicher mehr Zeit verbringt als auf Missionen, aber er schafft es immer diese Zeit so unterzubringen das man meinen könnte er würde mit perfekt gekämmten Haaren aufstehen. Er hat grüne Augen und schlitzartige Pupillen (hat nichts mit Orochimaru und Co zu tun, dass ist einfach so und hat keinen Effekt). Er trägt meist einen schwarzen Kampfanzug mit silbernen Schulterplatten, dazu recht stabile Handschuhe. Außerdem sind Arm- und Beinschützer in den Anzug eingenäht. In seinem Anzug hat er mehrere Innentaschen für Ausrüstung, die jedoch selten vollständig gefüllt sind. Sein altes Stirnband von Yamigakure hat er immer noch dabei, trägt es aber (verständlicherweise) nicht mehr. Sein neues Stirnband mit dem Zeichen Kumogakures trägt er meist an seinem Arm, auch wenn er oft auch mal ohne sein Stirnband rumläuft.

Rang:
Genin: 12
Chuunin: 14
Jounin 19

Clan/Familie:
Sagittarius-Clan
Großvater: Sagittarius Ankoku (tot)
Arashis Großvater war der Gründer des Clans in Yamigakure und eine lebende Legende. Er war es, der die meisten Geheimnisse des Jûryokugans ergründet hat und aufzeichnete. Arashi hat in seiner Jugend relativ viel Zeit mit ihm verbracht ihm Gegensatz zu seinem Bruder, bis er eines Tages ohne ein Zeichen verschwand. Bis zum heutigen Tag hat Arashi nie herausbekommen, was mit Ankoku passiert ist.

Vater: Sagittarius Aki (tot)
Aki war zu Lebzeiten immer ein sehr strenger und ehrgeiziger Vater. Für ihn zählte nur die Stärke, die man erlangte. Schwache Menschen beachtete er nicht. So trieb er seine Kinder immer dazu an, härter zu trainieren als alle anderen. Da Arashi eher den Grundsatz verfolgte "Wissen ist Macht" und viel Zeit mit dem Lesen der Clanschriftrollen verbrachte, fiel es ihm immer schwer von seinem Vater zu akzeptiert zu werden. Es war offensichtlich, dass Akûfu der Liebling seines Vaters war und genauso verhielt sich Aki auch. Zwar versuchte Arashi immer wieder, mit besonders brillanten Ideen seinen Vater zu beeindrucken, aber er erhielt nie die Aufmerksamkeit die er sich wünschte. Schließlich starb Aki an einer seltenen Krankheit, wobei der Verdacht bestand das er ermordet wurde. Ironischerweise wurde Arashi nach dem Tod seines Vaters zu einem der stärksten Ninja seines Clans und erfüllte so für sich eins seiner Lebensziele, so stark zu werden, dass sein Vater stolz auf ihn wäre.

Mutter: Sagittarius Ashita (Chuunin, nicht mehr im Dienst)
Sie ist eine liebevolle und fürsorgliche Mutter, die aber zuviel damit zu tun hatte sich um Asa zu kümmern. Arashi konnte zwar immer zu ihr kommen, wenn er etwas benötigte, aber sein Stolz (den er eindeutig von seinem Vater hat) und sein Ehrgeiz, allein weiterzukommen hielten ihn davon ab sich immer an sie zu wenden. Sie kennt Arashi relativ gut, da er (obwohl er es immer vehement verneint) seinem Vater schon sehr ähnelt, genauso wie sein Bruder.

Zwillingsbruder: Sagittarius Akûfu (tot)
Der Mensch, der Arashi wohl am ähnlichsten war. Von außen gesehen grenzten sie sich oft voneinander ab und trainierten völlig unterschiedliche Sachen, nur um danach das zu trainieren, was der andere besser konnte. Einzig ihre Mutter und ihre Schwester waren zum einen ihnen nah genug und auch nicht zu verblendet, um zu bemerken wie ähnlich sich die beiden waren. Akûfu und Arashi gefiel es auch immer, diese Bild nach außen hin zu behalten, während sie heimlich immer wieder intensiv miteinander trainierten. Nachdem Akûfu Clanoberster wurde hatten sie zwar weniger offenen Kontakt, aber Akûfu wandte sich immer wenn er Rat benötigte an seinen Bruder.

Schwester: Sagittarius Asa (Special Jounin)
Völlig anders als die beiden Brüder ist ihre kleine Schwester Asa, die viel offener und neugieriger ist. Zwar ist die Neugier jedem Sagittarius angeboren (meist um mehr Macht zu erhalten), aber sie ist viel mehr an allem interessiert, was es in der Welt gibt. Sie ist generell freundlich zu jedem und hat ein Talent, sich trotz allem Ärger den sie verursacht (sowohl absichtlich als auch unabsichtlich), schnell jeden zum Freund zu machen. Obwohl sie inzwischen eine durchaus attraktive Frau ist und es auch zahlreiche Männer gibt, die an ihr interessiert sind hat sie bisher jeden abgelehnt.

Geburtsort:
Yamigakure

Aufenthaltsort:
Kumogakure

Team:
keins

Sensei:
keiner, früher sein Vater Sagittarius Aki

Elementzuneigung:
Katon, Fuuton

Beherrschte Elemente:
Katon, Fuuton

Inventar:
Masamune:
Ein chakraleitendes Schwert, das ca. 2 Meter lang ist und Masamune heißt. Dieses Schwert wurde nach Arashis persönlichen Wünschen in Yamigakure angefertigt und hat eine leichte Krümmung, ähnlich einem Katana. Der Griff ist dabei so geformt, dass er perfekt für Arashi geeignet ist. Das Schwert trägt er meist auf seinem Rücken, wobei in seinem Anzug zwei Magnete eingenäht sind um es dort zu halten. Alternativ bewahrt er es in einer Schriftrolle auf, die er in eine Tasche in seinem Anzug steckt.
Souba:
Ein chakraleitendes Schwert, das vom Material her dem Masamune ähnelt, aber zwei parallele Klingen hat und eher so lang ist wie ein normales Katana. Dieses Schwert hat Arashi immer in einer Schriftrolle in seinem Anzug, obwohl er es auch mit der Scheide an seinem Gürtel befestigen kann. Arashi trägt dieses Schwert eher aus nostalgischen Gründen immer bei sich, da es Akûfu gehörte. Dementsprechend selten benutzt er es.
1 Bingo-Buch
11 Kunai
20 Shuriken
10 Jibaku Fuda
20 Rauchbomben
5 Blendgranate
4 Soldatenpillen
3 Blutstop-Pillen
1 Funkgerät
1 Fernglas (ähnlich dem von Deidara, bloss trägt er es nicht dauernd)

Kampfstil:
Arashis Kampfstil basiert im Wesentlichen darauf, seine Gegner im Unklaren über seine weiteren Aktionen zu lassen. Er benutzt sehr gerne Genjutsu, die den Effekt seiner Ninjutsu kopieren. Selbst wenn sein Gegner das durchschaut, kann er einfach auf das echte Ninjutsu umsteigen und den Gegner überraschen.
Viele sagen über ihn, dass er ein Blender ist und hinter den ganzen beeindruckenden Techniken nichts dahinter steckt. Er hat zwar einen Hang dazu, im Kampf zu übertreiben und seine Techniken dazu zu benutzen, dass der Gegner glaubt er hätte Kräfte jenseits aller Vorstellungskräfte, kann jedoch wenn es nötig ist blitzschnell umschalten und mit aller Kraft kämpfen.
Einen reinen Ninjutsu-Kampf kann Arashi meist für sich entscheiden, da er ein ungewöhnliches Talent dafür hat und dank seiner nahezu perfekten Chakrakontrolle, gepaart mit seinem überdurchschnittlich hohem Chakravorkommen relativ viele Ninjutsu hintereinander nutzen kann. Ist es nötig, kann er aber auch mit seinem Taijutsu (wobei er hier generell sein Schwert nutzt) sich mit seinem Gegner messen. Er versucht dabei aber immer, einen gewissen Abstand zum Gegner zu halten, sodass er mit seinem langen Schwert attackieren kann ohne groß Gefahr zu laufen selbst attackiert zu werden. Sein Taijutsu verstärkt er dabei immer durch den Einsatz von Ninjutsu und gelegentlich Genjutsu, angefangen bei kleinen Illusionen bis hin zu dem Einsetzen seines Chakras durch sein Schwert. Meist nutzt er dabei durch sein Schwert das Kurofuku no Jutsu, um das Gewicht des Schwertes zu minimieren, wechselt aber auch häufig zu Techniken wie Hien um seine Durchschlagskraft zu erhöhen.

Stärken:
Seine Stärke ist eindeutig sein einzigartiges Talent für Ninjutsu. Dadurch dass er sich sehr stark auf Ninjutsu spezialisiert hat und seit seiner Kindheit den Umgang mit ihnen übt, hat er auch eine nahezu perfekte Chakrakontrolle. Realisierbar wird sein Kampfstil aber erst dadurch, dass er auch das nötige Chakra besitzt um viele Ninjutsu einzusetzen. Sein Jûryokugan und seine speziellen Clanjutsu vergößern diesen Vorteil noch. Er kann im Kampf zusätzlich seine hohe Geschwindigkeit nutzen, um unkonventionelle Pläne (meist mit verschiedenen Ninjutsu) umzusetzen und den Gegner zu verwirren. Sein Schwertkampfstil ist trotz seines sonst schlechten Taijutsu erstaunlich gut und auch in Sachen Genjutsu ist er nicht gerade schlecht.

Schwächen:
Arashi hat zwar ein deutliches Talent für Ninjutsu, er ist aber in Sachen Nahkampf nur bedingt geübt. Er ist zwar ein exzellenter Schwertkämpfer, ist aber sonst weniger gut im Umgang mit den üblichen Waffen wie Kunai und Shuriken und trifft auf große Entfernung eher schlecht sein Ziel. Körperlich ist er nicht in optimaler Form, seine mangelnde Kondition macht sich bei längeren Kämpfen bemerkbar. Ansonsten ist wohl seine übertrieben Selbstinszenierung seine größte Schwäche, sodass er einen fast sicher gewonnenen Kampf durch zu langes Reden mit dem vermeintlich besiegten Opfer doch noch aus der Hand gibt.

Besonderheiten:
Arashi besitzt ein ein recht hohes Allgemeinwissen und kennt viele Geheimnisse der verschiedenen Dörfer, die er in seiner Zeit in Yamigakure aufgeschnappt hat. Viele Informationen, die in anderen Dörfern eindeutig nicht für fremde Ohren bestimmt sind finden sich in seinem Gedächtnis wieder. Auch kennt er, wie er es so gern nennt, den kompletten Abschaum der Menschheit, da er mit den recht vielen Verbrechern in Yamigakure oder in seiner Zeit im Gefängnis zu tun hatte.
Umgekehrt ist er natürlich auch sehr bekannt, besonders weil er im Yamigakures Kampf gegen die Dörfer im Sagittarius-Clan eine hohe Position hatte. Die meisten Jounin kennen ihn (zu seinem persönlichen Unbehagen) und verhalten sich dementsprechend. Aber auch viele der ehemaligen Ninjas aus Yamigakure erinnern sich noch an ihn. In seiner Zeit in Gefangenschaft ist es mehr als einmal vorgekommen, dass ihm entweder jemand mit dem Tod gedroht hat für seinen Verrat oder er gefragt wurde, ob er an einem Rachefeldzug teilnehmen würde. Eine Antwort dazu hat noch keiner von ihm erhalten, aber er ist offensichtlich mit dem Leben in Kumogakure zufrieden.

Persönlichkeit:
Entgegen der allgemeinen Vorstellung eines Ninjas aus Yamigakure ist Arashi keineswegs ein brutaler und blutdürstiger Killer. Er handelt überlegt und zieht eine friedliche Lösung von Konflikten meist einer gewaltsamen Lösung vor. Er hat sehr hohes Vertrauen in seine Fähigkeiten und ist leicht überheblich, weiß sich jedoch zu beherrschen und kann es durchaus zugeben wenn jemand etwas besser kann als er. Wobei das nicht heißt, dass er sowas auf sich sitzen lässt sondern eher, dass er für den Moment zugibt schlechter zu sein. Mit ziemlicher Sicherheit wird er in der nächsten Zeit dann versuchen, in diesem Gebiet besser zu werden. Gegenüber Fremden wirkt er meist zurückhaltend und lässt lieber andere reden, was manchmal als Arroganz missverstanden wird, manchmal aber auch richtig so interpretiert wird. Auch hat er eine Vorliebe, anderen sein - seiner Meinung nach - überlegenes Können vorzuführen, selbst Gegnern im Kampf. Er hat gern Zeit für sich allein und ist nicht sehr kontaktfreudig, was mit seiner Vergangenheit zu tun hat. Den wenigen Freunden die er hat hilft er jedoch immer wenn er kann und bemüht sich, Freundschaften zu erhalten.
Seine eher einzelgängerische Ader entwickelte sich erst, als Yamigakure zerstört wurde und sein Clan nach Kumogakure umgesiedelt wurde. Vorher war er weitaus offener und zugänglicher, fühlte sich jedoch schuldig für viele der Verbrechen seines Clans und meidet deswegen nun eher den Kontakt zu Fremden.

Wichtige Ereignisse:
5 vor Zen Saiki: Sagittarius Arashi wird nicht zum Clanobersten des Sagittarius Clan ernannt, weil er seinen Anspruch aufgibt.
Zen Saiki: Sagittarius Arashi bringt Teile seines Clans dazu, sich den 9 Dörfern zu ergeben.
1 nach Zen Saiki: Freilassung von Sagittarius Arashi aus Gefangenschaft, Eingliederung in Kumogakure

Charakterstory:

Zwei Brüder


Mit einem lauten Knall schlug Arashi auf dem Boden auf und blickte auf seinen Gegner. Ein paar Schritte entfernt von ihm stand Akûfu und machte sich zu einem weiteren Angriff bereit. Schnell brachte Arashi sich mit einem Sprung in Sicherheit, diesmal verfehlte ihn der kraftvolle Angriff. Sicher würde der nächste Angriff präziser sein. Der junge Ninja richtete sich auf und fing an, Fingerzeichen zu machen, als ihn ein Schlag in den Magen umkippen ließ. Kurz sah er noch mal das Gesicht seines Zwillingsbruders, bevor dieser ihm mit einem weiteren Schlag den Rest gab. Dann wurde es dunkel um ihn herum…
„Na, geht’s wieder?“ Grinsend hatte sich seine kleine Schwester über ihn gebeugt und betrachtete ihn neugierig. Stöhnend richtete sich Arashi auf und schaute sich um. Sein Vater stand zusammen mit seinem Bruder und unterhielt sich über den Kampf. Er war wohl sehr zufrieden mit Akûfu, ein missbilligender Blick auf Arashi sagte ihm, dass seine Leistung wohl nicht die Erwartungen erfüllt hatte. Um den Kampfplatz hatten sich noch ein paar andere Ninjas verteilt, die alles genau beobachtet hatten. Einer der Älteren trat kurz darauf in die Mitte und betrachtete kurz die beiden Brüder.
„Nun habt auch ihr beide eure Geninprüfungen hinter euch. Ihr habt beide große Stärken, auch wenn es immer noch viel zu verbessern gibt.“ Unmerklich schaute er dabei zu Arashi. Dann wandte er sich zuerst an Akûfu. „Du, Sagittarius Akûfu, bist deinem Vater ähnlicher als jeder andere. Du hast kaum Schwächen und bist ein geborener Anführer.“ Dann wandte er sich an Arashi. „Du, Sagittarius Arashi, bist deinem Großvater ähnlicher. Dein Talent für Ninjutsu sucht seinesgleichen, auch wenn du körperlich nicht so fit bist.“ Dann holte er zwei Stirnbänder aus einer Tasche. Auf beiden war das Zeichen von Yamigakure.
„Ihr seid nun beide Ninjas. Werdet stark und helft unserem Dorf, unsere Rache zu bekommen.“

„Du bist viel zu schwach, Arashi. Der Älteste hat das bloss nicht gesagt, weil er unseren Vater nicht beleidigen wollte.“ Akûfu lief neben seinem Bruder durch das Dorf, er hatte vorgeschlagen nach der ersten Prüfung auf ihrem „Weg zum Ruhm“, wie er es immer nannte, etwas Essen zu gehen. „Jaja…..ich weiß was du meinst. Aber im Gegensatz zu dir beherrsche ich schon die erste Stufe des Jûryokugans. Ich habe gehört wie Mutter meinte, dass dies seit unserem Großvater einzigartig sei in meinem Alter. Außerdem würde ich dich in einem echten Kampf gar nicht so nah ran lassen.“
„Jetzt hört endlich auf euch zu streiten und macht mal ein bisschen schneller, ich hab Hunger.“ Gleichzeitig fuhren die Brüder herum und schauten auf ihre kleine Schwester Asa. „Nur weil wir dich mitnehmen, brauchst du uns nicht zu befehligen“, meinte Arashi vorwurfsvoll. Frech musterte Asa ihn von oben bis unten. „Ich wurde nicht durchgeprügelt oder hab mit einem Ninjutsu die halbe Halle in die Luft gejagt. Also bin ich ja wohl am qualifiziertesten, hier Befehle zu geben, oder?“ Akûfu war sichtlich verwirrt und versuchte wohl gerade, den Fehler in dieser Logik zu finden und wollte gerade antworten, als er auch schon von ihr weitergeschubst wurde. Einige Leute konnten sich ein Lachen nicht verkneifen, als sie sahen wie das kleine Mädchen ihre großen Brüder weiter vorantrieb. Besonders da sie nun beide ihr Stirnband anhatten und noch ihre zweckmäßige Kampfkleidung anhatten, während Asa ihre gemütlichen, weiten Kleider anhatte und damit wie ein kleines Kind aussah. Oder wie sich Arashi in dem Moment dachte, ein kleines, hinterlistiges, verzogenes Kind. Immerhin war er jetzt ein Ninja, genauso wie sein Bruder! Und dieses kleine Gör, dass noch nicht mal die Grundlagen beherrschte, wie man Chakra nutzte, befehligte sie hier herum! Er würde sich schon etwas einfallen lassen, um es ihr angemessen heimzuzahlen. In Gedanken überlegte er sich, was er wohl machen könnte wenn sie alt genug wäre für ihre erste Prüfung.


Yamigakures Intrigen


Eng an die Bäume gepresst, hielten sich Arashi und 3 weitere Ninja, darunter sein Bruder Akûfu, versteckt und beobachteten den kleinen Konvoi. Mehrere Samurai auf Pferden führten eine kleine Gruppe von Kriegern an und bewachten eine Sänfte. Neben der Sänfte waren auch ein paar Ninjas zu sehen. Alle hatten ein Stirnband mit dem Zeichen von Sunagakure an. Aufmerksam schauten sie sich um, ohne jedoch die Ninjas aus Yamigakure zu entdecken.
Akûfu nahm ein Stirnband aus seinem Rucksack und band es sich um. Arashi und die anderen beiden Ninjas taten es ihm nach. Es war schon ein komisches Gefühl, ein Stirnband mit dem Zeichen Konohas zu tragen. Aber auf dieser Mission war es zwingend nötig, aus Sicherheitsgründen hatte auch keiner von ihnen etwas dabei, was auf ihr Dorf Yamigakure schließen könnte. Sie trugen alle Ausrüstung, die Jounin in Konoha meist trugen. Konohagakure hatte schon keine guten Beziehungen zu Sunagakure, aber dies würde dem ganzen noch ein wenig nachhelfen. Allein konnte es Yamigakure niemals mit allen Dörfern aufnehmen, aber wenn sich alle Dörfer bekriegen würden, wären die Überlebenden ein leichtes Ziel. Das Konoha, oder besser gesagt Neu-Konoha, wie es sich nannte, vor einem Jahr den Kazekage hatte ermorden lassen würde noch helfen, jeden Zweifel an ihrer Herkunft verschwinden zu lassen.
Eine Explosion auf der gegenüberliegenden Seite des Weges läutete den Angriff ein. Wie erwartet drehten sich alle Gegner sofort in die Richtung. In diesem Augenblick sprangen die vier Ninjas aus Yamigakure aus dem Wald und griffen an. Alles war schon vorher abgesprochen, jeder wusste was er zu tun hatte. Arashi hielt direkt auf den vorderen Teil des Konvois zu und erledigte einen der Gegner im Laufen bereits mit einem Kunai. Bis auf die Samurai und die Ninjas waren diese Männer für seine Gruppe keine Gegner. Akûfu und die anderen beiden sollten die Ninjas erledigen und sich um die Zielperson kümmern, eine Verwandte des Feudallords des Windreichs. Er sollte die Samurai erledigen und als wichtigstes, einen der normalen Soldaten entkommen lassen. Bei einem Gegner wäre es so viel glaubhafter, dass einer die Nachricht vom „schrecklichen Überfall der Konoha-Ninjas“ überbringen konnte.
„Haltet sie auf! Wir müssen die Herrin beschützen!“ Der Anführer der Samurai, erkennbar an seiner umständlichen Rüstung, schickte seine Leute aus um den Angriff aufzuhalten. Ein paar Soldaten rannten schon zur Sänfte, als Arashi sein Katon: Goukakyou no Jutsu einsetzte und die Männer ins Visier nahm. In einem Feuerball verbrannten die Männer, während die Übrigen inne hielten. Lächelnd führte Arashi seine Hände zusammen und beschwor sein Schwert Masamune. Dabei hielt er die Klinge so, dass sie direkt auf den Anführer zeigte. „Wollen wir nicht eine Runde wagen? Aber wenn ich es mir überlege, solltet ihr vielleicht alle auf einmal angreifen. Dann geht das hier viel schneller.“ Ein Soldat mit einem hölzernen Kampfstab griff ihn unversehen an. Mit einem horizontalen Hieb zerteilte Arashi sowohl den Stab als auch das Kettenhemd des Soldaten. Brennend fielen die Bruchstücke des Stabes auf den Boden. „Oder soll ich euch einzeln erledigen?“
Gleichzeitig zogen die Samurai ihre Schwerter und zeigten den Soldaten an, dass sie zurücktreten sollten. Obwohl er nichts für die Samurai übrig hatte, musste sich Arashi eingestehen dass sie gut diszipliniert waren. Sie bezogen im Halbkreis vor ihm Stellung, um ihn von mehreren Seiten anzugreifen. Das würde zwar nichts am Kampfergebnis ändern, aber es würde wohl ein klein wenig länger dauern als erwartet. Mit einem lauten Kampfschrei stürzte der Anführer mit zwei seiner Begleiter auf ihn zu, das Schwert zum Schlag bereit. Die anderen beiden Samurai warteten nur einen Augenblick, um eine zweite Angriffswelle zu bilden.
Die Schwerter trafen sich klirrend dort, wo Arashi nur einen Augenblick zuvor gestanden hatte. Blitzschnell war er in die Hocke gegangen und hatte so dafür gesorgt, dass die Schwerter seiner Gegner sich gegenseitig trafen und kurz aufhielten. Mehr war auch nicht nötig. Er hielt das Schwert tief und drehte sich dabei im Kreis, wodurch er die Beine von drei seiner Gegner traf. Erst der Anführer konnte den Hieb abwehren, indem er sein Schwert neben sich in den Boden stieß und so sich und den verbliebenen seiner Leute rettete. Die anderen drei lagen schreiend auf dem Boden und sahen entsetzt auf ihre verbrannten Beinstummel. Während der Anführer weiterhin das Schwert von Arashi blockte, ging der letzte seiner vier Gefährten zum Angriff über und holte zu einem Hieb aus. Problemlos parierte Arashi den Hieb mit seinem Schwert. Aufgrund der Länge war es ihm möglich, mit der Spitze weiterhin Druck auf das Schwert des Anführers zu machen und diesen Angriff abzuwehren Dann löste er seine Klinge von denen seiner Gegner und sprang ein Stück zurück. Kurz darauf war er verschwunden und tauchte mit erhobener Klinge hinter dem Anführer auf. Mit einem mehr enttäuschten als erschöpften Seufzer schlug er zu.
Akûfu und die anderen Ninjas kamen mit blutverschmierten Waffen zur Front des Konvois. Überall lagen Tote, neben einem mit einer besonders prunkvollen Rüstung steckte noch das Schwert im Boden. Sein Kopf lag zwei Meter daneben auf dem Boden. Die Spuren deuteten darauf hin, dass die Männer schließlich versucht hatten zu fliehen. Der Wald, der die sichere Deckung schien, stand in Flammen. Gerade als die drei Ninjas nach Arashi suchen wollten, kam er aus den Flammen.
„Ich hab alle erledigt, wie ist es bei euch gelaufen?“
„Die Zielperson ist tot. Der Hokage wird sehr erfreut sein.“
„Gut, lasst uns gehen. Der Auftrag ist erfüllt.“
Die letzte Anmerkung war das Zeichen, dass Arashi einen hatte überleben lassen. Ein Soldat, der eine Schnittwunde quer über die Brust hatte. Sie war nicht tief und blutete kaum, er würde es überleben. Akûfu hatte schon bemerkt wie sich jemand zitternd in den Büschen versteckt hatte, aber Arashis Anmerkung war eindeutig. Dieser eine sollte davon berichten, was hier geschehen war. Ein Angriff von Konoha auf Angehörige des Feudallords des Windreichs.
Das war zwar eine Lüge, aber was machte das schon in einer Welt voller Lügen.


Ernennung des Clanobersten


„Gibt es jemanden unter uns, der sich gegen Akûfu als unseren neuen Clanobersten aussprechen will?“
Gespannt blickten einige zu Arashi, der zusammen mit seiner Familie neben Akûfu saß. Zwillinge, nahezu gleich alt und einer würde Clanoberster werden. Das konnte nur zu Streit führen. Insgeheim hatten sich schon zwei Lager gebildet, wobei die Leute hinter Akûfu in der Überzahl waren. Aber ein Streit innerhalb des Clans könnte den Clan selbst zerstören. Auch andere Ninjas aus Yamigakure waren interessiert, da der hohe Rang des Sagittarius-Clan innerhalb des Dorfes vielleicht an einen anderen Clan gehen könnte. Kurzum, jeder wartete nur auf den Ausbruch eines Konfliktes.
Das Gemurmel verstummte, als sich Arashi erhob. Sein Bruder hob kurz die Augenbrauen, schaute ihn aber nur aus dem Augenwinkel an. Arashi holte tief Luft, bevor er begann zu reden. „Wie ihr sicher alle wisst, besteht Akûfus Vorrecht auf die Position des Clanobersten nur in der minimalen Zeitspanne, die er älter ist. Von Geburt her besitze ich das gleiche Recht. In mir fließt ebenso das Blut meines Großvaters, ich besitze die gleiche Begabung. Ich habe in den letzten Jahren bewiesen, dass ich ein ebenso erfahrener Kämpfer bin wie mein Bruder. Er hat seine Stärken, ich die meinen. Und es gibt nur eine Sache die ich tun kann, um sicher zu gehen das der Clanoberste allseits respektiert und geachtet wird.“ Kurz stoppte er, bevor er fortfuhr. „Ich ziehe hiermit meinen Anspruch auf die Position des Clanobersten zurück und beantrage, dass mein Bruder gewählt wird.“
Ein erstauntes Raunen ging durch den Raum. Ein wissendes Lächeln seitens Ashita zeigte, dass dies keine spontane Idee von Arashi war, sondern dass er alles schon vorher geplant hatte. In der Tat hatte er sich lange vorher Gedanken darüber gemacht und es mit Ashita besprochen.
"Wieso tut er das?" Akûfu stand zusammen mit Asa am Ausgang und hatte gerade ein paar seiner Anhänger abgewimmelt, um mit seiner Schwester zu sprechen Die schien jedoch genauso verwirrt wie er, sie hatte nichts von dem Plan ihres Bruders gewusst seinen Anspruch freiwillig aufzugeben. Sie schauten beide Arashi hinterher, der schon als einer der Ersten den Saal verlassen hatte und nun die Straße entlang ging. Die Sonne stand schon tief und tauchte die Wände in einen warmen gelb-roten Schein. Arashis Silhouette war nur ein dunkler Strich vor der untergehenden Sonne, bis er um eine Ecke verschwand. Kurz blickten die beiden Geschwister noch ihm hinterher, bevor sie eine Stimme hörten. "Weil er mir versprochen hat, niemals gegen dich zu kämpfen, Akûfu." Die Stimme war nicht mehr so zart und leicht, wie sie einst mal war. Eine Frau stellte sich zu den beiden, ihr langes Haar zu einem Zopf geflochten. Bei Ashita machte sich das Alter bemerkbar, aber ihr Blick war immer noch klar und wach. "So etwas habe ich mir schon gedacht." Akûfus Stimme hatte nur leise gesprochen, aber deutlich hörbar für die beiden anderen. "Entschuldige mich, Mutter. Ich muss noch wohin." Bevor Asa noch etwas sagen konnte, war er in die entgegengesetzte Richtung verschwunden wie Arashi.

Nicht unweit des Dorfes, an einer schwer zugänglichen Seite eines Berges befand sich ein Felsplateau. Hier befanden sich Trümmer von diversen Gegenständen, zerschmetterte Felsen in Größe eines Hauses und gewaltige Spalten in dem Gestein, die offenbar Spuren eines Kampfes waren. Die untergehende Sonne beschien diese Bergseite, aber bis auf den Rand lag der gesamte begehbare Bereich im Schatten.
An der fast senkrechten Wand, an der heftige Aufwinde immer wieder auftraten, lief Arashi empor. Ihm fiel es nicht sehr schwer, Halt zu finden. Diese Kunst war für einen Ninja seines Ranges nicht aussergewöhnlich, aber fiele Steine waren nur lose an der Bergwand und würden bei zusätzlicher Belastung leicht in den Abgrund stürzen. Ohne zu Zögern wich er diesen Stellen aus und lief unbeirrt nach oben. Es war offensichtlich, dass er diesen Weg schon öfters genommen hatte. Kurz bevor er das Plateau erreichte hielt er inne. Ein Geräusch war zu hören, jemand war schon oben.
"Du lässt dir Zeit." Arashi musste lächeln, als er hörte wer da sprach. Mit einem Sprung nahm er die letzten paar Meter und landete direkt neben der Person. "Und ich dachte, ich wäre als Erster hier. Aber ich hab mir wohl zu lange Zeit gelassen um nicht direkt hierher zu kommen. Die Ältesten würden es gar nicht schätzen, wenn sie von unserem kleinen Reich hier wüssten, nicht wahr mein Bruder?" Auch Akûfu lächelte. "Jaja, der Clanoberste klettert einen Berg hoch um sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Eine komische Geschichte, wenn man bedenkt dass er das schon seit seiner Kindheit macht." Beide setzten sich an den Rand des Plateaus und schauten runter auf das Dorf. Erst nach einer Weile brach Akûfu die Stille. "Bist du sicher, dass du das so willst? Dein Ansehen bei den Anderen wird dadurch nicht gerade steigen." Verwundert schaute Arashi zu ihm. "Seit wann interessiert es einen von uns, wie sehr uns die anderen mögen? Die alten Knacker im Clan kommen eh bald unter die Erde, und die jungen Leute himmeln uns beide an, egal was wir machen. Aber wenn du Lust hast, können wir das auch gern auf unsere Weise klären." Langsam stand er auf und nahm das Schwert, das neben ihm auf dem Boden gelegen hatte. Dann stellte er sich in die Mitte des Plateaus. "Ach komm Arashi, das Ergebnis wird genauso sein wie deine Entscheidung in der Clanhalle. Ich werde gewinnen, ist doch klar!" In einer einzigen Bewegung beschwor er ein Katana und sprang auf Arashi zu.


Schlacht der Giganten


"FEUER FREI!"
Zischend flog eine Salve Feuerbälle auf das Dorf Iwagakure zu und setzten Teile der äußeren Viertels in Flammen. Arashi hatte mit einem Team die Aufgabe, Unterstützungsarbeit zu leisten während Akûfu beim Hauptangriff auf dieser Flanke teilnahm. Diese Flanke war dem Sagittarius-Clan zugewiesen und ein Großteil der Kämpfer seines Clans waren hier postiert. Auf diese große Entfernung war es unmöglich, ein kleines Ziel zu treffen, aber das Ziel war groß genug: Das Dorf selbst.
Arashi sah, wie am Rand des Dorfes die ersten Kämpfe begannen. Es würde sicher nicht lange dauern, bis eine Feindgruppe ihre Stellung entdecken und angreifen würde. Auf die Entfernung war es nicht genau zu sagen, welche Seite momentan die Oberhand hatte, deshalb hatte Arashi vorsorglich ein paar Späher zwischen seiner Position und dem Schlachtfeld aufgestellt. Noch einmal musste er an das Gespräch denken, dass er kurz vor dem Angriff mit seinem Bruder gehabt hatte. "Alles wofür wir gekämpft haben, worauf wir uns vorbereitet haben........alles wird sich heute auszahlen! Wir werden aus dem Schatten treten und den anderen Dörfern zeigen: Hier sind wir!", hatte er gesagt. Selten hatte Arashi seinen Bruder so aufgeregt und überzeugt gesehen. Sein Enthusiasmus war ansteckend und jeder, der mit ihm dort vorne war würde bis zur letzten Minute kämpfen.
Einer der Ninja tippte ihm auf die Schulter und riss ihn aus seinen Gedanken. Er zeigte auf eine Stelle nicht unweit ihrer Position. Arashi aktivierte die erste Stufe seines Jûryokugans und schaute auf die angezeigte Stelle. Eine Gaswolke, unsichtbar für das menschliche Auge aber sichtbar für seine Augen aufgrund des Masseunterschied zur umgebenden Luft stieg dort auf. Das vereinbarte Zeichen. Der Gegner würde gleich hier sein.

Eine gewaltige Rauchsäule bedeckte das Gebiet. Der ganze Boden war übersät von kleinen Flammen und nur auf den Felsen war man einigermaßen sicher vor der Hitze. Auf einem der größeren Felsen stand Arashi, der sich Ruß von seiner Kleidung abschlug. Neben ihm war ein etwas jüngerer Ninja, der seine Hände auf den Boden hielt. In einem Umkreis von ein paar Metern war die Luft absolut rauchfrei, dafür aber der Boden mit einer dicken schwarzen Schicht bedeckt. Außerhalb dieses Kreises war der Rauch so dicht, dass man nur einige Meter weit sehen konnte. Der Sagittarius-Clan hatte zahlreiche Rauchbomben präpariert, um sicher zu gehen dass diese Rauchwand bestehen bleibt. Eine Gestalt kam in Sicht, stutze kurz als sie Arashi und seinen Begleiter entdeckte und stürmte auf die beiden zu. Im Laufen warf die Gestalt einige Shuriken auf Arashi.
Als die Shuriken den Rauch verließen, fielen sie nahezu sofort auf den Boden. Nur wenig dahinter kam der gegnerische Ninja und strauchelte beinahe sofort. Dann fiel er auf die Knie und keuchte. Als er aufblickte sah er direkt auf die Spitze eines unnatürlich langen Schwertes. "Soll ich dir aufhelfen?" Arashis Stimme klang vollkommen emotionslos. Der Ninja beschwor schnell einen metallverstärkten Bo, der ihn seiner Hand erschien und ihn sofort nach unten zog. Sein ganzer Körper war schon schwer durch das Jutsu des anderen Sagittarius, aber der Bo war zu viel. Mit aller Kraft zog er ihn nach oben um sich zu verteidigen.
Gerade als der Ninja seinen Bo beschwor, liefen zwei weitere Ninja mit erhobenen Waffen aus der Rauchwand auf Arashi zu. Innerhalb des rauchfreien Bereiches wurden sie sofort langsamer. Arashi machte die hohe Schwerkraft des Inryoku Ba no Jutsu nichts aus. Er war es schon gewohnt, das Sento Hiko Fuko no Jutsu beinahe automatisch auszuführen, so wie andere Ninja Suimen Hokou no Waza automatisch benutzen. Die beiden Ninjas merkten, dass er bereits hinter ihnen war, aber ihre Körper waren zu langsam um mitzuhalten. Der erste Ninja wurde von einem Hieb auf Brusthöhe getroffen und ging schwer blutend zu Boden, während der zweite Ninja aufgespießt wurde. Der verbleibende Ninja hatte es mittlerweile geschafft, seinen Bo senkrecht in den Boden zu rammen um wenigstens Deckung vor horizontalen Schlägen zu haben. Unbeeindruckt lief Arashi auf ihn zu und holte zum Schlag aus. Der Ninja erwartete, dass das Schwert abprallen würde und er eine Chance zum Angriff oder wenigstens zur Flucht haben würde. Aber das Schwert glitt nahezu ohne Widerstand durch den Stab und fügte dem Ninja eine langgezogene Wunde an der Brust zu. Bevor er zu Boden ging, erkannte er den Grund für diese Durchschlagskraft: Die verkohlten Überreste der Schnittstellen zeigten das Arashi Feuerchakra in das Schwert geleitet hatte.
Ein Seufzer entfuhr Arashi. Teils wegen der Sinnlosigkeit dieses ganzen Kampfes, der nur beide Seiten schwächen würde. Und teils weil das hier einfach keine Gegner für ihn waren. Vorne, in der ersten Reihe, da würden sie sein. Die Anbu, die Dorfoberhäupter, die Kyuunin. Das wären angemessene Gegner. Aber Schwächlinge zu töten, hatte keinen großen Anreiz. Genin und Chuunin konnten nichts für das, was den Einwohnern von Yamigakure angetan wurde. Gelassen ließ er seinen Blick über das Schlachtfeld schweifen. Bisher hatte er kaum Chakra benutzen müssen, er war noch beinahe in perfekter Verfassung. Es war Zeit an die Front zu gehen und nach seinem Bruder zu schauen.


Stille


Es war kalt und leer.
Es war nahezu still in der großen Halle, in der der Sagittarius-Clan seine Versammlungen abhielt. Nach so einer Schlacht würde normalerweise hier reges Treiben sein, alle würden sich um den Clanobersten drängen und ihn nach seinem Rat fragen. Die Fackeln wären angezündet und würden die verschiedenen Gesichter beleuchten. Die Alten würden im Hintergrund sitzen, in den dunklen Ecken und nur ab und zu etwas sagen, damit sie, wie Arashi immer sagte, nicht einstauben würden. Die Erwachsenen würden ernste Mienen machen, neue Strategien vorschlagen, Taktiken beraten. Die Jungen würden wie immer vor den großen, schwarzen Türen stehen und versuchen, etwas von den Beratungen mitzukriegen. Die Frauen würden Rache für ihre Männer schwören, die im Kampf gefallen sind. Doch heute nicht. Heute war die Halle einfach nur leer.
Ein leises Geräusch durchbrach die Stille. Immer wieder war es zu hören. Da nur zwei Fackeln am Eingang die große Halle beleuchteten, war der hintere Bereich kaum erhellt. Lautlos öffneten sich die Türen. Sie waren perfekt ausbalanciert und schwangen trotz ihrer sichtbaren Dicke leicht auf. Langsam, vorsichtig betrat eine Person die Halle. Leicht wacklig auf den Beinen trat eine junge Frau ein, sichtbar von den vergangenen Kämpfen gezeichnet. Sie konnte nichts erkennen, hörte aber den leisen regelmäßigen Atem einer Person. "Arashi?" Das Wort war kaum ein Flüstern, aber sofort flammten an der anderen Seite der Halle zwei rot-schwarze Augen auf. "Was ist, Asa? Ist es soweit?" Die Stimme klang hohl, als ob sie aus großer Tiefe kommen würde. Die junge Frau richtete sich etwas auf und lief langsam, aber deutlich sicherer auf die Person zu. Dabei nahm sie eine der beiden Fackeln mit und leuchtete so den hinteren Bereich der Halle aus. "Nein, es dauert noch lange. Die Armee ist groß und langsam.", sagte sie während sie die Fackel in eine Halterung nahe einer Treppe steckte und die paar Stufen hinaufstieg. Am oberen Ende stand ein großer Thron, völlig aus schwarzem Stein und mit seltsamen Verzierungen und Mustern. Auf dem Thron, unbeweglich bis auf die wachen Augen, die aber keine Reaktion auf das helle Fackellicht zeigten, saß Arashi. In seiner rechten Hand hielt er sein Schwert, die Spitze so zur Seite geneigt das sie den Boden berührte. Kurz zögerte Asa, aber sie wusste das sie nichts zu befürchten hatte. Sie nicht. Für jemand anderen würde sie nicht die Hand ins Feuer legen, deswegen war sie auch auf Bitten einiger anderer Clanmitglieder hierher gekommen. "Du solltest dich ausruhen." Fürsorglich strich sie ihm durch sein langes, silbernes Haar, das über sein Gesicht hing und vieles davon verbarg. Langsam wurden seine Augen schwarz und mit einem Seufzer schloss er sie völlig. Sie setzte sich auf eine der beiden Armlehnen und lehnte sich an seine Schulter. Ein paar Stunden Ruhe würden ihm gut tun, und ihr auch. Und sie wollte nicht, dass er allein aufwachen würde in dieser leeren Halle. Er hatte ihr vor der Schlacht erzählt, was seine Meinung war. Das sie sich ergeben sollten im Falle einer deutlichen Niederlage. Das sie ihren Clan nicht in den Ruin treiben sollten. Er war derjenige, der genug Autorität hatte um wenigstens einen Teil des Clans davon zu überzeugen. Und auch wenn er es versuchte zu verbergen, wusste sie welche dunklen Gedanken Arashi hatte. Seitdem er seinen Bruder auf dem Schlachtfeld gefunden hatte, unfähig seinen toten Körper vor der Feuersbrunst zu schützen die einen Großteil ihrer Flanke aufgerieben hatte. Nachdem nichts mehr als Asche von dem Menschen übrig war, dem er am nächsten gestanden hatte. Trotz aller Differenzen, trotz aller Meinungsverschiedenheiten, trotz des ständigen Wettstreits zwischen den beiden Brüdern - sie hatten sich verstanden. So nah Asa auch Arashi und Akûfu gestanden hatte, so weit war sie davon entfernt einen der beiden komplett zu verstehen. Das hatte sie schon vor langer Zeit begriffen. Und jetzt wollte sie nicht, dass Arashi das, was sie an ihm immer so gemocht hatte, in blindem Hass verschwenden würde. Seine Freundlichkeit, sein Mitgefühl, sein herzhaftes Lachen wenn sie ihn mit etwas ärgerte. Sie wollte nicht dass er allein war, wenn seine Augen noch dunkel vom Einsatz seines Jûryokugan nichts weiter als Finsternis sehen würden. Langsam verlosch die Fackel, mit einem letzten Knacken fiel ein Stück der noch warmen Asche auf den Boden.
Dunkelheit umfing den Thron.


Zerstörung von Yamigakure


„Immer noch nichts Neues von den Aussenposten?“ Arashi stand auf einer Anhöhe und hatte sich kurz zu seiner Schwester umgedreht. „Nein, es war nicht möglich zu ihnen durchzudringen. Wahrscheinlich sind sie bereits angegriffen worden, Akûfu hat unseren Leuten vor seiner Abreise ja eingeprägt bis zum letzten Mann zu kämpfen.“
Kopfschüttelnd wandte sich Arashi wieder ab. „Diese Idioten. Was bringt es ihnen ihr Leben wegzuwerfen? Nachdem wir bei Iwagakure verloren haben ist es sinnlos weiterzukämpfen.“ In der Ferne konnte er schon einige Rauchwolken sehen und leise hörte er Explosionen. Der Kampf hatte begonnen. „Macht euch bereit, wir brechen auf!“ Arashi ließ seinen Blick über die kleine Truppe schweifen, die ihm folgte. Einige aus seinem Clan, aber auch viele aus anderen Clans. Einige kannte er noch nicht einmal, aber sie alle verband eine Sache. Sie hielten alle nichts von dem Gedanken, ihr Leben, ihre Familie, ihre Zukunft für ein Dorf wegzuwerfen, dessen Ideale und Ziele nicht ihren Vorstellungen entsprachen. Immer noch war der Gedanke an Rache an den anderen Dörfern allgegenwärtig, Frieden kam nicht in Frage. Besonders die Frauen und Kinder hatten sich ihm angeschlossen, aber auch jüngere Ninjas die weniger von der sturen Haltung der Älteren hielten. Arashi hoffte inständig, dass er sie nicht in den Tod führte. Alle seine Hoffnung basierte nur darauf, dass er die anderen Dörfer so gütig einschätzte, die Frauen und Kinder nicht für die Verbrechen des Dorfes verantwortlich zu machen. Was mit ihm selbst passieren würde, wusste er nicht. Erst hatte er überlegt, seine Leute zur Armee der 9 Dörfer zu bringen und dann selbst zu flüchten, vielleicht um ein anderes Leben unter einem anderem Namen zu beginnen oder seinem Clan in Yamigakure bis zum Ende beizustehen. Aber der Gedanke, jene im Stich zu lassen die sich ihm anvertraut hatten, war ihm schlimmer als seine Furcht vor dem Tod. Er wollte zu ihnen halten. Wenn er bestraft würde, war die Chance höher für die anderen Gnade zu erhalten.

Leise schlich der Jounin um einen Baum herum. Da viele der gegnerischen Shinobi schlecht auf die Ninjas aus Yamigakure zu sprechen waren und es Krieg war, gingen die meisten nach dem Motto „Erst schießen, dann noch mal schießen, dann draufhauen und dann fragen“ vor. Arashi winkte seiner Schwester zu, die die Aufgabe hatte die Gruppe versteckt zu halten bis Arashi einen geeigneten Weg gefunden hatte. Soweit er sehen konnte waren keine Gegner in der Nähe. Sein Jûryokugan wollte er lieber nicht aktivieren, obwohl er sich damit wahrscheinlich am besten überzeugen könnte. Aber wenn ein Ninja aus einem der neun Dörfer ihn dann sehen würde, wäre eine Auseinandersetzung unvermeidbar. Die Schlacht bei Iwagakure würden sie wohl kaum so schnell vergessen haben.
Gerade als Arashi sich wieder zur Lichtung, die er gerade ausgekundschaftet hatte, spürte er einen harten Schlag in den Magen. Stöhnend hielt er sich die Stelle und ging in die Knie, der Schlag war präzise und mit viel Kraft geführt worden. Er schaute auf und sah in das Gesicht eines Ninjas aus Iwagakure, der gerade noch mal mit dem Stab ausholte und Arashi auf den Rücken haute. Noch einmal stöhnte Arashi und blieb vom Schmerz benommen liegen. Jetzt konnte er noch mehr Ninjas hören, wie sie von den Bäumen sprangen und sich hinter demjenigen sammelten, der ihn niedergeschlagen hatte. „Ist wohl nicht der einzige hier.“ Arashi sah, wie einer der Ninjas auf die Bäume hinter ihm zeigte, wo gerade seine Schwester aus dem Dickicht trat und erschrocken stehen blieb. „Denen wird ich’s zeigen.“ Das war die Stimme des Ninjas, der ihn geschlagen hatte und der anscheinend der Anführer war. Er steckte seinen Stab in den Boden und formte Fingerzeichen. Arashi kannte diese Fingerzeichen, ein Ninja aus Yamigakure hatte ihm mal in einem hoffnungslosen Training versucht, Doton-Jutsu beizubringen. Er setzte Doton: Doryuu Taiga ein, was einen Fluss aus Schlamm erschuf und seine Schwester von den Beinen riss. Dann machte er weitere Fingerzeichen und Arashi konnte sich schon denken das jetzt das Doton: Doryuudan folgen würde.
Arashi drehte sich leicht zur Seite, sodass er Fingerzeichen formen konnten. Er konnte sich nicht sehr schnell bewegen, da seine Aktion sonst von den Ninjas bemerkt werden würde. Gerade als sich der Drachenkopf aus dem Schlammfluss erhob und seine Geschosse abfeuerte, drückte Arashi seine Hände auf den Boden und setzte Inryoku Ba no Jutsu ein. Die Projektile fielen durch die erhöhte Schwerkraft herunter, bevor sie seine Schwester erreichten. Ein paar der gegnerischen Shinobi gingen in die Knie, die anderen schauten sich verwundert um und versuchten, auf den Beinen zu bleiben. Der, welcher direkt vor ihm stand hatte aber schon bemerkt woher das Jutsu kam. Beinahe mühelos zog er seinen Kampfstab wieder aus dem Boden. Arashi war erstaunt über die schiere Kraft, die der Ninja dafür haben musste. Er versuchte verzweifelt, mehr Chakra zu benutzen um seinen Gegner aufzuhalten. Gerade als sein Gegner ausholte, schien er genug Chakra zu benutzen. Sein Gegenüber hatte mit dem Stab weit über seinen Kopf ausgeholt, aber der Stab war jetzt zu schwer für ihn. Kraftlos ging er zu Boden, während er immer noch versuchte gegen die Schwerkraft anzukämpfen. Keuchend versuchte Arashi, in eine kniende Position zu kommen, hatte aber aufgrund des hohen Chakraverbrauchs keine Kraft mehr dafür. Wenn das Jutsu jetzt abbrach, würde sein Gegner ihn töten und dann alle anderen.
Seine Schwester half ihm. Unbeeindruckt von der hohen Schwerkraft ging sie auf den Ninja mit dem Bo zu und setzte ihm ein Kunai an den Hals. Dann nickte sie Arashi zu, der völlig erschöpft das Jutsu beendete. Er versuchte aufzustehen, konnte aber nicht mehr als sich an den Baum lehnen. Immer noch schwer atmend wollte er dem Shinobi aus Iwagakure erklären, dass sie nicht kämpfen wollten, aber seine Schwester kam ihm zuvor.
„Also, jetzt hör mal gut zu: Wir sind nicht hier, um zu kämpfen. Unsere Gruppe besteht hauptsächlich aus Frauen und Kindern, die sich nicht wehren können. Wir sind hier um uns zu ergeben.“ Als Beweis nahm sie das Kunai wieder von dem Hals des Ninjas und trat ein paar Schritte zurück, sodass sie neben ihrem Bruder stand. „Wir wollen keine weiteren Opfer, weder auf eurer noch auf unserer Seite.“
Der Ninja aus Iwagakure trat ebenfalls einen Schritt zurück und begutachtete die Gruppe kritisch. Sein Blick schweifte zu den Kindern, doch schien sich keine weitere Emotion zu zeigen. "So lange ich hier bin gibt es eh nur Opfer auf eurer Seite.", sagte er aggressiv, senkte jedoch dabei seinen Bo. "Auch wenn ich euch hier nicht auf der Stelle umbringen sollte, ist euch doch hoffentlich klar, dass ich euch nicht laufen lassen kann.", fuhr er fort und blickte zu Arashis Schwester, die er offenbar für die Anführerin hielt. "Ich und meine Leute werden euch zu unserer Nachhut bringen. Seid froh, dass ihr die Kinder bei euch habt, sonst wärst du sicher nicht damit durch gekommen nachdem du mich mit einer Waffe bedroht hast."
Asa nickte erleichtert, während sie mit einem Winken der Gruppe bedeutete, dass alle kommen sollten. Die wenigen die Waffen hatten legten sie demonstrativ ab um keinerlei Aggression zu provozieren. Dann half Asa ihrem Bruder auf die Beine zu kommen und stützte ihn. Seinen Arm über ihrer Schulter wandte sie sich wieder an den Ninja mit dem Bo und nickte ihm dankend zu. „Mein Name ist Sagittarius Asa und das hier ist mein Bruder Arashi. Es tut mir Leid das ich dich bedrohen musste, aber wir haben keine andere Möglichkeit gesehen ohne einen Kampf mit euch zu reden. Zu recht sind die Ninjas der neun Dörfer nicht sehr gut auf die Ninjas aus Yamigakure zu sprechen.“ Den letzten Satz hatte sie nur leise vor sich her gemurmelt. „Aber die Menschen hier haben nichts mit den Angriffen und Verschwörungen zu tun, die das Dorf Yamigakure gegen die anderen Dörfer geführt hatte.“ Mit einem flehenden Blick schaute sie kurz zu ihrem Bruder, der jedoch nur den Kopf schüttelte und sich dann aufrichtete. „Das was meine Schwester sagt stimmt nicht ganz. Die Menschen hier haben nichts mit den Machenschaften unseres Dorfes zu tun, bis auf mich. Ich war am Angriff auf Iwagakure beteiligt und werde auch für das, was ich getan habe die Verantwortung tragen.“
Langsam ging der Anführer der Ninja aus Iwagakure darauf hin auf Arashi zu. Mit einem seltsamen Gesichtsausdruck, der schwer zu deuten war musterte er ihn und beugte sich dann bis auf wenige Zentimeter vor sein Gesicht. "Beim Angriff auf Iwagakure also?", sagte er ruhig und blickte Arashi noch weiter in die Augen. "Die Verantwortung willst du also tragen?", fuhr er fort. "Ich glaube kaum, dass du sie wirklich tragen willst. Ansonsten müsste ich dich hier sofort auf der Stelle umbringen." Bei diesen Worten zuckte Asa und machte sich bereit ihren Bruder zu verteidigen. "Nur mit der Ruhe.", beschwichtigte der Ninja aus Iwa sie und hob dabei seine Hand um dies zu verdeutlichen. "Pass nur auf, dass du mich mit deinem Gebrabbel von Verantwortung nicht auf dumme Ideen bringst.", sagte er noch bevor er sich wieder von Arashi abwendete.
Sofort kamen zwei Shinobi herangetreten und hielten Arashi fest. Ein Dritter fesselte ihm die Hände, sodass er keine Fingerzeichen mehr machen konnte. Asa schaute unruhig zu, aber Arashi beschwichtigte sie. „Das ist schon in Ordnung, damit hatten wir gerechnet. Mach dir keine Sorgen um mich.“ Die restlichen Ninjas hatten sich inzwischen verteilt, um die Gruppe zu überwachen. Dann gingen sie los, wobei der Ninja aus Iwagakure die Führung übernahm und Arashi immer bewacht wurde. Nach einiger Zeit kamen immer mehr Shinobi in Sicht, bis sie schließlich die Nachhut erreichten.
Die Nachhut schien viel weniger eine Verstärkung zu sein als ein Lager der Ninja aus Iwagakure um ihre Verwundeten zu versorgen und die Gefangenen unterzubringen.
Als der Anführer der Gruppe der Iwa Ninja, die Arashi und den Rest der Leute gefangen genommen hatte auf einen der Männer zutrat die sich im Lager aufhielten begrüßten diese sich freundschaftlich. "Tetsu, was hast du da für eine Horde von Nuke-nin angeschleppt?", sagte die neue Person und klopfte den Mann, den er Tetsu nannte auf die Schultern. "Du kennst mich. Wenn sie zu mir kommen und mich anwinseln will ich sie immer gleich behalten.", scherzte dieser. "Die scheinen alle sauber zu sein bis auf den Kerl dort, der so schön verschnürt ist.", fuhr Tetsu ernster fort und deutete auf Arashi. "Ich hab ihn so schön eingepackt, weil ich Taro ein kleines Geschenk machen wollte. Geh du schon mal vor, Gin. Wir sehen uns gleich wieder draussen. Ich regel das hier noch schnell.", beendete er die Konversation mit seinem Freund und wendete sich nun den Bewachern der Gruppe um Arashi zu. "Ihr bringt die Leute zu den anderen Gefangenen. Fixieren und so weiter. Ihr kennt das ja. Unseren kleinen Kriegsverbrecher bring ich zu Taro. Der soll ihn sich ran nehmen und alle brauchbaren Informationen aus ihm rausholen.", sagte er und wendete sich darauf Arashi zu. "Der ist nicht gerade zimperlich. Du solltest dich auf was gefasst machen.", sagte Tetsu und packte Arashi unsanft am Arm. "Ich will ihn begleiten.", warf Asa lautstark ein als sich der Ninja aus Iwa auf den Weg machte um Arashi zum Verhör zu bringen. "Wo dein Brüderchen jetzt hin muss willst du garantiert nicht hin.", spöttelte Tetsu. "Das ist wohl meine Entscheidung.", entgegnete Asa kalt. "Du bist wohl kaum in der Position Entscheidungen zu treffen.", entfuhr es Tetsu mit überheblichen Ton. "Aber was solls. Wenn du unbedingt mit willst dann sollst du mit kommen. Sichert die Frau.", befahl Tetsu. "Ja, Taishou.", antwortete einer der Untergebenen und begann Asa zu fesseln.
Nach kurzem Weg war die kleine Gruppe von Arashi, Asa und ihren Bewachern an einem kleinen Zelt angelangt. "Viel Spaß noch.", sagte Tetsu und stiess Arashi mit viel Kraft von sich in Richtung des Zeltes. "Taro! Besuch für dich.", rief er noch bevor eine große Gestalt aus dem Zelt trat.
Der Mann, der aus dem Zelt kam überragte Arashi um fast einen Kopf und trug eine schwere Ninjaweste. Er hatte ein kantiges Gesicht und war sehr muskulös. Es war nicht zu übersehen, dass er zum Kampf bereit war. Ein paar oberflächliche Wunden zeigten, dass er wohl bis vor kurzem noch auf dem Schlachtfeld gewesen war. Kurz musterte Taro den Ninja aus Yamigakure, der sich nach Tetsus hartem Stoß bemühte nicht hinzufallen. Dann schweifte sein Blick über Asa, die ihn trotzig ansah und dann zu Tetsu und den anderen Iwa-Nins. "Und was hast du mir hier mitgebracht, Tetsu?", fragte der hochgewachsene Ninja. Seine Stimme klang hart, aber nicht kalt wie es Arashi von einigen Ninjas aus seinem Heimatdorf kannte. Nicht wie jene, die ohne Mitgefühl töteten, aber durchaus bestimmt. Arashi konnte nur hoffen, dass er nicht gerade an jemanden geraten war, der seinen Hass auf Yamigakure auf jeden Yami-Nin übertrug. Alles hing davon ab, dass er diesen Mann davon überzeugen konnte, seinen Schutzbefohlenen Gnade zu gewähren. Gerade hatte der Angesprochene Taro erklärt, wie sie auf Arashi und seinen Trupp getroffen waren. "Interessant, du kommst also aus dem Sagittarius-Clan?", meinte Taro und packte Arashi mit einer Hand am Arm. Dann zerrte er ihn grob in das Zelt, welches sich von innen als Miniaturverhörraum herausstellte. Sorgfältig wurden seine Arme und Beine an einem Stuhl festgebunden, sodass er sich nicht mehr bewegen konnte. "Irgendwie unnötig", dachte sich Arashi, "ich habe nicht vor Widerstand zu leisten, aber das kann er ja nicht wissen." Ein kurzer Aufschrei zeigte, dass Asa nicht weniger grob ins Zelt gezerrt wurde. Auch sie wurde wie Arashi an einen Stuhl gebunden. Taro setzte sich schließlich gegenüber von Arashi auf einen Stuhl. "Also, du hast gesagt du heißt Sagittarius Arashi. Wieso stellst du dich uns? Und keine Lügen, ich merke es wenn du mich belügst und was dann kommt, willst du lieber nicht wissen.", drohte Taro. Arashi nickte. "Ich bin mit den Gedanken von Rache an den anderen Dörfern aufgewachsen, wie jeder Ninja aus Yamigakure. Aber ich gehöre zu denen, die es nie genau verstanden haben, wieso wir Krieg gegen die anderen Dörfer führen. Bis vor ein paar Wochen war ich mir nicht sicher, aber ich war bei dem Angriff auf Iwagakure dabei. Dort ging es nicht mehr um simple Rache, wir wurden angestachelt bis zum Tode zu kämpfen und alle zu töten, die uns in den Weg kommen. Egal ob Männer, Frauen, Kinder.......ich konnte das nicht mehr hinnehmen. Nachdem ich entgegen den Befehlen mich mit meinen Männern zurückgezogen habe, habe ich in Yamigakure alle um mich gesammelt, die genauso denken wie ich. Es ist klar, dass die Dörfer gewinnen werden. Viele davon sind Frauen und Kinder, deshalb hoffe ich das sie Gnade erhalten."
"Gnade? Du redest von Gnade, nachdem was ihr unserem Dorf angetan habt? Wir werden sehen, erstmal bleibt ihr unsere Gefangenen. Die Oberhäupter werden darüber entscheiden. Und jetzt zu deinem Dorf......"


Zuflucht


Stumm schaute Arashi über die Häuser, deren Lichter im Dunkel der Nacht leuchteten. Er stand auf einem Plateau eines Berges am Rande von Kumogakure. Ein kühler Wind wehte, trotzdem trug er nur seine normale Kleidung. Das Dorf war ein wunderbarer Anblick bei Nacht. Am frühen Abend war es ein reines Lichterfest, aber nun schliefen die meisten Dorfbewohner. Leise seufzte Arashi. Nach mittlerweile 2 Jahren hatte sich sein Clan relativ gut eingelebt, auch wenn sie immer noch mit Misstrauen und Argwohn behandelt wurden. Er hatte gerade Wachdienst in der Nähe des Wolkengrund, des Trainingsgelände in Kumogakure. Ein relativ langweiliger und uninteressanter Job ohne große Verantwortung. Es war klar gewesen, dass er erstmal unter Beobachtung stehen würde. Alles andere hätte er auch unsinnig gefunden, aber das er nach zwei Jahren noch ab und zu Wachdienst schieben musste fand er übertrieben. Immerhin schien zumindestens der Raikage ihm langsam zu vertrauen und hatte ihm versprochen, dass er bald angemessenere Missionen bekommen würde.
Er erinnerte sich immer noch lebhaft an die zahlreichen Verhöre, die er ertragen hatte während seiner Gefangenschaft. Sein Clan war relativ schnell in Kumogakure aufgenommen worden, aber ihn hatte man als Kriegsgefangenen nicht freigelassen. Zu groß war die Gefahr, die von ihm ausging. Die Oberhäupter befürchteten einen Rachefeldzug, aber darauf hatte es Arashi nie angelegt. Er war damit zufrieden gewesen, Asa und die anderen in Sicherheit zu wissen. Seine Freilassung war selbst für ihn vollkommen unerwartet gekommen. Ungefähr ein halbes Jahr nach Zen Saiki hatte sein Clan seine Freilassung gefordert mit der Begründung, dass er keineswegs eine Gefahr sei und genauso wie die anderen sich in ein Dorf integrieren könne. Das er sich freiwillig gestellt hatte und während seiner Haft nie Widerstand geleistet hatte, war dabei vorteilhaft gewesen. Es gab sogar Gerüchte, dass es eine Versammlung der Kyuunin wegen seinem Fall gegeben hatte. Immerhin war er nach dem Tod seines Bruders das neue Clanoberhaupt und dementsprechend bedeutsam war sein Fall. Schließlich hatte der Raikage dem Sagittarius-Clan mitgeteilt, dass Arashi freigelassen wird und nach Kumogakure kommt.
Ein Geräusch hinter ihm ließ ihn aufschrecken. Er war zu sehr in Gedanken gewesen und hatte nicht mehr auf seine Umgebung geachtet. Es war zwar unwahrscheinlich, dass jemand das Dorf an dieser abgelegenen Stelle angreifen würde, aber Arashi hatte nicht vor sich einen Patzer zu leisten. Aufmerksam lauschte er auf weitere Geräusche. Da war es wieder. Jemand kam den schmalen Pfad zum Plateau hoch. Ein paar Steine lösten sich und rollten runter ins Tal. Er aktivierte die erste Stufe seines Juuryokugan und beobachtete den Pfad. Er ließ es nur kurz aktiviert, um die Nebenwirkungen zu minimieren, aber dieser kurze Blick hatte ihm gereicht. Ein Genin hätte Schwierigkeiten gehabt, auch nur den Pfad in diesem Gewirr an Gravitonen zu erkennen, aber er hatte klar gesehen wer da kam. Einen kurzen Augenblick wurden seine Augen schwarz, bis sie wieder das natürliche grün annahmen. Mit einem Lächeln drehte er sich wieder um und sah auf das Dorf, bevor er die Person ansprach. "Hallo Asa, Wolltest du mir Gesellschaft leisten? Du kannst deine Zeit ruhig besser nutzen und duschen gehen, man bemerkt dich schon bevor man die sehen kann." Als er sich umdrehte und in das wütende Gesicht seiner Schwester sah, musste er sich beherrschen um nicht laut zu lachen. Dann wandelte sich jedoch ihr Gesichtsausdruck und es war ihr anzusehen, dass sie eher empört als wütend war. "Du hast geschummelt! Gibs zu, du hast dein Juuryokugan benutzt! Und dabei wollte ich dir nur das hier zum Essen bringen........" Dabei wedelte sie mit einer Tüte und hielt sie vor Arashi, bevor sie sie wieder wegzog. "Naja, ich denke ich kann sie genauso gut wieder mitnehmen." Sie drehte sich schon um und wollte weggehen, als sie Arashis Stimme hörte. "Bleib bitte hier. Ich könnte etwas Gesellschaft gebrauchen." Er setzte sich an den Rand des Plateaus und wartete, bis sich Asa auch gesetzt hatte. Sie packte aus der Tüte einige Sachen aus und fingen an, schweigend zu essen, bis Asa die Stille durchbrach. "Du vermisst Akûfu sehr, nicht wahr?" Wieder war kurz Stille, bis er ihr antwortete. "Ja, besonders die Abende die wir zusammen trainiert haben, oben auf dem Berg nahe Yamigakure. In diesem Sinne ist dieser Berg hier gar nicht mal so schlecht, er erinnert mich sehr an unser Trainingsgebiet. Wir hatten oben auf dem Berg ein kleines Plateau wo wir uns immer getroffen haben. Ok, nach ein paar Jahren war es eigentlich eher ein Trümmerfeld." Er lachte kurz, während Asa ihn weiter interessiert anschaute. "Du hast dich hier besser eingelebt, als du es dir eingestehst, Arashi." Sie machte ein kurze Pause, aber er zeigte keine Reaktion. "Und der Kage scheint dir auch mehr zu vertrauen, als du denkst. Ich habe Gerüchte gehört, dass er überlegt dich auch immer mehr auf Missionen zu schicken und dass du vielleicht in zwei bis drei Jahren sogar mal ein Team führen kannst. Auch der Kyuunin von Kumogakure scheint dich nicht so zu sehen, wie ein paar der anderen Ninjas hier." "Du hast ja Recht Asa.......ich mache mir zu viele Gedanken. Aber seit Akûfu von den Eliten getötet wurde kann ich mich nur schwer mit einem von ihnen anfreunden. Ich glaube, dass weiß er auch. Wir gehen uns so gut es geht aus dem Weg, damit bin ich zufrieden." In Gedanken freute er sich über die Aussicht auf ein Team. Zwar hatte er bislang nur wenig Erfahrung mit "normalen" Ninjas, die nicht gerade nur daran dachten alles und jeden umzubringen oder auf eine Gelegenheit warteten, ihren Sensei zu töten. Aber es würde sicher interessant werden....


Diagramm:


Anmerkung: Arashis Ninjutsu-Fähigkeiten sind über denen des durchschnittlichen S-Rangs (in Punkten auf dem Jounin Diagramm hat er eine 7).

Zweit-Chara:
-

Code:
Korrekt, wie zu erwarten war. (Naru)


Ich möchte anmerken das ich mir die Möglichkeit freihalte, das ein oder andere Kapitel auch in Zukunft weiter auszubauen oder neue Kapitel einzufügen. Am Charakter wird das nichts ändern, aber einfach wenn ich mal zuviel Zeit habe 8-D Sobald das geschieht, gibs natürlich ne Info an die Chara-Mods.

Sagittarius Arashi Arashi´s Jutsu Sagittarius Clan

*Bitte halten sie 5 Meter Sicherheitsabstand. Sagittarius Arashi ist in der Lage ein Pestoglas in weniger als 10 Minuten zu öffnen.*

Dieser Beitrag wurde bereits 18 mal editiert, zuletzt von »Sagittarius Arashi« (9. August 2009, 19:27)

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